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Das Experiment

Roman

(2)
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In Das Experiment erzählen Arkadi und Boris Strugatzki die Geschichte des linientreuen russischen Astronomen Andrej Woronin, der in einer von der Außenwelt abgeschotteten Stadt an einem rätselhaften Experiment teilnimmt. Doch wer sind die anderen Teilnehmer? Welche Geheimnisse verbergen sie? Und was ist eigentlich der Sinn des Experiments? Als sich eigenartige Vorfälle in der Stadt häufen, muss Woronin mit einem Mal alles, woran er bisher geglaubt hat, infrage stellen ...


Aus dem Russischen von Reinhard Fischer
Originaltitel: Град обреченный
Originalverlag: Heyne
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-22174-4
Erschienen am  13. August 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.
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Leserstimmen

Kafkaeske Science-Fiction

Von: Nicola aus Bonn

21.11.2018

Manchmal sind mir Wissenslücken echt unangenehm, vor allem dann, wenn es sich um gute Schriftsteller handelt. So geht es mir gerade mit Arkadi und Boris Strugatzki, die ich erst jetzt dank des grandiosen Romans „Das Experiment“ kennengelernt habe. Richtig schlimm ist, dass mir die Brüder, bevor ich das Buch im Laden entdeckte, völlig unbekannt waren. Ich habe das Buch ehrlich gesagt auch aus den falschen Motiven gekauft, denn ich bin allein nach dem Rückentext des Verlags gegangen. Das soll nicht implizieren, dass der Verlag Irreleitendes geschrieben hat. Vielmehr habe ich die wichtigsten Hinweise völlig ignoriert. So habe ich ein völlig anderes Buch gelesen als ich erwartet hatte. Und trotzdem bin ich hin und weg und froh, das Buch gelesen zu haben. Um ehrlich zu sein: Vielleicht hätte ich den Roman – zumindest zum jetzigen Zeitpunkt – gar nicht gelesen, wenn ich gewusst hätte, was mich erwartet. Mir war nach etwas Seichtem und schnell Lesbarem. „Das Experiment“ ist aber nun einmal nicht seicht und die Sätze und vor allem Dialoge fand ich zu gut, um sie in aller Eile zu konsumieren. Manchmal ist es gut, überrascht zu werden. Bei allen literarischen Qualitäten ist „Das Experiment“ aber vor allem eine beißende Kritik am damaligen Sowjet-Russland. Schon nach dem ersten Kapitel stellte sich mir gar nicht mehr die Frage, weshalb die Strugatzki-Brüder das Buch so lange unter Verschluss hielten. Mir hat der Roman aber auch so gut gefallen, weil es mich an vielen Stellen ungemein an Kafkas Werke erinnerte – den Kafka’schen Humor mit eingeschlossen. Wer ein Buch erwartet, bei dem man das Hirn ausschalten kann, wird enttäuscht werden. Wenigstens ein bisschen sollte man das Hirn einschalten, denn die Fragen, die sich während des Lesens stellen, werden wohlweislich nicht bis zum Erbrechen von den Autoren beantwortet. Da muss der Leser schon mitdenken und sich sein eigenes Bild machen. Es dürfte auch hilfreich sein, ein bisschen über Zaren- und Sowjet-Russland (vor allem unter Stalin und Cruschtschow zu wissen. Ein bisschen allgemeines Geschichtswissen ist durchaus auch hilfreich, um die vielen Andeutungen zu verstehen. Und nein: Das ist nicht arrogant, das ist ein Tipp. Alle Andeutungen habe ich natürlich nicht verstanden – trotz des Vorworts, des kurzen Erläuterungsteils und des Nachworts, aber das bisschen Allgemeinwissen, über das ich verfüge, hat ungemein geholfen, den Ereignissen zu folgen. Was aber ist „Das Experiment“ nun? Es ist ganz sicher kein typischer Sci-Fi-Roman. Ja, es gibt sie, die Sci-Fi-Elemente, aber im Kern ist „Das Experiment“ eine Kritik an verschiedenen politischen Ideologien und eine Parabel auf die Sehnsucht der Menschen nach Erkenntnis zum Sinn des Lebens. Zumindest habe ich das Buch so verstanden. Mir persönlich hat die Mischung gefallen. Die Strugatzki-Brüder verbinden völlig absurde Geschehnisse (ich sage nur Paviane) mit dystopischen, intellektuellen, philosophischen und aberwitzigen Situationen – und das so gekonnt, dass das Buch einfach Spaß macht. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich empfehle „Das Experiment“ all denen, die intelligente Literatur mögen und womöglich etwas mit Franz Kafka anfangen können. Die sind hier gut aufgehoben. „Das Experiment“ ist ein tolles Buch, das Lust auf den Rest des Werks der Strugatzki-Brüder macht!

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das Experiment ist das Experiment... ist sehr unbefriedigend

Von: Caröchen

04.10.2018

Inhalt In einer Stadt außerhalb der normalen Zeit leben Menschen unterschiedlichster Kulturen und Jahrhunderte zusammen. Alle sind sie gekommen um am Experiment mitzuwirken, doch was es damit auf sich hat, das weiß niemand... Eigene Meinung Oh Gott, habe ich mich durch das Buch gequält! Schrecklich, absolut trocken und langatmig. Die Geschichte ist in mehrere Teile aufgeteilt und in jedem hat der Protagonist Andrej einen anderen Beruf. An sich ein guter und interessanter Ansatz, bei der Theorie bleibt es jedoch. Irgendwie dachte ich vor dem Lesen, dass ich etwas über das Experiment und was es mit der Stadt auf sich hat erfahre, doch ich habe nur blödes Geschwafel von verschiedensten Charakteren bekommen. Am meisten philosophiert hat Andrej. Wenn er nicht gerade raucht und mit seinen Freunden säuft und dort Reden schwingt, redet er teilweise seitenlang mit sich selber. Das Buch ist mir ein Rätsel (Vor- und Nachwort waren auch nicht weiter hilfreich). Kein roter Faden, keine Antworten (was das schlimmste ist) und nur belangloses Gequatsche und sinnlose Handlungen von Charakteren, die versuchen in der Stadt zu überleben. Wenn man sich mehr mit der russischen Geschichte beschäftigt, kann man mit dem Buch vielleicht mehr anfangen. Sucht man aber einen spannenden Sciencefiction-Roman: Finger weg! Fazit Vielleicht ist der Roman auch nichts zum "mal eben runterlesen" und ich hätte mich mehr eindenken müssen. Tatsache ist aber, dass ich einen Sciencefiction-Pageturner erwartet habe und stattdessen eine langweilige Geschichte bekommen habe, deren Quintessenz sich mir nicht erschlossen hat.

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Vita

Arkadi (1925–1991) und Boris (1933–2012) Strugatzki zählen zu den bedeutendsten und erfolgreichsten russischen Autoren der Nachkriegszeit. Ihre Romane sind nicht nur faszinierende Parabeln über die Stellung des Menschen im Universum, sondern auch schonungslose Abrechnungen mit Ideologiegläubigkeit und Personenkult. Viele ihrer Romane wurden verfilmt – darunter Picknick am Wegesrand als Andrej Tarkowskijs Stalker.

Zur AUTORENSEITE

Arkadi (1925–1991) und Boris (1933–2012) Strugatzki zählen zu den bedeutendsten und erfolgreichsten russischen Autoren der Nachkriegszeit. Ihre Romane sind nicht nur faszinierende Parabeln über die Stellung des Menschen im Universum, sondern auch schonungslose Abrechnungen mit Ideologiegläubigkeit und Personenkult. Viele ihrer Romane wurden verfilmt – darunter Picknick am Wegesrand als Andrej Tarkowskijs Stalker.

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