Adams Apfel und Evas Erbe

Wie die Gene unser Leben bestimmen und warum Frauen anders sind als Männer

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Der renommierte Evolutionsbiologe über die Macht der Gene

Wie funktioniert die genetische Lotterie des Lebens? Was ist typisch für Männer, was ist typisch für Frauen? Warum verhalten wir uns so, wie wir es tun? Warum haben wir die gleichen Talente wie der Vater oder die gleichen Charaktereigenschaften wie die Großmutter? Wo endet die Macht der Gene, und was lässt sich durch Ernährung, Erziehung und Kultur ändern? Der Evolutionsbiologe Axel Meyer beschäftigt sich mit den »heißen Eisen« der Genforschung und erläutert, was zu Themen wie Geschlecht vs. Gender, Intelligenz, Homosexualität und ethnischen Unterschieden bekannt ist. Provokant, anschaulich und auf aktuellem Forschungsstand zeigt er auf, wie stark uns Gene bestimmen. Dieses Buch regt zum Denken und Diskutieren an – es ist von hoher gesellschaftlicher Relevanz.

"Der Evolutionsbiologe Axel Meyer nimmt sich die heißen Themen der Genforschung vor und bietet jede Menge Stoff zum Diskutieren und Nachdenken."

Kurier am Sonntag (23. August 2015)

eBook epub (epub), 40 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-641-13654-3
Erschienen am  24. August 2015
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Die Regeln der Evolution und genetischen Vererbung

Von: Michael Lehmann-Pape

23.09.2015

„In diesem Buch geht es mir unter anderem darum, zu vermitteln, dass ein wissenschaftlicher Ansatz und die Kenntnis eines Mittelwerts…. Viel aussagekräftiger Sind als Geschichtchen, die vielleicht typisch, vielleicht aber auch gerade nicht typisch sind“. Und dieser wissenschaftliche Ansatz, den Axel Meyer in dieser umfassenden und detaillierten Darstellung des aktuellen Standes der Forschung in Bezug auf die Gene nun vorlegt, wendet sich unter anderem auch der aktuell so breit und teils scharf diskutierte Gender-Frage zu. Vorweggenommen, ohne diese nun letztendlich zu lösen. Ein Zusammenspiel von Kultur und genetischem Erbe ist es, welches die individuellen Möglichkeiten und Wege von Menschen bestimmt. Mit Vehemenz wehrt sich Meyer daher gegen, in seinen Augen, extreme Ideologien (die zu sehr auf „Geschichtchen“ beruhen, denn auf Tatsachen), denen er gesellschaftlich „zersetzende Wirkung“ attestiert. Und das nicht grundlos, wie er auf den knapp 380 Seiten des Buches aufzeigt. Dass man sich in seinem Denken eben nicht gegen Tatsachen stellen kann, sondern sowohl die Gemeinsamkeiten wie auch die Unterschiedlichkeiten zwischen Menschen, auch zwischen Mann und Frau, einzubinden hat in das kulturelle Geflecht von zu eröffnenden Möglichkeiten. Wobei deutlich wird, dass diese konkrete Frage der Genderdiskussion zwar ein Anstoß zu diesem Buch gewesen sein kann, dass in einzelnen Kapiteln der Beitrag, den die Biologie zu dieser Frage leisten kann ausführlich dargelegt wird, dass aber im Gesamten die Gender Frage nicht das einzig zentrale Thema dieses Buches ist. Meyer nimmt diese Frage eher zum Anlass, den gesamten aktuellen Stand der genetischen Forschung im Rahmen der Evolutionsbiologie breit vorzutragen. Seien es die Erkenntnisse von Mendel, die Fragen nach dem Erbgut, die „evolutionäre Fitness“, sprich die inhärente Motivation zu möglichst vielen Nachkommen, sie Sexualität des Menschen an sich (und was sie für Folgen hat), Fragen der Intelligenz und der „beschränkten Möglichkeiten“ werden ebenso behandelt, wie Meyer dann am Ende zu seinem Ursprungsthema zurückkehrt und bindet diese kulturelle Frage und Diskussion ein in die wissenschaftlichen Fakten. „Wir konnten uns unsere Eltern nicht aussuchen und damit auch nicht unsere Gene…. Wir sind nicht gleich, denn jeder von uns ist genetisch einmalig…. Und so sollte Gleichmacherei nicht im Zentrum einer klugen, menschenfreundlichen Politik stehen“. Wahlfreiheit und Chancengleichheit, dafür plädiert Meyer allerdings ebenso vehement. So bleibt im Blick auf das Buch zu unterscheiden zwischen der sachlichen und breiten wissenschaftlichen Darlegung und den Folgerungen, die Meyer für das gesellschaftliche Miteinander zieht. Fundiert im wissenschaftlichen Teil und durchaus mit bedenkenswerten Mahnungen zur „Mitte“ und zur „Sachlichkeit“ in den Folgerungen, bietet das Buch eine Vielzahl an Informationen zur Genetik und zur Forschungsgeschichte. Allerdings benötigt die Lektüre eine hohe Konzentration und die Bereitschaft, bestimmte Abschnitte zum besseren Verständnis mehrfach zu lesen.

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Vita

Axel Meyer, geboren 1960, ist seit 1997 Professor für Zoologie an der Universität Konstanz. Der international bekannte Genomforscher studierte in Marburg, Kiel, Miami, Berkeley und Harvard. Er war Gastprofessor in Berkeley, Stanford und Ottawa und Fellow am Wissenschaftskolleg in Berlin. Er erhielt viele Auszeichnungen und Preise und ist Mitglied mehrerer Akademien. Meyer war fünf Jahre Kolumnist für das Handelsblatt, filmte eine DVD-Reihe zur Evolutionsbiologie für die ZEIT-Akademie und schreibt regelmäßig für die ZEIT, FAZ und NZZ. Seine erfolgreiche öffentliche Vermittlung von Wissenschaft wurde 2008 mit dem Europäischen EMBO-Preis „Communication in the Life Sciences“ gewürdigt.

Zur AUTORENSEITE

Zitate

"'Adams Apfel und Evas Erbe' ist fundiert und auch für Laien gut verständlich geschrieben."

dpa - Dossier Wissenschaft (27. November 2015)

"Keine leichte Lektüre, aber lohnend."

Hörzu (30. Oktober 2015)

"Trotz vieler Details und Fachbegriffe verliert man nie den Überblick; hier macht der Autor seinem Ruf als preisgekrönter Wissenschaftskommunikator alle Ehre."

Spektrum der Wissenschaft (07. Januar 2016)

"Dieses Buch war überfällig, um eine neue Etappe zum Verständnis des Menschen, der Humanitas, einzuläuten."

Südkurier (17. Oktober 2015)

"Wortgewaltig mischt sich der Evolutionsbiologe beim Thema Gendermainstreaming ein."

Deutschlandradio Kultur "Studio 9" (09. September 2015)

"Axel Meyer liefert, was die Wissenschaft zurzeit zur humanen Genetik sagen kann - vergisst aber auch nicht, die Grenzen dieses Wissens zu betonen."

Deutschlandfunk Online (13. Oktober 2015)

"Wenn es um das genetische Erbe von Männern und Frauen geht, ist die Wissenschaft ziemlich eindeutig. Schon im Mutterleib unterscheiden sich die Geschlechter, wie man bei dem Evolutionsbiologen Axel Meyer nachlesen kann, der gerade ein sehr lesenswertes Buch zum Thema veröffentlicht hat."

Spiegel Online (08. September 2015)

"Genomforscher Axel Meyer blickt hinter die Kulissen."

Oberösterreichische Nachrichten (14. November 2015)

"Provokant, anschaulich und auf aktuellem Forschungsstand zeigt Meyer auf, wie stark uns Gene bestimmen. Dieses Buch regt zum Denken und Diskutieren an - es ist von hoher gesellschaftlicher Relevanz."

Walliser Bote (26. Oktober 2015)

"Es kann der Diskussionskultur nur gut tun, wenn sich mehr Naturwissenschaftler zu Wort melden, die sich verständlich ausdrücken können. Zu denen zählt Axel Meyer."

Lübecker Nachrichten (29. November 2015)

"Meyer beklagt zurecht die Ignoranz fundamentalster biologischer Kenntnisse, vor allem auf Seiten der Politik, der deshalb sein Buch besonders ans Herz gelegt sei."

Wirtschaftswoche Online (08. September 2015)

"Ein lesenswertes Buch."

3sat Online (29. Oktober 2015)

"Axel Meyer gilt als einer der Topwissenschaftler seines Fachs weltweit, aber auch als streitbarer Intellektueller, was auch sein neues Buch zeigt."

Stuttgarter Zeitung Online (15. September 2015)

"Ein spannend zu lesendes Buch, bei dem man sich selber dabei ertappt, wie typisch manche Eigenschaften für das eigene Geschlecht sind."

Profil Wissen

"'Adams Apfel und Evas Erbe' ist der Beweis: Axel Meyer ist ein wahrer Experte auf seinem Fachgebiet. Am Schluss ist man lediglich darüber enttäuscht, dass das vorliegende Buch mit seinen gut 400 Seiten eigentlich viel zu dünn geraten ist. Man will mehr, mehr, mehr!"

literaturmarkt.info (21. September 2015)