Beraubt

Roman

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Beraubt
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Ein packender Roman über menschliche Abgründe und das Streben nach Wahrheit

Ein entsetzliches Verbrechen. Australien, 1919: Quinn Walker kehrt aus dem Großen Krieg in seine Geburtsstadt Flint zurück, aus der er zehn Jahre zuvor fliehen musste, einer abscheulichen Tat angeklagt. Eine unverzeihliche Lüge. In dem Wissen, dass die Bewohner des Städtchens sich seinen Tod wünschen, versteckt er sich in den Bergen, ohne einen Plan und unsicher, was er tun soll. Dort trifft er das Waisenmädchen Sadie Fox. Ein Versprechen, das nicht gebrochen werden darf. Das seltsame Mädchen scheint seine dunkelsten Ängste genau zu kennen und sogar zu teilen. Eine ungewöhnliche Freundschaft entspinnt sich, und Quinn dämmert, was er tun muss, um die Geister der Vergangenheit zur Ruhe zu bringen. Ein beklemmender Roman über Liebe und Verlangen, Rache und Gerechtigkeit. Die literarische Entdeckung Australiens!

»Knapp und kühl erzählt, und trotzdem voller Feuer. Eine Entdeckung.«

ECHO (A), 03/13

Aus dem Englischen von Thomas Gunkel
Originaltitel: Bereft
Originalverlag: Scribe Publications
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-09507-9
Erschienen am  25. Februar 2013
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Wunderschöner Schreibstil mit ergreifender Story

Von: Susanne Ullrich

09.05.2016

Die Story ist von Anfang an wie ein Strudel – sie zieht den Leser unwillkürlich in sich hinein. Und die Sogwirkung lässt auch bis zum Ende des Buches nicht nach. Am liebsten möchte man über das Ende hinaus Quinn und Sally und ihren Weg begleiten. Chris Womersley zeigt deutlich sein Können mit „Beraubt“. Neben den lebendigen Beschreibungen der Landschaft, sind vor allem die gezeichneten Protagonisten beeindruckend. Insbesondere natürlich die Gestalt des Quinn, der gepeinigt und zerrissen nach Hause zurück kehrt und doch nicht richtig ankommt. Ganz besonders eindrücklich die immer wieder unvermittelt aufblitzende poetische Sprache, mit der Womersley die Seiten – und damit das Buch – geradezu adelt. Ein wunderschöner Schreibstil verflicht sich hier mit einer ergreifenden Story.

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Ungewöhnlich gut!

Von: Monika Schulte aus Hagen

09.03.2013

Das Jahr 1919. Quinn Walker kehrt aus dem Krieg zurück in seine Heimat Australien, in das Städtchen Flint. 10 Jahre ist es her, das er hier war. Quinn, der aus Flint geflohen ist, weil man ihn verdächtigt hat, seine eigene Schwester umgebracht zu haben. Umgebracht und geschändet. Sein eigener Vater hat ihn über seine Schwester gebeugt mit einem Messer in der Hand gefunden. Quinn war nicht der Täter, doch niemand wird ihm glauben. Auch sein eigener Vater nicht. So flieht er und zieht in den Krieg, den Ersten Weltkrieg. Als Quinn Walker zurückkehrt, muss er sich verstecken. Er schläft im Freien, beobachtet die Umgebung und wird so von dem Waisenmädchen Sadie Fox entdeckt. Sadie nimmt ihn mit in ihre armselige Behausung, eine Hütte in den Bergen, aber so haben sie wenigstens ein Dach über den Kopf. Sadie beobachtet die Menschen. Sie weiß vieles über sie. Sie weiß alles. Sie weiß auch alles über Quinn. Sie schleicht sich immer wieder runter in das Städtchen und bestiehlt die Menschen um Kleinigkeiten. Hier ein bisschen Obst, dort etwas anderes. Immer so wenig, dass es den Bewohnern gar nicht auffällt. Für Sadie und Quinn geht es jedoch ums Überleben. Zwischen den beiden entsteht eine ungewöhnliche Beziehung. Er will sie unbedingt beschützen. Ihr soll nicht passieren, was man seiner Schwester angetan hat. Sein Onkel Robert ist ihnen schon auf der Spur. Er ist der Polizist im Ort. Er weiß, dass Sadie sich irgendwo versteckt hält. Sadie, deren Vater vor Jahren abgehauen ist und deren Mutter an der Grippe gestorben ist. Überhaupt die Grippe. Sie wütet im Land. Wer nicht im Krieg gefallen ist, der stirbt nun an der Grippe. Auch Quinns Mutter ist erkrankt. Er hat sich ein paar Mal ins elterliche Haus geschlichen und sie besucht. Sein Vater ist nicht anwesend. Wegen der Ansteckungsgefahr wohnt er momentan nicht bei seiner Frau. Wenn er sie besucht, dann bleibt er auf der Terrasse sitzen und spricht von dort aus mit ihr. Quinn erzählt seiner Mutter von damals. Sie glaubt ihm, dass er es nicht war, doch auch sie weiß, dass die anderen davon kaum zu überzeugen sein werden. Quinn erzählt seiner Mutter jedoch nicht, wer der wahre Mörder seiner Schwester ist. Diesen hat er nämlich vor 10 Jahren genau gesehen. "Beraubt" ist ein ungewöhnlicher Roman. Kein Krimi, auch kein Thriller an sich. "Beraubt" ist ein Roman, der einen von der ersten bis zur letzten Seite packt, der einen in Atem hält, nicht mehr los lässt. Spannung pur. Es geht um Liebe, um Rache, um Gerechtigkeit. Es geht um eine ungewöhnliche Freundschaft. Chris Womersley gelingt es, die Personen so zu darzustellen, dass man sie sieht. Man sieht die Landschaft, man kann die Trockenheit des australischen Bodens förmlich riechen. Man fühlt mit Quinn Walker mit, der traumatisiert aus dem Krieg zurückkehrt. Seine Albträume sind spürbar, greifbar. "Beraubt" ist ein Roman für alle, die das Außergewöhnliche lieben.

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Vita

Chris Womersley wurde 1968 in Melbourne geboren, wo er heute nach ausgedehnten Reisen in Asien, Afrika und Südamerika wieder lebt. Er studierte Kreatives Schreiben, arbeitete als Journalist und veröffentlicht seit 2006 Kurzgeschichten. "Beraubt" ist sein zweiter Roman und wurde u.a. mit dem Australian Book Industry Award for Literary Fiction und dem Indie Award for Fiction ausgezeichnet. Außerdem wurde das Buch für den CWA Gold Dagger Award, den wichtigsten englischsprachigen Preis für Spannungsliteratur, nominiert.

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Thomas Gunkel

Thomas Gunkel, 1956 in Treysa geboren, arbeitete mehrere Jahre als Erzieher. Nach seinem Studium der Germanistik und Geografie in Marburg/Lahn wurde er 1991 Literaturübersetzer. Zu den von ihm übersetzten Autoren gehören u.a. Larry Brown, John Cheever, Stewart O'Nan, William Trevor und Richard Yates.

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