Das Salz in der Wunde

Roman

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Ein Klassiker der französischen Moderne erstmals auf Deutsch

Aller Aufstieg ist schwer. Sein geliebtes Paris hat Dieudonné Crouzon verlassen müssen gleich einem geprügelten Hund, der Empfang im Provinznest Châteauroux ist für den jungen Großstädter frostig. Doch die Demütigung brennt wie Salz in der Wunde – Crouzon arbeitet sich hoch und kehrt im Triumph an die Seine zurück. Mit der Verve der großen modernen Erzähler schildert Jean Prévost die Entwicklung eines Getriebenen zum glücksverwöhnten Selfmademan.

Dieudonné Crouzon fällt aus allen Wolken. Eben noch saß er bei seinem Freund Dousset auf dem Canapé und knabberte Kekse. Dann bezichtigt ihn dieser zu Unrecht des Diebstahls, es kommt zum Eklat. Nun hat sich fast die gesamte Clique von ihm abgewandt und er, der fleißige Student aus einfachen Verhältnissen, steht vor einem gesellschaftlichen Scherbenhaufen. Gedemütigt kehrt er dem Paris der 1920er-Jahre den Rücken und fängt in einer Kleinstadt bei null an: als Schreiberling für eine Wahlkampfzeitung. Von Revanchegelüsten getrieben, wird er vom Journalisten zum Verleger, vom Flugblattdrucker zum Werbeunternehmer und schließlich zum Abgeordneten des ländlichen Départements. Berauschend schnell, überaus elegant und mit unverwechselbarer Stimme erzählt Jean Prévost den Werdegang eines Helden voller Tatendrang.

«…die Menschenkenntnis dieses Autors, die psychologische Gestaltung seines durch und durch ambivalenten Helden, ... dann die in unerwartetes Glück umschlagende Liebesgeschichte ..., das hat schon was.»

Ina Hartwig, Süddeutsche Zeitung (20. Juli 2015)

Aus dem Französischen von Patricia Klobusiczky
Originaltitel: Le Sel sur la plaie
Originalverlag: Gallimard (Erstausgabe), Zulma (Neuausgabe)
Mit Nachwort von Joseph Hanimann
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-15526-1
Erschienen am  11. Mai 2015
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Leserstimmen

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Vita

Jean Prévost

Jean Prévost (1901–1944) arbeitete als Politik- und Kulturjournalist, für seine Doktorarbeit erhielt er den Großen Literaturpreis der Académie française. Er entdeckte Saint-Exupéry und war mit Hemingway befreundet, dem er beim Boxen den Finger brach. Der glühende Verfechter der französischen Republik fiel als Résistancekämpfer in den westlichen Alpen.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

«Der Roman ist eine Entdeckung.»

Martin Ebel, Tages-Anzeiger (CH) (06. Juni 2015)

«...jetzt endlich auf Deutsch...»

Adam Soboczynski, DIE ZEIT (25. Juni 2015)

«Mit dieser gründlich edierten, mit Anmerkungen zu Zeitbezügen versehenen Ausgabe seines Romans ‹Das Salz in der Wunde› ist er nun als bildkräftiger Erzähler zu entdecken.»

«Mit Jean Prévost beginnt ein neuer Typus in der französischen Literatur; ein spannender Autor, der die coole französische Literatur verkörpert.»

«Dem Leser eröffnet sich das prickelnde Lebensgefühl jener Zwischenkriegsjahre mit all ihren Reizen und Abgründen. Und noch dazu lockt eine der ungewöhnlichsten Liebesgeschichten dieser Zeit.»

Katja Petrovic, Saarländischer Rundfunk SR2 Kulturradio, Sdg. BücherLese (28. Mai 2015)

«Jean Prévost ist ein grandioser Plotter, vom Stil her Realist, aber eben auch ein scharfer, kritischer Analytiker.»

Tobias Schwartz, Der Tagesspiegel (26. Juli 2015)

»... quirliger Roman über einen Mann, der nicht stillsitzen kann, seine überbordende Kreativität aber zu nutzen weiss – und darin seinem Schöpfer Prévost ähnlich ist«

Thomas Laux, Neue Zürcher Zeitung (23. Juli 2015)

«Ein elegant und flott geschriebenes Werk.»

Weser-Kurier / Kurier am Sonntag (14. Juni 2015)

«Zu früh ist der außerordentlich produktive Autor gestorben, der ab 1925 nahezu jährlich ein Buch herausbrachte, ... für Zeitschriften schrieb und mit Hemingway boxte.«

Der Standard (A) (18. Juli 2015)

«Gradlinig, pointiert und temporeich beschreibt er das Schicksal eines jungen Intellektuellen, der einer bösartigen Intrige den sozialen Aufstieg verdankt.»

Goslarsche Zeitung (10. August 2015)

«Jean Prévost vereinte hohe sportliche Leistungen mit politischer Hellsicht und literarischer Brillanz.»

Buchkultur (A) (01. August 2015)

«Man darf die erste deutsche Ausgabe des Romans als bemerkenswertes Charakter-, Zeit und Sittenbild aus dem Frankreich der 1920er begrüßen.»

Hellweger Anzeiger, 16.05.2015

«So unermüdlich kämpferisch wie sein Autor ist auch der Protagonist von Prévosts Roman.»

Kurier (A), 22.05.2015

»Prévosts in den späten 20er Jahren angesiedeltes Psychogramm eines Parvenüs ist paradigmatisch und hat das Zeug zum Klassiker.«

DER TAGESSPIEGEL, 26.07.2015

»Elegant, leidenschaftlich, spannend. Ein Kleinod aus der großen Zeit des französischen Romans.«

Buchkultur (A), 08_09/15

»Mit dieser gründlich edierten, mit Anmerkungen zu Zeitbezügen versehenen Ausgabe seines Romans ‹Das Salz in der Wunde› ist Prévost nun als bildkräftiger Erzähler zu entdecken.«

Deutschlandfunk, 10.08.2015

»Wow, gegen diesen Ritt durch die wilden Zwanziger sind heutige Romane lahme Enten.«

DVD Special, 09/15