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Auf immer verbunden Roman

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CHF 17,00*
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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-22884-2

Erschienen:  12.03.2018
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»Poetisch, lebendig, voller Energie. Und voller Humor. Dieser Roman ist große Literatur.« Jhumpa Lahiri

Vanda und Aldo können auf ein langes gemeinsames Leben zurückblicken, auch wenn sie nicht immer glücklich waren. Wie bei vielen Paaren erstickte auch ihre Beziehung irgendwann in Routinen. Als Aldo dann die jüngere Lidia kennenlernt, scheint die Ehe endgültig zerbrochen. Doch die neue Liebe kann die Bande, die die Kinder geknüpft haben, nicht lösen, und so kehrt Aldo nach Hause zurück. Inzwischen sind seit dem Bruch Jahrzehnte vergangen, und die Wunden der einstigen Verletzungen scheinen geheilt - bis zu jenem Tag, als die alte Narbe plötzlich schmerzhaft aufbricht ...

Was ist wichtig im Leben, was hält Paare wirklich zusammen, auch wenn die Liebe schon längst vergangen ist? Ein schonungslos ehrlicher und zugleich ungemein berührender Roman darüber, was uns eine Ehe abverlangt – und was sie uns schenkt.

»Wer Ferrante liebt, dem gefällt auch Starnones neuer Roman.«

BRIGITTE, Angela Wittmann (31.01.2018)

Domenico Starnone (Autor)

Domenico Starnone, 1943 in Neapel geboren, war Lehrer von Beruf, hat später als Journalist bei der linken italienischen Tageszeitung Il Manifesto gearbeitet, Drehbücher verfasst und zudem an der Turiner Schreibschule von Alessandro Baricco unterrichtet. Er lebt als Autor in Rom. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. erhielt er für "Via Gemito" den renommiertesten Literaturpreis Italiens, den Premio Strega. "Auf immer verbunden" ist sein dreizehnter Roman, der in dreißig Ländern erscheint und international Kritiker wie Leser begeistert.


Christiane Burkhardt (Übersetzerin)

Christiane Burkhardt lebt und arbeitet in München. Sie übersetzt Romane und Sachbücher aus dem Italienischen, Niederländischen und Englischen und hat u. a. Werke von Paolo Cognetti, Domenico Starnone, Fabio Geda, Wytske Versteeg, Pieter Webeling, Willam Shaw und Hannah Richell ins Deutsche gebracht. Darüber hinaus unterrichtet sie literarisches Übersetzen.

»Wer Ferrante liebt, dem gefällt auch Starnones neuer Roman.«

BRIGITTE, Angela Wittmann (31.01.2018)

»Auf immer verbunden ist poetisch, lebendig, voller Energie. Und voller Humor. Dieser Roman ist große Literatur.«

Jhumpa Lahiri

»Starnone ist in Italien längst ein literarisches Schwergewicht. Hier erzählt er tragikomisch und in klarer Sprache von einem alten Paar, das aneinander festhält, obwohl die Liebe längst verflogen ist.«

stern (08.03.2018)

»Starnones Stil zeichnet sich durch eine hoch entwickelte Lust an psychologischer Präzision aus.«

DER SPIEGEL, Beil. LiteraturSPIEGEL, Claudia Voigt (03.03.2018)

»Der renommierte italienische Autor Domenico Starnone hat in seinem Roman ein anderes, überraschenderes Ehebruch-Szenario entworfen. .. Es kommt alles ans Licht, unerbittlich.«

BRIGITTE woman (01.05.2018)

mehr anzeigen

Aus dem Italienischen von Christiane Burkhardt
Originaltitel: Lacci
Originalverlag: Einaudi

eBook (epub), ca. 176 Seiten

ISBN: 978-3-641-22884-2

€ 13,99 [D] | CHF 17,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: DVA Belletristik

Erschienen:  12.03.2018

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Trauriges Eheleben...

Von: Angela Busch Datum: 11.06.2018

https://literaturgarten.blogspot.de

Rezension

INHALT:
Aldo, ein junger Journalist und die junge Vanda heiraten 1962 in Neapel, bekommen zwei Kinder und sind anscheinend glücklich. Bis Aldo die junge, strahlende Lidia kennenlernt, Ehefrau und Kinder verlässt. Er zieht nach Rom, lässt sich aber nicht scheiden. Nach langen, bitteren Jahren für Vanda und ihre Kinder kehrt er reumütig zurück in den Schoss der Familie und übernimmt wieder Verantwortung für alle, finanziell und moralisch. Seine Beziehung zu Lidia führt er allerdings heimlich weiter. Wir begleiten das Drama dieser Ehe bis in das hohe Alter von Aldo und Vanda. Ein einschneidendes Erlebnis schockt das inzwischen gealterte Ehepaar und befreit vor allem die Kinder von den Sünden, Heimlichkeiten und Vorwürfen aus den vergangenen Lebensjahrzehnten ihrer Eltern.

MEINE MEINUNG:
Der italienische Autor hat in nur einhundertsiebzig Seiten ein ganzes Familiendrama und Eheleben plastisch und bildhaft heraufbeschworen. In drei Teile hat er seinen Roman aufgegliedert und lässt jeweils Szenen aus dieser Eheverbindung, teilweise in Briefform, aus den Sichtweisen von Aldo, Vanda und den Kindern aufleben.
Domenico Starnone schreibt ehrlich und schonungslos über das rücksichtslose Verhalten des Ehemannes, seiner Jagd nach dem Glück mit einer jüngeren Partnerin, seine inneren Zweifel an sich und seinem Verhalten und letztendlich auch über die Besinnung auf die Familie. Endlich auch in dem Bewusstsein und der Erkenntnis , welchen Schmerz und Enttäuschungen er sich, seiner Frau, seiner Geliebten und vor allem den Kindern angetan hat.
Vanda's Verbitterung, die Sicht auf ihren Ehemann, auf sich selber und ihre Situation mit zwei kleinen Kindern, hat er ebenso aufrichtig, erschütternd und mitfühlend dargestellt. Die Charaktere und Verletzungen der Kinder durch das Verhalten ihrer Eltern lernen wir erst im dritten Teil des Buches besser kennen und sie sorgen für eine Überraschung im emotionalem Bereich.
Der fesselnde Schreibstil fasziniert, hat mich nicht losgelassen und so bin ich schnell durch das Buch geflogen.
Der Autor hat den Leser in alle menschlichen Höhen und Tiefen des familiären Zusammenlebens mitgenommen und doch hat bei mir die 'Traurigkeit über so viel verpasstes *schönes* Familienleben, vor allem auch ehelicher Partnerschaft, die Oberhand gewonnen. Eine Ehe , in der ein Partner aus Schuldgefühlen das dominante, Racheverhalten seines Gefährten akzeptiert, nur um seine Ruhe zu haben , kann nicht lebenserfüllend und reich sein. Der Autor hat klar und deutlich aufgezeigt, wie sich Charaktere und Verhalten der Menschen durch viele ungünstige Lebensumstände beklemmend verändern können.
Eigentlich ein sehr trauriges Buch!

Meine Bewertung: VIER **** Sterne!

Vielen Dank an den Autor und das Bloggerportal für das ansprechend gebundene Rezensionsexemplar.

Wie viel hält eine Ehe aus?

Von: Erika Mager Datum: 04.05.2018

https://litblogkoeb.wordpress.com/


Wie viel hält eine Ehe aus?
Domenico Starnone aus Neapel ist Lehrer, Journalist und Drehbuchautor. Er lebt in Rom und hat für "Via Gemito" (2005 bei Haymon) den berühmten Premio Strega gewonnen - die höchste Auszeichnung, die man in Italien für ein Buch bekommen kann. Jetzt wurde bei DVA sein Roman "Lacci" von 2014 von Christiane Burkhardt ins Deutsche übertragen.

Starnone bietet uns einen großen Lebenskosmos, den er mit sparsamen Worten auf wenigen Seiten großartig entfaltet. Liebe, Schmerz, Hass, Leid und Schuld – ohne jemals kitschig zu werden. Eine ganz große Leistung. Ja, es ist geradezu ein Lehrstück für einen Schreibkurs, ohne jemals danach zu klingen. Starnone ist ein Meister der Auslassung, die sich mit jedem weiteren, nicht geschriebenen Wort in den Köpfen der Leser zu einem vollständigen Bild zusammensetzen. Und mit jedem weiteren, lakonischen Satz wächst unsere Erkenntnis und das Entsetzen.

Zum Inhalt
Neapel 1962: Aldo und Vanda heiraten. Sie bekommen zwei Kinder, Anna und Sandro. 1974 verliebt sich Aldo in Lidia. Er zieht zu ihr nach Rom, lässt sich aber nicht scheiden. Für ihn ist es in Ordnung, so wie es ist. Als er spürt, dass er die Kinder verliert, zieht er in die eheliche Wohnung zurück. Er unterhält weiterhin die Beziehung zu Lidia, die sich aber ihrerseits mehr und mehr zurückzieht.

Aldo und Vanda führen ihre Ehe weiter. Alles „funktioniert“ bestens, solange Aldo tut, was Vanda erwartet. Sie straft ihn für den Betrug an der Familie, indem sie ihn völlig unterwirft. Nach außen und innen leben sie ein normales und angepasstes Eheverhältnis, zusammengehalten von Konvention, Respekt und Gewohnheit. Es funktioniert bis ins hohe Alter. Sie arrangieren sich: Vanda hat heimlich Affairen, ebenso Aldo. Außerdem hält er seine liebevolle Beziehung zu Lidia aufrecht, die mittlerweile verheiratet ist und selbst drei Kinder hat.

Der Aufbau
Vor uns liegen drei Teile, die in sich wiederum gegliedert sind:

Teil 1 hat ein Kapitel, welches neun Briefe von Vanda an Aldo zur Zeit der Trennung zwischen 1974 und 1978 umfasst. Vanda macht Aldo schwere Vorwürfe und beschwört ihn, zurückzukehren. Erst ist sie wütend, dann bettelt sie. Es kommt zum Selbstmordversuch, am Ende bittet sie nur noch für die Kinder.

„Ich habe mich umgebracht. Ich weiß, dass es richtig heißen muss, ich habe versucht mich umzubringen, aber das stimmt nicht. Im Grunde bin ich tot.“

Teil 2 besteht aus drei Kapiteln zu acht, elf und fünf Abschnitten. Aldo erzählt: „Alles schön der Reihe nach...“ Fast vierzig Jahre später. Aldo und Vanda sind mittlerweile ein altes Ehepaar. Er merkt, dass er schwierigen Situationen nicht mehr so gewachsen ist, wie früher. Es schmerzt ihn, dass man ihn übers Ohr hauen kann. Dafür findet er einige beunruhigende Beispiele.

Die beiden verbringen einen Urlaub in einem Hotel am Meer, den Kater Labes lassen sie in der Wohnung. Die Kinder Anna und Sandro kümmern sich abwechselnd um ihn und die Pflanzen. So ist es abgemacht.

„Wir wohnen seit dreißig Jahren in diesem Haus, und immer wenn es woanders hingeht, tut sie so, als kehrten wir nie mehr zurück. Mit den Jahren wird es immer schwieriger, sie dazu zu bringen, mir den einen oder anderen Tapetenwechsel zu gönnen. Vor allem weil sie befürchtet, die Kinder oder Enkel könnten dann zu kurz kommen. Aber in erster Linie will sie Labes nicht allein lassen.“

Der Urlaub verläuft wie die ganze Ehe: unterschwellige Spannungen werden durch Aldos gleichmütige Art abgefedert und ergeben nach außen hin das Bild eines normalen, älteren Ehepaars. Es wird schließlich sogar ganz schön.

Als sie nach Hause kommen, ist alles zerstört. Die Wohnung steht offen, alles ist verwüstet, vom Kater keine Spur. Das Ehepaar steht geradezu vor den Trümmern seiner Ehe. Während sich Vanda nach dem Schreck völlig erschöpft ins notdürftig hergerichtete Schlafzimmer zurückzieht, fängt Aldo noch in der Nacht an, aufzuräumen. Beim Sortieren der herumliegenden Fotos und Briefe lässt Aldo die Jahre an sich und uns vorüberziehen. Er findet die Briefe von Vanda an ihn wieder … und beginnt zu erzählen.

„Ich empfand Ärger, Verlegenheit und Mitleid und wollte den Umschlag gleich wieder verstecken, bevor meine Frau aufwachte. … Wie erdrückt von etwas, das auf einmal wieder schwer auf mir lastete, setzte ich mich auf den Boden. Ich zog das Gummiband ab und las nach vierzig Jahren noch einmal einige der vergilbten Blätter, ...“

Im zweiten Kapitel des zweiten Teils erfahren wir die ganze Geschichte. Eine Lebensbeichte. Schonungslos und hellsichtig.

Im dritten Kapitel bricht der Tag an, beide räumen gemeinsam auf. Es kommt zur ersten echten Aussprache während der ganzen langen Ehe.

„Ich hatte nur eine einzige Frage: warum hat sie beschlossen, mir dermaßen brutale Dinge ins Gesicht zu sagen, wieso merkt sie nicht, dass viele davon schlimme Konsequenzen für unsere gemeinsamen letzten Jahre haben können?“ - „Nach dem Mittagessen – vielleicht weil sie ihr Ausbruch innerlich gereinigt hatte – verhielt sich Vanda genau wie vorher.“

Teil 3 ist ein Bericht aus der Sicht der Tochter Anna in zehn kurzen Abschnitten. Auf dreißig kurzen Seiten wird die ganze Geschichte noch einmal vom Kopf auf die Füße gedreht. Fantastisch und mit Knalleffekt. Und diesen werde ich nicht verraten!

„Jede Wohnung ist scheinbar aufgeräumt, aber in Wirklichkeit unaufgeräumt.“ „Das musst Du mir erklären.“ „Ich erklär dir gar nichts, ich zeig es dir.“

Quintessenz
Ein Leben als klassische Tragödie in drei Aufzügen. Ein Erzähldreieck von Mutter, Vater und Tochter.

Dieser Roman ist ein Leseerlebnis, selbst wenn man die handwerkliche schriftstellerische Leistung nicht mitliest oder gar bemerkt. Wahrscheinlich gerade dann. Für mich eines der Bücher, die ich am Ende dieses Jahres zu den Highlights zählen werde!

Zur Übersetzung

Ich habe das Buch erst auf Deutsch und dann noch mal auf Italienisch gelesen. In beiden Fällen ist es ein toller Text, das muss man der Übersetzerin Christiane Burkhardt lassen. Ich habe mich jedoch manches Mal gewundert, wie die Übersetzung in Feinheiten vom Original abweicht. Da zeigt sich dann das Sprachgefühl einer guten Übersetzerin, die es versteht, die jeweils richtige Bedeutungsebene in der Mentalität beider Sprachen zu berücksichtigen.

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