Bad Feminist

Essays

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Leider liebt sie Rapmusik, das Frauenbild: grauenvoll. Leider liest sie sehr gerne Fashion-Magazine, das Frauenbild: ebenfalls erschreckend. Und ihre Lieblingsfarbe ist leider: pink. In einer Zeit, in der Barack Obama sich als Feminist bezeichnet und sogar Modeimperien den Schriftzug in großer Zahl auf T-Shirts drucken, wahrscheinlich keine gute Idee. Feminismus ist chic geworden und angekommen in der Popkultur. Aber was kann guter Feminismus heute wirklich sein? In ihrem hochgelobten Essayband sprengt Roxane Gay das ideologische Korsett eines guten und starren Feminismus und erklärt sich selbst ironisch zum Bad Feminist – stimmgewaltig, bestechend klug und fern jeder Ideologie unterzieht sie unsere Gegenwart einer kritischen Analyse und zeigt, wie man alles auf einmal sein kann: eine der bedeutendsten Feministinnen der Gegenwart und dabei definitiv nicht perfekt.

»Roxane Gay ist witzig, radikal ehrlich und eine der einflussreichsten Feminst_innen unserer Zeit.«

taz, Fatma Aydemir (16. Juli 2019)

Aus dem Englischen von Anne Spielmann
Originaltitel: Bad Feminist
Originalverlag: Harper
eBook epub (epub), 1 s/w Abbildung
ISBN: 978-3-641-22755-5
Erschienen am  13. Mai 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

tolle Essays

Von: FranziReads

23.10.2019

Schreibstil Die einzelnen Essays haben mir sehr gut gefallen. Ich konnte diese sehr gut und flüssig lesen. Ich hatte auch kein Problem damit, den Worten zu folgen oder den Sinn zu vertsehen. Die Essays werden in verschiedene Themengebiete unterteilt: ‚ICH‘, ‚GENDER & SEXUALITÄT‘, ‚RACE & ENTERTAINMENT‘ und ‚POLITIK, GENDER & RACE‘. Meinung Ich habe mich unheimlich auf das Buch gefreut, da ich sehr gerne Texte über ‚ernstere‘ Themen lese. Ein reines Buch über Feminismus ist es nicht, da es auch andere Themen wie Gewalt, Übergewicht und Rassismus behandelt, was mir persönlich gut gefallen hat, da das Buch nicht sehr ‚eintöniges‘ war. Auch der Humor kam an der einen oder anderen Stelle nicht zu kurz, sodass ich auch bei etwas sensibleren Themen schmunzeln musste. Man kann sagen was man will, aber Roxane Gay weiß, wie man Texte schreiben muss. Es werden in dem Buch auch literarische Werke und Serien/Filme aufgegriffen, die man auch kritisch betrachten kann. Man liest/sieht zwar einige Dinge in den Werken, hinterfragt diese (zumindest geht es mir meistens so) nicht. Durch die Essays, versteht man, dass die meisten der Werke (z.B. ‚50 Shades of Gray‘ oder ‚Twighlight‘) ein zweifelhaftes Bild abwerfen. Fazit Eine Tolle Essaysammlung, die zum Nachdenken anregen. Ich kann das Buch nur jedem wärmstens empfehlen.

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Eine schlechte Feministin?

Von: Grenzenlos

06.09.2019

Wohl kaum, Frau Gay. Jemand, der/die sich so intensiv und kritisch mit den Themen Frauen, Geschlecht, Patriarchat, Rassismus und Popkultur auseinandersetzt und auch sich selbst so reflektiert betrachtet, ist für mich kein/e schlechte/r Feminist/in. Roxane Gay hat sogar m.E. den wahren Kern des Feminismus erkannt. Aber dazu später mehr. Dieses Buch ist eine Sammlung von Essays, die in den USA schon 2014 erschienen ist. Doch haben die Texte in der ersten deutschen Veröffentlichung 2019 an ihrer Aktualität nichts eingebüßt. Die Autorin hangelt sich von Scrabble (den Text habe ich teilweise nur überflogen und ich habe noch nicht herausgefunden, was er in dem Buch zu suchen hat), über bekannte Literatur u.a. wie "Die Tribute von Panem", "Fifty Shades of Grey" zu Filmen u.a. wie "Der Butler", "12 Years a Slave" zu Musikern wie Chris Brown, Robin Thicke, Kanye West und schafft es mit Referenzen zur Politik, zu bekannten Zeitungsartikeln oder anderen Autor_innen, viele gesellschaftliche und psychologische Strukturen, die für Frauen relevant sind, herauszuarbeiten. Roxane Gay schreibt mit viel Humor. Sie baut sich selbst sehr in die Texte ein, erzählt Geschichten über sich, erklärt, wie und warum sie zu dieser und jener Argumentation kommt und bleibt trotzdem auf einer sachlichen Ebene. Einige Texte sind besonders gut. Ich mochte, was sie über Privilegien schreibt oder darüber, wie man als Frau einen guten Umgang mit anderen Frauen pflegt und dass sie sich bei Mädchen und jungen Frauen entschuldigt, was die Erwachsenen/die Gesellschaft ihnen antun. Für mich gibt es Feminismus in vielen unterschiedlichen Ausprägungen. Jede/r hat eine andere Vorstellung davon, jede/r sieht anderes als besonders wichtig an und steht für unterschiedliche Sachen ein und gerade das macht ihn so wunderbar vielseitig. Und genau diese Einstellung hat Gay auch. Gay schreibt gegen eine starre Sicht auf den Feminismus an. Sie will dabei als menschliches Wesen bei dem Versuch nicht untergehen, den perfekten Feminismus zu leben. Und eigentlich kämpfen die Menschen, die sich unter diese Idee des Feminismus stellen, genau dafür, für die Menschlichkeit gegenüber allen Menschen. Die Autorin tritt in ihren Essays als Kritikerin des Mainstream und der Popkultur auf. Die wichtigsten Themen sind für sie die Darstellungen der Frau und der Umgang mit Hautfarbe (Race) in Literatur, Film und Musik und betrachtet diese Werke aus ihrer Sicht. Sie ist eine Frau mit dunkler Hautfarbe und ist dadurch sensibilisiert für diese Themen. Neben den bekannteren Werken, die sie behandelt, sagten mir viele Bücher/Filme auch nichts, was aber nicht unbedingt schlecht ist. Durch kurze Inhaltsangaben schaffte sie es doch, mir einen groben Kontext zu schaffen, worum es ihr geht. Natürlich ist vieles auf Amerika bezogen bzw. zieht sie amerikanische Beispiele heran, sie versucht jedoch globaler zu denken. Fazit Bad Feminist ist ein wichtiger Beitrag zum Verständnis von Feminismus. Die Essays haben mir sehr gut gefallen, da sie so viele unterschiedliche Themen ansprechen und Gay verschiedene Stile einsetzt, und mit einer guten Balance zwischen Humor und Ernsthaftigkeit wunderbare Texte geschrieben hat. Sie kritisiert Literatur, Filme, Musik, Gesellschaft, Politik und trägt zu einer Veränderung des gesamtgesellschaftlichen Denkens bei. Ich höre in so vielen Gesprächen mit meinen Mitmenschen heraus, wie sehr sie unsere Gesellschaft ankotzt, aber sie leben angepasst, tun wenig, damit sich etwas ändert, dabei sind doch wir die Gesellschaft und können sie (theoretisch) so gestalten, wie wir wollen. Man muss nur den Mut haben das Andersdenken auch zu leben.

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Vita

Roxane Gay, geboren 1974, ist Autorin, Professorin für Literatur und eine der wichtigsten gesellschaftspolitischen und literarischen Stimmen ihrer Zeit. Sie schreibt u.a. für die New York Times und den Guardian, ist sie Mitautorin des Marvel-Comics »World of Wakanda«, Vorlage für den hochgelobten Actionfilm Black Panther (2018), dem dritterfolgreichsten Film aller Zeiten in den USA. Roxane Gay ist Gewinnerin des PEN Center USA Freedom to Write Award. Sie lebt in Indiana und Los Angeles.

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