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Das barmherzige Fallbeil Kriminalroman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-17500-9

Erschienen: 26.10.2015
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Adamsberg ist zurück, und seine Ermittlungen führen ihn in die blutige Zeit der Französischen Revolution und in die tödliche Kälte Islands ...

Innerhalb weniger Tage werden die Leichen einer Mathematiklehrerin und eines reichen Schlossherrn in Paris entdeckt, die vermeintlich Selbstmord begangen haben. Die brutale Szenerie alarmiert zwar die Polizei, doch es scheint keine Verbindung zu geben. Bis Jean-Baptiste Adamsberg auf unauffällige Zeichnungen an beiden Tatorten aufmerksam wird. Kurz darauf stellt sich heraus, dass die Lehrerin vor ihrem Tod dem labilen Sohn des zweiten Toten geschrieben hat. Der Brief führt Adamsberg auf die Spuren einer verhängnisvollen Reise nach Island, die zehn Jahre zuvor stattfand – und von der zwei Personen nicht zurückkamen. Sowie in die Untiefen einer Geheimgesellschaft, die sich Robespierre und der Terrorherrschaft während der Französischen Revolution verschrieben hat. Weitere Menschen sterben, und für Adamsberg beginnt ein Wettrennen gegen die Zeit und einen ebenso wandelbaren wie unbarmherzigen Mörder …

6 Fragen an Fred Vargas Zum Special

2. Platz des Deutschen Krimi Preis 2016 in der Kategorie Internationale Krimi-Neuerscheinungen Zu den Auszeichnungen

Krimi-Blitz für den besten Krimi international (Publikumspreis) ausgelobt von Literatur-Couch Zu den Gewinnern

„Allerhöchste Erzählkunst aus Frankreich. Einer der Krimis des Jahres!“

3sat TV- & Kulturmagazin (17.12.2015)

ÜBERSICHT ZU FRED VARGAS

Kommissar Adamsberg ermittelt

  • 1. Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord (L’homme aux cercles bleus)
  • 2. Bei Einbruch der Nacht (L’homme á l’envers)
  • 3. Fliehe weit und schnell (Pars vite et reviens tard)
  • 4. Der vierzehnte Stein (Sous les vents de Neptune)
  • 5. Die dritte Jungfrau (Dans les bois éternels)
  • 6. Der verbotene Ort (Un Lieu Incertain)
  • 7. Die Nacht des Zorns (L’armée furieuse)
  • 8. Das barmherzige Fallbeil (Temps Glaciaires)

Kurzgeschichten um Jean-Baptiste Adamsberg

  • Die schwarzen Wasser der Seine (Coule la Seine)

Graphic Novel

  • Das Zeichen des Widders (Les Qartre Fleuves)

Bitte beachten Sie, dass zwecks Vollständigkeit ggf. auch Bücher mit aufgeführt werden, die derzeit nicht lieferbar oder nicht bei der Verlagsgruppe Random House erschienen sind.

Fred Vargas (Autor)

Fred Vargas, geboren 1957, ist ausgebildete Archäologin und hat Geschichte studiert. Sie interessierte sich anfänglich für die Frühgeschichte, bis sie ihre Leidenschaft für das Mittelalter entdeckte. Fred Vargas ist heute die bedeutendste französische Kriminalautorin mit internationalem Renommee. 2004 erhielt sie für Fliehe weit und schnell den Deutschen Krimipreis, 2012 den Europäischen Krimipreis für ihr Gesamtwerk.

„Allerhöchste Erzählkunst aus Frankreich. Einer der Krimis des Jahres!“

3sat TV- & Kulturmagazin (17.12.2015)

„Auch der neue Roman von Fred Vargas ist ein Meisterstück der Unvorhersehbarkeit.“

SPIEGEL ONLINE (10.12.2015)

„Vor allem geht es ums Geschichtenerzählen, ums Schicksalsverknoten,... ums Verlebendigen düsterer Sagen und ums Befreien von Phänomenen. Fred Vargas’ Erzählkunst ist schwarzromantische Magie.“

Die Welt (10.11.2015)

„Wenn es stimmt, dass viele Kriminalromane Märchen für Erwachsene sind, dann sind die Romane von Fred Vargas wohl die märchenhaftesten. Sie sind bisweilen grausam wie Märchen, kennen Gut und Böse, sind immer leicht versponnen, voll von Mythen und historischen Bezügen und immer mit skurrilen Akteuren.“

Eckhard Stuff/ rbb Kulturradio (08.12.2015)

„Vargas stellt mit ihrer raffinierten Skurrilität, subversiven Eigenwilligkeit und vollkommenen Unausrechenbarkeit die Zukunft des Kriminalromans dar.“

Denis Scheck (Moderator der ARD-Sendung "Druckfrisch") in Der Tagesspiegel (29.11.2015)

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Aus dem Französischen von Waltraud Schwarze
Originaltitel: Temps Glaciaires
Originalverlag: Flammarion, Paris 2015

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-17500-9

€ 15,99 [D] | CHF 19,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Limes

Erschienen: 26.10.2015

  • Leserstimmen

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Ein MUSS für Vargas Liebhaber!

Von: Klasse-Kleckse Datum: 11.12.2015

www.klasse-kleckse.blogspot.de/

...und schon ist man als treuer Leser wieder mitten drin im Geschehen der "Brigade criminelle" des 13. Arrondissements, man "schaufelt Wolken" mit Adamsberg, lauscht gespannt den weitrausholenden informativen Ausführungen Danglards, ist gespannt auf die störrische Retantcourt, mit dem Herz am rechten Fleck. Was wäre Adamsberg ohne ihre Einwände und Ideen und ohne ihr tatkräftiges Handel?. Die "Brigade criminelle " ist nicht irgendeine Brigade...es ist wohl die skurrilste Brigade ganz Frankreichs und, wenn man so wie wir alle Bücher Vargas kennt, dann kennt man auch alle Beteiligten und hat sie im Laufe der Zeit schätzen und lieben gelernt, jeder ein kleines Rädchen im großen Uhrwerk, jeder für etwas gut, auch wenn man auf den Schlafrhythmus des Kollegen Rücksicht nehmen muss, oder wenn man ab und zu dem Kater, der "Kugel" beim Fressen Gesellschaft leisten und ihn danach wieder auf den Kopierer begleiten muss. Klingt schräg und ja, es ist auch schräg, aber liebenswert schräg. Vielleicht muss man dazu aber auch ein wenig frankophil sein;-), denn im tristen deutschen bürokratischen Alltag wäre diese Szenerie sicher fehl am Platze!

Und um all dies gelingt es Vargas immer wieder eine spannende Kriminalgeschichte zu stricken in der alle Charaktere irgendwie zum Zuge kommen. Gleichzeitig lässt sie aber immer wieder auch Details, Phrasen und Anekdoten aus vorangegangenen Romanen einfließen, so dass man als treuer Leser immer wieder mal ein "achja...das war damals auch gut" schmunzelnd von sich gibt.

Im aktuellen Krimi gelingt es der Autorin den Leser zum einen in die französische Geschichte um Robespierre zu entführen (ich gestehe...ich musste mich da erst einmal schlau machen...war Robespierre nun einer der guten oder bösen in der französischen Revolution?...zu lange her, das ich das mal gelernt habe..habe ich das mal gelernt?), gleichzeitig aber den zweiten Strang der Handlung auf Island nicht außer acht zu lassen. Bis zum Schluss fragt man sich, was verbindet Robespierre und Island...ist überhaupt ein Zusammenhang da oder sind es vielleicht doch "nur" Selbstmorde? Gerade eben noch taucht man ein in die teils fanatische Welt des Rollenspiels, in diesem Fall sogar real in einem angemieteten Theater und "erlebt" die Revolution hautnah. Trachtet man dem Darsteller Robespierres nach dem Leben oder vielleicht Robespierre selber...denn "er ist es" vermögen Veyrenc und Danglard wie aus einem Mund nur zu sagen. Aber Adamsberg lässt sich nicht verzaubern und mit seiner "Wolkenschauflerei" spaltet sich diesmal "Brigande criminelle"...hilfreich oder fatal...das wird sich am Ende zeigen, zuvor begibt Adamsberg sich aber auch eine Reise ins ferne Island um dort auf Einheimmische zu treffen mit denen sich ganz vorzüglich "Wolken schaufeln" lassen.

Mehr möchte ich zum Inhalt eigentlich nicht verraten. Kann ich euch das Buch empfehlen? JAAA!!! Aber ich fürchte...man muss der "Magie Vargas" verfallen sein, man muss „ihre unerschöpfliche literarische Phantasie, reine Poesie, einen teuflischen Humor und wundervoll schräge Dialoge“ lieben. Auch hier in diesem Buch gibt es wieder zahlreiche Dialoge, so schräg, dass sie einen beim Lesen nicht nur schmunzeln, sondern laut Lachen lassen. Dialoge, die sich aber wie ein roter Faden aus den vorherigen Büchern weiterspinnen und weiterspinnen werden. So könnte ich wetten, dass man den Satz: " Der Afturganga ruft nie jemanden umsonst. Und seine Gabe führt immer auf einen Weg." sicherlich auch in hoffentlich folgenden Romanen findet wird. Genauso wie vermutlich das "Algenknäuel":-).

Lasst euch verzaubern von der „Magie Vargas“!!!

Auch wenn dieses Buch vielleicht nicht als Einstieg in die "Magie Vargas" geeignet ist, vielleicht dient es aber als Anreiz sich die komplette Sammlung zu zulegen und dann irgendwann das geniale Konstrukt um die "Brigade criminelle" zu verstehen. Treue Leser werden es selbstverständlich lieben!

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Adamsberg und die Robespierristen

Von: wal.li Datum: 15.09.2016

wallis-buechersichten.blogspot.de/

Mit letzter Kraft versucht die pensionierte Lehrerin Alice Gauthier einen Brief aufzugeben und wenige Tage später wird sie tot in ihrer Badewanne gefunden. Offensichtlich eine Selbsttötung, doch als eine Zeugin, die zufällig gerade in Adamsbergs Kommissariat landet, von dem Brief berichtet, wird Jean-Baptiste Adamsberg misstrauisch. Wenig später bringt sich auch noch der Vater des Briefempfängers um, was nun wirklich kein Zufall mehr sein kann. Adamsberg findet heraus, dass die beiden Toten sich von einer Reise nach Island kannten. Diese unternahmen sie allerdings schon zehn Jahre zuvor. Weshalb sollte ein Mörder erst jetzt mit dem Töten beginnen? Und was wollte Alice Gauthier dem jungen Mann unbedingt noch mitteilen?

Kommissar Jean-Baptiste Adamsberg benötigt eine Weile, um warmzulaufen. Ein Fall, der zunächst kein richtiger Fall zu sein scheint. Doch als an beiden Orten, an denen die Toten gefunden wurden, seltsame Zeichen entdeckt werden, gerät die Theorie von der Selbsttötung sehr ins Wanken. Adamsberg lässt sich durch die Nachforschungen treiben, ohne ein bestimmtes Ziel im Auge zu haben, nimmt er verschiedene Fährten auf. Doch immer wieder kommt das Thema auf die Island-Reise und die Gesellschaft der Robespierristen, deren Mitglieder möglicherweise in großer Gefahr schweben. Und nebenbei deckt Adamsberg noch ein tragisches Familiengeheimnis auf.

Ein wenig speziell ist er schon dieser Kommissar Adamsberg. Manchmal stolpert er fast etwas verschlafen durch den Fall, nichts scheint sich richtig zu reimen, nur um im rechten Moment, die Initiative zu ergreifen und alles zu tun, um weitere Todesfälle zu verhindern. Sympathisch, wie positiv sich das Zusammenleben mit seinem Sohn gestaltet. Spannend und interessant sein Ausflug in die Kreise, derer, die einen Teil der französischen Revolution zum Leben erwecken. Gerade hier beflügelt das Buch zum selbst Nachlesen und Forschen. Ob es eine Gesellschaft, die wie von Fred Vargas geschildert die Sitzungen der Revolutionäre zum Leben erweckt, tatsächlich gibt, war nicht festzustellen. Gut vorstellbar ist es aber, nachgespielte oder nacherlebte Geschichte und die Auswirkungen auf die Darsteller bilden hier einen packenden Schauplatz, der auch den Kommissar in seinen Bann zieht.

Dieser Ausflug Adamsbergs in die französische Geschichte fesselt und bietet Einblicke in einen Teil der französischen Geschichte, dem man durchaus etwas mehr Zeit gönnen könnte.

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