VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Alte Freunde Roman

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 15,99 [D] inkl. MwSt.
CHF 19,00*
(* empf. VK-Preis)

eBook (epub) ISBN: 978-3-641-17479-8

NEU
Erschienen: 30.10.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Gebundenes Buch

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Anmeldung

  • Info

  • Vita

  • Pressestimmen

  • Video

  • Service

  • Biblio

Zwei alte Schulfreunde. Craig war früher der charismatische Anführer, zu dem alle aufschauten und der zum Rockstar avancierte. Alan stand stets im Abseits, war Mitläufer. Dreißig Jahre später haben sich die Vorzeichen radikal geändert. Alan ist erfolgreicher Gourmetkritiker und Bestsellerautor, während sich Craig als Obdachloser auf Londons Straßen rumtreibt. Das Schicksal führt die beiden wieder zusammen. Alan greift seinem alten Freund unter die Arme und versucht ihn wieder auf die richtige Bahn zu bringen. Und bald ist nichts mehr so wie es war.

»Ein großartiger Roman voller Witz und guter Dialoge, mit etlichen unerwarteten Wendungen.«

Stefan Maelck, MDR Kultur (02.11.2017)

John Niven (Autor)

John Niven, geboren in Ayrshire im Südwesten Schottlands, spielte in den Achtzigern Gitarre bei der Indieband The Wishing Stones, studierte dann Englische Literatur in Glasgow und arbeitete schließlich in den Neunzigern als A&R-Manager einer Plattenfirma, bevor er sich 2002 dem Schreiben zuwandte. 2006 erschien sein erstes Buch, die halbfiktionale Novelle Music from Big Pink über Bob Dylan und The Band in Woodstock; 2008 landete er mit dem Roman Kill Your Friends – einer rabenschwarzen Satire auf die Musikindustrie – einen internationalen Bestseller. Es folgten die Romane Coma, Gott bewahre, Das Gebot der Rache, Straight White Male und Old School. John Niven schreibt außerdem Drehbücher. Er lebt derzeit in Buckinghamshire, England.

»Ein großartiger Roman voller Witz und guter Dialoge, mit etlichen unerwarteten Wendungen.«

Stefan Maelck, MDR Kultur (02.11.2017)

»Der König der gepflegten Entgleisung«

Ralf Niemczyk, Rolling Stone (26.10.2017)

Aus dem Englischen von Stephan Glietsch
Originaltitel: No Good Deeds
Originalverlag: Heineman

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-17479-8

€ 15,99 [D] | CHF 19,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne Hardcore

NEU
Erschienen: 30.10.2017

  • Leserstimmen

  • Rezension verfassen

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

John Niven: „Alte Freunde“ (Heyne Hardcore)

Von: Christian Funke Datum: 14.11.2017

www.wewantmedia.de/

„Nichts ist widerwärtiger
als das Glück anderer Leute.“

F. Scott Fitzgerald

Alan Grainger ist Ende vierzig und als renommierter Restaurantkritiker überaus erfolgreich. Er lebt mit seiner Familie in einem gediegenen Londoner Vorort ein Leben im sorgenfreien Wohlstand. Eines Tages trifft er zufälligerweise auf seinen alten Schulfreund Craig Carmichael, der seinerzeit zwar der lässigste Junge der Schule war, dem eine blühende Karriere als Rockstar offenstand. Doch sein Blatt hatte sich dramatisch gewendet, lebt Craig mittlerweile als Obdachloser mittellos auf der Straße. Da der Winter ansteht, beschließt Alan der alten Freundschaft Willen, Craig für ein paar Tage bei sich aufzunehmen…

„Keine gute Tat bleibt ungesühnt“

altes Sprichwort

Aufgeteilt in die Abschnitte „Winter“ und „Frühling“, ist Alte Freunde ein Roman, der sich auf die gewohnte Niven-Art spitzzüngig mit den Gepflogenheiten der Upper-Class auseinandersetzt und dessen Herz eher bei den Underdogs schlägt. Gewohnt leichtfüßig seziert er dabei Macken und Marotten der aus seiner Sicht eher weltfremden wohlhabenden Gesellschaft, wobei unterschwellig deutlich wird, dass der Autor mit zunehmendem Erfolg seinem Protagonisten Alan Grainger ziemlich nahezustehen scheint. Alte Freunde ist in seinem inhaltlichen wie stilistischen Aufbau leicht lesbar, was ihn zu einem wohltuenden Unterhaltungsroman macht, den man mit viel Spaß lesen kann. Doch mir persönlich fehlt etwas die gesellschaftskritische Ernsthaftigkeit früherer Werke, die seinen Geschichten immer das gewisse Quäntchen Tiefe spendiert hatte. So ist aus dem im Gespräch vor zwei Jahren angedeuteten ernsthaften Gesellschaftsroman ein humorvoller, mit einigen derben Spitzen gespickter Roman geworden, bei dem nur stellenweise der pointierte scharfe Blick aufblitzt.

Alte Freunde (Originaltitel: No Good Deeds, UK 2017) erscheint als gebundenes Hardcover in einer Übersetzung aus dem schottischen Englisch von Stephan Glietsch bei Heyne Hardcore (352 Seiten, €20,00).

Alte Freunde ist eine unterhaltsame, humorvolle Geschichte über Freundschaft. Gut beobachtet, treffsicher und pointiert beschrieben, haben wir hier einen inhaltlich etwas vorhersehbaren, aber durchweg gut lesbaren Roman.


Christian Funke

Das alte Sprichwort „Keine gute Tat bleibt ungesühnt“ wird humorvoll und pointiert zu literarischem Leben erweckt grandios!

Von: Dirk Hoffmann Datum: 11.11.2017

mamouliansgeschichten.blogspot.de

Der renommierte Restaurantkritiker und Buchautor Alan Grainger ist am Nachmittag gerade auf der Suche nach einer ruhigen Ecke im Soho House oder Groucho, wo er die Rezension über den Pop-up-Store, den er gerade besucht hat, zu schreiben plant, als ihm an einer Straßenkreuzung ein Penner mit schottischem Akzent anspricht. Wie sich nach einem kurzen Wortwechsel herausstellt, sitzt da ausgerechnet sein alter Schulfreund Craig Carmichael auf einem Stück Pappkarton. Bei einem Bierchen in einem nicht so noblen Laden tauschen sie Erinnerungen und Lebensgeschichten aus. Zuletzt hatten sich Alan und Craig bei einem Konzert von Craigs Band The Rakes im Jahre 1993 gesehen, nachdem die Band von einer erfolgreichen Tour durch Amerika zurückgekehrt war, und als Headliner im QM in Glasgow den Start ihrer UK-Tour absolvierte. Alan hatte zu Jugendzeiten immer zu dem teuflisch talentierten Gitarristen Craig aufgesehen, durfte in der Anfangszeit der Band auch mal den Bass zupfen, doch als Craig ein echter Star im Rockzirkus wurde, hatte er ihn aus den Augen verloren. In der Zwischenzeit ist Craig allerdings fürchterlich abgestürzt: schon das zweite Album floppte, Craig ging pleite und verfing sich im Drogensumpf und kehrte nach London zurück. Währenddessen lernte Alan die aus wohlhabendem Hause stammende Katie kennen, mit der er zwei Töchter und einen Sohn hat und in einem großen Haus außerhalb Londons lebt. Alan quartiert seinen alten Freund zunächst im Gästezimmer ein, will ihm wieder auf die Beine helfen. Tatsächlich erreicht er, dass Craig noch 32.000 Pfund an Tantiemen ausgezahlt bekommt, sich eine eigene Wohnung und neue Zähne leisten kann, ja sogar seine musikalische Karriere wieder in Schwung bringt. Dagegen häufen sich bei Alan die Unglücksfälle. Zunächst erhält Katie ein Handyvideo, auf dem zu sehen ist, wie Alan von einer Unbekannten im eigenen Haus einen Blowjob genießt, so dass er ausziehen muss, dann sitzt ihm das Finanzamt mit einer Untersuchung im Nacken und sperrt ihm die Konten und Kreditkarten. In wenigen Wochen befindet sich Alan genau dort, wo er Craig vor einigen Monaten gefunden hatte …
„Was war passiert? Eben noch hatte er eine wundervolle Frau, eine wundervolle Familie und ein wundervolles Zuhause, und nur eine Minute später war er mittellos und hauste in einem beschissenen Billighotel. Sein Leben war wie eines dieser GIFs auf Hold My Beer. Er war der Typ, der im Lagerhaus einen Gabelstapler wendet. Erst ist alles bestens, aber dann stößt er gegen ein Regal, und zwei Sekunden später sieht es aus, als hätte jemand eine Bombe gezündet. Wie Ground Zero.“ (S. 296)
Der schottische Bestsellerautor John Niven („Old School“, „Gott bewahre“) erweist sich auch in seinem neuen Werk als feiner Kenner der Materie, über die er schreibt. Als ehemaliger A&R-Manager bei einer Plattenfirma fällt es ihm nicht schwer, den rasanten Auf- und ebenso schnellen Abstieg von Alans Freund Craig authentisch zu skizzieren. Humorvoll ist aber vor allem Alans Alltag und Lebensumfeld beschrieben. Dabei gelingt es ihm, Alan zwar nicht als Supersympathisant zu zeichnen, aber eben als aufrechten Mann, der seine Berufung in dem Schreiben von Kochbüchern mit ausgefallenen Themen und Restaurantkritiken gefunden hat und durch seine wohlhabende Frau keine finanziellen Sorgen kennt, ohne aber auf dicke Hose zu machen. Niven hat sichtlich Spaß daran, den Hype um neue Restaurants mit überteuerten Gerichten und langen Wartezeiten durch den Kakao zu ziehen, aber auch die Kolumnentätigkeit seiner Frau wird in einer herrlichen Persiflage auf den Wohlfühl- und Gesundheitswahn wunderbar kommentiert. So richtig derben Humor präsentiert Niven seinen Fans in einer seitenlang beschriebenen Episode darüber, wie Alan mit seinem problematischen Stuhlgang der Sanitäranlage in dem uralten Landsitz von Katies Eltern den Rest gibt und damit die feine Gesellschaft im Speisesaal in die Flucht schlägt.
Überhaupt zählen die Szenen, in denen die High Society auf das Elend trifft, das zunächst Craig, dann auch Alain verkörpern, zu den gelungensten in „Alte Freunde“, weil Niven auf ebenso humorvolle wie pointiert treffsichere Weise die dem Roman vorangestellten Sprichwort „Keine gute Tat bleibt ungesühnt“ und F. Scott Fitzgeralds Zitat „Nichts ist widerwärtiger als das Glück anderer Leute“ auf literarische Weise zum Leben erweckt. Dabei berührt er auch Fragen nach dem Ursprung und dem Wesen von (Männer-)Freundschaften, nach Glück, Dankbarkeit und Neid sowie der Bedeutung von materiellem Reichtum. Selten wurde eine Achterbahnfahrt durch das Leben so leichtfüßig, gut beobachtet und dabei so unglaublich witzig beschrieben.

Voransicht

  • Weitere Bücher des Autors