Das Purpurmädchen

Historischer Roman
Liebe, Kunst und Gefahr im faszinierenden London des neunzehnten Jahrhunderts

(3)
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Ihre Schönheit rettet ihr das Leben, doch nun könnte sie zu ihrem Untergang werden ...

London, 1853. Annie Stride steht vor dem Nichts – sie ist pleite, obdachlos und dazu noch schwanger. Kurz bevor Annie sich in die eiskalte Themse stürzen kann, spricht Francis Maybrick Gill sie an. Der attraktive erfolgreiche Künstler überzeugt sie, ihn zu begleiten und bewahrt sie so vor dem Selbstmord. Als Francis Muse beginnt für die ungewöhnlich schöne Annie ein neues Leben im Luxus. Sie wird zum Star der Londoner Kunstszene, trägt die schönsten Kleider und begleitet Francis auf Partys und in sein idyllisches Haus in den Bergen vor Florenz. Doch hinter Francis schillernder Kulisse lauert ein dunkles Geheimnis – und es gibt jemanden, der nicht vergessen hat, wo Annie wirklich herkommt ...


Aus dem Englischen von Nina Bader
Originaltitel: Crimson & Bone. A Dark Story of Love and Obsession
Originalverlag: Hodder&Stoughton, London 2017
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-23950-3
Erschienen am  18. November 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

[Rezension] Das Purpurmädchen

Von: Ninespo

07.03.2020

Als ich den Klappentext von Das Purpurmädchen las, war ich sofort Feuer und Flamme. Der etwas düster und geheimnisvoll klingende Klappentext hat mich auf der Stelle überzeugt. Wie mir Das Purpurmädchen gefiel, liest du hier. Die düstere Stimmung, die der Klappentext für Das Purpurmädchen verspricht, startet direkt auf Seite 1. Unsere Protagonistin Annie Stride steht vor dem Nichts. Schwanger, mittel- und obdachlos beschließt sie, ihr Leben zu beenden – und wird von dem Maler Francis Maybrick Gill in letzter Minute aufgehalten. Er beschließt, Annie bei sich aufzunehmen und zu seiner Muse zu machen. Doch bereits vom ersten Augenblick an haftete der Beziehung zwischen Annie und Francis ein fader Beigeschmack an, den ich zunächst nicht so recht zuordnen konnte – gegen Ende des Romans allerdings schon, doch dazu später mehr. Der Klappentext von Das Purpurmädchen verspricht eine andere Fokussetzung innerhalb des Romans Während Annie unter Francis‘ Obhut wahrlich aufblüht und etwa eine gehobenere Artikulationsweise und literarische Bildung erfährt, steigt sie zum Star der Londoner Kunstszene auf. Doch anders, als der Klappentext es mich erwarten ließ, stand dieser Teil der Geschichte nur kaum im Vordergrund. Stattdessen steht Annies Beziehung zu Francis im Fokus. Was mir dabei besonders aufgefallen ist, ist die Veränderung, die Annie durchmacht. Während Francis Annie anfangs auf Händen trägt und protegiert, folgen bald Phasen, in denen sich Annie ihrer Stellung nicht mehr sicher sein kann. Als Folge legt Annie sämtliche Verhaltensweisen ab, die Francis auch nur im Entferntesten stören könnten. Statt einer selbstbestimmten Figur mutiert Annie zu einer fremdbestimmten Marionette, die nicht mehr für sich selbst eintritt. Und an diesem Punkt hatte ich schwer zu knappern. Ich möchte allerdings anmerken, dass ihr Verhalten sehr gut motiviert ist: Schließlich will Annie den ihr gebotenen Standard nun nicht mehr missen – Alternativen hat sie in ihrer Situation keine. Hinzu kommt, dass die Handlung in der Mitte des Romans sehr ruhig wird und kaum Spannung bietet. Beschrieben wird Annies und Francis‘ gemeinsames Leben, in dem die Kunst einen besonderen Stellenwert einnimmt. Erst mit einem plötzlichen Ereignis nimmt die Handlung wieder an Fahrt auf, deren Spannung sich bis zum Ende kontinuierlich steigert. Durch diesen Wendepunkt ausgelöst, durchlebt Annie eine Weiterentwicklung, die mir deutlich besser gefallen hat. Während ich Annies Verhalten zumindest nachvollziehen kann, war mir Francis lange Zeit ein Rätsel. Ich hatte das andauernde Gefühl, dass hinter dem kultivierten und charmanten Lebemann ein Abgrund lauert, den ich nicht genau benennen konnte. Was dann im Laufe des Romans ans Licht kam, hat mich in seiner Tiefe überrascht. Zwar hatte ich bereits etwas in diese Richtung vermutet, die genauen Zusammenhänge waren dann allerdings doch ziemlich heftig. In Verbindung mit den tagebuchartigen Rückblicken zu Beginn der Kapitel ergibt sich eine düstere Stimmung, die das gesamte Buch mal mehr und mal weniger stark durchzieht, jedoch immer unterschwellig greifbar ist. Alles in allem hat mich Das Purpurmädchen unterhalten. Trotz einiger Längen in der Mitte des Romans konnte mich der Wendepunkt mit all seinen Eröffnungen gut unterhalten und überraschen. Gerade gegen Ende wurde die Handlung immer spannender und gewann massiv an Tempo. Ich danke dem Blanvalet Verlag und dem Randomhouse Bloggerportal für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Das Purpurmädchen.

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Mir hat die Geschichte gut gefallen, die Autorin lies in der Mitte vom Buch etwas nach. Sonst ist die Geschichte sehr interessant und spannend

Von: Daniel

14.12.2019

Ich wollte mich hier mal mit diesem Historischem Roman probieren weil mir der Klappentext gefallen hat, es ist aber was anderes als das ich ja sonst lesen. Doch ich muss sagen das mit der Roman hier recht gut gefallen hat. Das dieses Buch in London spielt passt auch sehr gut zu der Geschichte, zumindest der Anfang. Die Schreibweise der Autorin hat mir auch sehr gut gefallen, leider war es in der mitte vom Buch dann etwas langweilig und es wiederholte sich viel bevor die Autorin wieder richtig loslegte. Wenn sie in der Mitte genauso toll geschrieben hätte wie am Anfang und am Ende dann wäre das Buch vermutlich in einem Rutsch gelesen worden. Einzig muss ich meckern das der Klappentext etwas verspricht was im Buch nicht so stark thematisiert wird, es handelt sich um den Aufstieg von Armut zu Reichtum. Da hätte ich vom Klappentext mehr erwartet zu diesem Thema, dies wird aber nur in kurzen Abschnittenerwähnt. Annie als Charakter war wirklich interessant muss ich sagen, sie ist eigentlich in der Gesellschaft ganz unten doch dann macht sie einen riesen Sprung und auch als Leser lernt man so wirklich beide seiten kennen. Dies war zum lesen interessant und zum kennenlernen der Charaktere auch. Wie sehr sich ein Charakter verändern kann ist wirklich interessant. Natürlich hätte das auch schief gehen können doch die Autorin hat das alles sehr gut geflöst und für mich die Geschichte noch spannender gemacht. Neben Annie gibt es natürlich auch noch andere Charaktere in diesem Buch und ich möchte nur noch kurz auf Francis eingehen. Dieser war für mich ein Charakter den ich nicht richtig einschätzen konnte ob ich ihn nun mochte oder nicht. Ich finde er ist einfach sehr schwer zuverstehen und ist geheimnisvoll. Doch vielleicht macht ihn genau das so interessant.

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Vita

Marina Fiorato studierte Geschichte, Kunst und Literatur in Oxford und Venedig. Sie arbeitete als Illustratorin, Schauspielerin und Filmkritikerin. Mit ihren Bestsellern »Die Glasbläserin von Murano« und »Das Geheimnis des Frühlings« begeisterte sie die Leser auch in Deutschland. Sie heiratete ihren Mann, einen englischen Filmregisseur, auf dem Canal Grande und lebt mit ihrer Familie im Norden von London.

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