Bis ans Ende der Geschichte

Roman

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Sage Singer ist eine junge Bäckerin. Sie hat ihre Mutter bei einem Autounfall verloren und fühlt sich schuldig, weil sie den Wagen gelenkt hat. Um den Verlust zu verarbeiten, nimmt sie an einer Trauergruppe teil. Dort lernt sie den 90jährigen Josef Weber kennen. Trotz des großen Altersunterschieds haben Sage und Josef ein Gespür für die verdeckten Wunden des anderen, und es entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft. Als Josef ihr eines Tages ein lang verschwiegenes, entsetzliches Geheimnis verrät, bittet er Sage um einen schwerwiegenden Gefallen. Wenn sie einwilligt, hat das allerdings nicht nur moralische, sondern auch gesetzliche Konsequenzen. Sage steht vor einem moralischen Dilemma: Denn wo befindet sich die Grenze zwischen Hilfe und einem Vergehen, Strafe und Gerechtigkeit, Vergebung und Gnade?

"Eine feinfühlige Geschichte um Schuld und Gerechtigkeit, Strafe und Gnade."

Grazia (03. September 2015)

Aus dem Amerikanischen von Elfriede Peschel
Originaltitel: The Storyteller
Originalverlag: Emily Bestler Books / Atria Books (Simon & Schuster), New York 2013
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-15939-9
Erschienen am  31. August 2015
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Ungemein berührend

Von: Marie's Salon du Livre

15.01.2019

Abgeschottet von der Außenwelt arbeitet Sage in ihrer Backstube. Sie zaubert wundervolle Backwaren, die allen ein Lächeln entlocken. Sage selbst bleibt jedoch lieber im Hintergrund. Sie glaubt, die Narbe in ihrem Gesicht lässt sie ungemein hässlich wirken und gleichzeitig ist sie davon überzeugt, diese mit recht zu verdienen, denn sie trägt eine Schuld mit sich, die sie nicht loswerden will. Ihre hohe Mauer bekommt erst Risse als sie Josef kennen lernt. Der recht alte Mann und sein Dackel erwecken ihr Interesse. Aus kleineren Gesprächen entwickelt sich recht schnell eine innige Freundschaft. Schon bald erhält sie Informationen, die ihre schon so zerbrechliche Welt, zusätzlich ins Wangen, bringen. Wie hat es mir gefallen? Die Autorin Jodi Picoult kenne ich schon länger. Ich habe bereits ein paar ihrer Bücher gelesen, welche mir gut gefallen haben. Über diese Geschichte bin ich zufällig gestolpert. Die Rezension einer Bloggerin hat mich aufmerksam gemacht. Sie war so gut formuliert ohne zu viel zu verraten, deshalb wollte ich natürlich wissen, was genau passiert. Danke an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar, denn ich hatte recht, mir dieses Buch auszusuchen. Die Handlung startet recht unscheinbar. Sage und ihr Leben wird beschrieben. Sofort erkennt man, dass sie ein schweres Paket an Schuldgefühlen mit herum trägt. Anfangs geht auch nicht hervor, warum sie so eine Last erdrückt. Mit ihrem Arbeitsplatz in der Backstube einer Bäckerei erhält das geschriebene Wort noch die Würze des Duftes. Wer kann einem frisch gebackenen Brötchen auch schon widerstehen? Noch dazu die süßen Versuchungen – Rezepte ihrer Großmutter beziehungsweise ihres Urgroßvaters. Die Liebe fürs Detail hat mir ganz besonders gefallen. In dieser kleinen Bäckerei wimmelt es nur von ungewöhnlichen Figuren. Sei es Sages Cheffin, die früher Nonne war und nun für das leibliche Wohl der Mitbürger der Stadt zuständig ist. Dann noch der Barista, der nur in Jambussen kommuniziert. Die Gäste fühlen sich wohl und kommen gerne wieder. So auch Josef mit seinem Hund. Oft bleibt er sitzen bis das Geschäft geschlossen wird. Josef lebt schon über 20 Jahre in diesem Ort. Er unterrichtete an der Highschool, gab Nachhilfeunterricht, engagierte sich in ortsansässigen Sportklubs. Nun jedoch ist er einsam, da seine Frau verstorben ist und er sonst niemanden mehr hat. Aus kurzen Gesprächen zwischen Sage und Josef entwickelt sich eine wundervolle, ungewöhnliche Freundschaft. So könnte dieses Buch eigentlich eine entzückende Studie verschiedener Charaktere sein. Die Geschichte gibt dann wahrlich tiefe Einblicke, die vor allem Sage und so auch den Leser in ihren Bann ziehen. Die Fragen, die sich daraus ergeben, werden mit jeder weiteren Neuigkeit größer und drängender. „Bis ans Ende der Geschichte“ hat mich an meine Grenzen gebracht. Meine Emotionen kochten zum Teil über, mein moralischer Kompass wurde durchgerüttelt, aus dem obligatorischen Norden wurde zwischendurch einmal auch Süden. Ich bewundere Sage, wie sie mit all diesen gravierenden Enthüllungen zurechtkommt und vor allem, wie sie reagiert und auch agiert. Ihre Stärke und ihre Integrität haben mich staunen lassen. Denn in solcher einer Situation gefangen zu sein, erfordert Klugheit und Besonnenheit, die sie zu (fast) jedem Zeitpunkt hatte.

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Ein Diamant von einem Buch!

Von: Carmen aus Altenberg bei Linz

17.11.2018

Die Geschichte dieses Buches hat mich viele Wochen begleitet und war mehr als einmal der Grund warum mir in der Straßenbahn oder in der Mittagspause plötzlich Tränen in den Augen standen. Ich nützte jede freie Minute um darin zu lesen, was oft nicht sehr klug war, da mich viele Passagen unglaublich aufwühlten – wütend werden ließen – und ich einige Minuten brauchte um anschließend wieder an die Arbeit zu gehen oder fröhlich mit einer Freundin plaudern konnte. Zitat S. 258: [Seine Freude, mich zu sehen, verblasste, als er mein Gesicht sah – tränenverschmiertes Make-up -, die nackten Füße, die Haare, die sich aus den Nadeln lösten. „Minusia“, rief er. „Was ist passiert?“ Doch ich, die ich mich gern als Schriftstellerin sah, fand kein einziges Wort, um das zu beschreiben, was sich vor meinen Augen ereignet hatte. Und auch nicht für die tief greifenden Veränderungen, als hätte die Erde ein wenig ihre Bahn verlagert, weil sie sich vor der Sonne schämte, sodass wir jetzt lernen mussten, im Dunkeln zu leben. Schluchzend warf ich mich ihm in die Arme. Da hatte ich mich so sehr bemüht, eine kosmopolitische Frau zu sein, und wollte doch, wie sich herausstellte, nur ein kleines Mädchen bleiben. Doch ich war schlagartig erwachsen geworden.] Jodi Picoult hat ein Thema aufgegriffen, dass bereits in vielen Büchern behandelt wird – den Holocaust. Doch sie erzählt in ihrem Buch nicht nur eine Geschichte. Sie erzählt uns die Geschichte von unglaublich vielen Personen und spinnt darin gleichzeitig ein Märchen ein – und das – gelingt ihr auf eine so unglaubliche Weise, dass man nicht mehr davon loskommt. Sie schreibt über Schuld, Hass, Liebe, Freundschaft, Familie und Vergebung und als Leser erlebt man jedes einzelne dieser Gefühle so hautnah, als würde man selbst diese Zeit durchleben. Es würde mir nie zustehen zu sagen, dass ich den Hunger und die Kälte nachempfinden konnte, die von den Juden zu erleiden war, denn diesen Hunger kenne ich nicht und so einer Kälte war ich noch nie ausgesetzt. Jedoch kann ich sagen, dass Sie es immer wieder schaffte, dass ich die Fäuste ballte, und mich gegen den Gedanken wehrte, dass solche Zustände existieren – dass man mit Menschen so umgeht, so achtlos und unmenschlich! Dieses Werk behandelt soviele Themen – am liebsten würde ich mich gleich noch mal in ihm verlieren um auch sicherzugehen nicht etwas wichtiges überlesen zu haben und die schönsten Textstellen nocheinmal erleben zu dürfen ♥ Aufpassen müssen aber diejenigen die eine eingefahrene Meinung haben oder sich recht schnell ein Urteil bilden. Jodi Picoult versucht uns zu zeigen, dass es nicht immer nur eine Sicht der Dinge gibt – dass nicht alles falsch oder richtig ist. Lest es... Es ist ein Diamant von einem Buch!

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Vita

Jodi Picoult, geboren 1966 in New York, studierte in Princeton und Harvard. Seit 1992 schrieb sie mehr als zwanzig Romane, von denen viele Platz 1 der New-York-Times-Bestsellerliste waren. Die Autorin versteht es meisterhaft, über ernste Themen unterhaltend zu schreiben. Sie wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, wie etwa 2003 mit dem renommierten New England Book Award. Picoult lebt mit ihrem Mann in Hanover, New Hampshire.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

„Es gibt Bücher, die sind gut recherchiert, und Bücher, die sind gut erzählt - Jodi Picoult gelingt es, beides zu verbinden.“

Münchner Merkur (31. August 2015)

„Jodi Picoult schreibt beherzt, sprachlich gewandt, gefühlvoll und schmerzhaft realistisch. Sie wirft Fragen auf, die unter die Haut gehen.“

Aachener Zeitung (15. Januar 2016)

„Vielschichtig und hochemotional.“

Kölner Stadtanzeiger Magazin (02. Oktober 2015)

„Harte Kost, deren Lektüre sich unbedingt lohnt.“

Kölner Stadtanzeiger Magazin (12. Februar 2016)

„Picoult wagt einen erweiterten Blick auf Täter und Opfer im Zweiten Weltkrieg. Sie fragt nicht nur, wie aus Menschen gewissenlose Monster werden konnten, sie bietet auch Antworten.“

Kurier am Sonntag (13. September 2015)

„In ihrem einfühlsamen, zugleich fesselnden Roman wagt sich Jodi PIcoult an das Thema Holocaust – aufmerksam und sensibel.“

buchjournal (08. Oktober 2015)

„Vielschichtige Charaktere und mehrere Zeitebenen treiben die verschiedenen Erzählstränge voran, die Jodi Picoult am Ende geschickt zusammenführt. Fesselnd bis zum Schluss!“

HÖRZU (30. Oktober 2015)

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