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Das Amerika der Seele Essays 1996-2013

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-16969-5

Erschienen: 31.10.2016
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Essays von Karl Ove Knausgård

Warum schreiben, warum malen, warum fotografieren? Warum lesen, warum Gemälde betrachten, warum in Galerien gehen? Kann es dabei um etwas anderes gehen als um die großen Fragen des Lebens? Und was hat diese Auseinandersetzung mit dem alltäglichen Leben zu tun?

Das Amerika der Seele ist eine Sammlung von Texten, die einen weiten Bogen spannen: von der Gnade, die darin liegen kann, der Beerdigung des eigenen Vaters beizuwohnen, bis zur Bedeutung der Einsamkeit in den Bildern der US-amerikanischen Fotokünstlerin Francesca Woodman. Vom Massaker auf Utøya bis zu Knut Hamsuns missglücktem Meisterwerk »Mysterien«.

Video: Das Phänomen Karl Ove Knausgård Zum Beitrag im SRF

Karl Ove Knausgård (Autor)

Karl Ove Knausgård wurde 1968 geboren und gilt als wichtigster norwegischer Autor der Gegenwart. Die Romane seines sechsbändigen, autobiographischen Projektes wurden weltweit zur Sensation. Sie sind in über 30 Sprachen übersetzt und vielfach preisgekrönt. 2015 erhielt Karl Ove Knausgård den WELT-Literaturpreis, 2017 den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur. Er lebt mit seiner Familie an der schwedischen Südküste.


Paul Berf (Übersetzer)

Paul Berf, geboren 1963 in Frechen bei Köln, lebt nach seinem Skandinavistikstudium als freier Übersetzer in Köln. Er übertrug u. a. Henning Mankell, KjellWestö, Aris Fioretos und Selma Lagerlöf ins Deutsche. 2005 wurde er mit dem Übersetzerpreis der Schwedischen Akademie ausgezeichnet.


Ulrich Sonnenberg (Übersetzer)

Ulrich Sonnenberg, geboren 1955 in Hannover, arbeitet als freier Übersetzer und Herausgeber in Frankfurt/Main. 2013 erhielt er den Übersetzerpreis des Staatlichen Dänischen Kunstrats.

Aus dem Norwegischen von Paul Berf, Ulrich Sonnenberg
Originaltitel: Sjelens Amerika
Originalverlag: Forlaget Oktober

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-16969-5

€ 18,99 [D] | CHF 22,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Luchterhand Literaturverlag

Erschienen: 31.10.2016

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Das Amerika der Seele

Von: paper.and.poetry Datum: 13.12.2016

https://paperandpoetryblog.wordpress.com/

Auf „Das Amerika der Seele“ von Karl Ove Knausgård bin ich aufmerksam geworden, nachdem ich so viel Interessantes (sowohl Positives als auch Negatives) über sein autobiographisches Projekt „Sterben“, „Lieben“, „Spielen“, „Leben“, „Träumen“, „Kämpfen“ gelesen und gehört habe. Da ich nicht sofort mit der Reihe beginnen, sondern mich erst einmal in den Schreibstil Knausgårds einlesen wollte, sah ich in „Das Amerika der Seele“ einen guten Start.
Hierin enthalten sind achtzehn Essays, die sich mehr oder weniger um das Leben mit und um Kunst und Künstler drehen. Vor allem geht es aber um die Verknüpfung von Leben und Kunst. Hängt das nicht alles irgendwie zusammen? Betrachten wir die Dinge um uns nicht alle irgendwie als kunstvoll? Und ist der Mensch selbst nicht ein Kunstwerk, indem er sich selbst darstellt, präsentiert und in Form von Texten, Gemälden, Fotografien etc. Selbstverwirklichung findet?
Knausgårds Schreibstil ist bestechend. Er schreibt, als ob man in seinen Gedanken sitzen würde und schafft es alltägliche Vorgänge so detailliert zu beschreiben, als ob man in Echtzeit dabei wäre. Das könnte prinzipiell recht langweilig sein, wenn er es nicht gleichzeitig schaffen würde, „so schön“ zu schreiben und immer wieder neue Denkanstöße zu geben. Es ist einfach eine Freude, Knausgårds Texte zu lesen, weil es immer wieder erstaunlich ist, wie er aus einfachen, alltäglichen Beschreibungen plötzlich zu ganz tiefen Sinneseindrücken gelangt. Und ja, manchmal stellt er auch ziemlich irrsinnige Vergleiche an, die dann aber dennoch enorm schlüssig sind, sodass man ihn nur dafür bewundern kann. Auch für seinen Mut. Denn welcher Literat traut sich schon den „Akt des Scheißens“ mit dem Tod zu vergleichen? Und damit erreicht er nämlich genau das, was er will: Man regt sich darüber auf – oder auch nicht. Ganz egal, aber man spricht darüber, denn Knausgård provoziert gerne. Er greift radikale und soziale Themen auf, schreibt von der Moderne und dem was-wäre-wenn und gibt immer wieder neue Impulse. Alles begreifen und alles mitnehmen kann man beim ersten Mal durchlesen von „Das Amerika der Seele“ sicher nicht und, ich muss es leider zugeben, nicht alle Essays empfinde ich als inhaltlich gänzlich gelungen. Dafür sind Knausgårds Texte sprachlich großartig und deshalb freue ich mich darauf bald mit seinem autobiographischen Projekt fortzufahren. Da ich mir gut vorstellen kann, dass Knausgårds Gedanken und seine Art diese wiederzugeben nicht jedermanns Sache ist, ist daher „Das Amerika der Seele“ als Einstieg ziemlich gut. Mich hat es in jedem Fall überzeugt, dass Knausgård zurecht zu den wichtigsten norwegischen Gegenwartsautoren zählt.

Meine Leseliste für den Winter

Von: Rothaariges Datum: 21.11.2016

rothaariges.de

Relativ kurze, aber wirkungsvolle und gesellschaftskritische Texte hat auch Karl Ove Knausgard geschrieben. Seine Essays sind endlich ins Deutsche übersetzt worden. „Das Amerika der Seele“ hat mir 18 seiner schonungslos ehrlichen Texte näher gebracht und mir die Angst vor seinem biografischen Mammut-Werk genommen, das in den letzten Jahren erschienen ist. Knausgard vermittelt in seinen Texten einen wichtigen Aspekt des menschlichen Daseins, der mir bereits durch mein Soziologiestudium näher gebracht wurde: Der Mensch existiert nur, wenn er von anderen gesehen wird, wenn er Teil der umgebenden Welt ist, von seiner Umwelt gesehen wird und seine Umwelt sieht. Wir existieren nur in der Wechselwirkung mit der Umgebung. Die Umgebung, die Knausgard als „sich langsam bewegende Materie, aus der unsere Träume sind“ beschreibt. Wie vielleicht alle Werke des Norwegers, lässt auch diese Textsammlung in sein intimsten Gedanken zu und erzählt Dinge, die andere verschweigen würden. Wahre Literatur.

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