Blattgeflüster

Die wunderbare Welt der Pflanzen. Aus dem Leben einer leidenschaftlichen Forscherin

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Eine hinreißende Geschichte über Pflanzen, Liebe und die Wissenschaft

Hope Jahren hat das, wovon viele Menschen träumen: einen Beruf, der ihr Herz und ihr Leben erfüllt. Seit sie denken kann, ist die Geo-Biologin fasziniert von der Natur – von Pflanzen, Bäumen, Blättern, Samenkörnern und den unglaublichen Geschichten, die sie uns erzählen, sogar noch in fossiler Form. Wie ist es beispielsweise möglich, dass ein Kirschkern hundert Jahre lang geduldig warten kann, bis er sich auf einmal dazu entscheidet zu keimen? Hope Jahrens Werdegang von der kindlichen Forscherin zur angesehenen Wissenschaftlerin, die sich trotz zahlreicher Hindernisse in einer Männerwelt behauptet, ist eine inspirierende und mitreißende Geschichte voller Leidenschaft, Durchhaltevermögen und ewiger Neugierde. Ein wunderbares Gleichnis über die Kraft der Natur und die Freude des Entdeckens, das einen ganz neuen Blick auf die Pflanzenwelt eröffnet. Seite für Seite. Blatt für Blatt.

Für die New York Times ist Hope Jahrens »Blattgeflüster« eines der 100 besten Bücher des Jahres 2016.

»Erhebend.«

Bettina, Cosack, Berliner Zeitung (15. Juli 2017)

Aus dem Amerikanischen von Merle Taeger
Originaltitel: Lab Girl
Originalverlag: Knopf
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-11438-1
Erschienen am  03. Oktober 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Geduld beim Lesen zahlt sich aus.

Von: C. Widmann

06.03.2020

Lieber Leser, was Hope Jahren über Pflanzen schreibt, hat mich gefesselt. Bäume gießen ihre Nachkommen, erzählen sich gegenseitig von Gefahren. Samen können jahrelang im Boden warten auf den perfekten Tag zum Keimen. Immer wieder schenkt mir die Autorin ein, zwei Seiten wundervollen Pflanzenwissens. Davon läse ich gerne mehr. Zwischen den kurzen Sachbuch-Abschnitten zeigt uns Hope Jahren das Leid in ihrer Leidenschaft. Sie spricht fast nur von Rückschlägen und Misserfolgen. Von Kind an plagt sie das Gefühl, nichts wert zu sein, nicht geliebt zu werden und keine Liebe zu verdienen. Im Labor wird daraus der Verdacht, die anderen Forscher würden sie nicht mögen, weil sie eine Frau ist. Von sexistischem Verhalten erzählt sie nirgends, es ist nur ein Gefühl. Ich bekomme im Gegenteil den Eindruck, dass Männer ihr viel helfen. Wäre sie ein Mann, würde sie sich eine andere Ausrede suchen, um sich ungeliebt zu fühlen. Stellenweise rutscht die Autorin ab ins Selbstmitleid. Ihre Erfolge - Erfolg muss sie gehabt haben, sonst wäre sie keine Professorin mit eigenem Forschungslabor - verschweigt Hope Jahren. So liest sich das ganze Buch pessimistisch. Es fehlt der Ausgleich zu den deprimierten und deprimierenden Abschnitten. Von ihrer Forschung spricht die Autorin nur vage. Welche Fragen sie stellt und beantwortet, erfahren wir kaum. Stattdessen lernen wir ihren Labormitarbeiter Bill ausführlich kennen. Von ihm schwärmt sie wie frisch verliebt. An einer einzigen Stelle erzählt Hope Jahren von einem ihrer Forschungsergebnisse. Sie hat Süßkartoffeln in Gewächshäusern mit künstlich erhöhtem CO2 wachsen lassen, um herauszufinden, wie sie auf den Klimawandel reagieren werden. Die Süßkartoffeln geben mehr Ernte, enthalten aber weniger Eiweiß als beim heutigen CO2-Gehalt. Das veranlasst die Forscherin zu düsteren Vorhersagen: Viele Menschen brauchen die Süßkartoffel als Eiweißquelle. Mehr Ertrag, aber weniger Eiweiß pro Kartoffel, das wäre schlimm. Sie verschweigt die genauen Zahlen. Ich habe nachgesehen: Bei erhöhtem CO2 lieferten die Süßkartoffeln in Hope Jahrens Gewächshäusern doppelt so viel Ertrag pro Pflanze und 2/3 ihres normalen Eiweißgehalts pro 100 g. Das bedeutet 1,3 mal so viel Eiweiß für die Leute. Das ist eine gute Nachricht, über die Hope Jahren sich freuen dürfte. (Wenn es erlaubt wäre, über CO2 etwas Gutes zu sagen.) Im Nachwort verbreitet Frau Jahren noch einmal grundlosen Kulturpessimismus: Sie schreibt, es gäbe immer weniger Grün auf der Welt, immer weniger Pflanzen. Laut der NASA wird die Welt auf Satellitenbildern immer grüner, die genauen Zahlen stehen auf www.nasa.gov. "Blattgeflüster" ist ein lehrreiches Buch für den nachsichtigen Leser. Hochachtungsvoll Christina Widmann de Fran

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Ein wissenschaftliches Buch, das sehr interessant, spannend und vor allem leicht verständlich und persönlich geschrieben wurde.

Von: Daniela Vödisch

08.06.2018

Auf das Thema Ökologie bin ich erst so richtig durch Sturm von Uwe Laub und Der Schwarm von Frank Schätzing gekommen. Ich möchte mich mit meiner Umwelt auseinander setzen und dieses Buch macht den Anfang. Die Autorin ist besessen von ihrer Forschung im geologischen und biologischen Bereich, das merkt man ganz deutlich, wenn man sich etwas Zeit für "Blattgeflüster" nimmt. Ich schätze es sehr, wenn ich beim lesen merke, dass die Autoren für den Inhalt ihrer Werke brennen, denn so kommen Leidenschaft und Gefühle ins Spiel. Das ist auch hier der Fall, was das Buch eben nicht zu einem trockenen Sachbuch macht, sondern interessant und spannend zeigt, was sich eigentlich in der Pflanzenwelt so alles abspielt. Die Texte sind zwar wissenschaftlich geschrieben und doch sind sie leicht verständlich, weil Fakten mit humorvollen Geschichten kombiniert werden. Das schafft lange nicht jeder. Auch biografische Geschichten aus ihrer wissenschaftlichen Laufbahn kommen nicht zu kurz. Bereits in ihrer Jugend begann sie in umliegenden Labors zu forschen und träumte von einem eigenen Labor. Das steht heute in Honululu. Aufgrund ihres Wohnortes fragen sie viele Menschen, wieso sie denn keine Meeresforscherin geworden wäre. Darauf antwortet sie dass das Meer ein öder Ort sei. Eine normale Meerespflanze bestehe aus einer Zelle, die ungefähr zwanzig Tage lebe. Eine Landpflanze sei ein tonnenschwerer Baum, der mehrere hundert Jahre leben könne. Ich finde das Argument genial. Fazit: Ein wissenschaftliches Buch, das sehr interessant, spannend und vor allem leicht verständlich und persönlich geschrieben wurde.

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Vita

Hope Jahren, geb. 1969, ist eine anerkannte Wissenschaftlerin auf dem Gebiet der Geobiologie, die sich u.a. mit Bäumen, Blumen, Samen und Böden beschäftigt. Sie hat 1996 in Berkeley promoviert und hat seither an vielen renommierten Universitäten in den USA gelehrt. Derzeit arbeitet sie an der University of Hawaii in Honolulu, wo sie als Professorin ihr eigenes Labor betreibt. Hope Jahren wurde 2005 von Popular Science mit dem Wissenschaftspreis "Brillant Ten" ausgezeichnet. Sie ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn auf Hawaii.

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