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DIE SONNE, DER MOND & DIE ROLLING STONES Ein Leben im Schatten der größten Rockband der Welt

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-16392-1

Erschienen:  15.08.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch, Gebundenes Buch

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Ist Rock die Erlösung? Gibt es einen Weg, in Würde alt zu werden?

Als junger Journalist erhält Rich Cohen in den Neunzigern einen Auftrag, der alles verändert. Er bekommt die einmalige Chance, die Rolling Stones auf ihren US-Touren zu begleiten. Unterwegs mit der Band, verfällt er rasch ihrer einzigartigen Faszination. Wird Teil des Epos »Rolling Stones«. Und schneller, als er sich umschauen kann, zum Insider, eingeweiht in die typischen Witze, die Kameradschaft, die bisweilen bissigen Umgangsformen, das harte Leben der größten Rockband aller Zeiten. Doch neben all den Drogen und Affären, den Auseinandersetzungen und zahllosen Wiedervereinigungen ist es die Musik, die bleibt. Dieses Buch ist der rigorose Blick eines Mannes, der ganz nah dran war und noch immer ist an der legendären Band, die Generationen prägte. Und zugleich eine bahnbrechende Kulturgeschichte. Ein Buch, so gut, so frech, so elegant – so anders, dass es sich liest wie ein Roman.

"Cohens biografische Auszeichnungen sind so nah dran an der legendären britischen Band, dass man beizeiten meint, man wäre 1994 selbst dabei gewesen. Und unterm Strich geht es bei sowohl den Rolling Stones als auch in Cohens Buch um genau eines: die Liebe zur Musik. Und genau das macht das Buch so lesenswert."

GQ Online, Ursula Schmied (15.08.2016)

Rich Cohen (Autor)

Rich Cohen schreibt als Redakteur für Vanity Fair und den Rolling Stone. Seine Texte erscheinen außerdem in allen großen Magazinen und Zeitungen wie dem New Yorker und der New York Times. Als „Rolling Stone“-Reporter ging Rich Cohen erstmals 1994 mit den Stones auf Tournee. Der Autor mehrerer preisgekrönter US-Bestseller arbeitete zuletzt mit Mick Jagger und Martin Scorsese am Script für „Vinyl“ - einer HBO-Serie über die Exzesse der Musikbranche, deren Boomjahre wohl nicht zufällig mit dem Aufstieg der Rolling Stones zusammenfallen.

"Cohens biografische Auszeichnungen sind so nah dran an der legendären britischen Band, dass man beizeiten meint, man wäre 1994 selbst dabei gewesen. Und unterm Strich geht es bei sowohl den Rolling Stones als auch in Cohens Buch um genau eines: die Liebe zur Musik. Und genau das macht das Buch so lesenswert."

GQ Online, Ursula Schmied (15.08.2016)

„Unterhaltsame Kulturgeschichte!“

Gala (18.08.2016)

„Pflichtlektüre für jeden Fan!“

Kurier am Sonntag (14.08.2016)

"Die beste Stones-Bio seit Langem!"

Österreich (03.09.2016)

“Rich Cohen schreibt, wie Mick Jagger singt."

AJ Jacobs, Redakteur bei Esquire

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Aus dem Amerikanischen von Bernd Gockel
Originaltitel: The Sun and the Moon and the Rolling Stones
Originalverlag: Spiegel & Grau

eBook (epub), 21 s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-641-16392-1

€ 9,99 [D] | CHF 12,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

Erschienen:  15.08.2016

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Die Stones waren schon immer da

Von: Stage Reptiles Datum: 21.01.2018

www.stage-reptiles.com

Noch ein Buch? Noch eine Biographie? Gibt es irgendein Detail aus dem Leben der größten Rock'n'Roll Band der Welt, welches noch nicht mit dem Mikroskop ausgeleuchtet und in allen Sprachen der kompletten Welt mitgeteilt wurde? Rich Cohen, Schreiberling beim amerikanischen Rolling Stone, ein 1968 Geborener, hat den Aufstieg der Band nicht selbst miterlebt. Er muss sich auf bekannte Fakten verlassen, wenn es um die Anfangstage der Band geht. 1994 hat Cohen die Chance mit den Stones auf Tournee zu gehen und sozusagen ihr Tourneetagebuch zu schreiben. Als Stones-affiner seit Ende der 70er Jahre habe ich sowohl alle Platten der Band mit den jeweiligen Solo-Exkursionen in meiner Sammlung sowie an die 50 Bücher in meinem Regal stehen. Ich hab mit Mick Taylor Witze gerissen und mit Ronnie Wood philosophiert ... beide im Vollrausch, auf dem Boden einer Münchner Diskothekentoilette sitzend. Ich weiß also sehr vieles über die Band. Erwartet hatte ich bei der Lektüre des Buches eigentlich den Hauptschwerpunkt auf der 94er Tour. Stattdessen ging es gleich beim Anfang los. Die Stationen über Dartfort, Little Boy Blue & The Blue Boys, Edith Grove, Crawdaddy Club weiß man ... trotzdem nimmt einem das Buch durch den Schreibstil von Cohen von Anfang an gefangen. Man merkt seine Liebe zur Band und vor allem zur Musik der Rolling Stones. Fakten beschrieben und erzählt wie ein Roman, in dem man selber mitspielt. Man ist beim Lesen mittendrin in der Geschichte. Zwischendrin versteht es Cohen sehr gut, umzuschwenken in die Zeit der Tourbegleitung und trotzdem bald wieder in die chronologische Reihenfolge einzubiegen. Speziell Keith hat es ihm angetan. Der knorrige alte Wurzelstock, der immer noch grün austreiben kann - wenn er will. Der seltsame Humor eines Charlie Watts, den man erstmal kapieren muss, um zu begreifen, wenn Charlie einen mag. Mick Jaggers Unterschied, wenn er einerseits nur ein Teil der Glimmer Twins ist, aber andererseits als aktiver Teil einer Filmproduktion mitverantwortlich ist. Rich Cohens Schreibstil ist trotz erzählter Fakten so flüssig zu lesen wie ein Roman - in dem man selbst mitspielt. Zu bildhaft und deutlich kommt einem so manche Begebenheit beim Lesen vor. Trotz zigfach bekannter Fakten lernt man immer wieder neue Kleinigkeiten kennen.

Manch einem mag der etwas seltsam anmutende Buchtitel verwirrend vorkommen. Was haben jetzt Sonne, Mond und Stones in einem Atemzug gemeinsam? Auf der Tourbegleitung wurde Cohen von einem Stone gefragt, wann er geboren ist. Auf Cohens Antwort "1968" wurde er von der Frage überrascht. "Wie ist das, wenn man in eine Welt hineingeboren wird, in der die Rolling Stones schon da waren? Alles gab's schon ... die Sonne, den Mond und die Rolling Stones". Eine kleine Antwort auf diese Frage mag dieses mit Liebe geschriebene Buch liefern. Die meisten von uns Lesern sind zu spät geboren, um die ersten Tage der neuen Band miterlebt zu haben. Alles war schon da - Die Sonne, der Mond, und die Rolling Stones.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Musik in Buchstabenform

Von: Michael Lehmann-Pape Datum: 21.10.2016

www.rezensions-seite.de

Ja, es ist eine Biographie der Rolling Stones. Aber auch deutlich mehr. Und das hebt dieses, nebenbei bemerkt mit Herzblut geschriebenes und im sprachlichen Fluss wunderbar zu lesendes, Buch ab von den vielen, vielen anderen Betrachtungen der (fremdernannten) „Greatest Rock´n Roll Band oft he World“.

Denn Rich Cohen, „zu spät Geborener“, fängt vor allem eins ein, wenn er den Weg der Band und der einzelnen Band-Mitglieder (auch den von Ian Stewart, dem „6. Stone“, der schon früh „nicht mehr auf die Bühne sollte“ (zu hässlich) nachvollzieht.

Die Kraft der Musik, der Lebenshaltung, der „Gang“, für die die Stones in den ersten 20 Jahren standen (mit allen Brüchen des Bildes). Dieses Anliegen strömt dem Leser aus jeder Seite des Buches entgegen. Die „Verfallenheit“ an eine Kraft der Musik, die „Milleniumskinder“ mit ihrem Napster und Spotify nicht nachfühlen können (woran die Stones nicht unschuldig sind in späteren Jahren) und die Cohen intensiv vermittelt.

Was erklärt, warum eine prägende Figur für die westliche Blues Musik, Muddy Waters, in seiner biographischen Darstellung mehr Platz erhält als mancher Rolling Stone, der auf einer Seite in seinem Lebenslauf abgehandelt wird.

Journalist beim „Rolling Stone“, Tour-Begleiter der Stones bei der 94er Tour, vor allem Keith Richard (besser dem, für das er steht) fast Verfallen, dennoch aber auch im Buch in der Lage, hohe Distanz zu wahren und die Schattenseiten, die Arroganz, die Kälte vor allem der beiden „Haupt-Stones“ ohne Schnörkel in den Raum zu stellen. Was umso klarer und prägnanter wirkt, wenn es von einem „Insider“, einem echten Fan der Band festgestellt wird (jener „alten Band“, nicht der „Vermarktungsmaschine“ der letzten 25 Jahre).

So ist es kein Widerspruch, wenn Cohen einerseits wie ein schwärmender Teenager formulieren kann: „Ich liebe Keith. Er verkörpert für mich die Kunst des Lebens und Überlebens. Er weist den Weg, in Würde zu altern. Mick ist eine Laune der Natur, man kann ihn nicht kopieren, nur genießen. Keith hingegen----- Ich befürchte, ich kann es nicht leugnen, ich hätte wirklich gern ein Baby von Keith“.

Womit, das erschließt sich aus dem Kontext, eher grundsätzlich gemeint ist, dass Keith Richards für den Autor die Summe echten Rock´n Rolls darstellt. Das immer leicht vernebelt Wirkende, die völlige Hingabe an die Musik. Eine Musik, die für eine ganze Generation (im Gesamten all der Blues und Rockbands jener Tage), Lebenselixir war. Wo ein Lied das Leben verändern konnte, wo in der Musik Geheimnisse, Aufstand, Rebellion, Freiheit winkte.

Ohne dass dies Cohen daran hindern könnte, die brachiale Kälte auch eines Keith Richards (und eines Mick Jagger) zu beleuchten. Die Weggefährten einfach so entsorgten, wenn es zu viel wurde (gerade Gram Parson ist hier ein tragisches Beispiel von Richards Seite aus, tragischer noch als Brian Jones).

„Keith sollte die nächsten Jahre damit verbringen, Gram und ihre besondere Beziehung zu verklären, doch als Gram auf ein Häufchen Elend reduziert war, glänzte Keith durch Abwesenheit“.

Wie Keith und auch Mick selbst bei der Beerdigung von Brian Jones abwesend waren.

So, wie Mick und Keith einander abwesend wurden. Und nur noch mit Häme miteinander kommunizieren. Mit dem Höhepunkt der Autobiographie „Live“ von Richards. Aber schon lange zuvor war dieses „Buddy-Getue“ auf der Bühne nur noch Show.

Fein arbeitet Cohen heraus, dass „das Ende einer intimen Freundschaft“ Ende der 70er die Zäsur bedeutet hat, nach der die Stones nur noch als eine Art „Musical“ auf die Bühne kletterten. Als galt: „It´s only Rock´n Roll“ und eben nicht mehr ein Mysterium des Lebens und für das Leben.

Und dennoch, davor lagen Jahre von intensiver Bedeutung, der Kraft, sich neu zu erfinden, der Kraft, „echte“ Musik zu schreiben, die Millionen mitriss. Davor lag Altamont, die erste Tour vor leeren Hallen in Amerika, der kleine Club in London, wo der Schweiß von der Decke troff und die gesamte Wucht der technisch noch höchst unfertigen Band alle elektrisierte. Auch wenn Lennon / Mccartney zunächst einen Hit für die Stones schrieben.

„Es ist mehr als nur Musik. Es ist das Land, das Königreich, in dem ich mein ganzes Leben verbracht habe“. Denn als Cohen geboren wurde, gab es die Stones bereits. Es gab die Sonne, den Mond und die Rolling Stones. Zur eigentlichen „Party“ kam Cohen zu spät, wie er 94 feststellt, als er all die gestandenen, faltigen Ikonen der 60er Jahre im Umfeld der Stones trifft. Aber zur inneren Bedeutung, da kam er gerade zur rechten Zeit.

Und ist in der Lage, diese Essenz, dieses Lebensgefühl, den Sog der Band und der Zeit, das scheitern an neuen Lebensmodellen samt häufig frühem Tod durch Drogen, den Unterschied zwischen Beatles und Stones und den kreativen Prozess des Schaffens in den „besten Jahren“ emotional dicht für den Leser nachzuvollziehen.

Ein grandioses Buch über die Liebe zur Musik, über die Bedeutung des Rock´n Roll, über eine andersartige Band und, auch, über den Verfall der Musik und des Lebens an sich.

„Am Ende des Tages mag es zwar verletzte Gefühle geben, doch die Sprache des Geldes ist lauter“. „Restverwertung“, das mag die Gegenwart sein (die Cohen nicht auslässt, aber recht kurz abhandelt), aber „die Fülle des Lebens“, das war der Teil des Wegs, den Cohen bis heute in sich trägt und hier vor Augen legt.

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