Das dänische Mädchen

Roman

eBook epub
8,99 [D] inkl. MwSt.
CHF 11,00 * (* empf. VK-Preis)

Bestellen Sie mit einem Klick:

Oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler

Die wahre Geschichte einer unerhörten Liebe.

Kopenhagen 1925. Der dänische Landschaftsmaler Einar Wegener führt mit seiner Frau Greta, ebenfalls eine Malerin, ein bewegtes Künstlerleben und eine glückliche Ehe. Bis Greta ihren Mann bittet, in Frauenkleidern für sie Modell zu stehen: Einar verwandelt sich in „Lili“, und schon bald ist seine Rolle als Frau mehr als nur ein Spiel. Schließlich steht Greta vor der Frage, was man tut, wenn der Mensch, den man liebt, plötzlich ein ganz anderer ist.

„Unser Tipp: Erst das Buch lesen, dann ins Kino. Bewegend!“

Emotion (01. Februar 2016)

Aus dem Amerikanischen von Werner Schmitz
Originaltitel: The Danish Girl
Originalverlag: Viking Penguin
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-18199-4
Erschienen am  21. Dezember 2015
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

„Was man tut, wenn der Mensch, den man liebt, plötzlich ein ganz anderer ist?“

Von: Ninas Bücherchaos

28.11.2018

Meine Meinung Ich habe „Das dänische Mädchen“ zum Geburtstag geschenkt bekommen,davor habe ich noch nie etwas von dieser Geschichte gehört. Aber der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht. Am Anfang hatte ich Schwierigkeiten in die Geschichte rein zu kommen,aber nach den ersten ca.3-4 Kapitel war ich in der Geschichte angekommen. Der Schreibstil war besonders,ich habe bisher noch kein vergleichbares Buch gelesen. Die Geschichte hatte ihre ganz eigene Spannung. Es wurden viele Dinge so detailliert beschrieben,wie wenn man selbst dabei ist und die Szene beobachtet. Die Kapitellänge,war meiner Meinung nach sehr passend. Die Perspektiven wechseln zwischen Gegenwart und Vergangeneit,aber als Leser versteht man immer gut,in welcher Zeit die Geschichte gerade spielt. Greta war mir von Anfang sehr sympathisch. In der Geschichte erfährt man sehr viel über ihre Vergangenheit. Sie hat schon einige Schicksalsschläge erlitten. Trotzdem hat sie den Glauben an die Liebe und das Leben nie verloren Einar kam mir teilweise sehr einsam und traurig vor. Die Malerei ist für ihm sein Rückzugsort. Doch das Leben der beiden verändert sich,als Greta ihren Mann Einar bittet für sie in Frauenkleidung für ein Porträt Modell zustehen. Man wird auf Einars Reise zu sich selbst und vor allem zu Lili mitgenommen,erfährt viel über seine Vergangenheit und auch das er es vorallem in seiner Kindheit nie leicht hatte und sich dadurch oft in sich selbst versteckt hat. Einar verwandelt sich zu Lili. Diese Entwicklung wird so behutsam und einfühlsam beschrieben, dass man sich gut in Einar hineinversetzen kann. Greta unterstützt ihren Mann so gut es nur geht. Dafür habe ich sie sehr bewundert. Denn dadurch verändert sich auch ihr ganzes Leben. Teilweise wird an in die Medizinischen Verfahren dieser Zeit eingeführt.Aber nicht auf unangenehme Weise. Nicht alle wollen Einar,Lili und Greta wirklich helfen. Von vielen wird Einar als verrückt oder krank bezeichnet,nur Greta glaubt wirklich an Lili. Greta steht Lili immer bei,egal wie schwierig es für die beiden wird,auch als Lili sich etwas von ihr abwendet. Denn manchmal bedeutet wahre Liebe auch los lassen. Bewertung „Was man tut, wenn der Mensch, den man liebt, plötzlich ein ganz anderer ist?“ ist die zentrale Frage dieser sehr berührenden Geschichte. Es ist ein Buch über einen sehr besonderen und meiner Meinung nach auch sehr mutigen Lebensweg. Die damalige Zeit hatte sehr viele Vorurteile. Es gab einige wenige Stellen in der Geschichte,die ich leider nicht ganz verstanden habe. Aber diese haben der Geschichte nicht geschadet. Die Charaktere und Schauplätze werden so detailliert beschrieben ,dass man gar nicht spürt, dass die Handlung im Jahr 1925 beginnt. Zum Teil ist es eine wahre Geschichte und das hat mich noch mehr berührt. Die Geschichte ist meiner Meinung nach nicht für jeden geeignet,aber wer sich ganz auf die Geschichte einlässt,wird danach nicht mehr aus dem Staunen heraus kommen. Eine Geschichte über pure Liebe und Sehnsucht. Und in Gewisser Weise auch über Angst. Das einzige was vielleicht zu erwähnen wäre ist,dass ich dieses Buch niemandem unter ca.16 empfehlen würde,da es einige intime Szenen gibt,die aber für die Handlung der Geschichte sehr wichtig sind. Ich werde mir definitiv die Verfilung dieses Buches ansehen.

Lesen Sie weiter

Werden wer man ist

Von: Bri

15.09.2017

Eine Zeit ist es nun schon her, dass ein Film ins Kino kam, der die Geschichte einer ganz ungewöhnlichen Frau erzählt: Lili Elbe nannte sie sich. Früher war sie Einar Wegener, Maler und mit seiner Frau Gerda (im Buch und Film heißt sie Greta, hier jedoch wird im laufenden ihr realer Name verwendet werden), ebenfalls Malerin, glücklich. Gemeinsam verließen Gerda und Lili 1930 Paris, damit Lili sich in Dresden einiger Operationen unterziehen konnte, um sozusagen eine Trans-Pionierin zu werden. Bald 100 Jahre ist das her und immer noch stecken wir in Geschlechter-Diskussionen fest, die sich um Stereotypen drehen. Da werden Verhaltensweisen in typisch weiblich oder männliche unterteilt, ungeachtet der Tatsache, dass wir eigentlich wissen sollten, dass es das eben nicht wirklich gibt. Aber vielleicht fehlt uns dazu die künstlerische Sichtweise, die Einar/Lili und Gerda hatten. Sie sahen, was noch nicht ist, sondern was sein kann. So entstehen Bilder, Geschichten - Kunst eben. Einar Wegener und Gerda Gottlieb lernten sich während des Studiums kennen und lieben. Dass die Verbindung auch noch bestehen blieb, als Einar sich langsam aber sicher in Lili verwandelte, zeigt, dass Liebe sich nicht nur geschlechtsspezifisch erklären lässt. Der Mensch und sein ihm eigenes Wesen ist es, der fasziniert. Und wenn man jemanden so sehr liebt, dass man es sogar noch unterstützt, dass aus ihm eine sie werden kann, dann ist das wohl ein Haupttreffer. Für beide Seiten. Wobei in diesem speziellen Fall Gerda nicht ganz "unschuldig" an der Entwicklung Einars/Lilis war. Bat sie ihn doch, sich für ein Gemälde, das sie zu vollenden hatte, Frauenkleider anzuziehen, weil ihr das Modell fehlte. Einar empfand immer mehr Gefallen an seiner anderen, seiner wahren Seite und wurde schlußendlich ganz zu Lili. So sehr, dass Lili sich selbst nicht als Künstlerin sah, die Kunst gehörte für sie zu Einar. Oder war sie, ihre Person nun selbst zur Kunst geworden? Bald hundert Jahre ist es her und klingt für uns Leser doch ungewöhnlich, wenn wir fundiert und eingängig davon erfahren dürfen, wie es Einar / Lili wohl in der Phase der Entscheidung und der Ich-Werdung erging. David Ebershoff selbst hat sich eingehend über Lili Elbe informiert und war fasziniert von ihrer Geschichte. Zu der natürlich auch Gerda gehört - ohne sie hätte sich wohl alles zumindest anders entwickelt. Ebershoff hat aber auch einen Roman geschrieben und keine Biographie und so lesen wir hier die Geschichte der Lili Elbe, wie sie - in den Details - hätte sein mögen. Sprachlich flüssig, seiner Faszination folgend sehr genau und detailreich wurde diese Geschichte. Wer den zu Beginn angesprochenen Film zuerst angesehen hat und danach das Buch liest, wird vielleicht etwas enttäuscht oder verwundert sein. Ebershoff aber gelingt, was einem Film nie so richtig gelingen kann - er lotet das Innerste, das Menschlichste, die Zweifel und das Glück einer Verwandlung wie die des Einar Wegener in Lili Elbe bei den beiden beteiligten Personen - Gerda und Lili - einfühlsam und doch gründlich aus. Und genau deshalb ist dieses Buch unglaublich zeitgemäß und wichtig, weil es wertfrei aufzeigt, dass Liebe seit jeher nichts mit Geschlechterzugehörigkeit zu tun hat.

Lesen Sie weiter
Alle anzeigen

Vita

David Ebershoff

David Ebershoff wurde 1969 in Pasadena geboren und hat in Chicago studiert. Heute ist er als Programmleiter eines großen Verlagshauses in New York tätig und unterrichtet Creative Writing an der New York University und in Princeton. Sein erster Roman "Das dänische Mädchen" wurde mehrfach mit Preisen geehrt und hat Leser wie Kritiker in mehr als zwölf Ländern begeistert. Seine Kurzgeschichtensammlung "The Rose City" wurde von der Los Angeles Times als eines der besten Bücher 2001 ausgezeichnet. Die Familiensaga "Pasadena" ist David Ebershoffs drittes Buch.

Zur AUTORENSEITE