Cherry

Roman

(5)
eBook epub
17,99 [D] inkl. MwSt.
17,99 [A] | CHF 22,00 * (* empf. VK-Preis)

Bestellen Sie mit einem Klick:

Oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler

Cleveland, 2003. Ein junger Mann beginnt sein Studium am College, wo er Emily kennenlernt. Sie verlieben sich Hals über Kopf und heiraten. Aber bald zieht Emily zurück zu ihrer Familie nach Pennsylvania, während er die Uni verlässt und der Armee beitritt. Im Irakkrieg erlebt er die Schrecken des Krieges, die er nach seiner Rückkehr nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Der Kriegsheld verfällt den Drogen, während die Opioid-Epidemie Amerika überschwemmt. Um seine Sucht zu finanzieren, beginnt er Banken auszurauben.

»Große Themen, keines neu, aber selten so bedrückend und plastisch vor Augen geführt.«

Süddeutsche Zeitung, Gustav Seibt (11. Mai 2019)

Aus dem Amerikanischen von Daniel Müller
Originaltitel: Cherry
Originalverlag: Knopf
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-23511-6
Erschienen am  15. April 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Harter Stoff über den Absturz eines jungen Mannes

Von: 3lesendemaedels

17.12.2019

Ein junger Mann besucht das College in Cleveland. Er ist eher gelangweilt und deshalb sucht er den Kick nebenbei, indem er ab und zu Drogen vertickt und selbst konsumiert. Er verliebt sich in Emily, die ihm auch keinen Halt gibt und selbst Drogen nimmt. Mangels Alternativen meldet er sich schließlich freiwillig zur US-Army, beginnt eine Ausbildung als Sanitäter. Kurz vor seiner Entsendung in den Irak heiratet er Emily. Seine schrecklichen Erlebnisse dort sind mannigfaltig. Wer die Einsätze unter ständig drohender Lebensgefahr übersteht, versucht den Lagerkoller mit Klebstoff schnüffeln oder Pornos zu vertreiben. Es grenzt fast schon an ein Wunder, dass er nach einem Jahr unbeschadet zurückkehrt. Doch in den USA erwartet ihn eine zerrüttete Ehe. Er kommt im Alltag nicht zurecht und wird von posttraumatischen Belastungsstörungen heimgesucht. Vollends verfällt er den Drogen. Zunächst den Schmerzmitteln und schließlich dem Heroin. Um seine Sucht zu finanzieren, beschafft er sich das Geld durch Banküberfälle. Frischlinge bei der Army werden als "Cherry" bezeichnet. Dieser Teil des Romans beschreibt schonungslos den Einsatz im Irak, den der Schriftsteller selbst erlebte. Dies ist wohl seine eigene Geschichte, denn er sitzt wegen mehrerer Banküberfälle im Gefängnis. Der Schreibstil ist teilweise dreckig und brutal, beschreibt aber eine Realität, wie die angeblich großen Helden geschunden aus dem Irak zurückkehren. Eine Verfilmung mit Tom Holland in der Hauptrolle ist wohl geplant.

Lesen Sie weiter

The American Horror - die unbequeme Wahrheit

Von: lalaundfluse

15.07.2019

Einblicke in den Abstieg eines Kriegsveteran. Nico Walker schreibt seinen Debütroman aus dem Gefängnis, wo er eine elfjährige Haftstrafe absitzt. Jung verheiratet, drogensüchtig (später Heroin), gestört durch Irakeinsätze und letztendlich Bankräuber. Schonungslos ehrlich und bitte nicht nachmachen! Cover und Inhalt, waren für mich mehr als fesselnd.

Lesen Sie weiter
Alle anzeigen

Vita

Nico Walker stammt ursprünglich aus Cleveland. Als Kriegssanitäter war er an mehr als 250 Einsätzen im Irak beteiligt. Derzeit sitzt er in Kentucky eine elfjährige Gefängnisstrafe wegen zehn Banküberfällen ab. »Cherry« ist sein Debütroman.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Nico Walker kam mit 21 als US-Veteran zurück aus dem Irakkrieg. Dann geriet sein Leben aus den Fugen. Er hat darüber einen großen Roman geschrieben – im Gefängnis.«

Zeit online, Daniel C. Schmidt (03. Mai 2019)

»Hammer, großartig! Davon abgesehen, dass das Ding famos geschrieben ist und ne wahre Geschichte, verhandelt es ja drei der brennendsten US-Themen: Veteranen, Opioid-Krise, Knast.«

Tino Hanekamp

»Walker schreibt über den Krieg, wie nur Leute über den Krieg schreiben, die ihn erlebt haben.«

stern, Nicolas Büchse (16. Mai 2019)

»In erster Linie bekommt es der Leser hier mit einem grandiosen Schreiber zu tun, dessen direkte, unverblümte bis derbe Sprache ihn sofort ins Geschehen zieht.«

Classik Rock, Elmar Samutter (08. Mai 2019)

»Jemand hat mal gesagt: Es gibt nur zwei Dinge, über die es sich wirklich zu schreiben lohnt: die Liebe und den Tod. Und Nico Walker weiß davon vermutlich mehr als 99.9% der heute lebenden Romanautoren. Lesen Sie ›Cherry‹ statt dem anderen überflüssigen Kram - hier erleben Sie einen Autor, der seine Seele offenlegt und für seine Geschichte brennt.«

Donald Ray Pollock

»Das sind wohl die Schlüsselsätze dieses wilden, traurigen, düsteren, schonungslosen Romans: "I tried to be good. But I was fucked up."«

»Am eindrucksvollsten geraten die magenumstülpenden Passagen über die Zeit im Irak«

Funke Mediengruppe, Dirk Hautkapp (11. April 2019)

»Erst dieses minimalistische Operieren am seelischen Nullpunkt macht das Buch größer als seine krassen Gegenstände.«

Süddeutsche Zeitung, Gustav Seibt (11. Mai 2019)

»Ein atemberaubend klarer Blick in den Abgrund von Krieg, Sucht und Verbrechen, gleichzeitig unglaublich menschlich und oft auch komisch. Man will zugleich lachen und weinen, ganz so wie beim großen Denis Johnson.«

Dan Chaon

»Genau die Sorte Roman, die Amerika im Augenblick bitter nötig hat.«

Lea Carpenter, Autorin

»Cherry ist ein literarischer Glücksfall, geradezu ein Triumphzug. Walkers Sprache erinnert an einen Holden Caulfield, der in den Krieg zieht.«

The Washington Post

»Eine der großen literarischen Sensationen des Jahres: ein derber, roher und erschreckend zeitgemäßer Roman über die Auswirkungen des Krieges und die Risiken der Sucht.«

Entertainment Weekly

»Als erschütterndes Zeugnis eines sinnlosen Krieges hat „Cherry“ gesiegt.«

BUCHKULTUR (17. April 2019)

»Die USA unter Trump. Darüber hat Nico Walker einen grandiosen Drogenroman geschrieben«

neues deutschland (19. Juni 2019)