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Das Seegrab Kriminalroman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-18953-2

Erschienen: 15.08.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch

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Als Viktor Hyldgaard nach einem Kneipenbesuch im schwedischen Skövde nicht mehr nach Hause kommt, befürchtet seine Frau das Schlimmste. Die junge Kriminalbeamtin Anna Eiler, die mit dem Fall betraut wird, glaubt zunächst nicht an ein Verbrechen – bis in einem kleinen See ein grausiger Fund gemacht wird: Ein menschlicher Körper treibt im Wasser, und im Hals des Toten steckt das Foto einer Frau. Doch der Tümpel, der in der Gegend als „Valdemars Grab“ bekannt ist, birgt ein noch viel schrecklicheres Geheimnis ...

»Menschliche Ermittler mit sehr menschlichen Problemen, ein aufsehenerregender Fall und das ganze Drumherum machen dieses Buch lesenswert.«

Ruhr Nachrichten (24.10.2016)

Carina Bergfeldt (Autorin)

Carina Bergfeldt, 1980 geboren und in Götene, Skaraborg, aufgewachen, ist Journalistin beim schwedischen "Aftonbladet". Für ihre Reportage über das Massaker von Utöya erhielt sie 2012 den Swedish Grand Journalism Prize. Nach "Die Vatermörderin" ist "Das Seegrab" ihr zweiter Roman.

»Menschliche Ermittler mit sehr menschlichen Problemen, ein aufsehenerregender Fall und das ganze Drumherum machen dieses Buch lesenswert.«

Ruhr Nachrichten (24.10.2016)

»Man mag es nicht mehr aus der Hand legen.«

Ruhr Nachrichten (24.10.2016)

Aus dem Schwedischen von Dagmar Lendt
Originaltitel: Fotografiet
Originalverlag: Bookmark Förlag

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-18953-2

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

Erschienen: 15.08.2016

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Rache ist oft das beste Motiv

Von: sommerlese Datum: 31.08.2016

sommerlese.blogspot.de/

Skövde in Schweden. Viktor Hyldgaar kommt nach einem Kneipenbesuch nicht nach Hause. Seine Frau alarmiert die Polizei und befürchtet das Schlimmste.
Anna Eiler glaubt nicht an ein Verbrechen, bis in einem kleinen See ein menschlicher Kopf gefunden wird. Im Hals des Toten steckt das Foto einer Frau. Was hat diese Mitteilung zu bedeuten?

Carina Bergfeldt setzt direkt am Vorgängerband an, man kann aber diesen Krimi ohne Verständnisprobleme gut lesen. Sie entwirft eine Handlung, die zwar ohne direktes Blutvregießen auskommt, die Taten zeigen jedoch ein enormes Grausamkeitspotential des Täters an.

Anna Eiler ist Kriminalbeamtin und leidet unter Schlafproblemen mit traumatischen Phasen. Ihre Freundin Julia Almliden arbeitet als Lokalreporterin und hat ebenfalls psychische Probleme, sie kann den Verlust ihres gewaltätigen Vaters nicht verarbeiten.
Die Frauen sind die tragenden Charaktere des Buches, doch ich bin ihnen durch ihre Probleme nicht genügend nahe gekommen. Es hat mich verwirrt, weil ich erst am Ende genügend über sie erfahren habe, um sie genauer einschätzen zu können.

Die beiden Frauen gehen den Spuren des vermissten Viktor Hyldgaard nach und tauschen sich regelmäßig über den Fall aus. Aber auch die Leiche von Julias Vater wird im See gefunden. Gerade hier liegt mein Problem mit der Geschichte. Normalerweise arbeiten Polizei und Presse nicht gemeinsam, aber hier wird diese Grenze immer wieder durch die Freundinnen überschritten. Denn mit dem Leichenfund des Vaters ist Julia auch automatisch in den persönlich betroffenen Personenkreis gerückt.


Der Autorin gelingt es mit ihrem flüssigen Schreibstil und den schrecklichen Taten, eine grundsolide Spannung zu erzeugen und sie spielt mit den Lesern ein Katz- und Maus-Spiel. Man bekommt einige Verdächtige vorgeführt, die alle Berührungspunkte zu den Toten hatten. Hier kann man rätseln und wird am Ende dann doch überrascht.


Aufrechterhalten wird die Spannung zusätzlich durch die vielen Szenen- und Perspektivwechsel. Auch die Recherche, die Anna vor Ort in Vietnam unternimmt, hat es in sich. Erst erlebt man die Straßenstrich-Szene aus nächster Nähe mit, sieht das Elend der Mädchen und wie gering ihr eigener Verdienst aus diesem menschenverachtenden Gewerbe letzendlich ist. Aber das Grauen geht weiter als Anna ein Waisenhaus besucht, in dem Kinder betreut werden, die missgestaltet auf die Welt kamen. Sie leiden auch noch Jahrzehnte nach dem Vietnam-Krieg an den Spätfolgen der damals eingesetzten Chemiewaffen der Amerikaner.
Ihre Eltern kamen mit Agent Orange, dem dioxinhaltigen Entlaubungsmittel in Berühung und das hatte Veränderungen des Erbgutes der Menschen zur Folge.

Es wird deutlich, wie gerade die weiblichen Protagonisten in den Vordergrund gerückt werden. Männer erscheinen eher als Randfiguren, die die Handlung als Liebhaber, Chef oder fiesen Vater oder skrupellosen Ehemann füllen. Wer den Vorgängerband "Die Vatermörderin" kennt, bekommt ein regelrechtes Déjà-vu geliefert.



Es gibt häufige WechseI der Erzählperspektive, die sicherlich einige Leser verwirren könnten, ich persönlich musste auch mehrfach überlegen und mich inhaltlich sammeln. Es gibt einige Nebenhandlungen, die man anfangs nicht richtig einordnen kann, am Ende aber erscheint alles logisch und rund.




"Das Seegrab" ist ein gut erzählter und unterhaltsamer Krimi, der aus mehreren Handlungssträngen eine stimmige Geschichte ergibt und von den weiblichen Protagonistinnen lebt.

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