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Anders Thriller

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-17152-0

Erschienen: 15.08.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

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Wie gut kennen wir die, die uns am nächsten sind, wirklich?

Alma Meester, ihr Mann Linc und die beiden Kinder Iris und Sander sind eine ganz normale, glückliche Familie. Bis zu dem Tag, als der elfjährige Sander zusammen mit einem Freund während eines Ferienlagers spurlos verschwindet. Der andere Junge wird kurz darauf tot aufgefunden, doch Sander bleibt wie vom Erdboden verschluckt. Sechs Jahre später meldet sich ein junger Mann bei einer deutschen Polizeistation. Er sei der verschwundene Sander Meester. Die Familie ist überglücklich, doch nach und nach kommen der Mutter Zweifel. Ist der Junge wirklich ihr Sohn? Und was ist in der Nacht damals tatsächlich passiert?

»Der Thriller verzichtet komplett auf blutige Gewaltszenen und wirkt durch seine faszinierend böse Atmosphäre…[…] Spannend von der ersten bis zur letzten Seite.«

hr1-Buchtipps (05.10.2016)

Anita Terpstra (Autorin)

Die niederländische Schriftstellerin Anita Terpstra, geboren 1975, studierte Journalismus und Kunstgeschichte und arbeitete danach als freie Journalistin für einige Zeitschriften. »Anders« ist ihr erster Roman bei Blanvalet.

»Der Thriller verzichtet komplett auf blutige Gewaltszenen und wirkt durch seine faszinierend böse Atmosphäre…[…] Spannend von der ersten bis zur letzten Seite.«

hr1-Buchtipps (05.10.2016)

»Spannender, rätselhafter Thriller!«

Woman (01.09.2016)

»Der spannende Psychothriller geht der Frage nach, wie gut wir die kennen, die uns am nächsten sind.«

TV für mich (11.08.2016)

»Krimi mit Sogwirkung.«

Sonntagszeitung (11.09.2016)

Aus dem Niederländischen von Jörn Pinnow
Originaltitel: Anders
Originalverlag: De Bezige Bij/Cargo, Amsterdam 2014

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-17152-0

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blanvalet

Erschienen: 15.08.2016

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Anita Terpstra - Anders

Von: Kerstin Junglen Datum: 09.01.2017

lesemaniac.blogspot.de

Kurzbeschreibung:
Wie gut kennen wir die, die uns am nächsten sind, wirklich?
Alma Meester, ihr Mann Linc und die beiden Kinder Iris und Sander sind eine ganz normale, glückliche Familie. Bis zu dem Tag, als der elfjährige Sander zusammen mit einem Freund während eines Ferienlagers spurlos verschwindet. Der andere Junge wird kurz darauf tot aufgefunden, doch Sander bleibt wie vom Erdboden verschluckt. Sechs Jahre später meldet sich ein junger Mann bei einer deutschen Polizeistation. Er sei der verschwundene Sander Meester. Die Familie ist überglücklich, doch nach und nach kommen der Mutter Zweifel. Ist der Junge wirklich ihr Sohn? Und was ist in der Nacht damals tatsächlich passiert?

Zur Autorin:
Die niederländische Schriftstellerin Anita Terpstra, geboren 1975, studierte Journalismus und Kunstgeschichte und arbeitete danach als freie Journalistin für einige Zeitschriften. »Anders« ist ihr erster Roman bei Blanvalet.

Meinung:
Anders lag schon ein Weilchen auf meinem SuB. Durch andere begeisterte Rezensionen animiert habe ich es nun gelesen und es konnte mich absolut von sich überzeugen und begeistern. Die Story spielt in den Niederlanden und umfasst die 14 Tage nach Sanders Rückkehr in die Familie.

Als Protagonisten lernt man die komplette Familie Meester kennen: Mutter Alma, eine ehemalige Krankenschwester, war mir nicht wirklich sympathisch, denn in eingestreuten Rückblenden aus Tochter Iris' Sicht erfährt man, dass sie diese immer etwas stiefmütterlich behandelte und ihrem Sohn Sander eindeutig den Vorzug gab, ihm all seine Lügengeschichten abnahm und im Gegenzug der Tochter nie Glauben schenkte.

Vater Linc ist eine tragische Figur: Er wurde anfangs des Mordes an Sanders Freund Maarten verdächtigt und nach Sanders Verschwinden bewältigt er seinen Alltag (Alma und er haben sich kurz danach getrennt) nur mithilfe von Psychopharmaka.

Tochter Iris, 21 und damit 4 Jahre älter als Sander, ist nach seiner plötzlichen Heimkehr äußerst skeptisch ihm gegenüber. Sie gibt sich die Schuld an seiner damaligen Entführung, da sie und ihr damaliger Freund Christiaan zwar zusammen mit Sander und Maarten auf einer Nachtwanderung war, ihn dann aber aus den Augen verloren hat.

Sander selbst, mittlerweile 17 Jahre alt, ist ein unzuverlässiger Charakter. Bei ihm wusste ich lange nicht, woran ich bin und vor allem die Rückblenden aus Iris' Sicht machten ihn immer unheimlicher, und ich stellte mir die Frage, was er vorhat und wie das für die gesamte Familie ausgehen würde.

Nebencharaktere gibt es auch einige, die aber nicht unbedingt Wichtiges zum Handlungsverlauf beitragen. Die gesamte Geschichte wird aus der 3. Person erzählt, wobei sich die Perspektiven aus Sanders, Almas, Lincs und Iris' Sicht (bei ihr aus der Vergangenheit und Gegenwart) abwechseln und man dadurch einen sehr guten Einblick in die Handlungen und Gefühle aller Familienmitglieder bekommt.

Zwar denkt man schon recht früh, die Zusammenhänge von Sanders Entführung und das Motiv zu kennen, doch Anita Terpstra hat hier einige Wendungen eingebaut, die vor allem zum Schluss alles Gedachte über den Haufen werfen und die Auflösung doch zu verblüffen versteht. Der allerletzte Satz des Thrillers konnte mir nochmal einen Schauer über den Rücken laufen lassen, was ich bisher nur selten erlebt habe. Auch wird man bei der Geschichte nicht mit Blutrünstigem konfrontiert. Ich würde Anders eher als Psychothriller bezeichnen, da kein willkürliches Gemetzel, das bis ins kleinste Detail geschildert wird, stattfindet, sondern die Spannung auf leisen Sohlen daherkommt und durch die Geheimnisse, die nach und nach über einzelne Familienmitglieder offenbart werden, bleibt die Geschichte bis zum bitteren Ende hin fesselnd.

Fazit:
Anita Terpstra ist mit Anders ein überzeugendes Psychogramm einer Familie gelungen, deren Geheimnisse sich nach und nach offenbaren und in dem nichts so ist, wie es auf den ersten Blick den Anschein macht. Auch ohne Blutvergießen lässt sich durchaus ein spannender Thriller schreiben, das hat die Autorin hierdurch deutlich bewiesen.

Alles in allem eine spannende Handlung, jedoch mit einigen Überlängen.

Von: Annette Traks Datum: 18.09.2016

www.annette-traks.com

Während eines Ferienlagers verschwinden der 11-jährige Sander und sein bester Freund Maarten bei einer Nachtwanderung spurlos im Wald. Kurz darauf wird Maartens Leiche gefunden, Sander jedoch bleibt verschollen.

Sechs Jahre später:
Mutter Alma hat die Suche nach ihrem Sohn nie aufgegeben und darüber Mann und Tochter stark vernachlässigt. Ersterer ist depressiv geworden, muss Psychopharmaka nehmen. Letztlich hat die Ehe den Belastungen nicht standgehalten - daran konnte auch Nachzügler Bas (3) nichts ändern. Tochter Iris - mittlerweile 21 - ist nach Amsterdam gezogen.

Da meldet sich eines Tages ein junger Mann bei der Polizei und gibt an,
der vermisste Sander zu sein.

Während der Vater und Iris ihm gegenüber gemischte Gefühle hegen, ist Mutter Alma überglücklich, ihren Sohn nun wieder bei sich zu Hause zu haben. Doch im Laufe der Zeit kommen ihr Zweifel, ob es sich bei dem neuen Mitbewohner wirklich um Sander handelt.

Vor allem sie ist es, die in Erfahrung bringen möchte, was in der fraglichen Nacht vor 6 Jahren konkret passiert ist. Ist ihr Sohn wirklich von dem pädophilen Eelco verschleppt worden und hat bis zu dessen Tod mit ihm einsam im Wald gelebt?

Sander möchte nicht darüber reden, will einfach nur vergessen, und ein paar Personen scheinen ein Geheimnis zu hüten.

Resümee:
Zentrale Fragen des Romans sind die folgenden:
- Handelt es sich bei dem aufgetauchten jungen Mann wirklich um den
verschwundenen Sander?
- Was genau hat sich in der tragischen Nacht ereignet, als Sander und
Maarten bei einer Nachtwanderung spurlos im Wald verschwunden sind?
- Was wissen Iris, ihr Freund Christiaan und der Vater, die ebenfalls in dem Ferienlager waren?

Das alles bleibt bis zur endgültigen Klärung im wahrsten Sinne des Wortes rätselhaft, bietet dem Leser viel Raum für Spekulationen.
Die Auflösung erfolgt peu à peu, spitzt sich jedoch gegen Ende dramatisch zu und enthält einige überraschende Elemente. Ganz am Schluss wartet die Autorin noch mit einem speziellen "Knalleffekt" auf.

Zur Steigerung der Spannung trägt bei, dass die Gegenwartshandlung
und Iris' Rückblenden in ihre Kindheit mit Sander abwechseln. Dadurch erhält der Leser Einblicke in die Familienstruktur und kann sich aufgrund der Beziehungskonstellationen ein Bild von der psychischen Disposition der einzelnen Personen machen.

Es wird durch diese Abschnitte deutlich, dass es sich zum Zeitpunkt des Verschwindens der beiden Jungen keineswegs um die im Klappentext genannte "ganz normale, glückliche Familie" gehandelt hat. Dem Vater und Iris ist schon lange klar gewesen, dass Sander nicht normal, sondern schon immer anders (Titel!) gewesen ist als z.B. seine Schwester und die Kinder in Kindergarten und Schule. Die Mutter allerdings hat es mit einer blinden Liebe zu ihrem Kind nicht wahrhaben wollen und dadurch für so manche emotionale Schieflage gesorgt.

Gefühlsmäßig herrscht nach Sanders Wiederauftauchen eine Gemengelage von Freude, Angst, Zweifel, Aggression und Sorge - alles personenabhängig und je nach Situation gut nachvollziehbar. Der Leser fragt sich, ob es bei der zum Teil recht explosiven Mischung irgendwann zum großen Knall kommen wird.

Leider enthält die Handlung einige Überlängen, in denen die Spannung sehr stark abflacht und der Leser "hängen gelassen" wird.

Fazit: alles in allem eine spannende Handlung mit einigen Überlängen,
die mit dem Prädikat "Thriller" jedoch überbewertet ist. "Familien-"
oder "Psychodrama" wäre meines Erachtens zutreffender.

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