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«Die geheimnisvollste und schönste von Kafkas großen Dichtungen.» Hermann Hesse

In seinem wohl berühmtesten Buch nimmt Kafka die Fremdheits- und Ohnmachtserfahrungen des Totalitarismus vorweg. Obwohl bis ins Detail realistisch gezeichnet, entfaltet sich ein Szenario des Surrealen, von dem wie in einem Albtraum ein gebieterischer Sog ausgeht. «Das Schloss» spielt in einer undurchschaubaren Welt, die namenlosen Mächten gehorcht und in der es für den Landvermesser K. einfach kein Ans-Ziel-Kommen gibt. So sehr er sich auch abmüht, die spärlichen Fingerzeige seiner Umgebung zu deuten, er bleibt ein vergeblich Suchender, ein Abgewiesener mit Dulderstatus. Wer je das Zauberlabyrinth des Dr. Franz Kafka betreten hat, kommt nur als Verwandelter wieder heraus.


Mit Nachwort von Norbert Gstrein
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-22364-9
Erschienen am  23. April 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Surreal - wie ein Albtraum aus dem man nicht aufwachen kann...

Von: ricysreadingcorner

11.08.2018

Ich habe es geschafft: Ich habe mich durch Das Schloss von Franz Kafka gekämpft! Ist es ein schönes Buch? Nein! Lohnt es sich dennoch, es zu lesen? Ja, würde ich schon sagen! Worum geht’s? K. kommt als vom Schloss beauftragter Landvermesser in jenes Dorf, das von eben diesem Schloss beherrscht wird. Dort muss er jedoch feststellen, dass seine Anstellung alles andere als eindeutig ist. Sein Versuch ins Schloss oder auch nur zu irgendeinem höheren Beamten vorzudringen, der ihm nähere Auskünfte über seinen Auftrag geben kann, scheitert kläglich. Immer wieder wird er zu anderen scheinbar wichtigen Personen geschickt, ohne diese jemals zu erreichen oder um letztendlich doch keine wertvollen Informationen zu bekommen und wird dabei zudem nicht selten von seinem eigentlichen Vorhaben abgelenkt. Die Absichten der Dorfbewohner bleiben ebenso unklar wie der Grund seines Hierseins und so bleibt K. ein Fremder, ziellos Suchender in diesem surreal erscheinenden Dorf, das von einer nicht greifbaren Macht beherrscht wird. “Die Straße nämlich, diese Hauptstraße des Dorfes, führte nicht zum Schlossberg, sie führte nur nahe heran, dann aber wie absichtlich bog sie ab….” (S.21) Meine Meinung Wie bereits gesagt, war Das Schloss kein schönes Buch für mich. Weder interessante, schön ausgearbeitete Charaktere noch ein guter Spannungsbogen oder gar ein schöner Schreibstil sind hier zu finden. Viel eher gibt es nicht enden wollende monotone Dialoge oder Monologe, deren Sinn einem zwischendurch wirklich abhanden kommt. Es hat mir keinen Spaß gemacht es zu lesen, es ist unbefriedigend und man möchte den Protagonisten am liebsten wachrütteln, ihn bitten bei seinen Gesprächen und Handlungen endlich auf den Punkt zu kommen, ja ihn an sein eigentliches Anliegen erinnern, um diese zähe Geschichte endlich hinter sich zu bringen…aber gerade diese Wirkung war es wiederum, die das Buch für mich letztendlich so faszinierend gemacht hat. Mein erster Gedanke war der, dass es sich bei dieser Geschichte um einen Albtraum handelt. Jeder kennt sie, diese Träume, in denen man sich bewegen möchte und nicht von der Stelle kommt. In denen man irgendetwas ganz Wichtiges ganz dringend erreichen oder erledigen muss, ohne genau zu wissen, was das eigentlich ist. Dabei immer wieder von irgendwelchen merkwürdig surrealen Ereignissen abgelenkt zu werden, dabei zu vergessen, worum es einem eigentlich ging. Dann tauchen auch noch Personen auf, die einem vollkommen fremd erscheinen und die man doch zu kennen scheint, die zwischendurch sogar ihre Erscheinung ändern. Beziehungen und Ansichten ändern sich plötzlich und leichtfertig. Hinzu kommt noch, dass Das Schloss eines von Kafkas unvollendeten Werken ist. Es endet mitten in einem Satz und dabei scheint gerade dieser endlich wichtige Informationen für K. zu enthalten. Die ganze Geschichte übte so einen nervenzerreißenden oder eher nervtötenden, surrealen Sog auf mich aus, dass ich tatsächlich die Theorie vertreten würde, dass dieses Werk gar nicht unvollendet ist, sondern, dass es so abrupt enden sollte. Wie ein Albtraum, aus dem man zwischendurch die ganze Zeit aufwachen will, nur um dann am Ende das Gefühl zu haben um die Auflösung betrogen worden zu sein… Über den Protagonist K. erfährt man sehr wenig und das, was man erfährt, ist eher widersprüchlich. Auch die anderen Charaktere bleiben undurchschaubar, oberflächlich und in Ihren Absichten eher wechselhaft. Auf die Spitze getrieben wird das natürlich dadurch, dass man nicht einmal den richtigen Namen des Protagonisten erfährt, sondern sich mit der Abkürzung zufrieden geben muss. Anscheinend hat seine Identität ebensowenig Bedeutung wie jegliche Einzelschicksale in dieser vollkommen aber undurchschaubar durchbürokratisierten kleinen Welt. Das titelgebende Schloss, das zu erreichen zunächst K.s Ziel ist, rückt immer weiter in den Hintergrund. So sieht K. es zu Beginn noch über dem Dorf aufragen, nur um dann festzustellen, dass man ihm scheinbar nicht näherkommen kann, oder es von der ungewöhnlich schnell eintretenden Dunkelheit verschluckt wird. Nur die wenigsten Dorfbewohner haben direkten Kontakt zum Schloss oder gehen dort gar regelmäßig ein und aus. Keine Straße scheint wirklich dorthinzuführen und kein Wagen möchte K. dorthinbringen. Und dennoch kontrolliert das Schloss oder eher sein unendlich groß wirkendner Beamtenapparat das Dorf und K. erlebt die Ohnmacht gegenüber einer undurchsichtigen Bürokratie. Eine hier durchaus übertrieben dargestellte und dennoch wahrscheinlich vielen Lesern vertraute Erfahrung… Fazit Dieses Buch kostet Nerven und Durchhaltevermögen, aber es belohnt den Leser mit schier unendlichen Interpretationsmöglichkeiten, die das Buch für mich letztendlich doch sehr spannend und lesenswert gemacht haben. Zur Ausgabe: Die kleine Schmuckausgabe ist handlich und schön anzusehen. Ein echter Hingucker für's Regal!

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Der mühsame Weg ins Schloss,Der mühsame Weg ins Schloss

Von: Abirdspov

07.08.2018

K. ist als Landvermesser ins Dorf gekommen und möchte dort seiner Tätigkeit nachgehen. Da es bei seiner Ankunft bereits spät ist, möchte er völlig unkompliziert Zuflucht in einem Gasthof finden, gibt sich dort mit einem Platz am Ofen zufrieden. Doch so einfach, wie er es sich erhofft, gestaltet sich von diesem Punkt an nichts mehr. Denn Fremden wird mit Argwohn entgegen getreten und es wird von ihnen verlangt, ihren Aufenthalt zu begründen. Doch selbst als K. angibt als Landvermesser berufen zu sein, wird er mit Misstrauen konfrontiert. Es wird sogar im Schloss angerufen, ob K. denn wirklich der berufene Landvermesser sei. Der Landvermesser K. ist immer zu bemüht sich an alle bürokratischen Vorgaben zu halten, möchte auf geordnetem Weg versuchen ins Schloss zu gelangen um somit seine Anstellung zu klären. Doch egal wie sehr er sich bemüht, er gelangt nicht an sein Ziel. Selbst über Umwege und zusätzliche Mühen schafft er es nicht, offiziell ins Schloss zu gelangen. Stattdessen ist er ständig mit anderen – größtenteils misstrauischen – Dorfbewohnern konfrontiert die sich in ihren Geschichten und Erfahrungen rund ums Schloss unterscheiden. Aber irgendwie auch wieder nicht. Egal mit wem K. zu tun hat, alle haben eine Sache gemein. Niemand von ihnen würde auch nur einen Gedanken daran verschwenden, den Anordnungen des Schlosses nicht folge zu leisten oder die Arbeitsweise der Beamten zu hinterfragen. Nicht einmal die Beamten selbst. Durch diese Begegnungen hat man zunächst Hoffnung für K. er möge endlich einen Weg an sein Ziel finden. Doch nach und nach kommt das Gefühl auf, er würde sich immer mehr verrennen, kurzzeitig sogar sein Ziel aus den Augen verlieren. Aber nicht nur K. scheint sich immerzu zu verlieren und trotz all seinen Mühen einfach nicht an sein gewünschtes Ziel zu kommen, auch dem Leser geht es ähnlich. Kafka schafft es, mit seinem Schreibstil und seiner grandiosen Art mit Worten umzugehen den Leser in ähnliche Gefühlslagen wie seine Protagonisten zu manövrieren, ohne das dieser es zunächst bemerkt. Mehrfach hatte ich beim Lesen ähnliche Empfindungen als würde ich mich gerade selbst mitten im bürokratischen Spießrutenlauf befinden. Das abrupte Ende tat sein Übriges, ohne einem dabei das Gefühl zu geben unerwartet zu sein. Vielmehr kann sich die Geschichte dadurch bei jedem Leser weiterspinnen und in die Richtung entwickeln, die einem am passendsten erscheint. Fazit Schon in der Schule habe ich immer eine gewisse Faszination für Kafkas Werke empfunden, dieses Gefühl hat sich auch bis heute nicht gelegt. Ich bin immer wieder beeindruckt, wie einfach ich in seine Erzählungen eintauchen kann, auch wenn mir das Lesen durchaus nicht immer leicht fällt. Jedes Mal aufs neue fühle ich mich mit den Protagonisten Verbunden und kann gar nicht anders als mit ihnen zu sympathisieren, weil Kafka einen beim Lesen gefühlt in genau die gleiche Gegebenheit wie ebendiese befördert. Während K. fortwährend darum bemüht ist, endlich ins Schloss zu gelangen, habe auch ich dieses Ziel immer mehr herbeigesehnt. Ein tolles Werk in einer wirklich sehr ansprechenden Aufmachung.,K. ist als Landvermesser ins Dorf gekommen und möchte dort seiner Tätigkeit nachgehen. Da es bei seiner Ankunft bereits spät ist, möchte er völlig unkompliziert Zuflucht in einem Gasthof finden, gibt sich dort mit einem Platz am Ofen zufrieden. Doch so einfach, wie er es sich erhofft, gestaltet sich von diesem Punkt an nichts mehr. Denn Fremden wird mit Argwohn entgegen getreten und es wird von ihnen verlangt, ihren Aufenthalt zu begründen. Doch selbst als K. angibt als Landvermesser berufen zu sein, wird er mit Misstrauen konfrontiert. Es wird sogar im Schloss angerufen, ob K. denn wirklich der berufene Landvermesser sei.  Der Landvermesser K. ist immer zu bemüht sich an alle bürokratischen Vorgaben zu halten, möchte auf geordnetem Weg versuchen ins Schloss zu gelangen um somit seine Anstellung zu klären. Doch egal wie sehr er sich bemüht, er gelangt nicht an sein Ziel. Selbst über Umwege und zusätzliche Mühen schafft er es nicht, offiziell ins Schloss zu gelangen. Stattdessen ist er ständig mit anderen - größtenteils misstrauischen - Dorfbewohnern konfrontiert die sich in ihren Geschichten und Erfahrungen rund ums Schloss unterscheiden. Aber irgendwie auch wieder nicht. Egal mit wem K. zu tun hat, alle haben eine Sache gemein. Niemand von ihnen würde auch nur einen Gedanken daran verschwenden, den Anordnungen des Schlosses nicht folge zu leisten oder die Arbeitsweise der Beamten zu hinterfragen. Nicht einmal die Beamten selbst. Durch diese Begegnungen hat man zunächst Hoffnung für K. er möge endlich einen Weg an sein Ziel finden. Doch nach und nach kommt das Gefühl auf, er würde sich immer mehr verrennen, kurzzeitig sogar sein Ziel aus den Augen verlieren.  Aber nicht nur K. scheint sich immerzu zu verlieren und trotz all seinen Mühen einfach nicht an sein gewünschtes Ziel zu kommen, auch dem Leser geht es ähnlich. Kafka schafft es, mit seinem Schreibstil und seiner grandiosen Art mit Worten umzugehen den Leser in ähnliche Gefühlslagen wie seine Protagonisten zu manövrieren, ohne das dieser es zunächst bemerkt. Mehrfach hatte ich beim Lesen ähnliche Empfindungen als würde ich mich gerade selbst mitten im bürokratischen Spießrutenlauf befinden. Das abrupte Ende tat sein Übriges, ohne einem dabei das Gefühl zu geben unerwartet zu sein. Vielmehr kann sich die Geschichte dadurch bei jedem Leser weiterspinnen und in die Richtung entwickeln, die einem am passendsten erscheint.  Fazit Schon in der Schule habe ich immer eine gewisse Faszination für Kafkas Werke empfunden, dieses Gefühl hat sich auch bis heute nicht gelegt. Ich bin immer wieder beeindruckt, wie einfach ich in seine Erzählungen eintauchen kann, auch wenn mir das Lesen durchaus nicht immer leicht fällt. Jedes Mal aufs neue fühle ich mich mit den Protagonisten Verbunden und kann gar nicht anders als mit ihnen zu sympathisieren, weil Kafka einen beim Lesen gefühlt in genau die gleiche Gegebenheit wie ebendiese befördert. Während K. fortwährend darum bemüht ist, endlich ins Schloss zu gelangen, habe auch ich dieses Ziel immer mehr herbeigesehnt. Ein tolles Werk in einer wirklich sehr ansprechenden Aufmachung. 

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Vita

Franz Kafka

Franz Kafka wurde am 3. Juli 1883 als Sohn eines jüdischen Kaufmanns in Prag geboren. Von 1901 bis 1906 studierte er zunächst kurze Zeit Germanistik, dann Jura und promovierte zum Dr. jur. Nach einer einjährigen »Rechtspraxis« ging er 1907 zu den »Assicurazioni Generali« und ein Jahr später als Jurist zur »Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt«, wo er bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1922 blieb. Ende 1917 erlitt Franz Kafka einen Blutsturz, es war der Beginn einer Tuberkulose, an der er am 3. Juni 1924 starb.

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