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Altes Land Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-15239-0

Erschienen: 16.02.2015
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Zwei Frauen, ein altes Haus und eine Art von Familie

Das „Polackenkind“ ist die fünfjährige Vera auf dem Hof im Alten Land, wohin sie 1945 aus Ostpreußen mit ihrer Mutter geflohen ist. Ihr Leben lang fühlt sie sich fremd in dem großen, kalten Bauernhaus und kann trotzdem nicht davon lassen. Bis sechzig Jahre später plötzlich ihre Nichte Anne vor der Tür steht. Sie ist mit ihrem kleinen Sohn aus Hamburg-Ottensen geflüchtet, wo ehrgeizige Vollwert-Eltern ihre Kinder wie Preispokale durch die Straßen tragen – und wo Annes Mann eine Andere liebt. Vera und Anne sind einander fremd und haben doch viel mehr gemeinsam, als sie ahnen.

Mit scharfem Blick und trockenem Witz erzählt Dörte Hansen von zwei Einzelgängerinnen, die überraschend finden, was sie nie gesucht haben: eine Familie.

„Dieser Roman ist wohltuend anders. Keine Romantik. Klischeefrei. Starke, knorrige Charaktere. Eine Geschichte, die lange nachklingt, wie das Ächzen und Knarren in dem großen dunklen Bauernhaus.“

NDR Buch des Monats März (01.03.2015)

Dörte Hansen (Autorin)

Dörte Hansen, geboren 1964 in Husum, lernte in der Grundschule, dass es außer Plattdeutsch noch andere Sprachen auf der Welt gibt. Die Begeisterung darüber führte zum Studium etlicher Sprachen wie Gälisch, Finnisch oder Baskisch und hielt noch an bis zur Promotion in Linguistik. Danach wechselte sie zum Journalismus, war einige Jahre Redakteurin beim NDR und arbeitet heute als Autorin für Hörfunk und Print. Sie lebt in der Nähe von Husum. „Altes Land“ ist ihr erster Roman.

„Dieser Roman ist wohltuend anders. Keine Romantik. Klischeefrei. Starke, knorrige Charaktere. Eine Geschichte, die lange nachklingt, wie das Ächzen und Knarren in dem großen dunklen Bauernhaus.“

NDR Buch des Monats März (01.03.2015)

„(…) weil es Dörte Hansen rundum gelingt, auf Niveau zu unterhalten, deshalb ist "Altes Land" ein tolles Debut!“

Denis Scheck, ARD "Druckfrisch" (12.04.2015)

„Das ist höchst amüsant erzählt und hält sich mühelos die Waage mit jener Stimmung, die von Stille beherrscht ist, von einem vorsichtigen Blick in das Innenleben der Menschen.“

WDR 2 Bücher, Christine Westermann (17.05.2015)

"Hansens Debütroman über den Unterschied zwischen Eingesessenen und Unbehausten ist schnell ein Bestseller geworden. Völlig zu Recht, weil es ein unaufdringlich mitfühlender Roman ist, wohltuende Unterhaltung."

Die Zeit, Marie Schmidt (21.05.2015)

„Dörte Hansen findet für ihre herrlich eigensinnigen Figuren immer den richtigen Ton. Mal ironisch, mal anrührend. (...) Ihr Romandebüt ist ein amüsanter Blick aufs Landleben, der ohne Klischees auskommt.“

BRIGITTE (18.02.2015)

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eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-15239-0

€ 15,99 [D] | CHF 19,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Knaus

Erschienen: 16.02.2015

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Ein Buch zum Genießen

Von: Buecherlabyrinth Datum: 14.02.2016

dasbuecherlabyrinth.blogspot.com

Vera flüchtet mit ihrer Mutter aus Ostpreußen zu Ida auf einen alten Bauernhof auf dem Vera ihr ganzes Leben verbringen wird. Nie wird sie vergessen, was sie auf dieser Flucht erlebt hat.

Ihre Nichte Anne lebt mit ihrem Sohn in Hamburg, zwischen perfekten Müttern, die
"wie gutmütige Familienhunde, die Schnuller und Trinkflaschen apportierten, die ihre Kleinkinder aus den Buggys warfen". Als ihre Ehe in die Brüche geht, bekommt auch sie Obdach im alten Bauernhof bei Vera.
"Flüchtlinge suchte man nicht aus, man lud sie auch nicht ein, sie kamen einfach angeschneit mit leeren Händen und wirren Plänen, sie brachten alles durcheinander."
Der Schreibstil des Buches ist einfach nur genial, der Einfallsreichtum von Dörte Hansen bei der Wortwahl ist in jeder Hinsicht bewundernswert. "Die Vögel weckten sie am Morgen, sie hörten sich hysterisch an, sie drehten durch, es war Frühling."
Immer wieder ändert die Perspektive, springt von Vera, zu Anne, zum Nachbarn, zum Bauern oder zum Journalisten, einem von den "Sinnsucher aus der Stadt, die planlos durch die Gegend liefen" und von den Einwohner nicht immer mit offenen Armen empfangen werden. "Dirk zum Felde hatte die Schnauze voll von Idioten in teuren Gummistiefel, die unbedingt aufs Land ziehen mussten". Dörte Hansen teilt ironische und humorvolle Seitenhiebe in alle Richtungen aus. Jeder wird auf die Schippe genommen, um kurz darauf aus einer anderen Perspektive doch wieder ganz anders dargestellt zu werden.

Zwischendurch erfährt der Leser viel über das mühsame Leben auf dem Land, über die Stille im Winter, die wohltuend, aber auch deprimierend sein kann, über Streit in Familien, der aus starken Männern einsame Alte macht. Viele Sätze werden auf plattdeutsch eingeschoben und geben der Geschichte noch mehr Intensität, "allens schön schier".

"Altes Land" ist ein ruhiges, wunderbares Buch, für das man sich als Leser Zeit nehmen und auf das man sich einlassen sollte. Es ist ungewöhnlich und außergewöhnlich gut, ein Buch zum Genießen.

Ein sehr lesenswertes Buch über Heimat - Flucht - Ersatzheimat -Akzeptanz

Von: Annette Traks Datum: 01.04.2015

www.annette-traks.com

1945, nach der Flucht aus Ostpreußen, findet Hildegard von Kamcke mit ihrer 5 Jahre alten Tochter Vera Unterkunft auf Ida Eckhoffs Hof im Alten Land bei Hamburg. Es ist kalt und ungastlich dort. Doch die Opferrolle liegt Hildegard nicht. Sie weiß sich durchzusetzen, sorgt für sich und ihr Kind und heiratet schließlich den aus russischer Gefangenschaft zurückgekehrten Hoferben.

Als Vera 14 Jahre alt ist, wird ihre Mutter von einem Hamburger Architekten schwanger. Sie verlässt den Hof, um mit dem neuen Mann und der gemeinsamen Tochter Marlene nach Blankenese zu ziehen.
Vera jedoch bleibt ihr Leben lang auf dem Altländer Hof, schlägt aber nicht wirklich Wurzeln.

Eines Tages taucht dort ihre Nichte Anne, Marlenes Tochter, samt kleinem Sohn auf: Sie und der Vater des Jungen haben sich getrennt und Anne ist aus dem noblen Hamburg-Ottensen zur Halbtante ins Alte Land geflüchtet.

Es sind ganz unterschiedlich motivierte Flüchtlingsschicksale über Frauen verschiedener Generationen, die geschildert werden.

Resümee:
In diesem Roman geht es um den Themenkomplex Heimat – Flucht – neues Zuhause – Fremdbleiben. Gezeigt werden vor allem 2 Flüchtlingsschicksale: Die 5-jährige Vera floh mit ihrer Mutter kriegsbedingt aus Ostpreußen und fand im Alten Land eine neue Bleibe; Anne ist mit ihrem kleinen Sohn aus privaten Gründen aus Ottensen weggegangen und bei ihrer Halbtante untergekommen.

So unterschiedlich ihre Lebensläufe sind, so weisen sie doch Parallelen auf und verschmelzen letztlich miteinander in einem jahrhundertealten Reetdachhaus. Dort haben beide eine Ersatz-Heimat gefunden und bilden eine passabel funktionierende Zweckgemeinschaft.

Der Leser bekommt auch Einblicke in das Leben rund um diese „Insel“:
In der Nachbarschaft leben alteingesessene Obstbauern, die einen in der Tradition verhaftet, andere mit der Zeit gehend. Aber auch von zugezogenen, oft romantisierenden Aussteigern ist die Rede – auch sie in gewisser Weise Flüchtlinge.
Die Neuen und alles Moderne wird hier generell misstrauisch beäugt und bleibt fremd.

Als Kontrast dazu wird das Leben der so perfekt sein wollenden Familien
im modernen Hamburg-Ottensen skizziert.

Der Titel des Buches ist mehrdeutig: Einmal ist damit natürlich das Obst-anbaugebiet vor den Toren Hamburgs gemeint, in dem Vera und Anne
eine Ersatz-Heimat suchen, als sie in ihrem „alten Land“, ihrem einstigen Zuhause, nicht mehr leben können oder wollen. Und es ist ein Landstrich, der von alten Traditionen geprägt wird.

Die Sprache ist dem Inhalt und dem Wesen der handelnden Personen angemessen:
Teilweise op Platt, aufs Notwendige reduziert und dennoch ausdrucksstark, spiegelt sie den wortkargen, knorrigen Menschenschlag wieder – viel Reden bringt halt nichts.
Die Autorin lässt in ihrer Darstellung der verschiedenen Lebensgeschichten und Charaktere viel Einfühlungsvermögen und eine gute Portion Humor walten.

Schwer fand ich es allerdings manchmal, bei den generell sehr kurzen Absätzen innerhalb der Kapitel sofort zu realisieren, was aktuelles Geschehen, was Rückblende ist. Und auch einige Bezüge wurden erst im 2. Anlauf deutlich.

Fazit: Ein sehr ausdrucksstarkes, lesenswertes Erstlingswerk der Autorin.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Von: Ulrike Sowa aus Homberg/Ohm Datum: 02.09.2015

Buchhandlung: Die Buchhandlung

Ich habe mich verliebt! In dieses wunderbare Buch von Dörte Hansen. Es fing beim Cover an und hörte auch beim letzten Satz nicht auf. So, so schön.

Von: Silvia Jansen aus Duisburg Datum: 02.09.2015

Buchhandlung: Bücherinsel Linda Broszeit

Ein grandioses Debut! Klare und schöne Sprache, überaus "kantige", sympathische Figuren.

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