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Das Original

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€ 15,99 [D] inkl. MwSt.
CHF 19,00*
(* empf. VK-Preis)

eBook (epub) ISBN: 978-3-641-21948-2

Erschienen: 21.08.2017
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Ein Coup, der die Buchwelt erschüttert

In einer spektakulären Aktion werden die handgeschriebenen Manuskripte von F. Scott Fitzgerald aus der Bibliothek der Universität Princeton gestohlen. Eine Beute von unschätzbarem Wert. Das FBI übernimmt die Ermittlungen, und binnen weniger Tage kommt es zu ersten Festnahmen. Ein Täter aber bleibt wie vom Erdboden verschluckt und mit ihm die wertvollen Schriften. Doch endlich gibt es eine heiße Spur. Sie führt nach Florida, in die Buchhandlung von Bruce Cable, der seine Hände allerdings in Unschuld wäscht. Und so heuert das Ermittlungsteam eine junge Autorin an, die sich gegen eine großzügige Vergütung in das Leben des Buchhändlers einschleichen soll. Doch die Ermittler haben die Rechnung ohne Bruce Cable gemacht, der überaus findig sein ganz eigenes Spiel mit ihnen treibt.

»Eine Liebeserklärung Grishams an die Welt der Bücher und ihre Autoren.«

Süddeutsche Zeitung (21.08.2017)

John Grisham (Autor)

John Grisham hat 31 Romane, ein Sachbuch, einen Erzählband und sechs Jugendbücher veröffentlicht. Seine Bücher wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Er lebt in Virginia.

Besuchen Sie den Autor im Internet: www.jgrisham.com

»Eine Liebeserklärung Grishams an die Welt der Bücher und ihre Autoren.«

Süddeutsche Zeitung (21.08.2017)

»Das Original macht wirklich Spaß, man merkt, dass Grisham die Geschichte leicht gefallen ist - und sein heiterer Grundton ist ebenso ungewöhnlich wie gut. Ein schöner Sommerkrimi.«

Brigitte (16.08.2017)

»Eine schillernde literarische Perle.«

Kölner Stadt-Anzeiger (23.08.2017)

Aus dem Amerikanischen von Kristiana Dorn-Ruhl, Bea Reiter, Imke Walsh-Araya
Originaltitel: Camino Island
Originalverlag: Doubleday

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-21948-2

€ 15,99 [D] | CHF 19,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen: 21.08.2017

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Flaute in Florida

Von: Atalante Datum: 14.12.2017

atalantes.de

„Schriftsteller lassen sich in der Regel in zwei Gruppen einteilen: Jene, die ihre Geschichten von Anfang an komplett ausarbeiten und wissen, wie sie ausgehen, noch bevor sie überhaupt angefangen haben. Und jene, die das nicht tun, weil sie davon überzeugt sind, dass Figuren ein Eigenleben entwickeln und etwas Interessantes tun, nachdem man sie angelegt hat.“

Zu welcher Gruppe John Grisham zählt, steht außer Frage. Der Anwalt und Autor ist für seine spannenden Stories aus dem Rechtsmilieu bekannt. Viele wurden zu Bestsellern, mehrere erfolgreich verfilmt. Ich habe bisher keines dieser Bücher gelesen, noch als Film gesehen, und hätte wohl auch Das Original liegen lassen, wenn mich nicht das Thema neugierig gemacht hätte.

Im Mittelpunkt des Romans steht das Verschwinden von fünf Fitzgerald-Manuskripten, Diesseits vom Paradies, Die Schönen und die Verdammten, Zärtlich ist die Nacht, Der letzte Taikun und natürlich Der große Gatsby. Sicher verwahrt liegen sie in einem Tresorraum der Princeton University und sind nur ausgewählten Antragstellern, vorwiegend Wissenschaftlern, zugänglich.

Hier setzt Handlung ein. Mit einem Plan, der für das ausführende Quintett fast schon zu raffiniert ist, gelingt der Raub. Die Gangster erweisen sich jedoch als unvorsichtig, gierig und dumm. Ein Teil der Bande wird kurz nach der Tat von FBI festgenommen, aber die Manuskripte bleiben verschollen. Während die Behörde nach der Beute sucht, führt Grisham sein Personal ein. Eine frustrierte, attraktive Jungautorin, erfolglos und in Geldnöten, und ein egomaner Buchhändler mit einer Schwäche für alte Schinken und frische Schriftstellerinnen, sind seine Hauptfiguren. Bruce französischstämmige Frau Noelle, mit der er eine offene Ehe führt, ein paar Kriminelle, eine Clique mehr oder weniger erfolgreicher Literaten sowie eine Handvoll Ermittler ergänzen das Ensemble. Wie alle Versicherungsgesellschaften sträubt sich auch die hier erfundene zu zahlen, was im Grunde unbezahlbar ist. Sie setzt ihre Ermittler auf den Fall an, die wiederum eine Gehilfin akquirieren, die ihre Kindheit dort verbracht hat, wo der Verdächtige lebt. Trotz Skrupel nimmt Mercer das Angebot an, in die Nähe des Mannes zu ziehen, der im Verdacht steht, in den Verkauf der gestohlenen Manuskripte verwickelt zu sein. Bruce Cable führt auf Camino Island erfolgreich seine Buchhandlung mit Antiquariat. Seine Schwäche für attraktive Autorinnen wollen sich die Ermittler zu Nutze machen. Sie rechnen fest damit, daß er auf Mercer aufmerksam wird und ihr Details über die Fitzgerald-Originale verrät.

Ich hingegen will nichts verraten, nur soviel, es kommt fast alles, wie es kommen muss. Aus Sicht der Versicherung ist dies wünschenswert, aus Sicht des Lesers eher weniger. Dass die an sich selbst und ihrer Schreibkraft zweifelnde Schöne dem unwiderstehlichen Bruce in die Falle geht, bzw. er ihr, bzw. beide in eine solche, mag man bei dieser Art Unterhaltungsroman hinnehmen. Immerhin fügt Grisham den in diesem Genre unverzichtbaren Ingredienzien Sex and Crime noch ein schlagfertiges Schriftstellergrüppchen hinzu, dessen Geplänkel zwischen Solidarität und Konkurrenz amüsiert. Ebenso lockern die zahlreichen Seitenhiebe auf die kulturellen Verblendungen der besseren Gesellschaft die Lektüre auf.

Enttäuschend ist allerdings das Ende. Da fehlt jede Überraschung. Nachdem der Verlauf absehbar war, hatte ich fest mit Unvorhersehbarem gerechnet. Doch es kam keine Brise auf, die dem Ganzen eine Wendung hätte geben können. Flaute in Florida. Da hatte ich wohl zu viel erwartet von meinem ersten Grisham. Nichts desto trotz hat er mich, zum Teil auch in seiner Hörbuchversion, gelesen von Charles Brauer, über etliche Autobahnkilometer gut unterhalten.

Wer anstatt Das Original lieber die Originale lesen möchte, findet die digitalisierten Manuskripte Fitzgeralds auf der Seite der Princeton University.

Hommage an die Literatur, aber enttäuschend

Von: Sigismund von Dobschütz Datum: 10.12.2017

https://www.facebook.com/groups/buecherkabinett/

Wer im aktuellen Roman "Das Original" des amerikanischen Bestseller-Autors John Grisham (62), im August beim Heyne-Verlag erschienen, einen seiner üblichen Justizthriller erwartet, wird überrascht, wenn nicht sogar enttäuscht sein. Zwar geht es auch hier um einen spektakulären Kriminalfall - fünf im Wert unschätzbare handschriftliche Originalmanuskripte des Schriftstellers F. Scott Fitzgerald (1896-1940), darunter auch "Der große Gatsby", werden aus der Bibliothek der Universität Princeton gestohlen -, doch ist dieser Roman kein Justizthriller, sondern Grishams Hommage an die Literatur, seine Liebeserklärung an die Welt der Bücher und Autoren. Hauptpersonen sind die junge Schriftstellerin Mercer Mann und der Buchändler und -sammler Bruce Cable, der des Besitzes dieser Manuskripte verdächtigt wird. Der Leser erfährt im Laufe des Geschehens so einiges über das moderne Verlagswesen, die Eigenarten mancher Schriftsteller sowie die Geheimnisse schriftstellerischen Erfolges. Während die junge Mercer nach ihrem Debüterfolg, inzwischen hoch verschuldet, jahrelang um den Plot ihres zweiten Romans ringt, leben zwei berufserfahrene Kolleginnen seit Jahren erfolgreich von den Tantiemen dreier schlüpfriger Schundromane, die sie in nur einem Monat "rausgehauen" haben: Hier zeigt sich der Widerstreit zwischen Intellekt und Kommerz. Grisham verrät durch seine Hauptperson Bruce Cable zehn wichtige Erfolgsregeln zum Schreiben eines Romans, empfiehlt uns Lesern durch ihn aber auch: "Ich gebe jedem Buch hundert Seiten, und wenn der Schriftsteller bis dahin nichts Interessantes zustande gebracht hat, kommt es weg. Es gibt zu viele gute Bücher, die ich lesen will, um meine Zeit mit einem schlechten zu verschwenden." Möglich, dass auch mancher Leser des "Originals" so gehandelt hat. Fast hätte auch ich abgebrochen. Denn erst nach schleppendem Handlungsaufbau kommt Grisham endlich ab Mitte des Romans (Seite 183) zum Thema. Zusammengefasst: Grisham hätte seine Liebeserklärung an die Welt der Literatur straffen müssen. Als Erzählung auf nur 200 Seiten hätte es eine für Grisham-Fans noch spannende und für Freunde der Literatur sicher lesenswerte Geschichte sein können. Ausgedehnt zum 370-Seiten-Roman ist "Das Original" enttäuschend, was auch in der Bestsellerliste deutlich wird: In der Woche nach dem Erscheinen sofort auf Platz 4, seitdem unaufhaltsam abgestürzt. Allein der Name John Grisham garantiert noch keinen Erfolg.

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