Abschiedsküsse zählt man nicht

Roman

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Glück findest du nicht, indem du es suchst, sondern indem du zulässt, dass es dich findet

Seit ihrer Rückkehr aus Irland und der turbulenten Begegnung mit Edward ist Diane fest entschlossen, ihr Leben in Paris wieder aufzunehmen. Mithilfe ihres Freundes Felix stürzt sie sich zurück in die Arbeit in ihrem gemeinsamen literarischen Café "Glückliche Menschen lesen und trinken Kaffee", und Diane scheint es tatsächlich zu gelingen, ihren inneren Frieden zu finden. Doch dann wird sie erneut von den Ereignissen der Vergangenheit eingeholt, und alles, was sie sich während ihrer Zeit in Irland so hart erkämpft hat, droht mit einem Mal wieder einzustürzen. Wird es Diane endlich schaffen, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und nach vorne zu sehen? Und welche Rolle spielt Edward dabei?


Aus dem Französischen von Doris Heinemann
Originaltitel: La Vie est facile ne t'inquiète pas
Originalverlag: Michel Lafon, Paris 2015
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-19860-2
Erschienen am  23. Januar 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Ein melancholisches Buch über Emotionen, die nicht vollends ankommen.

Von: sommerlese

08.05.2018

Diane hat einen schweren Schicksalsschlag zu verarbeiten, ihren Mann und ihr Kind verlor sie bei einem Unfall. Mittlerweile lebt sie wieder in Paris und führt ihr Literatur Café mithilfe ihres Freundes Felix. Allmählich kommt sie zur Ruhe und öffnet sich wieder für das Leben und lernt Olivier kennen. Sie verliebt sich und schöpft neue Hoffnung, doch dann holt eine Nachricht aus Irland sie wieder ein. Ihrer guten Freundin Abby geht es gesundheitlich sehr schlecht. Es kommt, wie es kommen muss, sie reist nach Irland und trifft auch wieder auf Edward, doch der ist inzwischen nicht mehr allein. Bei diesem Roman kenne ich den Vorgängerband nicht und konnte mich dennoch einigermaßen mit den Personen zurechtfinden. Mich hat es ergriffen, wie Diane den tragischen Verlust von Mann und Kind verarbeiten muss. Doch sie hat dank Felix, einen echten Freund an ihrer Seite. Dank ihm läuft auch ihr Buchladen irgendwie weiter, den sie ihren Eltern abgekauft hat. Sie lernt Olivier kennen und man hat das Gefühl, dass Diane nun einen neuen Lebensmittelpunkt gefunden hat. Aber als sie von Abbys Erkrankung erfährt, reist sie erneut nach Irland. Nun scheint ein Wiedersehen mit Edward Diane erneut aus der Bahn zu werfen. Wie wird sie sich entscheiden? Kehrt sie zurück zu Olivier und ihrem Laden oder gewinnt Edward ihr Herz zurück? Ich bin bei diesem Buch etwas zwiegespalten. Einerseits lässt es sich zügig lesen, das Schicksal und den weiteren Werdegang von Diane habe ich interessiert mitverfolgt. Besonders das Aufflackern der Trauergefühle haben mich gerührt und wie sie sich für ein Kind ohne Mutter öffnet, ist Herzschmerz pur. Andererseits konnten mich die Protagonisten nicht wirklich erreichen, sie sind relativ oberflächlich und wankelmütig. Das trifft besonders auf Diane zu, erst trauert sie um ihren Mann, dann lernt sie Olivier kennen, will mit ihm zusammenziehen und trifft dann erneut auf ihre alte Liebe Edward. Es ist alles etwas vorhersehbar und ein wenig klischeebelastet, wobei mich das Ende dann wieder mit den Figuren versöhnt hat. Dennoch kann ich mich des Gefühls einer bestimmten Groschenroman-Romantik unter Kettenrauchern nicht erwehren. Dieses Rauchen nimmt einen großen Teil der Handlung ein, hier hätten die Figuren lieber miteinander reden können. Von den verrauchten Abschiedsküssen ganz zu schweigen. Die Autorin ist gelernte Psychologin und deshalb hätte ich mehr intensives Aufarbeiten von Trauer und Verlust erwartet und mehr gefühlvolle Tiefe. Allein meine Neugier hat für Spannung beim Lesen gesorgt, denn ich wollte Diane auf ihrem schweren Weg begleiten und erleben, ob sie ein glückliches neues Leben anfängt. Über das Literaturcafé hätte ich gern noch mehr erfahren, ebenfalls über Irlands Landschaft. Die Schauplätze konnte man leider nicht näher kennenlernen. Dieses Buch bringt Emotionen mit sich, die aber nicht alle beim Leser ankommen. Doch die traurige Geschichte findet dann doch ein gutes Ende. Achtung: Für Nichtraucher oder gerade Entwöhnte überhaupt nicht zu empfehlen.

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Leider nicht mein Fall

Von: Magnificent Meiky

10.04.2018

Diane hat sich nach einem schweren Schicksalsschlag wieder ins Leben zurückgekämpft. Zusammen mit ihrem besten Freund Felix führt sie die Buchhandlung mit Café "Glückliche Menschen lesen und trinken Kaffee". Eigentlich dreht sich ihr Leben nur um ihre Kunden, doch Felix ist der Meinung, dass sie sich mal wieder ins Liebesleben stürzen sollte. Da kommt ihr der attraktive und sehr interessierte Kunde gerade recht. Sie scheint endlich wieder auf dem richtigen Weg zu sein, als sie Edward wieder trifft. Den Mann, der ihr ganzes Leben wieder durcheinander bringt. Und so landet Diane wieder in Irland, einem Land, in das sie so schnell nicht zurück wollte. An sich klingt die Geschichte nach wie vor sehr interessant für mich. Leider war ich aber sehr schnell von der Umsetzung genervt. Der Schreibstil sagt mir persönlich gar nicht zu. Das Buch liest sich sehr hölzern und ich bin immer wieder über Formulierungen und Satzstellungen gestolpert. Diane war mir unglaublich unsympathisch. Ihre Gedanken und ihre Art das Leben zu leben, waren für mich einfach nicht nachvollziehbar. Aber scheinbar konnte ich einfach nicht mit dem Stil der Autorin. Durch die Schwierigkeiten mit dem Hauptcharakter und dem Schreibstil, konnte ich leider der Geschichte nicht wirklich etwas abgewinnen, was ich wirklich schade finde, denn für mich hatte "Abschiedsküsse zählt man nicht" wirklich Potential.

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Vita

Agnès Martin-Lugand ist Psychologin und war sechs Jahre im Rahmen eines Kinderschutzprogramms tätig. Seit dem Überraschungserfolg von »Glückliche Menschen küssen auch im Regen« und »Abschiedsküsse zählt man nicht« widmet sie sich nur noch dem Schreiben. Agnès Martin-Lugand lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen in der Normandie. »Das kleine Atelier der Mademoiselle Iris« ist ihr dritter Roman bei Blanvalet.

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