Blutige Nachrichten

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In der Vorweihnachtszeit richtet eine Paketbombe an einer Schule nahe Pittsburgh ein Massaker an. Kinder sterben. Holly Gibney verfolgt die furchtbaren Nachrichten im Fernsehen. Der Reporter vor Ort erinnert sie an den gestaltwandlerischen Outsider, den sie glaubt vor nicht allzu langer Zeit zur Strecke gebracht zu haben. Ist jene monströse, sich von Furcht nährende Kreatur wiedererwacht?

Die titelgebende Geschichte »Blutige Nachrichten« – eine Stand-alone-Fortsetzung des Bestsellers »Der Outsider« – ist nur einer von vier Kurzromanen in Stephen Kings neuer Kollektion, die uns an so fürchterliche wie faszinierende Orte entführt. Mit einem Nachwort des Autors zur Entstehung jeder einzelnen Geschichte.

»Für den Kritiker enervierend, aber natürlich auch toll ist, dass King trotz seines hohen Outputs anscheinend nicht in der Lage ist, langweilige Bücher zu schreiben.«

Andreas Borcholte, Der Spiegel (08. August 2020)

Aus dem Amerikanischen von Bernhard Kleinschmidt
Originaltitel: If It Bleeds
Originalverlag: Scribner
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-26525-0
Erschienen am  10. August 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.
Der Stephen-King-Guide

Leserstimmen

Nicht sein bestes Werk

Von: Der Büchernarr

20.08.2020

Fange ich mit der wichtigsten Kurzgeschichte an (die auch gut als Novelle durchgehen könnte), die auch dem Buch ihren Namen gegeben hat. “Blutige Nachrichten” ist sicherlich die interessanteste Geschichte von den vieren und basiert auf den Ereignissen, die in dem Buch “Der Outsider” erzählt wurden. Es werden zwar ein paar Erklärungen geliefert, ich schätze es aber so ein, dass das Buch bekannt sein sollte, um der Handlung folgen zu können. Bei der Kurzgeschichte handelt es sich um einen Krimi mit einem übernatürlichen Einschlag, der darauf verzichtet, die bekannten Figuren großartig einzuführen, da diese aus den anderen Büchern bekannt sind. Die Figur der Holly Gibney hat es Stephen King angetan (was ich als Leser sehr positiv gemerkt habe), auch wenn er ihr bei ihrem ersten Soloauftritt keinen eigenen Roman spendiert hat. Viel gibt die Handlung nicht her. Auch wenn Spannung vorhanden ist, fehlen doch einige Wendungen. So ist sie doch arg vorhersehbar, aber dennoch unterhaltsam. +++ Die anderen +++ Bei der Kurzgeschichte “Mr. Harrigans Telefon” habe ich bis zum Ende gewartet. Worauf? Darauf, dass etwas Außergewöhnliches passiert. Das aber nicht kam, was ich mit ein wenig Enttäuschung zur Kenntnis nahm. Es hat fast den Eindruck, als würde King seine Apathie gegenüber Mobiltelefonen verarbeiten wollen, ohne dass ein Geist der Geschichte geboren wurde. Eine in Summe wenig überzeugende Kurzgeschichte. Eine weitere recht merkwürdige Kurzgeschichte ist “Chucks Leben”, die zwar einen sehr interessanten Ansatz enthält, aber dann doch irgendwie für King erstaunlich wenig spannend erzählt wurde. Das subtil Übernatürliche und dessen schleichender Einfluss fasziniert zwar immer wieder King, aber er konnte das schon deutlich besser in Szene setzen. Auch wenn diese Kurzgeschichte etwas besser als “Mr. Harrigans Telefon” ist, so ist auch diese kein unbedingter Kaufgrund für dieses Buch. Das Buch schließt mit einer besseren Geschichte ab. “Ratte” liest sich ein wenig wie ein modernes Märchen, das mich voll und ganz erreicht hat. Hier stimmte einfach alles. +++ Fazit +++ Von den vier Novellen bzw. Kurzgeschichten haben mir zwei weniger und zwei deutlich besser gefallen. Immerhin nehmen die beiden Geschichten, die mir gefielen, mehr Raum ein als die anderen beiden. Und das meine ich nicht nur auf Basis der Seitenanzahl. Aus diesem Grund kann ich das Buch allen Lesern empfehlen, denen das Buch “Der Outsider” bekannt ist und einen ähnlichen Faible für Holly Gibney haben wie der Autor selbst.

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Vier großartig-unheimliche Geschichten

Von: Nicoles Bücherwelt

16.08.2020

Neue Kurzgeschichten aus der Feder von Stephen King In der Vorweihnachtszeit richtet eine Paketbombe an einer Schule nahe Pittsburgh ein Massaker an. Kinder sterben. Holly Gibney verfolgt die furchtbaren Nachrichten im Fernsehen. Der Reporter vor Ort erinnert sie an den gestaltwandlerischen Outsider, den sie glaubt vor nicht allzu langer Zeit zur Strecke gebracht zu haben. Ist jene monströse, sich von Furcht nährende Kreatur wiedererwacht? Die titelgebende Geschichte „Blutige Nachrichten“ – eine Stand-alone-Fortsetzung des Bestsellers „Der Outsider“ – ist nur einer von vier Kurzromanen in Stephen Kings neuer Kollektion, die uns an so fürchterliche wie faszinierende Orte entführt. Mit einem Nachwort des Autors zur Entstehung jeder einzelnen Geschichte. (Quelle: Klappentext) Als langjährige Stephen King-Leserin habe ich mich wieder besonders auf das neueste Buch vom „Meister des Grauens“ gefreut. „Blutige Nachrichten“ enthält vier längere Kurzgeschichten – jede einzelne besonders und völlig unterschiedlich, aber alle irgendwie faszinierend und unheimlich. Wieder einmal hat King es geschafft, das Grauen in zunächst völlig harmlos wirkenden Storys anzusiedeln. Dieses Buch enthält folgende Kurzgeschichten: - Mr. Harrigans Telefon Hier erzählt der inzwischen erwachsene Craig von seiner besonderen Freundschaft zu seinem Nachbarn Mr. Harrigan. Craig liest dem alten Mann regelmäßig vor und bessert so sein Taschengeld auf. Später schenkt er ihm ein iPhone und Mr. Harrigan ist nach anfänglichem Zögern beeindruckt von der digitalen Welt – aber gleichzeitig auch kritisch. Noch ahnt Craig nicht, dass dieses Handy in seinem weiteren Leben noch eine zentrale Rolle spielen wird… „Er war mir ein Geheimnis, bis zu seinem Ende und darüber hinaus. Aber vielleicht ist das immer so. Ich glaube, wir leben hauptsächlich allein vor uns hin. Aus freien Stücken wie er oder einfach, weil die Welt so geschaffen ist.“ ( Craig) – Seite 38, eBook Diese Story hat mir sehr gut gefallen – sie entwickelt sich ganz langsam und ist auf besondere Weise spannend. Kein Horror, aber mit einer kleinen Portion Übersinnlichem und einer Botschaft, die zum Nachdenken anregt. - Chucks Leben Mitten in einem unheimlichen Zukunftsverlauf zeigen plötzlich sämtliche Plakatwände ein Bild von einem Mann zusammen mit einer Dankesbotschaft an ihn. Doch wer ist dieser Mann und was hat die aktuelle Situation mit ihm zu tun? Hier schildert King zu Anfang ein beängstigendes Endzeit-Szenario – überraschend ist, dass sich die Geschichte in eine ganz andere Richtung entwickelt und schließlich eine Geschichte über einen Mann erzählt, der eine interessante Entdeckung macht. Eine gut geschriebene und eher ruhige Geschichte. - Blutige Nachrichten Auf diese Geschichte war ich besonders gespannt: Sie ist nicht nur die titelgebende Story, sondern auch die Längste hier im Buch. Wie oben in der Inhaltsangabe schon beschrieben, ist diese eine kleine Fortsetzung zu Kings packendem Roman „Der Outsider“, der im Jahr 2018 veröffentlicht wurde. Dennoch kann man diese Story auch ohne Vorkenntnisse lesen. Hier gibt es u.a. ein Wiedersehen mit Holly Gibney, die nicht nur in „Der Outsider“ sondern auch in den Bill Hodges-Romanen eine zentrale Rolle gespielt hat. Holly erfährt in den Nachrichten über ein grausames Massaker und glaubt, dass der „Outsider, jene furchbare Gestalt, die sie damals zur Strecke bringen konnte, wieder da ist. Kann das sein? „Sie musste bei der Erwähnung des äußersten Bösen sofort an jenes Monster denken, das sie und Ralph in seinem letzten Versteck aufgespürt haben. Das Monster hatten viele Namen angenommen und viele Gesichter getragen, aber sie hat es sich immer einfach als den Outsider vorgestellt, und der Outsider war so böse wie nur möglich.“ – Seite 164, eBook Eine unheimlich packende Geschichte mit einer beeindruckenden und starken Hauptfigur. Während die ersten beiden Storys eher ruhig waren, kommt hier der so typische King-Horror zur Geltung. Die Spannung baut sich langsam auf und endet in einem packenden Finale. Sehr gelungen. „Sie hofft, dass Ralph das alles nie zu hören kriegt. Sie hofft immer noch, dass das, was sie für ein Monster hält, sich schließlich doch als Schatten entpuppen wird. Aber wenn Ralph es dennoch hören sollte, will sie dafür sorgen, dass er wirklich alles erfährt. Vor allem, falls sie dann tot sein sollte.“ – Seite 209, eBook - Ratte Drew Larson ist neben seiner Tätigkeit als Dozent auch Autor, der auf den Durchbruch wartet. Bisher hat er nur einige Kurzgeschichten veröffentlicht. Doch eines Tages kommt ihm DIE Idee für einen Roman. Um diese ungestört umsetzen zu können, beschließt er, für einige Zeit in die einsame Hüttezu fahren, die seinem verstorbenen Dad gehörte. Doch dort kommt alles anders: Durch einen Sturm ist er plötzlich von der Außenwelt abgeschnitten – doch das ist nicht das einzige Problem… Neben „Blutige Nachrichten“ ist „Ratte“ für mich die beste Geschichte des Buches. Unheimlich spannend, das Gruselige zieht hier nach und nach ein. Auch was es mit dem Titel „Ratte“ auf sich hat, wird entschlüsselt. Eine Besonderheit gibt es noch zum Schluss: In einem ausführlichen Nachwort erzählt Stephen King, wie die einzelnen Geschichten entstanden sind. Auch der Titel „Blutige Nachrichten“ passt nicht nur als Titel der Hauptgeschichte, sonder nauch tatsächlich auf besondere Weise zu allen Geschichten. Mein Fazit: Wieder eine tolle Kurzgeschichten-Sammlung aus der Feder von Stephen King. „Blutige Nachrichten“ enthält vier Geschichten, die unterschiedlicher nicht sein können – jedoch ist jede, wie schon von King gewohnt, unheimlich gut ausgearbeitet, mit kleinsten Details. Mal wird es unheimlich und nachdenklich, dann interessant und später auch mal gruselig mit typischem King-Horror. Sehr lesenswert!

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Vita

Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Bislang haben sich seine Bücher weltweit über 400 Millionen Mal in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk bekam er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und 2015 mit dem Edgar Allan Poe Award den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. 2015 ehrte Präsident Barack Obama ihn zudem mit der National Medal of Arts. 2018 erhielt er den PEN America Literary Service Award für sein Wirken, gegen jedwede Art von Unterdrückung aufzubegehren und die hohen Werte der Humanität zu verteidigen.

Seine Werke erscheinen im Heyne-Verlag.

www.stephenking.com

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Pressestimmen

»Man könnte fast sagen, jetzt wird er immer besser, aber was wäre er dann früher gewesen?«

Tobias Rüther, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (09. August 2020)

»Es ist mittlerweile fast ein wenig langweilig, immer wieder aufs Neue darüber zu staunen, was Stephen King alles kann.«

»Nie zuvor hat King ähnlich Schönes geschrieben: Jedesmal wenn ein Mensch stirbt, so seine Botschaft, wird eine ganze Welt ausgelöscht.«

»Das Genre [der Kurzgeschichte] liegt King, er erreicht darin eine erzählerische Finesse, die seinen Romanen manchmal abgeht.«

»Man muss lesen und blättern, immer weiter blättern, bis zur letzten Seite – wie von Geisterhand.«

Nico Pointner, dpa (25. August 2020)

»Der Horror lauert dort, wo King einen Spiegel vor die Fratze der Gesellschaft hält.«

Marina Mucha, Galore (25. August 2020)

»Um Beklemmung zu erzeugen, braucht er nur ein paar Sätze, maximal eine Seite. Spätestens dann wissen Fans, dass sie ... wieder in bewährten Händen sind.«

Grazia (27. August 2020)

»Der Meister in Bestform.«

Morgenpost am Sonntag (30. August 2020)

»Stephen King schafft es immer wieder, einen zu überraschen. Nicht überraschend ist, dass der Erzählband Blutige Nachrichten unterhaltsam, spannend, handwerklich erstklassig und ein wenig schaurig erzählt ist.«

Berliner Kurier (09. September 2020)

»Meisterhaft!«

Kurier (12. September 2020)

»Stephen Kings sublime erzählerische Meisterschaft erweist sich auch in diesem Band ...«

Denis Scheck, Der Tagesspiegel (13. September 2020)