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Anschlag von rechts Nach einer wahren Begebenheit

Ab 13 Jahren

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-20689-5

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Erschienen: 22.05.2017
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Mitten unter uns: Rechtsextremismus heute

Irgendwo in einer Kleinstadt mitten in Deutschland treffen sich drei Freunde auf ein Feierabendbier. In den sozialen Netzwerken haben sie sich schon an ausländerfeindlichen Pöbeleien beteiligt. Nun werden sie zu Verbrechern, denn wenige Stunden später werfen sie einen Molotowcocktail in eine Flüchtlingsunterkunft. Die Bewohner, darunter auch Kinder, entkommen nur knapp.

Reiner Engelmann recherchiert die Hintergründe dieser schrecklichen Tat. Er analysiert die Beweggründe und er befragt die Opfer, die sich in Deutschland endlich sicher gefühlt hatten. Dabei wird deutlich: rechtes Gedankengut und Fremdenfeindlichkeit sind in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen und viel zu lange unbeachtet geblieben.

»Ein interessanter Diskussionsstoff, aufklärend und wachrüttelnd! Meine 5 Sterne Leseempfehlung nicht nur für Jugendliche!«

nichtohnebuch.blogspot.de (30.05.2017)

Reiner Engelmann (Autor)

Reiner Engelmann wurde 1952 in Völkenroth geboren. Nach dem Studium der Sozialpädagogik war er im Schuldienst tätig, wo er sich besonders in den Bereichen der Leseförderung, der Gewaltprävention und der Kinder- und Menschenrechtsbildung starkmachte. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Anthologien zu gesellschaftlichen Brennpunktthemen und seit 1969 aktiv bei amnesty international. Bei cbj sind bereits erschienen: "Der Fotograf von Auschwitz" und "Wir haben das KZ überlebt".

»Ein interessanter Diskussionsstoff, aufklärend und wachrüttelnd! Meine 5 Sterne Leseempfehlung nicht nur für Jugendliche!«

nichtohnebuch.blogspot.de (30.05.2017)

eBook (epub), 10 s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-641-20689-5

€ 11,99 [D] | CHF 14,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: cbj

NEU
Erschienen: 22.05.2017

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sehr bewegend

Von: Lari heldenlama Datum: 05.06.2017

https://hufieslesestall.de

Diese Rezension fällt mir sehr schwer, weil mich dieses Thema sehr bewegt und es mir schwer fällt keine Wertung über die Menschen abzugeben die hier beschrieben wurden.

Reiner Engelmann erzählt stellvertretend für abertausende von Flüchtlingen die Geschichten von Frozan einem 11 jährigen Mädchen aus Afghanistan, Mathuk aus Somalia, Akilah aus Syrien, Familie Khosa aus Pakistan und Mary aus Simbabwe – sie alle wuchsen zwischen Krieg und Bomben auf. Terror, Tod und Bomben waren ihre täglichen Begleiter. Sie alle haben den weiten Weg aus ihrem Heimatland überlebt und sind sicher in P. angekommen.

Es tat wirklich weh zu lesen, mit welcher Selbstverständlichkeit schon kleine Kinder über den Tod gesprochen haben und was für schreckliche Schicksale sie durchlebt haben. Reiner Engelmann hat dieses Thema sehr sensibel aufgegriffen und wertfrei berichtet. Er urteilt weder über die Täter noch über die Opfer, er erzählt ihre Geschichten und hinterlässt einen aufgewühlten, betroffenen Leser mit einer eigenen Meinung.

Parallel zu den Opfern lernen wir auch die Täter und ihr Umfeld kennen. Sehr viel passiert hier über sozialen Netzwerken, dort gibt es sehr viele Hasskommentare und Parolen, rechte Musik wird ausgetauscht und eigentlich jedem Ausländer der Tod gewünscht. Ich hatte allerdings von vorn herein den Eindruck, dass sie gar nicht richtig wissen was für Folgen ihr Verhalten hat, dass sie teilweise einfach nur Mitläufer sind, die irgendwo dazugehören wollen. Hier hat das Elternhaus versagt, sich nicht gekümmert, erste Warnsignale nicht ernst genommen oder schlichtweg nicht sehen wollen!

Ich fände es wichtig, dass dieses Buch sowohl an Eltern als auch an Schulen gleichmaßen ausgegeben wird, damit die Menschen rechtzeitig aufgeweckt werden, damit sie sehen und verstehen und vorallem noch eingreifen können bevor es zu spät ist!

Die nächsten Teile beschreiben die Gerichtsverhandlung und die Gespräche mit ihren Anwälten. Der letzte Teil dann geht um die Urteilssprechung.

Im Anhang finden wir eine sehr detaillierte Auflistung von Begriffen oder Symbolen die mit dem Thema Nationalsozialismus und Fremdenhass zu tun haben. Gerade für Eltern finde ich den Abschnitt sehr aufschlussreich!

Für mich war das Buch sehr interessant und ich bin nur so über Seiten geflogen und habe es in Rekordzeit beendet. Der Schreibstil ist sehr angenehm und für Jugendliche sicher leicht zugängig. Das heikle Thema wurde sehr sensibel ohne in eine bestimmte Richtung zu drängen bearbeitet und regt zum Nachdenken an.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Eine sensible und treffende Darstellung des „Warum?“

Von: Michael Lehmann-Pape Datum: 08.06.2017

www.rezensions-seite.de

„Ich freue mich, ein paar neue Gesichter zu sehen. Das ist gut…….soll jeder von euch entschieden, welchen Beitrag er zur Reinhaltung Deutschlands leisten wird“.

Bei dem einen ist es Neugier, vielleicht eine gewisse Langeweile oder Leere. Bei der andern ist es nicht so ausgeprägt, aber man will ja dazugehören, als Mädchen, zu den coolen Jungs. Andere wiederum sind absolut überzeugt, wird ein „Club 18“ geführt. Bis es passiert.

Und daneben die andere Seite. Die Flüchtlinge. Eine Seite, die exemplarisch an fünf Schicksalen von Engelmann ebenso nachvollziehbar, sensibel und empathisch wie differenziert dem Leser nahegebracht werden.

So dass am Ende der „Vorstellungsrunde“ tatsächlich unterschiedliche, sich teils an verschiedenen Polen der inneren Einstellung befindliche „echte“ Menschen in den Raum des Buches getreten sind. Bei denen auch die Täter, trotz allen Widerwillens, der sich alleine schon gegen die abwertende und verallgemeinernde Sprache auftaucht doch auch ein Verstehen entsteht, wenn auch keine tiefe Sympathie.

Bis dann die brennenden Flaschen geworfen werden und Engelmann durch die Tat, die Ermittlungen, den Prozess minutiös offenlegt, was im Land (auch) vorgeht. Fremde Welten dem Leser damit näher bringt (je nachdem, aus welcher Haltung man schaut, es werden sich auf jeden Fall „Fremde We4lten“ für jeden Leser finden).

„Dieses Buch beruht auf einer wahren Begebenheit“. Dem kann man als Leser nicht entgehen, auch wenn einige Sequenzen um Prozess und Anwälte fiktiv gesetzt werden.

Reale Prozesse, die Engelmann in starken Bildern im Buch verankert. Wie mit diesem Hakenkreuz an der Bushaltestelle, das erst für allgemeine gemurmelte Empörung sorgt, bis es nach kurzer Zeit einfach hingenommen wird. Was nicht unbedingt heißt, das solche politischen Symbole wieder hoffähig werden, wohl aber, wie verbreitet es doch inzwischen ist, das irgendwie zu dulden. Und damit, auch dass in dieser Szene im Buch gut beleuchtet, nicht früh genug Einhalt geboten wird, um den nächsten Schritt der „Mutproben“, der „Eskalation“ zu verhindern.

Denn auch, wenn es gar nicht so gemeint ist, das schweigende Hinnehmen kann auch als stille Zustimmung verstanden werden. In den wachen Augen dessen, der das Zeichen gemalt hat und sehr genau die Reaktionen „des Volkes“ an den nächsten Tagen beobachtet.

Nüchtern-sachlich in der Schilderung der Abläufe, intensiv in der Aufarbeitung des „Anschlages“ in den Personen und im „Rechtssystem“ n ist dies ein Buch, das nicht nur, aber vor allem auch, jungen Menschen die Augen zu öffnen versteht über Menschlichkeit, Gefallen wollen, Irrwege, und auch „keinen Rahmen zur rechten Zeit“ geboten zu bekommen.

Eine wichtige und empfehlenswerte Lektüre.

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