Das Böse, es bleibt

Thriller

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Wenn die Schrecken der Vergangenheit zum Grauen der Gegenwart werden

Südtirol, im Winter. Marlene ist auf der Flucht, panisch steuert sie ihr Auto durch den Schneesturm. Im Gepäck: ein Beutel mit Saphiren, den sie ihrem skrupellosen Ehemann aus dem Safe entwendet hat. Wegener ist der Kopf einer mafiösen Erpresserbande, und Marlene weiß, dass er seine Killer auf sie hetzen wird. Da stürzt ihr Wagen in eine Schlucht. Marlene erwacht in einer abgelegenen Berghütte, gerettet von einem wortkargen Alten. Bei ihm und seinen Schweinen glaubt sie sich in Sicherheit vor ihrem Mann. Bald jedoch stellt sie mit Entsetzen fest, dass von dem Einsiedler eine noch größere Gefahr ausgeht …

»Luca D'Andrea bedient sich nicht nur geschickt der klassischen Thriller-Elemente, sondern wechselt beständig die Perspektiven, erzählt unnachahmlich dicht. Virtuos in seiner Beiläufigkeit...«

Süddeutsche Zeitung, Florian Welle (06. April 2018)

Aus dem Italienischen von Susanne Van Volxem, Olaf Roth
Originaltitel: NN
Originalverlag: Einaudi
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-22876-7
Erschienen am  26. Februar 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Guter Anfang aber unglaubwürdig am Ende

Von: Sabine Ibing

16.07.2018

Ein italienischer Thriller, der in Italien den Preis für den besten Krimi / Thriller erhalten hat, machte mich neugierig. Tirol, Bergwelt – und die Story fing spannend an. Spannung pur, daran gibt es nichts zu rütteln, bis zum Schluss. Leider hat mich der Autor im letzten Drittel verloren. Alles schon zig mal von anderen geschrieben und am Ende Showdown fürs Drehbuch, unglaubwürdig, literarisch nicht mein Geschmack. Den Film würde ich mir wahrscheinlich ansehen, das Setting stelle ich mir cool vor. Weiter: https://literaturblog-sabine-ibing.blogspot.com/p/das-bose-es-bleibt-von-luca-dandrea.html

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Atmosphäre pur

Von: Buch SUCHT Blog

15.03.2018

Südtirol, hohe Berge, blauer Himmel, Obstplantagen im Sonnenschein, gastfreundliche Menschen und leckeres Essen. Diese oder ähnlicher Bilder hat wohl jeder vor Augen, der schon einmal in Südtirol zu Besuch war. Luca D’Andrea erzählt, wie schon in seinem Erstling „Der Tod so kalt“ von einem anderen Südtirol. Sein Land ist schroff, düster und archaisch. Die Menschen sind hart, wortkarg und geprägt von einer Welt, in der jeder Tag aufs neue ein Kampf ums überleben ist. Marlene, die Frau des Südtiroler Paten Wegener ist auf der Flucht vor ihrem Mann, dem sie einen Beutel voller Edelsteine gestohlen hat. Doch als sie im winterlichen Gebirge einen Autounfall hat und von dem alten Bergbauern Simon Keller gefunden und gesundgepflegt wird, zerplatzen ihre Fluchtpläne schlagartig. Und Marlene steht vor einer größeren Herausforderung, als sie sich vorstellen kann. Während Wegener alles daran setzt, seiner Frau und der Edelsteine habhaft zu werden, erkennt sie, dass sich hinter der Fassade des wortkargen Simon mehr verbirgt, als es den ersten Anschein hat. Und was hat es mit seinen „Jungs“, den Schweinen und vor allem mit seiner Lieblingssau Lissy auf sich? Nach einem blutigen Auftakt lässt sich D’Andrea Zeit, um die Protagonisten Wegener, Marlene und Simon Keller einzuführen. Wegeners Weg vom Nazikollaborateur hin zum Paten der südtiroler Verbrecherszene in den 70ern wird nachgezeichnet, dabei erfährt man auch einiges über seine deutlich jüngere Frau Marlene und über ihre Beziehung zu „Herrn“ Wegener. Dabei erscheint es, als seien die Positionen in dieser Beziehung fest zementiert. Doch Marlenes Diebstahl und Flucht bringt hier ein scheinbar festgefügtes Beziehungsgebäude zum Einsturz. Simon Keller ist für mich die faszinierendste Figur des Trios. Geprägt vom Leben im Hochgebirge und von den religiösen Vorstellungen seines Vaters, des Heilers Voter Luis, von dem er auch seine Heilkenntnisse erhalten hat, wirkt er anfangs wie der Alm-Öhi aus Heidi, wortkarg, aber mit einem Herz aus Gold. Aber je mehr man über seine Kindheit und über Voter Luis erfährt, desto deutlicher wird, dass hinter dieser Fassade etwas dunkles, Bedrohliches lauert. D’Andreas Sprache ist wie die Menschen seines Romans: reduziert, hart, zum Teil auch vom Dialekt geprägt. So ist immer von „Voter Luis“ die Rede, als sei „Voter“ Teil seines Namens und nicht die Dialektversion von Vater. Und Simon ist kein Bauer, er ist ein „Baur“, jeder Buchstabe zu viel wird weggekürzt, als müsse der Autor Buchstaben sparen. Aber genau diese reduzierte Sprache ist es, die die Atmosphäre des Buches unterstützt, zusammen mit der Schilderung des lebensfeindlichen, winterlichen Hochgebirges, in dem sich ein Großteil der Handlung abspielt. Für ein mysteriöses Element der Bedrohung sorgen die Schweine des Bauern, allen voran seine Lielingssau Lissy, die nach seiner als Kind verstorbenen Schwester Elisabeth benannt ist. Der Autor schafft es meisterlich, ein anfangs diffuses, später immer deutlicheres Gefühl der Bedrohung aufzubauen. Dabei erinnert die Atmosphäre zeitweilig durchaus an Misery von Stephen King, was ja auch nicht die schlechteste aller möglichen Referenzen ist. Wie schon in seinem Erstling, dem vor Jahresfrist erschienen Thriller „Der Tod so kalt“ zeichnet er ein Bild von Südtirol abseits von Reiseprospekten und Urlaubserinnerungen. In seinem Südtirol leben Bedrohungen aus der Vergangenheit im Schatten der Berge, jederzeit bereit, hervorzukommen und in unsere Lebenswirklichkeit einzubrechen. Als Leser*in erkennt man vieles Bekanntes, das durch den veränderten Kontext aber in einem völlig neuen Licht erscheint. Dadurch schafft es Luca D’Andrea immer wieder zu überraschen. Wer dem Roman die Zeit gibt, die die Geschichte gerade zu Beginn benötigt, um die Charaktere einzuführen und die Atmosphäre aufzubauen, der wird sicher nicht enttäuscht

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Vita

Luca D'Andrea wurde 1979 in Bozen geboren, wo er heute noch lebt. Er stieg mit seinem ersten Thriller sofort in die Riege der internationalen Top-Autoren auf. "Der Tod so kalt" erschien in rund 40 Ländern und wurde fast überall zum Bestseller - auch bei uns stand das Buch wochenlang in den Top-5 der Spiegel-Bestsellerliste. Die Geschichte führt nach Südtirol, in die Heimat des Autors, über die er auch journalistisch gearbeitet hat: Am bekanntesten ist seine TV-Produktion "Mountain Heroes", in der er für das italienische Fernsehen die Bergrettung porträtierte.

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Zitate

»Der Roman hat Tempo und entfaltet mit seinen ständigen Perspektivwechseln eine große Sogkraft. Wer Gruselspannung im Stile Stephen Kings mag, der ist hier richtig.«

»Eine ziemlich abgefahrene Story, bei der man wahrhaftig Gänsehaut kriegen kann.«

freundin (07. März 2018)

»Immer mehr Thriller-Autoren fesseln mit kühner Sprache und stellen überzeugende Figuren in Konflikte auf Leben und Tod. Ein solcher Autor ist Luca D’Andrea. Die Berge und Schluchten seiner Südtiroler Heimat und die Gewalten der Natur bilden den Rahmen für dramatische Geschehnisse.«

Sächsische Zeitung, Rainer Rönsch (24. Februar 2018)

»D'Andreas Thema ist die gewaltige Natur, die Unberechenbarkeit des Wetters, das karge Leben weitab der Zivilisation. ... Ein Bergdrama, das es in sich hat.«

Der Standard, Ingeborg Sperl (24. März 2018)

»Dass D’Andrea die 70er Jahre authentisch wiederauferstehen lässt, ist nicht nur clever, sondern auch einfach sehr gut gemacht. Auf das Spiel mit den Ebenen und den Stilwechsel versteht er sich meisterhaft. Er jongliert mit vielen Bällen – und er lässt keinen einzigen fallen. Meisterhaft.«

Ibbenbürener Volkszeitung (06. März 2018)

»Vielleicht etwas wenig Berg, dafür aber viel Spannung bis zur letzten Seite. Mit abgefahrenen und kammerspielartigen Szenen zieht Luca D’Andrea die Leser in seinen Bann.«

ALPIN. Das BergMagazin (01. März 2018)

»Man bleibt atemlos bis zum Schluss an der Seite von Marlene.«

Schweizer Familie, Regula Tanner (07. November 2018)

»D'Andrea will nach eigenem Bekunden gute Geschichten schreiben - das ist ihm hier wieder gelungen.«

Hellweger Anzeiger/Unnaer Zeitung (10. Februar 2018)

»Von der ersten bis fast zur letzten Seite ein spannender Schmöker.«

Nürnberger Zeitung, Clara Grau (13. April 2018)

»Ein fulminantes, fesselndes Erstlingswerk.«

STERN über "Der Tod so kalt"

»Eine gute Komposition, der Rhythmus der Geschichte, das schnelle Springen zwischen verschiedenen Schauplätzen: all das erzeugt atemlose Spannung. Und die Auflösung? Völlig überraschend.«

NDR Kultur "Neue Bücher" über "Der Tod so kalt"

»Der Tod so kalt ist ein perfekt gebauter Thriller, übergroß, operettenhaft und mit Sog bis zum Ende.«

BR Fernsehen "Capriccio" über "Der Tod so kalt"

»Ein Krimi erster Güte.«

ZDF „Morgenmagazin“ über "Der Tod so kalt"

»Ein unglaublich spannender Thriller.«

ALPIN - Das BergMagazin über "Der Tod so kalt"

»Luca D’Andrea ist einer der vielversprechendsten italienischen Autoren seiner Generation.«

L’Alto Adige

»Es ist schwierig, einen einzigartigen Thriller zu schreiben, es ist noch schwieriger, einen zweiten, ebenso einzigartigen Thriller zu schreiben. Doch DAS BÖSE, ES BLEIBT übertrifft DER TOD SO KALT!«

L’Adige

»Dieser Thriller zeigt uns das Wesen des Bösen, wie es sonst nur das Leben kann.«

La Stampa

»So packend! DAS BÖSE, ES BLEIBT beweist erneut, dass Luca D’Andrea ein ganz besonderer Autor ist!«

Corriere della Sera

»Glaubwürdige Charaktere, ein Plot, der einen fesselt bis zur letzten Seite. Kein Wunder, dass dieser Roman zum Bestseller wurde.«

La Repubblica

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