Adrian hat gar kein Pferd

Bilderbuch ab 5 Jahren

Mit Illustrationen von Corinna Luyken
Ab 5 Jahren
(3)
eBook epub
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Wer mit dem Herzen sieht, findet Schönheit

Von der Kraft der Fantasie handelt dieses besondere Bilderbuch und davon, wie wichtig es ist, Mitgefühl für andere zu haben. – Immer wenn Adrian von seinem Pferd mit der goldenen Mähne erzählt, dem schönsten und besten auf der ganzen Welt, ärgert sich Zoe. Denn Adrian hat doch gar kein Pferd! Wo soll es bitteschön leben, in seinem kleinen, schäbigen Haus mit dem winzigen Vorgarten etwa? Je mehr Adrian in den höchsten Tönen von seinem Pferd schwärmt, desto wütender wird Zoe. Doch dann macht sie eine verblüffende Entdeckung: Adrian mag vielleicht kein echtes Pferd haben, aber in seiner Fantasie ist alles möglich. Zoe muss es nur sehen wollen.

»Herrlich feinsinnig illustriert, eine besondere Geschichte.«

Bezirksblätter Tirol (27. November 2019)

Aus dem Amerikanischen von Uwe-Michael Gutzschhahn
Originaltitel: Adrian Simcox does not have a horse
Originalverlag: Penguin, US
Mit Illustrationen von Corinna Luyken
eBook epub (epub)
Mit fbg. Illustrationen
ISBN: 978-3-641-23955-8
Erschienen am  23. September 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

„Adrian hat gar kein Pferd“ …oder doch?

Von: SimoneD

15.01.2020

„Adrian Simmer erzählt jedem, der ihm zuhört, dass er ein Pferd hat. Manche Kinder glauben ihm. Ich aber nicht.“ Adrians Mitschülerin Zoe beobachtet den Jungen mit den roten Haaren ganz genau und erzählt uns, was sie sieht. Erzählt vom kleinen Haus, in dem Adrian mit seinem Opa wohnt. Von den Löchern in seinen Schuhen. Von seinem unordentlichen Schulpult. Sie versteht nicht, warum es niemandem etwas ausmacht, dass dieser Junge lügt. Bis ihre Mama beim gemeinsamen Gassigehen mit dem Familienhund einen anderen Weg einschlägt als sonst. Sie in einer Gegend landen, in der die Häuser wirken „als ob sie jeden Moment zusammenbrechen würden.“ Und plötzlich sind sie da. Bei Adrian. Nirgends ein Pferd…oder doch? Mitten im Trubel der Frankfurter Buchmesse fiel mir „Adrian hat gar kein Pferd“ in die Hände. Hüllte mich in seine warmen Farben. Verzauberte mich geradezu. Corinna Luykens Illustration nahm mich vollkommen ein. Diese Kinder, die sich mit verschränkten Armen gegenüberstehen. Der eine, seine geballte Vorstellungskraft im Rücken. Die andere kalt, wertend. Und doch beide auf Augenhöhe. Ganz still wurde es um mich herum, während ich in diesem wundervollen Buch blätterte. Wie treffend mein erster Eindruck war, realisierte ich schnell. Dieses berührende Bilderbuch zeigt ganz unaufgeregt, dass oft mehr hinter einer Lüge steckt, als man auf den ersten Blick sieht. Dass man Mitgefühl und Verständnis manchmal den Vortritt vor Wahrheit und Aufklärung geben sollte. Dass nicht immer alles in Richtig und Falsch, Schwarz oder Weiß sortiert werden kann. Je mehr sich Zoe auf Adrian einlässt, desto mehr Farben sieht sie. Bis auch sie sein Pferd sieht. Und erkennt, welch weiten, bunten Blick die Fantasie gewehrt. Auch wenn ich eine Verfechterin von Ehrlichkeit und Aufklärung bin, immer meine Probleme mit dem Kinderbuchklassiker „Frederick“ hatte (nein, Gedichte und Erzählungen schützen nicht vor dem Hungertot und man kann auch sehr sinnliche Erfahrungen sammeln, wenn man Nüsse aufhebt oder durchs Korn streift!) – „Adrian hat gar kein Pferd“ weckt nur warme Gefühle in mir. Zwar kann ich Zoe in ihrem tugendhaften Eifer im Kampf um die Ehrlichkeit extrem gut verstehen. Gerade als sie kleinere Kinder aufklärt, bin ich im Grunde bei ihr. Denn ja, es stecken nicht immer friedlich-bunte, harmlose Fantasiegestalten dahinter, wenn Große versuchen Kleinere durch Lügen zu beeindrucken. Aber die Botschaft für mehr Verständnis, für Empathie, Mitgefühl und Offenheit schlägt mein Misstrauen hier bei Weitem. „Adrian hat gar kein Pferd“ ist ein Plädoyer für die atemberaubende Vorstellungskraft des Menschen und dafür, dass manchmal etwas wahr ist, auch wenn es nicht real ist. Dieses wundervolle Bilderbuch lehrt, wie wichtig es ist, aufeinander zuzugehen. Wie gut es tut, sich in andere hineinzuversetzen und zu versuchen, durch ihre Augen zu schauen.

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Die Kraft der Fantasie,

Von: Unendlich vielseitig -Roja,

24.09.2019

Seit einiger Zeit liegt ein Bilderbuch auf meinem Nachttisch, das ich immer wieder zur Hand genommen habe, Seiten intensiv betrachte, wirken lasse, um dann still und nachdenklich über das Gesehene, Gelesene zu sinnieren. . Schon auf den ersten Blick verrät das Cover, dass „Adrian hat gar kein Pferd“ von Marcy Campbell und Corinna Luyken, erschienen bei cbj, ein außergewöhnliches Bilderbuch für Kinder ab 5 Jahren ist, viel Diskussionspotenzial enthält. Zu Gesprächen animiert und die Fantasie anregt. . Wie das funktioniert? . Durch den Blick auf den Alltag. Durch Worte eines Mädchens, das die Wahrheit sehen will. Die Welt der Fantasie ist keine Option für sie. Träume, wie bei ihrem Klassenkamerad Adrian, rücken in weite Ferne. Und was Zoe am meisten ärgert: Adrian erzählt von seinem Pferd. Einem weißen Pferd mit goldener Mähne und den schönsten und größten braunen Augen, die man sich vorstellen kann. Dabei hat Adrian gar kein Pferd. Das weiß Zoe ganz genau. Wie soll man ein Pferd haben, wenn man in der Stadt lebt? Wenn man ein kleines Haus besitzt, das kaum Garten hergibt? In armen Verhältnissen lebt? Zoe versucht alle um sich herum von ihrer Meinung zu überzeugen, ihre Freunde, ihre Mutter. Doch Adrian erzählt immer mehr Kindern von seinem Pferd. Diesem einzigartigen Wesen. „Wir müssen Verständnis haben. Wir müssen geduldig sein.“ sagt ihre Lehrerin immer. Aber wie soll man das sein, wenn nicht die Wahrheit gesprochen wird. Bis eines Abends Zoes Mutter beschließt einen Spaziergang zu machen. Mit ihrem kleinen Hund Molly. Es ist ein weiter Weg, eine kleine Reise zu jenem Ort, der Zoe die Augen öffnet und ihr die Welt der Fantasie eröffnet. . Was habe ich zu Anfang mit diesem Buch gerungen. Mich gegen diese Meinung von Zoe gesträubt. Mich geärgert und mit Adrian mitgelitten. Ein kleines Mädchen, das die Welt nur in ihrer Version sehen will. Uns ihre erzählt. Keine andere Meinung zulässt und es wahrlich schafft, den/die Leser*innen ins Grübeln bringt. Seite für Seite nimmt unser Zweifel zu und es steht außer Frage, dass Adrian nicht die Wahrheit erzählt. Doch ist es das, worum es geht? Adrian baut sich eine Welt auf, die ihn und andere um ihn glücklich machen. Geschichten zu erzählen, Träume wahr werden zu lassen, auch wenn sie nur in unseren Köpfen existieren. Und ist es nicht das, was Literatur ausmacht? Genau diese kontroversen Gedanken, die mich über Gelesenes und Gesehenes nachdenken lassen? Uns Türen zu anderen Welten öffnen? Und wiedermal ist es ein Bilderbuch, das mich wachrüttelt. Mir die Gesellschaft vor Augen zeigt und ich völlig beseelt einen weiteren Schatz in meinem Bücherregal aufgenommen habe, der nicht nur Kindern, sondern besonders Erwachsenen zeigt, dass Träume und die eigene Fantasie zum Greifen nah sind und der erste Schritt zu einem erfüllten Leben sind. Lügen sind zweifelsohne nicht der Weg, aber es liegt in unserer Hand, was wir glauben wollen. Und sind Geschichten und Erzählungen nicht genau das? Welten, die uns auffangen und träumen lassen? . Damit aber nicht genug. All diese Gedanken wären nicht möglich gewesen, gäbe es da nicht diese traumhaft schönen Illustrationen. Liebevoll, fantasievoll und ehrlich tauchen wir ein in die Welt von Zoe und auch von Adrian. Nehmen jeden Blickwinkel ein, um uns eine eigene Meinung zu bilden. Und das gemeinsam mit unseren Kindern, mit Schulkindern, Kindergartenkindern, um fantastische Gedanken miteinander zu teilen. . Eine kleine philosophische Reise und die Macht der Fantasie. Toll! ,

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Vita

Marcy Campbell lebt in Ohio mit ihrer Familie und ihrem kleinen Zoo geretteter Tiere. Ihre Texte für Erwachsene wurden in Zeitschriften und namhaften Magazinen veröffentlicht. Sie wuchs auf einer Farm mit Kühen, Hühnern, Katzen und Hunden auf, aber ein Pferd hatte sie nie. »Adrian hat gar kein Pferd« ist ihr erstes Bilderbuch.

www.marcycampbell.com

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Uwe-Michael Gutzschhahn studierte Anglistik und Germanistik. Er arbeitete viele Jahre als Verlagslektor und lebt heute als Autor, Übersetzer, Herausgeber und freier Lektor in München. Für sein Gesamtwerk als Übersetzer wurde er 2018 mit dem Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises ausgezeichnet.

www.gutzschhahn.de

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Corinna Luyken stammt von der Westküste Amerikas, wo sie in verschiedenen Städten aufwuchs. Nach ihrem Studium am Middlebury College fand sie ihre Heimat in Washington State. Ihre Bilderbücher sind schon mehrfach und auch international ausgezeichnet worden. Inspiration findet sie in der Natur, ihrer Familie und in Menschen allgemein.

www.corinnaluyken.com

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Videos

Pressestimmen

»Rührendes Bilderbuch über menschliche Vorstellungskraft.«

Tipi (17. Dezember 2019)

»In der kleinen Geschichte geht es um Ehrlichkeit, um Großzügigkeit, Mitgefühl, um soziale Unterschiede und ums Verzeihen.«

Luna (21. Oktober 2019)

»Ein sehr umsichtig aufgebautes Bilderbuch, das hilft, die verschiedenen Schattierungen zu erkennen und nicht alles schwarz oder weiß zu sehen.«

»Eine kleine philosophische Reise und die Macht der Fantasie. Toll!«