Das Opfer Null

Thriller

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Du weißt, wie es ist, in Finsternis zu leben. Du spürst, wo das Böse sich versteckt. Aber du kannst dich ihm nicht entziehen.

Seit dem Tod seiner Familie ist für den ehemaligen verdeckten Ermittler Lucas nichts mehr, wie es war. Er isst nicht, er schläft nicht, er empfindet nichts. So muss sich die ewige Dunkelheit anfühlen. Doch dann tötet ein Serienmörder vier Frauen, und die Polizei ist auf Lucas' Hilfe angewiesen. Denn niemand kann Tatorte so gut lesen wie er. Gemeinsam mit der jungen Psychiaterin Anna entwickelt er ein Täterprofil, scheint den Killer allmählich zu durchschauen. Aber dann wird die Mordserie unterbrochen. Etwas muss geschehen sein. Und Anna beginnt, Lucas zu hinterfragen. Denn auch sie hat in ihrem Leben schon in viele Abgründe geblickt …

»Ein überzeugender Thriller, raffiniert konstruiert, atmosphärisch dicht und fesselnd erzählt.«

Roswitha Glawe, Münchner Merkur (22. Juli 2017)

Aus dem Italienischen von Sigrun Zühlke
Originaltitel: Il Prigioniero Della Notte
Originalverlag: Corbaccio, Mailand 2016
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-20315-3
Erschienen am  09. Mai 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Verwirrend gut

Von: Passion4Books

22.06.2018

Das Cover: Auffällig ist natürlich der Titel und genau der hat mich hier auch neugierig gemacht. Den Begriff Patient Null kenne ich aus Filmen. Dieser bedeutet soviel wie die Person, bei der das Virus zuerst ausgebrochen ist und die es dann verbreitet hat. Sprich, hier geht es um das erste Opfer. Und das war meine Assoziation. Der Inhalt: Lucas ist ein sehr guter, ungewöhnlicher Ermittler. Er hat das Auge für die Kleinigkeiten und sieht Dinge, die andere leicht übersehen. Seit seine Familie gestorben ist, zieht er sich zurück und verliert den Halt. Doch plötzlich ist die Polizei wieder auf seine Hilfe angewiesen. Ein Serienkiller tötet junge Frauen. Gemeinsam mit der Psychiaterin Anna an seiner Seite beginnt er mit den Ermittlungen. Langsam kommen sie dem Täter näher, bis er plötzlich aufhört zu töten. Was war der Auslöser? Anna beginnt derweil Lucas zu hinterfragen und ist überzeugt, dass er etwas verbirgt. Meine Meinung: Ich war hin- und hergerissen. Von Anfang an ist der Leser mittendrin in der Story und ich habe mich zunächst gefragt: Was passiert hier? Gehört alles zusammen, gibt es mehrere Fälle? Ist es eine Einführung um den Protagonisten näher kennenzulernen? Lucas ist ein verwirrender Charakter, der zunächst nicht einfach zu verstehen ist. Ich habe zu Anfang mit ihm gelitten. Er hat Schlafstörungen, isst wenig und scheint gefühlskalt zu sein. Aber nach und nach wurde er mir sympathischer. Bis ich mir unsicher wurde. Unsicher, auf welcher Seite er steht. Genauso erging es mir mit Anna, der Psychiaterin. Ich mochte sie von Anfang an. Sie ist ehrgeizig und hat etwas Geheimnisvolles. Etwas hat sie geprägt und sie vielleicht auch dazu gebracht, so zu sein und das machen, was sie heute ist. Und auch bei ihr wurde ich mir zusehends unsicherer, ob sie die Person ist, die sie zu sein vorgibt. Meiner Meinung nach liegt der Hauptaugenmerk dieser Story auf den Charakteren und nicht auf der Story an sich. Diese ist natürlich auch spannend und man möchte wissen, was mit den jungen Frauen passiert ist und wer es war, aber die viel spannendere Story entwickelt sich um die Protagonisten. Das hat mir wirklich gut gefallen, da es einfach etwas ganz Neues war. Mein Fazit: Dieses Buch ist für Menschen geschrieben, die viel Wert auf gute Charaktere legen und darauf, ob die Geschichte vorhersehbar ist. Diese ist es definitiv nicht.

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Ein spannendes Debüt mit unerwarteten Wendungen!

Von: buecherherzrausch

05.02.2018

In der letzten Zeit bin ich zu einem absoluten Thrillerfan mutiert und wurde tatsächlich nie enttäuscht, die letzten Bücher waren einen Genuss. Den Debütroman von Federico Inverni bin ich allerdings etwas vorsichtiger angegangen, da mich die Inhaltsangabe noch nicht wirklich einfangen konnte – irgendwie hatte ich das Gefühl, die Geschichte bereits zu kennen. Aber nachdem ich einige Rezensionen zum Buch gelesen hatte, dachte ich mir – diesem Buch musst du eine Chance geben. Das Cover finde ich großartig. Ich habe dieses Buch aktuell auf meinem Regal zu stehen und habe immer das Gefühl, das ich beobachtet werde – gruselig 😉 Was eindeutig gleich am Anfang des Buches zu bemerken ist, dass man sich für dieses Buch Zeit nehmen muss. Wenn ihr ein Buch in kleinen Schritten lesen möchtet, ist dieses Werk vielleicht nicht unbedingt geeignet. Warum? Dieses Buch ist inhaltlich und erzähltechnisch ein kleines Verwirrspiel. Man befindet sich nicht nur auf der Suche nach dem Täter, sondern auch auf der Suche nach dem eigentlichen Erzähler, denn erzählt wird diese Geschichte aus zwei Perspektiven. Wir haben es mit zwei Hauptprotagonisten zu tun – Lucas und Anna, dabei werden die Gefühle und Handlungen von Anna aus der Ich-Perspektive erzählt, während Lucas Sicht in der dritten Person erzählt wird. Von Anfang an muss man also wachsam sein, da es nicht immer auf Anhieb erkennbar ist, welcher Blickwinkel vorliegt. Wenn man sich allerdings erst einmal in die Erzählweise eingefunden hat, dann hat man beim weiteren Lesen eigentlich keine Probleme mehr. Bereits auf den ersten Seiten geht es rasant los und man kann nicht sagen, dass der Roman im weiteren Verlauf an Tempo verliert. Eigentlich kann man sich nie sicher fühlen, denn der Autor sorgt immer wieder für Überraschungen und unerwarteten Wendungen des Geschehens. Die Protagonisten Anna und Lucas sind sehr gut konstruiert, allerdings handelt es sich hierbei um typische Ermittlerfiguren in der Welt der Thriller. Was nicht unbedingt kritisch gesehen werden muss, schließlich funktioniert es ja auch immer wieder. Am Ende muss es spannend bleiben und man muss das Gefühl haben, zu einem Zeitpunkt den Überblick zu verlieren, wer jetzt eigentlich der Täter oder die Täterin sein könnte. Der Spannungsbogen darf sich nicht in ein sinnloses Versteckspiel verlieren, sondern die Autoren sollten immer eine gut vorbereitete Wendung in der Rückhand haben. Federico Inverni ist dies mit seinem Thriller durchaus gelungen. Anna und Lucas sind gefangen in ihrer eigenen Welt, geprägt durch ihre Erfahrungen, Handlungen und Erlebnisse aus vergangenen Zeiten. Während Lucas sehr distanziert und emotionslos erscheint, hat man das Gefühl, dass man Anna im Laufe der Ermittlungen besser kennenlernt, was aber sicherlich auch an der Erzählperspektive liegt. Im Gegensatz zu Lucas ist es Anna möglich, Gefühle zu verarbeiten und am Leben festzuhalten. Während Lucas, gezeichnet von seiner Krankheit, nach dem Tod seiner Familie eigentlich keinen Sinn mehr am Leben sieht. Die Ermittlungen geben ihnen Halt und einen Platz, gemeinsam sind sie unschlagbar und können durch ihre einzelnen herausragenden Fähigkeiten Zusammenhänge erkennen und Schlussfolgerungen ziehen, die am Ende zum Ziel führen. Man benötigt vielleicht etwas Zeit, in den Stil des Romans zu finden, aber es lohnt sich – ein spannendes Debüt mit unerwarteten Wendungen.

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Vita

Federico Inverni

Federico Inverni ist das Pseudonym eines italienischen Autors, „Das Opfer Null“ ist sein erster Roman. Um sein Buch für sich selbst sprechen zu lassen, hat er sich entschieden, anonym zu bleiben.

Zur AUTORENSEITE

Zitate

»›Das Opfer Null‹ von Federico Inverni gehört aktuell und unbedingt auf den Nachttisch. Ein hochspannender Krimi, wendungsreich mit toll erdachten Figuren.«

WDR 2 Krimitipp (12. Juni 2017)