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Das Ohr des Kapitäns Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-19121-4

Erschienen: 14.08.2017
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Sklavenhandel, Schmuggelware und ein Kriegsgrund – der neue große historische Roman von Gisbert Haefs

Nach dem Ende des Spanischen Erbfolgekriegs im Jahr 1713 erhalten englische Händler das Monopol für die Belieferung des spanischen Kolonialreichs in Südamerika mit schwarzen Sklaven. Eines Tages weigert sich der »Händler« Jenkins (de facto wohl Schmuggler), sich von der spanischen Küstenwache vor Kuba kontrollieren zu lassen, worauf der spanische Kapitän dem Zeternden kurzerhand das linke Ohr abschneidet. Als Jenkins das Beweisstück in London vorlegt, ist das in der aufgeheizten Stimmung für England Grund genug, mit dem größten Flottenaufgebot seit der Armada zu reagieren. Es kommt zum Kolonialkrieg in der Karibik. Der später berühmte Romanautor Tobias Smollett nimmt als junger Assistenzarzt an Bord eines britischen Linienschiffs an der Unternehmung teil.

"Der Leser wird hineingezogen und ist oft genauso wachsam wie Belmonte und O’Leary, gefangen darin, auf keinen Fall verwertbare Informationen über den Schatz zu verpassen. Haefs gelingt es, seine Charaktere vortrefflich zu zeichnen."

Neue Presse / Hannover (20.09.2017)

Gisbert Haefs (Autor)

Gisbert Haefs, 1950 in Wachtendonk am Niederrhein geboren, lebt und schreibt in Bonn. Als Übersetzer und Herausgeber ist er unter anderem für die neuen Werkausgaben von Ambrose Bierce, Rudyard Kipling und Jorge Luis Borges zuständig. Zu eigenem schriftstellerischen Erfolg gelangte er nicht nur durch seine Kriminalromane, sondern auch durch seine farbenprächtigen historischen Werke »Hannibal«, »Alexander« und »Troja«. Mit »Raja« hat Gisbert Haefs ein grandioses Werk vorgelegt, das einmal mehr seinen Ruf als Meister des historischen Romans bestätigt.

"Der Leser wird hineingezogen und ist oft genauso wachsam wie Belmonte und O’Leary, gefangen darin, auf keinen Fall verwertbare Informationen über den Schatz zu verpassen. Haefs gelingt es, seine Charaktere vortrefflich zu zeichnen."

Neue Presse / Hannover (20.09.2017)

"Gisbert Haefs schreibt Historienschmöker par excellence. In diesen werden vergangene Zeiten wieder lebendig. Ab der ersten Seite von "Das Ohr des Kapitäns" glaubt man sich tatsächlich im 18. Jahrhundert und auf einem Schiff, mitten auf dem Atlantik."

literaturmarkt.info (13.11.2017)

eBook (epub), 2 s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-641-19121-4

€ 15,99 [D] | CHF 19,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen: 14.08.2017

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Das Ohr des Kapitäns

Von: Moni2506 Datum: 11.11.2017

moniszeitreise.blogspot.de

„Das Ohr des Kapitäns“ von Gisbert Haefs erzählt die Geschichte einer Schatzsuche und des Kolonialkrieges in der Karibik. Erschienen ist der Roman im August 2017 im Heyne Verlag.

Karibik, 18. Jahrhundert: Der spanische Erbfolgekrieg ist vorbei und die englischen Händler haben das Monopol erhalten Südamerika mit Sklaven zu beliefern. Kapitän Jenkins wird auf einer Fahrt, bei der er auch Schmuggelware dabei hat, von den Guardacostas vor Kuba überprüft. Da er nicht kooperiert wird ihm kurzerhand ein Ohr angeschnitten. Dieses bringt er nach England und löst so den Kolonialkrieg aus. Auch der junge Arzt und spätere Schriftsteller Tobias Smollett nimmt an dem Krieg teil.

Es fällt mir schwer dieses Buch zu beurteilen. Einerseits hat es mir ganz gut gefallen, auf der anderen Seite hat sich die Geschichte für mich aber auch gezogen. Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen und lässt einen gut im Buch vorankommen.
Sehr irritiert hat mich, dass dieses Buch wohl in der alten Rechtschreibung veröffentlicht wurde. Es war mir nicht bewusst, dass man das überhaupt machen kann. Dies kann ich aber auch nur daran festmachen, dass Wörter wie misslungen oder muss mit ß geschrieben werden.
Des Weiteren ist die Sprache teilweise sehr derbe. Es gibt beispielsweise eine schönärschige Venus-Statue und es wird sehr viel wörtliche Rede benutzt. Es gibt ganz viele Gespräche in dem Buch und es werden nur kurz Dinge beschrieben. Die viele wörtliche Rede hat für mich dazu beigetragen, dass sich die Geschichte ein wenig gezogen hat.
Ansonsten werden die Kapitel aus der Sicht eines der Protagonisten des Buches geschildert. Man erfährt etwas über die Gedankenwelt von Ortiz, Belmonte und auch O’Leary. Diese Einblicke fand ich interessant, da jeder auch einen ganz anderen Blickwinkel auf die Welt hat. Vor jedem Kapitel gibt es Zitate, die etwas mit dem Inhalt des Buches zu tun haben. Ich muss zugeben, dass ich nicht immer den Zusammenhang verstanden habe, aber die Zitate sind durchaus informativ.
Die Personen in dem Roman fand ich sehr interessant und trotz der derben Sprache sympathisch. Kapitän Belmonte ist auf jeden Fall ungewöhnlich und hat eine bunt gewürfelte Truppe auf seinem Schiff. Juden, Schwarze, Iren, usw. finden sich alle auf der Santa Catalina wieder. Der schwarze Ortiz hat besondere Fähigkeiten. Er kann Unregelmäßigkeiten erkennen und so oftmals wichtige Hinweise liefern und auch ansonsten ist er nicht unbedingt auf den Kopf gefallen. Der Ire O’Leary bringt die Truppe rund um Belmonte und Ortiz auf die Fährte eines Schatzes, den sein Vater während des Kolonialkrieges versteckt hat.
Am Krankenbett des Lazarettarztes Tom Smollett erfährt man dann viel über den Kolonialkrieg. Smollett war auf der Seite der Engländer und Belmonte auf der Seite der Spanier. So wird einem ein sehr detaillierter, aber auch differenzierter Blick auf den Kolonialkrieg gewährt, was mir gut gefallen hat. Nur selten kommen in einem Buch beide Seiten zu Wort. Die ganzen Daten und Details haben mich allerdings auch ein wenig erschlagen und so fühlte sich das Ganze auch sehr wie ein Geschichtsbuch an.

Fazit: Insgesamt ein durchaus interessantes Buch, dass mit der vielen wörtlichen Rede und den vielen Daten und Fakten die Geschichte aber in die Länge zieht. Empfehlenswert für Leute, die gerne Abenteuerromane lesen und nicht vor derber Sprache zurückschrecken.

Das Ohr des Kapitäns: Schätze in Zeiten der Kolonialkriege

Von: Michael Taube Datum: 25.08.2017

www.ten555berlin.de/

Es fällt mir schwer, den Roman einzuordnen.

Es ist ein Abenteuerroman. Es wird die Suche dreier Männer nach einem Schatz beschrieben. Die Auflösung ist übrigens brillant gemacht.

Es ist ein Kriegsroman, da auf 100 der 298 Seiten (E-Book) der Kolonialkrieg in der Karibik beschrieben wird, inkl. der Namen der Befehlshaber, der Kanonenanzahl und der vielen Orte, an denen die Kämpfe stattgefunden hat. Einiges habe ich nachgeschlagen und es scheint zu stimmen.

Es ist ein historischer Roman, weil der geschichtliche Hintergrund ein tragendes und belegtes Element des Romans ist. Ebenso gab es den Dichter Tobias Smollett tatsächlich.

Die drei wichtigsten Romanhelden Tobias Smollett, O´Leary und Osvaldo Belmonte werden schön beschrieben. Sie geben mir das Gefühl, sie zu kennen. Insbesondere ihre Sprache, sie sprechen "wie ihnen der Schnabel gewachsen ist", um es mit den Worten meiner Mutter zu sagen, ist am Anfang ungewöhnlich, dann aber ein tolles Stilmittel.

Gefallen haben mir auch die historischen Karten am Beginn des Buches.

Mir erscheint das Werk von Gisbert Haefs wie eine Kurzgeschichte (der Abenteuerroman), die mittels einer gut recherchierten Kriegsgeschichte aufgeblasen wurde. Auf Grund des akkuraten Hintergrunds ist dies statthaft.

Mein Fazit: Sprache und Schreibstil von Gisbert Haefs finde ich vortrefflich, die Nähe zum historischen Hintergrund beeindruckend. Der Roman selber ist mir allerdings zu lang, die Kampfbeschreibungen zu langatmig. Meine Empfehlung geht an die Menschen, die Militärgeschichte insb. Kolonialzeit als spannend ansehen. Sie werden mit dem Roman "Das Ohr des Kapitäns" vortrefflich unterhalten.

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