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Das Mädchen im blauen Mantel

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€ 12,99 [D] inkl. MwSt.
CHF 16,00*
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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-16807-0

NEU
Erschienen:  22.01.2018
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Schuld und Verrat, Mut und Widerstand

Amsterdam ist von den Nazis besetzt. Hanneke verbringt ihre Tage damit, Schwarzmarktgüter zu beschaffen, ihre Abende damit, ihren besorgten Eltern genau das zu verheimlichen, und jede wache Minute damit, um ihren Freund zu trauern, der an der Front gefallen ist. Ihre illegalen Geschäfte betrachtet sie als kleinen Akt der Rebellion. Aber eines Tages erhält sie einen sehr ungewöhnlichen Auftrag. Eine ihrer Kundinnen bittet sie, ein Mädchen zu finden. Ein jüdisches Mädchen, das aus dem Geheimversteck in ihrem Haus verschwunden ist. Auf der Suche nach diesem Mädchen gerät Hanneke in ein Netz aus Lügen, Rätseln und Geheimnissen.

»Ein spannendes Buch aus sehr finsteren Zeiten.«

Westfalen-Blatt

Monica Hesse (Autorin)

Monica Hesse stammt aus Illinois und ist Journalistin bei der Washington Post. Sie lebt mit ihrem Mann und einem verrückten Hund in Washington. »Das Mädchen im blauen Mantel« ist ihr erster Roman, der auf Deutsch erscheint. Das Buch erhielt zahlreiche Preise, darunter den renommierten Edgar Award in der Kategorie »Junge Erwachsene«.

»Ein spannendes Buch aus sehr finsteren Zeiten.«

Westfalen-Blatt

»Ein absolut lesenswertes und wichtiges Buch.«

Ajum

Aus dem Amerikanischen von Cornelia Stoll
Originaltitel: Girl in the Blue Coat
Originalverlag: Curtis Brown, US

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-16807-0

€ 12,99 [D] | CHF 16,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: cbj Jugendbücher

NEU
Erschienen:  22.01.2018

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Achte auf deine Worte ...........

Von: Melanie E. Datum: 11.02.2018

melbuecherwurm.blogspot.de/

"Das Mädchen im blauen Mantel" erzählt eine schockierende Geschichte, die mir sehr nahe ging. Der Klappentext verrät schon eine ganze Menge, dennoch passiert noch so vieles mehr, was sich nicht mit wenigen Worten beschreiben lässt. Mir war bewusst, dass auch in den Niederlanden Juden verfolgt wurden und es entsetzt mich zutiefst herauszufinden, zu welchen Gräueltaten Menschen fähig sind. Nachdem ich im letzten Jahr Ausschwitz besucht habe ging las ich das Buch mit noch mehr Emotionen. Letztendlich geht es in "Das Mädchen im blauen Mantel" um den Kampf ums Überleben und der Verdeutlichung dessen, dass sich viele Menschen gegen die Machtübernahme der Deutschen auflehnen. Manchmal sind es Studentengruppen im Untergrund, manchmal sind es einfache Familien, die Menschen bei sich aufnehmen, um sie zu verstecken. Manchmal sind es deine Nachbarn die dich verraten und dich auffliegen lassen. Dir ist bewusst, dass du dein Leben verwirkst, wenn du andere zu schützen versuchst und dennoch sind es einige, die sich dennoch dazu entscheiden. Nun verschwindet aber ein junges Mädchen und wird gesucht, dabei bleibt kein Stein auf dem anderen und als Leserin bin ich mitten im Kriegsgeschehen und dennoch lebt das Buch auch von Hoffnung, denn die Menschen, die sich um andere sorgen gab es tatsächlich. Es war gefährlich und dennoch kommt Nächstenliebe ins Spiel und nimmt einen großen Teil des Buches ein. Mir hat dies sehr zugesagt, denn es deckt das Böse zum kleinen Teil zu und zeigt auf, dass es vielen eben nicht egal war, was in ihrer Stadt geschieht. Warum verschwinden Menschen und was geschieht in den sogenannten Arbeitslagern? Der Autorin gelingt es historische Fakten in ein abenteuerliches Buch zu verwandeln, um dabei auch Emotionen wie Wut und Trauer hochkochen zu lassen, wobei natürlich auch wie schon erwähnt auch Nächstenliebe einen großen Teil der Story einnimmt, denn viele Menschen (vor allem Kinder / Säuglinge) können auch gerettet werden. Dies kann aber auch nur dann geschehen, wenn andere dazu bereit sind sich aufzuopfern und sich selbst in Gefahrenzonen zu begeben.
Hanneke, die Protagonistin im Jugendbuch ist anfangs sehr blauäugig und wirkt naiv. Sie muss sich selbst verändern und das geschieht allmählich. Sie selbst fühlt sich schuldig am Tod ihres Freundes Bas und diese Trauer gibt ihr den Mut sich auf die Suche nach dem Mädchen im blauen Mantel zu begeben. Es ist scheinbar eine Wiedergutmachung. Ein Leben gegeben und ein anderes zu retten versuchen? Was letztendlich utopisch klingt, gibt dem Roman dennoch ein klein wenig Wärme unter all dem Schrecken der vergangenen Zeit, denn für ein Mädchen nimmt dies eine positive Wende, was alleine durch einen Verrat zu verantworten ist.

Ich möchte "Das Mädchen im blauen Mantel" gerne eine Leseempfehlung aussprechen, da ich die historischen Fakten gelungen dargestellt fand und einem Kinder - und Jugendbuch absolut angemessen. Es ist wichtig, dass wir vergangenes nicht zudecken, sondern auch ganz offen damit umgehen. Leider ist es eine wahre Geschichte, verpackt in eine Story, die zwar hier und da absolut fiktiv wirkt, aber eben auch viele Wahrheiten beinhaltet. Ich möchte, dass sich meine Kinder damit auseinandersetzen und ebenso wie ich mit Wut und Trauer reagieren.


★★★★★

Der kleine Verrat mit großen Folgen

Von: Michael Lehmann-Pape Datum: 07.02.2018

www.rezensions-seite.de

Hannecke Bakker ist jung, pfiffig, eigentlich in Trauer, nur dass dazu wenig Zeit bleibt.

Der junge Mann, der ihr Herz schneller schlagen ließ, ist unter den 2000 Soldaten gewesen, die versucht haben, die Grenze der Niederlande gegen die herannahenden deutschen Truppen im zweiten Weltkrieg zu verteidigen.

Auch schon eine Weile her, das Land steht geordnet unter Besatzung, erste Bedrängungen gegen die Juden im Land sind nun schon länger öffentlich zu sehen. Bezugsscheine regeln das Leben.

Hannecke ist eine jener, die durch ihre Verbindungen im Schwarzmarkt vieles besorgen kann, was sonst nicht mehr an der Tagesordnung steht. Ihre junge, frische und klare Art hat ihr bisher immer dazu verholfen, die Kontrollen zu überstehen. Also, man kann sagen, Hannecke und damit ihre Eltern kommen ganz gut zurecht.

Wenn da nicht Frau Janssen von nebenan eine schwierige Bitte an Hannecke hätte. Keine besonderen Waren soll sie herbeischaffen, sondern ein Kind, ein Mädchen. Jüdin. Deren Eltern und Onkel „nebenbei“ von den Deutschen erschossen wurde. Ein Mädchen, dass Frau Janssen in einem geheimen Raum hinter ihrer Speisekammer versteckt hatte und das nun einfach nicht mehr auffindbar ist.

„Ich bezeichne mich lieber als „Finderin“. Ich suche und finde Sachen“. Und auch was die Suche dieses Mädchens angeht, wird sich Hannecke nicht auf Dauer entziehen, auch wenn sie zunächst erschrickt und ablehnt.

Eine Suche im besetzten Amsterdam, die Hannecke in Verbindung bringen wird zum sich gerade entwickelnden Widerstand im Land, vor allem zu jener Besonderheit in den Niederlanden der „Widerstandsfotografen“.

Tiefer und tiefer dringt sie hinein in diese „Welt hinter der Fassade“, in der Menschen in besonderen Straßenbahnen und alten Theatern zusammengetrieben werden, teils einfach vor Ort noch erschossen werden und die Suche Schritt für Schritt gefährlicher auch für Hannecke wird. Vor allem, da nicht alle, denen Sie begegnet, ihre Emotionen im Griff haben und man sehr darauf achten muss, wem man überhaupt was sagt.

Eine Geschichte, die Hesse in einfacher, aber stilsicherer Sprache sehr lebendig erzählt und die nicht gradlinig auf eine Happy End zusteuert, sondern so manche Verwicklungen, Vertauschungen und neue Spuren mit sich bringt, welche die junge „Finderin“ vor schwierige Aufgaben stellt. Samt der, dem Tod ins Anblick zu sehen und Ohnmacht zu erleben.

Dass dies alles sich an einer Kleinigkeit entzündet hat. Ein verletztes Gefühl, eine Information am falschen Ohr, das bringt eine emotional besonders dramatische Wendung zum Ende des Buches ans Licht. Und darin zeigt sich auf, dass es gar nicht die großen Fanatiker oder verqueren Idealisten eines Systems sind, die ein Geschehen wie den Holocaust alleine durchgeführt haben, sondern dass vor allem der „kleine Verrat“, die Nickeligkeiten, das unbedachte Wort und, ja auch, dass „es sich zu lange Schönreden“ im Lauf der Zeit den Absichten der Fanatiker bestens in die Hand spielte.

Eine anregende, gerade für Jugendliche wichtige Lektüre über die Verantwortung anderen gegenüber und was es ausrichten kann, immer nur das eigene, „kleine“ Gefühl des Moments für das Wichtigste der Welt zu halten.

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