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Boston Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-16212-2

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Erschienen: 19.06.2017
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Das große US-Epos um Klassenjustiz und staatliche Willkür jetzt in deutscher Neuübersetzung

Vom Tellerwäscher zum Märtyrer – die Namen Sacco und Vanzetti stehen für den Wirklichkeit gewordenen amerikanischen Alptraum. Ihr Schicksal erschütterte Millionen Menschen weltweit in ihrem Glauben an Recht und Ordnung. Upton Sinclair, engagierter Romancier und Gesellschaftskritiker, inszenierte die realen Geschehnisse der Zwanzigerjahre als fesselndes literarisches Epochendrama.

Glamour, Jazz und endlose Partys: Das waren die Roaring Twenties. Allerdings ist das nur die halbe Wahrheit – Upton Sinclair zeigt uns die ganze. Denn während die Happy Few feierten, wurden die Massen mittels brutaler Klassenjustiz niedergehalten. Am Beispiel der einflussreichen Ostküsten-Sippe Thornwell zeigt «Boston», wie das System staatlich sanktionierter Korruption funktionierte. Als Kulminationspunkt dient der Schauprozess gegen die zwei bekanntesten Justizopfer der amerikanischen Geschichte, Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti, die 1927 wegen Mordes hingerichtet wurden. In diesem ergreifenden Buch geht es um die moralische Glaubwürdigkeit offizieller Repräsentanten und Institutionen, um Menschenliebe und Bürgerpflicht, um Gerechtigkeit und den Mut zur Wahrheit.

»›Boston‹ bietet eine erschütternd aktuelle Schilderung kapitalistischer Verrohung und zeigt auf, mit welchen Mitteln herrschendes Recht gebeugt werden kann. Die Neuübersetzung orientiert sich vor allem in der vielschichtigen Figurenrede stärker am Original. Eine Wiederentdeckung, die es in sich hat.«

Deutschlandfunk Kultur, Buchkritik, Maike Albath (17.06.2017)

Upton Sinclair (Autor)

Upton Sinclair (1878–1968), in einfachsten Verhältnissen aufgewachsen, war seit seinem Erstling „The Jungle“ als „mudraker“ verschrien: als Autor, der mit seinen Werken Dreck aufwühlt. Über „Oil!“ (1927) ließ der Autor stolz verlauten, dieser Roman „voller Abenteuer und sozialer Gegensätze“ sei sein am gründlichsten recherchiertes Werk überhaupt.

»›Boston‹ bietet eine erschütternd aktuelle Schilderung kapitalistischer Verrohung und zeigt auf, mit welchen Mitteln herrschendes Recht gebeugt werden kann. Die Neuübersetzung orientiert sich vor allem in der vielschichtigen Figurenrede stärker am Original. Eine Wiederentdeckung, die es in sich hat.«

Deutschlandfunk Kultur, Buchkritik, Maike Albath (17.06.2017)

»Ein erschreckendes Bild, wie weit das ›Land der Tapferen und der Freien‹ degenerieren kann. Dietmar Dath kommt im Nachwort zu dem Ergebnis, der Roman sei wahr.«

Hellweger Anzeiger, Ulrich Rubens-Laarmann (17.06.2017)

»Ein spannender, ergreifender Roman, in dem es um die moralische Glaubwürdigkeit offizieller Repräsentanten und Institutionen, um Menschenliebe und Bürgerpflicht, um Gerechtigkeit und den Mut zur Wahrheit geht. Ein faszinierendes Buch, neu übersetzt.«

Göttinger Tageblatt, Eckart Koh (Buchhandlung Calvör) (27.06.2017)

Aus dem Amerikanischen von Viola Siegemund
Originaltitel: Boston
Originalverlag: .

Mit Nachwort von Dietmar Dath

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-16212-2

€ 32,99 [D] | CHF 38,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Manesse

NEU
Erschienen: 19.06.2017

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Boston

Von: Karthause Datum: 19.07.2017

https://karthause.wordpress.com/

Schon „Der Dschungel“ und auch „Öl“ haben mich sehr beeindruckt. Diesen Erwartungen hielt „Boston“ auch problemlos stand.

Im Stil eines Reportageromans beleuchtet Sinclair das Szenario. Er kombiniert historisch verbürgte Fakten und Fiktion und hat damit ein monumentales Zeitbild geschaffen, das zudem von erschreckender Aktualität ist.

Mit dem fiktiven Charakter der Cornelia Thornwell, die ihr Leben in der Upperclass Boston gelebt hatte, hat Upton Sinclair das Bindeglied zwischen Realität und Fiktion geschaffen. Nachdem Tod ihres Mann, will sie selbstbestimmt leben und nimmt eine harte Arbeit in einer Seilfabrik an. Bei der Suche nach einer Unterkunft und Verpflegung trifft sie auf den italienischen Einwanderer Vanzetti und freundet sich mit ihm an. Sehr bildhaft werden die elenden Arbeits- und Lebensbedingungen geschildert. Cornelia werden schnell die großen Diskrepanzen zu ihrem früheren Leben mehr als bewusst, so wird sie nach und nach immer zugänglicher für Vanzettis Argumente für einen gesellschaftlichen Wandel.

Aber die Geschichte entwickelt sich nicht positiv. Vanzetti und sein Freund Sacco werden beschuldigt, an einem Raubmord beteiligt gewesen zu sein. Das Gerichtsverfahren ist Kern des Romans. In diesem geht es um nicht glaubwürdigen Zeugen, einen voreingenommenen Richter und einer ebensolchen Jury. Dieser Teil der Handlung beruht auf einer wahren Begebenheit. Der Sacco-Vanzetti-Prozess war wohl einer der am meisten Staub aufwirbelnden Prozesse in den USA im frühen letzten Jahrhunderts. Obwohl es auch entlastende Aussagen gab, wurden die beiden italienischen Einwanderer der Beteiligung an einem doppelten Raubmord angeklagt und 1921 in einem umstrittenen Prozess schuldig gesprochen.

In einer beeindruckend einfachen Sprache wird diese Geschichte auf über 1000 Seiten erzählt. Obwohl man den Ausgang kennt, kommt zu keinen Längen. Nicht weniger bemerkenswert ist die Übersetzung durch Viola Siegemund. Besonders die italienisch akzentuierten Dialoge der beiden Protagonisten wirken erstaunlich überzeugend.

„Boston“ ist ein Roman, der von einem sehr zweifelhaften Prozess berichtet, der staatliche Willkür und Rechtsbeugung aufzeigt und von erschreckender Aktualität ist. Dieser Roman ist aber auch ein Dokument der aufkeimenden Arbeiterbewegung und ein Gesellschaftsroman.

Here`s to you:, Sacco & Vanzetti

Von: Birgit Böllinger  aus Augsburg Datum: 19.07.2017

https://saetzeundschaetze.com/2017/07/19/upton-sinclair-boston/

Man benötigt etwas Geduld, aber es lohnt sich: Bereits ein Jahr nach ihrer Hinrichtung legte Upton Sinclair diesen umfassenden halbdokumentarischen Roman über den Fall "Sacco & Vanzetti" vor. Und damit auch die Mechanismen der Macht frei. Ein wichtiges Buch über einen Justizmord, der bis heute die Welt beschäftigt.

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