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Anna und Armand Wie meine Großeltern im Krieg die Liebe fanden und das Leben sie doch für immer trennte

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€ 8,99 [D] inkl. MwSt.
CHF 11,00*
(* empf. VK-Preis)

eBook (epub) ISBN: 978-3-641-15407-3

Erschienen:  14.03.2016
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Sie fanden die Liebe. Sie überlebten. Und sprachen 50 Jahre kein Wort mehr miteinander.

1948, nachdem sie gemeinsam den Zweiten Weltkrieg überlebt haben, kaufen Anna und Armand – die Großeltern der Autorin – ein altes Steinhaus in einem abgelegenen, malerischen Dorf in Südfrankreich. Fünf Jahre später packt Anna ihre Sachen und verlässt Armand. Die Schreibmaschine und die Kinder nimmt sie mit. Abgesehen von einer kurzen Begegnung, haben die beiden nie mehr miteinander gesprochen, nie neu geheiratet oder irgendjemandem offenbart, was sie so unwiederbringlich entzweit hat.

Dieses Buch ist die mitreißende Geschichte der Reise, die Miranda Richmond Mouillot unternahm, um zu den Wurzeln dieses verbitterten, unbeugsamen Schweigens vorzudringen. Einer Reise, auf der sie lernte, wie man nicht nur überlebt, sondern das Leben in all seiner Schönheit umarmt – indem sie das alte Steinhaus und das kleine südfranzösische Dorf zu ihrem Zuhause machte und die Liebe fand …

Wussten Sie, dass Miranda Richmond Mouillot erst mit 19 Jahren das Fahrradfahren gelernt hat? Zum Special mit Interview + Fotos

Website der Autorin www.wordsfrommiranda.com

Miranda Richmond Mouillot auf Facebook

„Es gelingt ihr neben dem Porträt ungewöhnlicher Menschen auch eine zum Scheitern verurteilte Liebesgeschichte aufzuschreiben, die zwei Kontinente und drei Generationen umspannt.“

dpa Online (02.08.2016)

Miranda Richmond Mouillot (Autorin)

Miranda Richmond Mouillot wurde in Asheville, North Carolina geboren. Zusammen mit ihrem Mann, ihrer gemeinsamen Tochter und einer Katze lebt sie in Südfrankreich.

„Es gelingt ihr neben dem Porträt ungewöhnlicher Menschen auch eine zum Scheitern verurteilte Liebesgeschichte aufzuschreiben, die zwei Kontinente und drei Generationen umspannt.“

dpa Online (02.08.2016)

„Ein sehr feinfühliges Zeitzeugnis.“

MYWAY (02.03.2016)

“Die Seele des Buchs: die alten Familien- und Heimatfotos.”

emotion (09.03.2016)

Aus dem Englischen von Astrid Finke
Originaltitel: A fifty-year silence
Originalverlag: Crown, 2015

eBook (epub), 23 s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-641-15407-3

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Limes

Erschienen:  14.03.2016

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Ein sehr berührendes Zeitzeugnis

Von: Monika Schulte Datum: 20.03.2016

monikaschulte.blogspot.de

Der Krieg ist zu Ende. Das Ehepaar Anna und Armand kaufen sich ein altes Steinhaus in Südfrankreich. Nur 5 Jahre später verlässt Anna ihren Mann. Die Kinder und ihre Schreibmaschine nimmt sie mit. 50 Jahre lang sprechen die beiden ehemaligen Eheleute nicht mehr miteinander. Was ist passiert?

Der Enkelin und gleichzeitig Autorin des Buches lässt diese Frage keine Ruhe. Haben sich ihre Großeltern denn nicht geliebt? Was ist damals geschehen, dass die Großeltern nicht mehr zueinander gefunden haben? Warum dieses Schweigen?

Als die Großmutter das Haus verkaufen möchte, der Großvater jedoch dagegen ist, fährt Miranda nach Südfrankreich und verliebt sich dort nicht nur in das alte Haus, um das es geht. Miranda geht auf Spurensuche. Sie begibt sich auf die Suche nach der Geschichte ihrer Großeltern. Miranda, die in Amerika lebt, beantragt ein Visum, bleibt in Frankreich. Dort ist sie näher an der Geschichte. Und immer wieder besucht sie ihren alten Großvater am Genfer See. Die Zeit scheint nicht auszureichen. Mit Schrecken muss Miranda erkennen, dass ihr Großvater dement ist. Von ihrer Großmutter erhält sie Briefe, Flüchtlingsakten. Miranda vertieft sich immer mehr in die Geschichte und ganz langsam bekommt das Puzzle immer mehr Teile.

"Anna und Armand" - eine wahre Geschichte, die mich gefesselt hat. Eine Geschichte, die mich berührt hat. Eine Geschichte über ein Liebespaar, das Höhen und Tiefen erlebt hat, dass getrennt mehrere Lager durchlebt hat. Sie haben den Krieg überlebt und doch ist etwas geschehen, das beide schließlich voneinander entfernt hat. Erschütternd und aufwühlend die Passagen, als die Autorin entdeckt, was der Grund dafür war. Wenn man als Leser schon so mitgenommen ist, wie muss sich die Autorin des Buches gefühlt haben, als nach und nach erfahren hat, was ihre Großeltern durchgemacht haben?

"Anna und Armand" - ein großartiges Zeitzeugnis, ein Stück Geschichte gegen das Vergessen.


Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Hörbuch CD)

Faszinierende Dreifach-Biographie

Von: Lesestunde mit Marie Datum: 19.10.2016

nichtohnebuch.blogspot.de


Mit ihrem Debütroman ist der amerikanisch stämmigen Autorin Miranda Richmond Mouillot meines Erachtens ein Geniestreich gelungen! Denn sie schafft es, drei Biographien miteinander zu verknüpfen. Mich persönlich faszinieren Bücher, die auf wahren Begebenheiten beruhen immer besonders. Allerdings habe ich noch nie eine Geschichte oder Biographie gelesen, die in dieser Form geschrieben wurde. Wollte Miranda Richmond Mouillot ursprünglich nur der verlorengegangenen Liebe ihrer Großeltern Anna und Armand nachspüren und diese zu Papier bringen, erzählt sie uns letztendlich auch ihre eigene Lebensgeschichte, indem sie auf sehr spannende Weise von ihren Recherchen nach den Lebenswegen der beiden Großeltern, die größtenteils getrennt verliefen, berichtet.

Anna und Armand, die sich in den 1930er Jahren in Frankreich begegnen, sind beide Juden, genau wie ihre Enkelin Miranda. Anna emigrierte allerdings einige Jahre nach dem zweiten Weltkrieg mit ihren beiden Kindern nach Amerika, wo auch Miranda als ihre Enkeltochter aufwächst. Armand hingegen bleibt in Europa. Da es aus Sicht der kleinen Miranda keinerlei Kontakte und offensichtliche Berührungspunkte zwischen den beiden Großeltern gibt, ist sie sehr erstaunt, als sie zu begreifen beginnt, dass die beiden einmal verheiratet waren. Sie ist dermaßen fasziniert von dieser Erkenntnis, dass zwei so verschiedene Menschen einmal ein Liebespaar gewesen sein könnten und gleichzeitig davon überzeugt, dass es einmal eine sehr tiefe Liebe zwischen Ihnen gegeben haben muss. Und dieser spürt sie von da an immer wieder und immer intensiver nach, bis sie quasi ihr ganzes Leben diesen Recherchen widmet.

Die Sprecherin Anna Thalbach ist ein echter Profi und gibt jedem Charakter seine eigene Note. Vor allem Anna, die bis zu ihrem Lebensende ihren starken Akzent mit dem rollenden „R“ beibehält, wirkt sehr akzentuiert, aber authentisch. Anna hat einen sehr eigensinnigen, selbstbewusst mutigen Charakter und tritt als starke, keinen Widerspruch duldende Persönlichkeit auf. Für Miranda ist sie eine sehr prägende Bezugsperson, die in ihrer eigenen Widersprüchlichkeit mit abergläubischen Gedanken und gleichzeitiger Weltoffenheit geradlinig immer sie selbst bleibt:
"Als ich auf die Welt kam, knotete mir meine Großmutter ein rotes Band um das linke Handgelenk, um den bösen Blick abzuwehren. Sie wusste, was vor und was hinter mir lag, und obwohl sie fest an Glück und die Zufälle des Schicksals glaubte, wollte sie bei mir, ihrem einzigen Enkelkind, kein Risiko eingehen."
Ebenso gefällt mir Anna Thalbachs Interpretation der recherchierenden und ausgleichenden Miranda, die eher sanftmütig vermittelnd ist und von ihren Großeltern auf die ihnen eigene Art ständig auf harte Geduldsproben gestellt wird.
Auch Armand ist ein starker Charakter, der zunächst durch seine pedantische Art und seinen Hass gegenüber Anna, die er gegenüber Miranda nie beim richtigen Namen nennt, auffällt. Während Anna den Krieg immer als Universität ihres Lebens bezeichnet, blickt Armand eher pessimistisch zurück. Er wirkt eher verschroben, aber auch sehr belesen und tiefgründig.

Bis kurz vor dem Schluss bleibt unklar, ob die Enkelin Miranda das Geheimnis um Liebe und Trennung der beiden vollständig lüften kann. Das und die Schilderungen ihrer eigenen Reise und Entwicklung geben der eigentlich eher ruhigen Story einen spannenden Touch, der mich neugierig in der Geschichte hielt. Denn mühsam erkämpft Miranda sich Puzzleteil um Puzzleteil aus der Lebensgeschichte der beiden. Hierbei erzählt die Ich-Erzählerin aber dermaßen involviert, dass ich emotional komplett eingebunden wurde. Ich musste lachen und weinen, fand mich im „alten“ Frankreich der Großeltern und im „neuen“ der Enkelin, fühlte ebenso Verzweiflung wie Hoffnung. Kurz, ich war von der Geschichte gefangen.

„By the way“ erfahren wir auch interessante geschichtliche Aspekte über zwei Juden im Frankreich des zweiten Weltkrieges sowie über die dem Krieg folgenden Nürnberger Prozesse aus ganz besonderer Perspektive.

Fazit:
Nicht nur eine, sondern drei wahre Geschichten, die unter die Haut gehen - unvergleichlich gut im Hörbuch interpretiert. Ein absolutes Hörvergnügen mit Ruhe, Spannung und Tiefgang.

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