Das Labyrinth der Träumenden Bücher

Roman

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Hildegunst von Mythenmetz kehrt zurück in die »Stadt der Träumenden Bücher«

Über zweihundert Jahre ist es her, seit Buchhaim, die Stadt der Träumenden Bücher, von einem verheerenden Feuersturm zerstört worden ist. Der Augenzeuge dieser Katastrophe, Hildegunst von Mythenmetz, ist inzwischen zum größten Schriftsteller Zamoniens avanciert und erholt sich auf der Lindwurmfeste von seinem monumentalen Erfolg. Er gefällt sich im täglichen Belobhudeltwerden, als ihn eine verstörende Botschaft erreicht, die seinem Dasein endlich wieder einen Sinn gibt.

Verlockt durch einen rätselhaften Brief kehrt Hildegunst von Mythenmetz nach Buchhaim zurück. Die prächtig wiederaufgebaute Stadt ist erneut zur pulsierenden Metropole der Literatur und zum Mekka des Buchhandels geworden und wird durchströmt von Buchverrückten aller Art. Dem Rätsel auf der Spur gerät Mythenmetz, kaum hat er die Stadt betreten, in ihren abenteuerlichen Sog. Er begegnet alten Freunden wie der Schreckse Inazea Anazazi, den Buchlingen Ojahnn Golgo van Fontheweg, Dölerich Hirnfidler und Gofid Letterkerl, dem Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer, aber auch neuen Bewohnern, Phänomenen und Wundern der Stadt, wie den mysteriösen Biblionauten, den obskuren Puppetisten und der jüngsten Attraktion Buchhaims, dem »Unsichtbaren Theater«. Dabei verirrt sich Mythenmetz immer tiefer im »Labyrinth der Träumenden Bücher«, das geheimnisvoll und unsichtbar die Geschicke Buchhaims zu bestimmen scheint. Bis er schließlich in einen unaufhaltsamen Strudel von Ereignissen gerät, der alle Abenteuer, die er je zu bestehen hatte, in jeder Hinsicht übertrifft.

„Was Moers da aus dem Zamonischen übersetzt, steckt alles in die Tasche, was die Postmoderne sonst an Erzählfiktion zu bieten hat.“

Ijoma Mangold, DIE ZEIT (01. Dezember 2011)

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ISBN: 978-3-641-05673-5
Erschienen am  05. Oktober 2011
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Heimkommen und genießen

Von: wortesammlerin

22.03.2019

Das Labyrinth folgt auf die Stadt – ein Fortsetzungsroman, der seinem Vorgänger im Grunde nicht viel nimmt. Die Handlung ist ein Repetitorium für die eingefleischten Fans, die Figuren und Handlungsschauplätze purer Fanservice, die Fantasie nach wie vor unvergleichbar mit jeglicher Fantastik-Literatur. Zunächst einmal ist es, wieder mal, wie nach Hause zu kommen. Hildegunst von Mythenmetz ist erfolgsverwöhnter, arroganter fauler Ausnahme-Schriftsteller geworden, der sich selbst viel zu ernst nimmt, obwohl er das Orm schon lange nicht mehr gespürt hat, und suhlt sich in Ruhm und Anerkennung. Bis zu einem fatalen Brief, der ihn dem Tode nahebringen wird, ein Brief, unterzeichnet von ihm selbst, eine Parodie auf die vielen kleinen Fehler, perfekt imitierte Hochstapelei und Abschweifungen, wie eigentlich nur er sie beherrscht. Und noch ein Satz, der ihn dem Tod in die Augen blicken lässt: Der Schattenkönig ist zurückgekehrt. Mythenmetz macht sich umgehend auf die Reise nach Buchhaim, und begegnet dort einer vollkommen veränderten Stadt voller neuer Rätsel und Abenteuer, die nur darauf warten, ihm ihre Geschichten zu erzählen. Und so fängt die Geschichte an. Von altbekannten Gesichtern, wie der Schreckse Inazea Anazazi, dem Eydeeten Dr Hachmed Ben Kibitzer oder einem Vertreter der Smeik Familie, bis hin zu einer Stadt, die unveränderter und gleichzeitig fremder nicht sein könnte, wartet dieser Roman mit einer Welt auf, die ganz andersartig Heimat ruft, als jeder bisherige Zamonien-Roman. Die Bücher sind allgegenwärtig, die Kunst, die Schriftsteller und Gelehrten strömen nach wie vor zahlreich nach Buchhaim, aber etwas scheint sich grundsätzlich verändert zu haben. Das denkt jedenfalls Mythenmetz und sucht nach Antworten. Es sind ausgerechnet Qualmoire, der Puppetismus und Ovidios von Verschleifer, der gefallene Dichter der Lindwurmfeste, die ihm bei seiner Suche weiterhelfen, nach etwas, das nicht einmal Hildegunst von Mythenmetz selbst glauben kann: Dem Schattenkönig. Und die Formel bleibt weiterhin außergewöhnlich. Seien es noch so viele Anspielungen an den ersten Teil der Träumenden Bücher, dieser Band steht allein für sich und erzählt von einem gefallenen Schriftsteller, der sich zurück ins Leben kämpft, um sich nicht selbst zu verlieren – nur um festzustellen, dass er sich selbst radikal verändern muss, um er selbst zu bleiben, und das nutzen seine Feinde schamlos aus. Das alles gesprenkelt mit dieser Mythenmetzschen Hochnäsigkeit und Narrenfreiheit, wie sie sich sonst niemand leisten darf, die dem ganzen aber den Rahmen geben, die der Roman braucht. Jede weitere Seite, die nicht die Hochspannung in sich gepachtet hat, trumpft dafür mit Charakter, Selbstständigkeit und Aufmüpfigkeit, die der Realität den Kampf ansagt. Denn in Zamonien gilt es, die Bilder im Kopf anzuschalten und zu genießen was man sieht, wie man es sieht und mit wem man es teilen möchte. Und dabei vorsichtig zu bleiben: Denn Hexen stehen immer zwischen Birken. PS (mit Spoilerwarnung!): Das Buch endet in einem famos furchtbaren Cliff-Hanger, den ich so nach der ersten Lektüre von vor einigen Jahren vollkommen - wirklich VOLLKOMMEN - verdrängt hatte. Wie kann Walter Moers uns das antun?! Ein Ende, das ein Anfang ist, von etwas, das erst 2025 weitererzählt werden soll, come on. Ich hoffe für uns, dass das kommende Buch, Der Bücherdrache, erscheint am 25. März '19, uns wenigstens ein paar Anhaltspunkte liefern wird, wie es weitergehen könnte, und wenn das nicht, dann wenigstens einen guten Batzen Nostalgie und Zamonien-Liebe (daran habe ich keinen Zweifel). Ich werde berichten.

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Das Labyrinth der Träumenden Bücher - Eine kleine Enttäuschung

Von: Marry1303

29.12.2018

Meine Meinung: Das Cover des Buches ist sehr schön und ansprechend gestaltet, sodass es sofort ins Auge sticht. Mitunter ein Grund, warum ich es unbedingt lesen wollte. Zudem war ich auf die Fortsetzung des ersten Teils sehr gespannt. Da der erste Teil meiner Meinung nach grandios war, lag die Messlatte natürlich sehr hoch und war es schwierig, diesen zweiten Teil zu toppen. Da die Geschichte jetzt 200 Jahre später spielt, wird anfangs sehr viel erklärt. Daher war es schwierig in die Geschichte hineinzufinden. Im ersten Teil war total viel Spannung, Magie und Abenteuer enthalten, wovon in der Fortsetzung hier leider nicht mehr viel spürbar ist. Positiv hervorzuheben sind die liebevoll & detailliert gestaltete Zeichnungen. Diese finde ich durchaus gelungen. Insgesamt bewerte ich das Buch mit 3 von 5 Sternen und freue mich dennoch auf den dritten Teil, welcher hoffentlich bald erscheinen wird. Ich bedanke mich ganz herzlich beim Penguin Verlag für das kostenlose Rezensionsexemplar!

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Vita

Der Lindwurm Hildegunst von Mythenmetz ist der bedeutendste Großschriftsteller Zamoniens. Berühmt wurde er durch seine 25-bändige Autobiographie »Reiseerinnerungen eines sentimentalen Dinosauriers«, ein literarischer Bericht über seine Abenteuer in ganz Zamonien und vor allem in der Bücherstadt Buchhaim.

Sein Schöpfer Walter Moers hat sich mit seinen phantastischen Romanen, weit über die Grenzen des deutschen Sprachraums hinaus, in die Herzen der Leser und Kritiker geschrieben. Alle seine Romane wie »Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär«, »Die Stadt der Träumenden Bücher«, »Der Schrecksenmeister« und zuletzt »Prinzessin Insomnia und der alptraumfarbene Nachtmahr« waren Bestseller.

Neben dem Kontinent Zamonien mit seinen zahlreichen Daseinsformen und Geschichten hat Walter Moers auch so erfolgreiche Charaktere wie den Käpt'n Blaubär, das Kleine Arschloch und die Comicfigur Adolf, die Nazisau geschaffen.

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Events

07. Dez. 2019

Dietmar Wunder liest Walter Moers

20:00 Uhr | Siegen | Lesungen
Walter Moers
Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär | Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär

07. Dez. 2019 08. Dez. 2019

Comic Con Dortmund 2019 Winter

Dortmund | Lesungen
Walter Moers
Die Stadt der Träumenden Bücher (Comic)

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Pressestimmen

„Mythenmetz ist ein Popstar, der Michael Jackson des gedruckten Wortes, schlicht: ein Held.“

NDR Kultur (04. Oktober 2011)

„Es gibt derzeit niemanden, der eleganter und geschmeidiger mit den Klassikern der Literatur umgeht.“

„Durchgeknallter Fantasy-Spaß für alle Buchlinge und Biblionauten.“

Brigitte (19. Oktober 2011)

„Er zitiert und persifliert, dass selbst erfahrene Kampfleser kaum nachkommen. Es ist postmodernes Schreiben auf sehr hohem Niveau.“

Westfälischer Anzeiger (01. Dezember 2011)

„Die Erzählkunst und der Fantasiereichtum von Moers sind immer noch unerreicht.“

Badische Neueste Nachrichten (30. Dezember 2012)

„Auf alle Fälle eine große Entdeckungsreise im Kopf!“

Tiroler Tageszeitung (12. Februar 2012)