Das Versprechen des Buchhändlers

Roman

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Deutschland 1931: Als Max die schöne Geigenspieler Hanna zum ersten Mal sieht, weiß er sofort, dass er sie liebt. In ihrem hingebungsvollen Spiel erkennt er die gleiche Leidenschaft zur Kunst, die auch er als Buchhändler in sich trägt. Nur langsam nähern sich die beiden einander an. Denn eigentlich hat Hanna nur ein einziges Ziel: Sie möchte ins Orchester aufgenommen werden. Doch die Jahre vergehen, und die politischen Ereignisse bringen Hanna und Max in größte Gefahr.


Aus dem Amerikanischen von Stefanie Fahrner
Originaltitel: In Another Time
Originalverlag: Harper Perennial
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-24352-4
Erschienen am  11. November 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Mitreißend, spannend, packend und so wirklich

Von: Riana White

28.02.2020

Dieses Buch ist wie eine kleine Zeitreise und bewegt sich in der Spanne von 1931 - 1959 in Berlin. Ihr ahnt schon, um was es geht, nicht wahr? Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht beider Protagonisten erzählt. Max ist Buchhändler, Christ und über beide Ohren in Hanna verliebt. Hanna ist ein musikalisches Genie, studiert sogar Musik und ist mit ihrer Geige überall beliebt... zuerst - denn sie ist Jüdin. Dieses Buch erzählt die Geschichte über eine starke, verbotene, nicht endende Liebe. Man bekommt ein Gefühl dafür, wie Deutschland sich damals verändert hat, wie die Menschen behandelt, ausgegrenzt, bestraft und schlussendlich eingesperrt wurden. Hanna verliert zwischendurch nicht nur Max, sondern auch 10 Jahre ihrer Erinnerung (durch PTBS) und erlangt diese erst nach und nach wieder. Als der Krieg vorbei ist, zieht sie zunächst zu ihrer Schwester nach London, kann Max aber nicht vergessen. Er wiederum hatte die Jahre, während sie unfreiwillig getrennt waren damit verbracht, anderen Juden zu helfen und sie zu retten - auf eine ganz eigenwillige Art. Mehr sage ich dazu nicht 😁 Nach vielen, vielen Jahren kreuzen sich ihre Wege in New York, aber ein Happy End gibt es leider trotzdem nicht. Nicht im klassischen Sinn. Ich kann nach wie vor nicht verstehen, wie ein einzelner Mann ein ganzes Land ins Chaos stürzen konnte und einen Status verlangt hat, dem er selbst nicht mal ansatzweise gerecht wurde! Der Roman um Hanna und Max ist zwar frei erfunden, aber so grausam und natürlich dargestellt, dass sie gut jemand hätte passieren können! Absolute Leseempfehlung! Auch für Geschichtsmuffel 😉

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Ein zeitgeschichtlicher Roman mit etwas Sci-Fi

Von: Circlestones Books Blog

27.12.2019

„Doch wenn sie in seinem Laden spielte, fühlte es sich so an, als gäbe sie ein Konzert nur für ihn.“ (Zitat Seite 157) Inhalt Max Bissinger hat von seinem Vater eine Buchhandlung in Gutenstadt, eine Stunde westlich von Berlin, geerbt. 1931 lernt er zufällig die Geigerin Hanna Ginsberg kennen und sie verlieben sich. Doch ihre Zukunftspläne werden von der Realität eingeholt, denn Hitler kommt an die Macht und Hanna ist Jüdin. 1936 erhält Hanna ein Angebot eines niederländischen Sinfonieorchesters und sucht um eine Ausreiseerlaubnis an. Doch plötzlich klopft die SA an die Tür. 1946 erwacht Hanna völlig desorientiert auf einem Feld nahe Berlin, nur ihre Stradivari hat sie bei sich und ihre Liebe zur Musik bestimmt auch weiterhin ihr Leben – und ihre Sehnsucht nach Max. Thema und Genre Dieser Roman handelt von den Jahren von Hitlers Machtübernahme in Deutschland und von den Jahren des Aufbaus, die dem Ende des zweiten Weltkrieges folgen. Es geht um Religion, die Schicksale der Juden, die Probleme der Musikerinnen, in bekannten Sinfonieorchestern einen Platz zu erhalten, wo stets die männlichen Bewerber bevorzugt werden. Ein wichtiges Thema sind auch Familie, Freundschaft und Liebe. Charaktere Die Protagonisten und ihre Entscheidungen sind realistisch und stimmig. Hannas Lebensinhalt ist die Musik und ihre wertvolle Geige. Die Erinnerung an ihre große Liebe Max bestimmt ihr Leben nach dem Krieg. Max hat ein Geheimnis, das ihn immer wieder zwingt, Entscheidungen zu treffen, die er niemandem erklären kann. Handlung und Schreibstil Die Geschichte wird in zwei Zeitsträngen fortlaufend und abwechselnd erzählt, wobei die Sprache flüssig und rasch zu lesen ist. In den Kapiteln, welche die Jahre 1931 bis 1936 betreffen, steht Max im Mittelpunkt. Hier wählte die Autorin die personale Erzählform. Hanna dagegen schildert ihr Leben in den Jahren 1946 bis 1959 in der Ich-Form. Jedes Kapitel trägt den entsprechenden Namen und die Jahreszahl, was die Handlung sehr übersichtlich macht. Die eigentlichen Kriegsjahre bilden nur den Hintergrund der Geschehnisse, es stehen die Menschen und ihr Schicksal im Mittelpunkt. Die gut recherchierten Fakten und der spannende Aufbau machen aus dem Stoff eine interessante Geschichte, bis plötzlich eine magisch-fiktionale Komponente auftaucht, die sich dann wie ein roter Faden durch die Handlung zieht und die für mich in diesem Genre und Zusammenhang nicht passt. Fazit Eine packende Geschichte mit zeitgeschichtlichem Hintergrund, die durch eine überraschende Wendung zwischen Sci-Fi und Fantasy in den Bereich Unterhaltungsliteratur abgleitet. Eine Empfehlung sicher für jüngere Leserinnen, die romantische Frauenromane mit Tiefgang bevorzugen.

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Vita

Jillian Cantor studierte Englisch an der Penn State University, bevor sie mit dem Schreiben begann. Für ihre Romane wurde sie in den USA bereits mehrfach ausgezeichnet. Sie lebt mit ihrem Ehemann und ihren beiden Söhnen in Arizona.

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