Bobby

Roman

(8)
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Der Tag, an dem sich alles veränderte – die mitreißende Geschichte einer New Yorker Familie nach 9 /11

Fast zehn Jahre ist es her, dass Bobby Amendola als Feuerwehrmann beim Einsturz der Twin Towers sein Leben lassen musste, und noch immer sind die Wunden in seiner irisch-italienischen Familie nicht verheilt. Weder bei dem Vater, der selbst Feuerwehrmann war, noch bei der Mutter, die weiterhin jeden Morgen in das unveränderte Zimmer des toten Sohnes geht. Auch beim großen Bruder, einem erfolgreichen Firmenanwalt, bricht der wohlgeordnet-sorgenfreie Alltag gerade auseinander, während das Leben seines Bruders Franky noch nie anders als zerbrochen war. Und dann will Bobbys Witwe ausgerechnet am neunten Geburtstag von Bobby Junior einen neuen Mann mitbringen in das Familienhaus auf Staten Island ...

Ein zärtlicher, bewegender Roman über Familie, Liebe, Verlust und Akzeptanz – und über das kleine Glück des Alltags.

"Eine packende, feinsinnig erzählte Familiensaga. Die Liebe, mit der Eddie Joyce seinen Charakteren begegnet, findet sich in jedem einzelnen Wort wieder und sorgt dafür, dass wir Leser genauso tief für sie empfinden wie ihr Autor."

Stewart O'Nan

Originaltitel: Small mercies
Originalverlag: Viking
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-15822-4
Erschienen am  13. Juni 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Bewegende Familiengeschichte - beeindruckender Roman

Von: Hanne / Lesegenuss

12.11.2016

9/11/2011 der Tag, an dem die Welt den Atem anhielt, der Tag, an dem der Feuerwehrmann Bobby Amendola im World Trade Center sein Leben verlor, der Tag, an dem eine Familie den Ehemann und Vater, den Sohn und Bruder verlor, ein ungeborenes Kind, das nie seinen Vater kennenlernen durfte, der Tag voller Leid und Schmerz, Wunden, die wohl nie richtig heilen … Bobby Amendola lebt mit seiner Familie auf Staten Island, wie auch seine Eltern, die Großeltern zuvor. Ihre Wurzeln waren irisch-italienisch. Gail und Michael Amendola hatten drei Söhne. Nach dem Anschlag auf das World Trade Center sind nur noch Peter und Franky über. Bobby war mit Leidenschaft Feuerwehrmann gewesen, wie auch sein Vater schon uvor. Knapp zehn Jahre später zu Bobby jr. neunten Geburtstag erfahren die Amendolas, dass ihre Schwiegertochter einen neuen Mann kennengelernt hat, es sei etwas ernstes.Und sie will ihn mitbringen zur Feier. Eddie Joyce beschreibt in seinem Buch "Bobby", dessen englischer Titel "Small Mercies" heißt, das Leben einer Familie nach diesem furchtbaren Unglück. Das Zentrum um die Amendolas ist Gail. Mit ihr hat der Autor eine Charaktere in den Fokus gestellt, die alle Fäden um sich herum in der Hand hält, redet, schlichtet, erklärt, versucht zu verstehen. Gerade die beiden anderen Söhne sind so unterschiedlich. Peter ist erfolgreicher Anwalt in Manhattan, Franky ist ein unangenehmer Mensch (das Buch beschreibt ein anderes Wort ☺, Anfangsbuchstabe "A") In seinem Interview erklärt der Autor, warum die Geschichte auf Staten Island platziert ist. Und ja, mit seinem Buch "Bobby" hat er diesem Stadtbezirk von New York eine Stimme gegeben. Wer mehr über die Geschichte von Staten Island erfahren möchte, schaut im Internet nach. Ich fand es sehr interessant und auch aufschlussreich. Das Buch "Bobby" beschreibt die Schwierigkeiten des Lebens nach dem Tag X. Es gibt Familien, die daran zerbrechen, der Belastung nicht standhalten. "Bobby" ist mehr als nur eine Familiensaga, es ist auch eine Homage für Staten Island. Die Zeit heilt alle Wunden?! Nein, nicht immer. Aber man sollte den Blick nach vorn nicht aus den Augen verlieren. Geliebte Menschen vergißt man nicht. Sie haben immer einen Platz in unserem Herzen. Es sind die besonderen Momente, Augenblicke, an die man sich erinnert. So ist es nur natürlich, dass jeder mit dem Verlust anders umgeht. Auch 15 Jahre nach Nine-Eleven ist "Bobby" von Eddie Joyce ein ganz besonderes Buch. Eine emotionale Familiensage, die durch die Schilderungen der alltäglichen Situationen lebt. Es ist der Debütroman von Eddie Joyce.

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Bobby und sein kurzes Leben

Von: Rosenmadl

04.10.2016

Inhalt: Bobby Amendolas Verlust ist auch nach fast zehn Jahren noch präsent. Er hinterlässt bei seinen Lieben eine große Lücke, die scheinbar kaum gefüllt werden kann. Nach den Anschlägen am 11.September wird der irisch-italienischen Familie erst so richtig bewusst, dass nichts mehr so sein wird wie es einmal war. Wie sie mit damit umgehen und wie jeder versucht sein Leben weiterhin zu meistern, davon handelt dieser Roman. Meine Meinung: Nach Lesen des Klappentextes und des großen Lobes hab ich soviel von dieser Geschichte erwartet. Emotionen, die einem berühren. Tränen, die man vergiessen wird. Aufschluchzen und mitfühlen. Eintauchen in eine tiefgründige Erzählung, die einem schaudern lässt. Und was ist passiert? Leider nichts von alldem. Zum einen wurde ich fast mit keinem Charakter wirklich warm und zum anderen, ganz wichtigen Detail, wurden mir Gefühle jeglicher Art verwährt. Ich hätte gerne mehr über Bobby erfahren, über seinen unsinnigen Tod, darüber, wie sich eine Familie danach in ihren Schmerz windet. Einzig und allein Franky, der Bruder des Verstorbenen konnte man in einer Art Rausch wiederfinden. Ihm schien der Tod des Bruders am schlimmsten getroffen zu haben. Bei allen anderen Charakteren, selbst der eigenen Mutter hatte ich kein Empfinden. Denn die meisten Seiten und Kapitel handelten meist nur davon, wie und wann man mit dem anderen Geschlecht konform gehen kann. Ich kam mir oftmals vor als lese ich einen New Adult oder sogar erotischen Roman. Zudem war für mich es extrem schwierig durch die vielen Protagonisten, deren Namen und Bedeutung in der Familie und dem wirren Schreibstil in die Geschichte hinein zu kommen. Mir hat dieser Roman gezeigt, dass nicht jeder Autor nachempfinden kann, was es heißt einen großen Verlust zu erleben. Ich konnte weder der Handlung noch der Erzählweise viel abgewinnen. Wirklich richtig schade, denn ich hatte mir einen tollen Roman vorgestellt, den ich auch so gerne gelesen hätte. Fazit: Wer sich einen gefühlsbetonten Roman mit viel Tiefgang erhofft, wird hier sicher enttäuscht werden. Man erfährt nicht mal, was genau mit Bobby geschah und wie seine Familie tatsächlich damit umzugehen versucht. Keine Anekdoten, keine Empfindungen, nur kurze Beschreibungen des Alltags eines jeden Charakter und schon ist das Ende der Geschichte erreicht. Da aber Eddie Joyce einen dennoch unerwarteten angenehmen Schreibstil hat und ich "Bobby" wenigstens nicht ganz verschmähen konnte, vergebe ich gerne noch 3 Sterne !

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Vita

Eddie Joyce

Eddie Joyce wurde auf Staten Island geboren und wuchs dort auch auf. Nach einem Studium in Harvard und am Georgetown University Law Center war er zehn Jahre lang als Jurist in Manhattan tätig, meist als Strafverteidiger, bevor er mit dem Schreiben begann. „Bobby“ ist sein erster Roman.

Zur AUTORENSEITE

Hans-Ulrich Möhring

Der Übersetzer und Schriftsteller Hans-Ulrich Möhring hat, neben Werken von William Blake, H. G. Wells und J. R. R. Tolkien, zuvor bereits den Roman "Their Eyes Were Watching God" von Zora Neale Hurston ins Deutsche übertragen ("Vor ihren Augen sahen sie Gott").

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Pressestimmen

"Eddie Joyce's erschreckend guter Debütroman ist so amerikanisch, dass er auch am Sockel der Freiheitsstatue hätte spielen können. Die Amendola-Familie und ihr geliebtes Staten Island mögen bei weitem nicht ohne Makel sein, aber sie repräsentieren das, was Amerika ausmacht."

Richard Russo

»Wie ein Familienalbum voller Erinnerungen, glücklicher wie schwieriger, fein beobachtet, einfühlsam und gänzlich ohne Pathos.«

»Man staunt schier über die Sprachgewalt und den Sprachschatz über den dieser Autor verfügt. Wir können uns jetzt schon auf weitere Romane von ihm freuen.«

»Warmherziger, berührender Roman über die Kraft der Familie, kleine Glücksmomente und eine Liebeserklärung an Staten Island.«

ÖKO-TEST, September 2016

»Ein brillant ausgeführtes Debüt«

BREMER Stadtmagazin, Viktoria Kravtschenko (16. Juni 2016)

»Ein äußerst lesenswertes Buch«

“Nicht nur der beste Staten-Island-Roman, der je geschrieben wurde: Es ist auch der bisher beste Roman, der das menschliche Leid nach den Anschlägen von 9/11 erfasst. Joyce erzählt die Geschichte von ganz New York während dieser vom Unglück heimgesuchten Zeit. Seine Begabung, klangvolle Details auszuwählen und die Emotionen in ganz normalen Momenten aufzufächern erinnert an Alice McDermott. Ein kaleidoskopischer Roman eines Volkes in Trauer, ein einnehmendes Porträt der ersten Generation von Staten Island."

Matthew Thomas, New York Times

"Welch ein wunderschöner Roman. Man erwartet, dass die Figuren aus dem Buch hüpfen und in der nächstgelegenen Bar darauf warten, dass man sich zu ihnen setzt und ein Glas Bier mit ihnen trinkt."

Emma Straub

“Diese Familie aus Staten Island ist so wahrhaftig, dass ich das Gefühl habe, in ihrem Haus gewesen zu sein und mit ihnen gegessen zu haben. Ja, es ist ein Roman über 9/11, aber wohl genau der richtige: aufrichtig, unerschrocken sentimental, echt und nicht manipulativ auf die Tränendrüse drückend. Joyce, der selbst in Staten Island geboren ist, weiß, worüber er spricht und wie man darüber sprechen muss.“

Emily Gould, Paper

"Sprachlich exzellent, lebensnah, tiefsinnig, atmosphärisch dicht und dabei unterhaltsam erzählt der amerikanische Autor, der selbst aus Staten Island stammt, von dieser Familie, die stellvertretend für viele auf der Insel stehen kann, die jemanden an diesem grausamen Tag verloren haben. Und die Familiengeschichte steht für Lebenswillen und Kraft."

»Ein schönes Buch!«

Ruhr Nachrichten, Andreas Schröter (20. Juni 2016)