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Das Ende der Menschheit Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-20492-1

Erschienen:  09.10.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Vierzehn Jahre sind vergangen, seit die Invasion der Marsianer Englands Städte in Schutt und Asche legte. Vierzehn Jahre, seit die Angreifer vom roten Planeten an den Mikroben der Erde zugrunde gingen. Seitdem herrschen Frieden, Wohlstand und Fortschritt. Als man erneut den Start von Marsraketen beobachtet, macht sich daher keiner Sorgen – bis auf Walter Jenkins. Und er hat recht. Denn die Marsianer kommen zurück. Und sie wollen nur eins: Rache.

Stephen Baxter (Autor)

Stephen Baxter, 1957 in Liverpool geboren, studierte Mathematik und Astronomie, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Er zählt zu den international bedeutendsten Autoren wissenschaftlich orientierter Literatur. Etliche seiner Romane wurden mehrfach preisgekrönt und zu internationalen Bestsellern. Stephen Baxter lebt und arbeitet im englischen Buckinghamshire.

Aus dem Amerikanischen von Peter Robert
Originaltitel: The Massacre of Mankind
Originalverlag: Gollancz

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-20492-1

€ 13,99 [D] | CHF 17,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen:  09.10.2017

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Paperback)

Zweiter Weltenkrieg

Von: Lukes Meinung Datum: 20.03.2018

www.lukes-meinung.de

Tote Autoren leben länger, oder zumindest ihr literarisches Legat.
Als der „Der Krieg der Welten“ im Jahr 1898 unter dem Titel „The War of the Worlds – in Deutschland im Jahr 1901 – erschien, hätte sich sicher keiner der am Buch beteiligten Hersteller träumen lassen, dass auch heutzutage noch diverse Hähne nach der Geschichte krähen würden.
Nun weilt H.G. Wells seit 1946 nicht mehr unter den Lebenden und somit sind seine Werke im Jahr 2016 rechtefrei geworden – auch wenn sich mir diese Regelung niemals wirklich erschließen wird. Dieses „Jubiläum“ brachte einige Neuausgaben und auch anderweitige Umsetzungen zutage – deutsche und englischsprachige Hörspiele, sowie eine Fortsetzung der Geschichte, welche von Stephen Baxter als offizielle Fortsetzung der Story des Altmeisters auf den Markt geworfen wurde.
Baxter setzt vierzehn Jahre nach dem Ende er Invasion durch die Marswesen an und beschreibt den zweiten Kampf der Menschheit gegen die Invasoren aus dem eigenen Sonnensystem.
Nun hat man es als zeitgenössischer Autor sicher schwer, sich gegen solch eine Überlichtgestalt wie H.G. Wells literarisch zu behaupten, doch versucht Baxter erst gar nicht dem Altmeister den Sand unter den Füssen weg zu graben, sondern bedient sich ausgiebig an dessen Stilmitteln und den bekannten Protagonisten des ersten Teils, welche das erste Massaker an der Bevölkerung Terras überlebt habe.
Viele Namen kommen einem bekannt vor und wenn man sich dann des googlens bedient – da meine Lektüre des Originalromans irgendwann in den Neunzigerjahren des vergangenen Jahrtausends gelegen hat – um seine Erinnerung aufzufrischen, ist recht schnell klar, wieso Baxter den Weg des „die kennt man schon, also arbeite ich erneut mit ihnen“ gewählt hat.
Doch nicht nur mit den Beteiligten scheint sich Baxter vorher wirklich ausführlich angefreundet zu haben. Seine Fortführung ist genau das – eine logische und in sich schlüssige Geschichte des „Wie könnte es weitergehen, wenn die Marsianer nicht klein beigeben würden?“. Ich konnte keine Anachronismen oder ähnliche Faux Pas entdecken und auch wenn ich auf solche insgeheim gehofft hatte, sie traten nicht auf.
Klar, das ist Science-Fiction und in dieser Gattung der Unterhaltungsliteratur kann man sich alles so zurechtbiegen, wie es einem passt damit es eben passt. Doch Baxter verzichtet auf zu viel eigene Ideen und verlässt sich auch in der Wortwahl auf die bekannten Strukturen, welche Wells im Original vorgegeben hat. Man sollte sich jedoch damit abfinden, dass die Geschichte zu einer Zeit spielt, in der die heutige Sprache noch fast Einhundert Jahre weit entfernt ist und eben genau die Formulierungen und den Satzbau der 1920er als gegeben hinnehmen – so er denn damals so gewesen ist.
Sicherlich kann sich heutzutage nicht jeder für diese Art von SF begeistern, denn was Baxter hier zu Papier gebracht hat entbehrt jeder Form von Hochglanzaliens, politischer Korrektheit in vielen Aussagen, jugendfreundlicher Schreibweise, untoter Bedrohungen oder anderen Dingen, welche der in den letzten Jahren boomenden Untergattung der Dystopie so viel Farbe und Leben verliehen haben.
„Das Ende der Menschheit“ ist ein klassischer Roman im klassischen Stil nach dem Vorbild des nonplusultra Klassikers der dystopischen Literatur. So machen Fehler - den Baxter sich ab und an leistet, diversen Längen in der Erzählung - denn die Story ist alles andere als atemlos in der Spannung und dem nicht wirklich großen eigenem Einfallsreichtum des Autors, kann vergeben werden, denn das Feeling des Romans ist stimmig, wenn man in der Lage ist auch mal Fünfe gerade sein zu lassen.
Wem ist das Buch also zu empfehlen?
Jedem, der mal eine Pause von neuzeitlich dystopischer Literatur braucht und sich gerne auf fast altertümlich anmutende Dinge, Sprachweisen und Situationen einlassen kann. Den selbst wenn die Menschheit eine Menge aus der ersten Invasion gelernt hat, ist sie dennoch weit weg von einer Rasse von Raumfahrern, die bereit sind das Universum zu erobern.

Das Ende der Menschheit 2.0

Von: Soleil Datum: 21.11.2017

verlorene-werke.blogspot.de/

Stephen Baxter hat eine Fortsetzung - vom H. G. Wells Estate abgesegnet - zu einem der bekanntesten SF-Klassiker geschrieben. Vermutlich nicht nur, um sich einer kleinen Herausforderung zu stellen, denn es ist bereits geraume Zeit eine neue TV-Serie zu H.G. Wells "Krieg der Welten" angekündigt. Die letzte Verfilmung stammt aus dem Jahr 2005 und wurde mit Tom Cruise umgesetzt.
Baxter hat es geschafft, sich bravourös in Wells Werk hineinzuversetzen und die Geschehnisse in einem Erdenjahr um 1920 glaubhaft rüberzubringen. Allerdings wird schon nach wenigen Seiten klar, dass genau deswegen nur der Leser eine Chance hat, der das Original kennt. Wohlgemerkt nicht in Film-, sondern in Buchform. Andernfalls klaffen mehrere Verständnislücken auf, die kaum gefüllt werden können. Sich also einfach darauf einzulassen und Charaktere wie Umgebung kennenzulernen, funktioniert nicht.
Baxter hat gerade einmal vierzehn Jahre nach Ende von Wells Werk vergehen lassen und so trifft der geneigte Leser auf Figuren aus dem Erstlingswerk; ebenfalls hat sich technisch nicht wirklich viel verändert. Die Jahre, die zwischen Neuautor und Altwerk liegen hätten lieber auch in der Geschichte ruhen sollen, denn so ganz abstreifen konnte der Autor das leider nicht, auch wenn es gleiche Zeit und Ort geblieben sind. Zwischen den Zeilen ist jedoch immer der große zeitliche und örtliche Abstand zu spüren. Die eigenen Sichtweisen zu verbergen ist dem Autor leider nicht gelungen und manchmal ist es reichlich schwer, darüber hinwegzusehen. Hinzu kommt, dass große Teile der Handlung, natürlich, mit Krieg und militärischen Handlungsweisen zu tun haben und wer damit nicht gut klarkommt, sollte besser die Finger vom Roman lassen. Auch schadet es nicht, in den tatsächlichen historischen Begebenheiten etwas versiert zu sein, denn Baxter lässt zahlreiche Persönlichkeiten der damaligen Zeit auftreten, wenn auch meist im völlig fiktiven Kontext. Als Deutscher schluckt man auch ein ganz paar Mal.
Es ist schwierig, Baxters Story angemessen einzuschätzen. Einerseits ist es hervorragend recherchiert und konzipiert, spannend verpackt und durchaus lesenswert. Andererseits vermag es sicher nicht jeder Leser einen Zugang zu den Geschehnissen zu finden, nicht zuletzt, weil es sich eben so stark an das Vorbild hält - und dann wieder nicht. In jedem Fall schadet es nicht, zuerst das Original zu lesen und erst dann zu diesem Buch zu greifen. Wer Wells mochte, dem wird wohl auch Baxter liegen. Alle anderen besser erst einmal probelesen.
"Das Ende der Menschheit" ist ein komplexer und recht anspruchsvoller Roman, der eine lesenswerte Hommage an den Vorgänger ist, aber leider nicht vollständig zu überzeugen vermag.

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