Alles was glänzt

Roman

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Marie Gamillscheg nimmt den Leser mit in eine allmählich verschwindende Welt. Vielstimmig und untergründig erzählt ihr Debüt von einer kleinen Schicksalsgemeinschaft im Schatten eines großen Bergs und vom Glanz des Untergangs wie des Neubeginns.

Tief in den Stollen des alten Bergwerks tut sich was – und alle im Dorf können es spüren. Die Wirtin Susa zum Beispiel, wenn sie im „Espresso“ nachts die Pumpen von den Ketchup-Eimern schraubt. Oder der alte Wenisch, ihr letzter Stammgast. Sogar der Bürgermeister, wenn er nicht gerade auf Kur ist. Zuallererst aber hat es der schweigsame Martin gespürt, bis er dann eines Morgens die Kontrolle über sein Auto verlor. Es ist, als würde der Berg zittern, als könne er jeden Augenblick in sich zusammenbrechen. Für die junge Teresa und den Neuankömmling Merih ist die Sache klar: Sie will sich endlich absetzen aus dem maroden Ort, er hingegen sucht einen Neuanfang - ausgerechnet hier.

»Zu Recht gilt Gamillscheg als eine der aufregendsten jungen Stimmen der deutschsprachigen Literatur.«

Britta Schmeis / SPIEGEL ONLINE (29. März 2018)

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ISBN: 978-3-641-21559-0
Erschienen am  19. März 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

„Alles was glänzt“ Marie Gamillscheg. Roman. Neuerscheinung Luchterhand Verlag.

Von: wortweg08

02.12.2018

„Alles was glänzt“ Marie Gamillscheg. Roman. Neuerscheinung Luchterhand Verlag. Die Einsamkeit ergreift das Dorf im Schatten des Berges. Jeden Tag mehr. Niemand traut mehr den jetzt zum unberechenbaren Ungetüm gewordenen steinernen Monolith, der von Stollen, Gängen und Höhlen durchzogen zur unberechenbaren Untergangsvision geworden ist. Vor allem seit der Journalist da war. Und seine Story greift und umgreift das Dorf. Mehr und mehr sind die verbliebenen Bewohner nun in sich selbst gefangen. Die Angst vor dem Berg wird zum Misstrauen gegen alles. Nichts ist mehr sicher, wenn sich Stein und Erde so endgültig bewegen… Dann stirbt Martin. Ein Autounfall. Martin, der sein neues Heim eben in modischer Farbe strahlen ließ. Martin, der am Wochenende noch mit Teresa im Auto saß und heute tot von Feuerwehr und Rettung aus dem Wrack gehoben werden muss. Martin, der junge hoffnungsvolle Mann. Und jetzt muss der Polizist des Dorfes zu den Eltern und zu Teresa, um die Todesnachricht zu überbringen…“Diesen Sommer wird es keine Kirschen geben. Martins Mutter hat alle Blüten vom Baum geschüttelt…“. Und dann kommt Merih an. Er hat von der Nutria Farm gehört und von vielem mehr hier in dem Ort, der so unheimlich geworden ist. Merih sucht sich ein Bild vom Leben und der steinernen Vergangenheit im Dorf zu machen. Den leeren Häusern, verlassenen Wegen und Geschichten. Und den dunklen Tunneln der Seelen im Schatten des Berges… Die österreichische Schriftstellerin und Journalistin Marie Gamillscheg legt mit „Alles was glänzt“ ihren ersten Roman vor. Die junge Autorin überrascht mit einer rasanten hintergründigen Erzählfolge, die in sehr direkter Sprache thematisch spannend in Ereignisse und Charaktere eintauchen und neugierig folgen lässt. Eine Autorin, die mit selbstbewussten und bemerkenswerten Sprach- und Erzählstil beeindruckt. Marie Gamillscheg, Alles was glänzt. Roman. Luchterhand Verlag. Walter Pobaschnig, Wien 12_2018 https://literaturoutdoors.com https://literaturoutdoors.wordpress.com

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Österreichischer Buchpreis - Debütpreis

Von: Niamh O'Connor

20.11.2018

Alles was glänzt schaut schonungslos auf die Bewohner und Bewohnerinnen eines Dorfes, von dem man weder den Namen noch die geografische Lage erfährt; aufgrund der Herkunft der Autorin kann man allerdings vermuten, dass sie das steirischen Erzgebirge zu ihrer Geschichte inspiriert hat, und auch sonst spiegelt der Roman die Autorin: „Jeder, der mich kennt, weiß ,wie viel von mir drin steht“, sagt sie. Das Leben im Dorf wird vom Berg bestimmt, und so wie der Betrieb des Bergwerks eingestellt wurde, wirkt auch das Leben der Menschen wie eingefroren. Daran ändert weder der Tod des jungen Martin etwas, der unter nicht genau geklärten Umständen am Berg mit dem Auto verunglückt ist, noch das Eintreffen des Regionalmanagers Merih, der Restrukturierungsmaßnahmen einleiten und dem Ort neue Impulse geben soll. Susa sperrt ihr ESPRESSO wie immer für die wenigen Gäste auf, der alte Wenisch beschäftigt sich weiterhin mit den Anlagen im alten Bergwerk, und die junge Teresa übt nach wie vor Klavier und träumt davon, in der Stadt aufs Konservatorium zu gehen, während ihre Schwester Esther zuhause auf die Zimmerdecke starrt. Meine Meinung: Im Interview erzählt Marie Gamillscheg, sie würde sehr viel schreiben und sehr viel aussortieren, das bewirke „sprachliche Entschlossenheit anstelle von überbordendem Stil.“ Einen überbordenden Stil kann man dem Roman tatsächlich nicht vorwerfen. Das würde auch gar nicht zu einer Geschichte passen, die wie in Zeitlupe eine in wenigen Sätzen zusammenzufassende Handlung erzählt. Man merkt dem Text an, dass jedes der nicht aussortierten Wörter sorgfältig gewählt ist, aber ich hatte beim Lesen ständig das Gefühl, irgendetwas überlesen zu haben und die Geschichte daher nicht voll zu erfassen. Zu meiner großen Erleichterung klärte sich zumindest das Rätsel der geheimnisvollen Zahlen, die jedem Kapitel vorangestellt sind, gegen Ende auf. Ich war trotzdem froh, das Dorf nach der letzten Seite verlassen zu können, aber vielleicht war ja gerade das die Intention.

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Zu Marie Gamillschegs neuem Roman "Alles was glänzt"

Vita

Marie Gamillscheg, geboren 1992 in Graz. Lebt in Berlin, arbeitet als freie Journalistin u.a. für ZEIT Campus. Veröffentlichungen in zahlreichen literarischen Zeitschriften und Magazinen. Ihr Roman "Alles was glänzt" landete auf der ORF-Bestenliste, wurde für den aspekte Literaturpreis nominiert und mit dem Österreichischen Buchpreis für das beste Debüt 2018 ausgezeichnet.

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17. Jan 2019

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Zitate

»Marie Gamillscheg ist Spezialistin für den menschlichen Faktor und die Überzeugungskraft des Details, für Misstöne der Zukunftsmusik und die Wahrheit des Körpers.«

Daniela Strigl / Frankfurter Allgemeine Zeitung (27. Juli 2018)

»Man darf gespannt sein, was diesem glänzenden Debüt folgt.«

»Marie Gamillscheg hat sich in ihrem Debüt als kluge Erzählerin erwiesen, die Stimmungen und Schwingungen einzufangen vermag und große Themen auf leichte Weise präsentiert.«

Irene Binal / ORF Ö1 (15. April 2018)

»In poetischen Bildern fängt sie auf glänzende Weise ein Panorama der Enge ein, das diesen Debütroman zu einem Versprechen für eine ganz große Karriere macht.«

Christoph Hartner / Kronen Zeitung Steiermark (31. März 2018)

»Marie Gamillscheg hat einen großartigen und vielschichtigen Debütroman geschrieben.«

Andreas Gstettner-Brugger / ORF Radio FM4 (27. März 2018)

»Ein glänzendes Debüt.«

WDR 5 Bücher

»Endlich wieder einmal eine Geschichte, die einen nicht gleich los lässt.«

Robert Preis, Kleine Zeitung

»Vielstimmig erzählt Marie Gamillscheg in ihrem Erstling die Geschichte eines maroden Ortes, der seine besten Zeiten hinter sich hat - und trotzdem Lebensraum bleibt.«

Malu Schrader / Börsenblatt (11. Januar 2018)