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Das dänische Mädchen Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-18199-4

Erschienen: 21.12.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch

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Die wahre Geschichte einer unerhörten Liebe.

Kopenhagen 1925. Der dänische Landschaftsmaler Einar Wegener führt mit seiner Frau Greta, ebenfalls eine Malerin, ein bewegtes Künstlerleben und eine glückliche Ehe. Bis Greta ihren Mann bittet, in Frauenkleidern für sie Modell zu stehen: Einar verwandelt sich in „Lili“, und schon bald ist seine Rolle als Frau mehr als nur ein Spiel. Schließlich steht Greta vor der Frage, was man tut, wenn der Mensch, den man liebt, plötzlich ein ganz anderer ist.

„Unser Tipp: Erst das Buch lesen, dann ins Kino. Bewegend!“

Emotion (01.02.2016)

David Ebershoff (Autor)

David Ebershoff wurde 1969 in Pasadena geboren und hat in Chicago studiert. Heute ist er als Programmleiter eines großen Verlagshauses in New York tätig und unterrichtet Creative Writing an der New York University und in Princeton. Sein erster Roman "Das dänische Mädchen" wurde mehrfach mit Preisen geehrt und hat Leser wie Kritiker in mehr als zwölf Ländern begeistert. Seine Kurzgeschichtensammlung "The Rose City" wurde von der Los Angeles Times als eines der besten Bücher 2001 ausgezeichnet. Die Familiensaga "Pasadena" ist David Ebershoffs drittes Buch.

„Unser Tipp: Erst das Buch lesen, dann ins Kino. Bewegend!“

Emotion (01.02.2016)

Aus dem Amerikanischen von Werner Schmitz
Originaltitel: The Danish Girl
Originalverlag: Viking Penguin

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-18199-4

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

Erschienen: 21.12.2015

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Das dänische Mädchen

Von: reni Datum: 18.03.2017

https://buchstudent.wordpress.com

zum Werk: Die Handlung von Ebershoffs Roman „Das dänische Mädchen“ ist lose an das wahre Leben von Gerda Wegener und Einar Wegener/Lili Elbe angelehnt. Lili Wegener gilt als eine der ersten Intersexuellen, die sich einer geschlechtsangleichenden Operation unterzogen hatte. Quellen für das Buch waren dabei Interviews mit Lili von 1931, sowie Nachrufe und Artikel über sie und Lili Briefe und Tagebücher. Ebershoff benannte dabei einige reale Personen um und erschuf ihnen eine neue Hintergrundgeschichte (zB. Greta – die im wahren Leben Gerda hieß und geborene Dänin war), oder fügte mehrere Personen zu einer Figur zusammen (zB. Professor Bolk – real: Prof. Warnekros aus Dresden und Prof. Hirschfeld aus Berlin). Andere Figuren sind frei erfunden, sowie der Großteil der Handlung – wer also eine Biografie über Lili Elbe lesen will, ist mit diesem Buch falsch bedient. Allen, die gerne historische Romane lesen, erwartet ein 380 Seiten dickes spannendes Buch, dessen Handlung vollkommen fiktiv ist.

Das Werk ist in vier Teile unterteilt: Kopenhagen 1925 (Kapitel 1-12), Paris 1929 (Kapitel 13-18), Dresden 1930 (Kapitel 19-23) und Kopenhagen 1931 (Kapitel 24-29). Die Teile markieren gleichzeitig auch die wichtigsten Lebensorte des Paares. Die Handlung wird dabei abwechselnd von Einar/Lili und Greta in der 3. Person erzählt, wobei immer wieder Rückblenden zu deren jeweiliger Vergangenheit eingestreut werden. Das man durch diesen Stil sich in beide Hautpersonen einfühlen kann und dabei sowohl ihre Beweggründe als auch ihre Entscheidungen nachvollziehen kann, fand ich toll und faszinierend, denn so ermöglicht der Autor uns Lesern einen tiefen Einblick in beide Persönlichkeiten. Das kommt auch anderen Figuren im Buch zu gute, da man oft Beschreibungen der jeweiligen aus zwei Perspektiven erhält, die ein tieferes Gesamtbild des jeweiligen Charakters ermöglichen. Durch diese Zweigleisigkeit wurde für mich der Roman auch nicht langweilig, sondernd bot immer die richtige Mischung aus interessanten und spannenden Momenten.

Besonders beeindruckt hat mich Greta, die eine unglaubliche Kraft im Laufe der Handlung an den Tag legt, die ich nur bewundern konnte. Ihre Liebe und ihr Mut, sowie die Toleranz gegenüber ihrem Mann wird auf eine harte Probe gestellt, denn Einar als Lili verliebt sich in Männer und testet dabei auch ihre neu entdeckte Weiblichkeit aus. Auch ist es für Greta so, als lebe sie mit zwei Personen zusammen, da Einar sich kaum an das zu erinnern scheint, was Lili erlebt, und umgekehrt. Das Greta ihn trotzdem unterstützt und ihm hilft, sich selbst zu finden ohne ihn abzuwerten (Intersexualität war damals nicht anerkannt und wurde verfolgt), zeugt für mich von wahrer Größe.

Ein außergewöhnlicher Roman

Von: Fraencis Daencis Datum: 26.01.2017

fraencisdaencis.de

Schon nach ein paar Sätzen war mir klar, dass der Roman „Das dänische Mädchen“ ein besonderer und außergewöhnlicher ist, schließlich wird Transsexualität eher selten thematisiert – und dann auch vor allem nicht in den 1920ern. Der Autor David Ebershoff hat sich bei der Entstehung des Romans an die Realität gehalten, aber dennoch die künstlerische Freiheit genutzt, sodass die Erzählung als fiktiv anzusehen ist. Die Geschichte um Einar und Greta Wegener – und damit auch um Lili Elbe – ist sehr flüssig und klar geschrieben, sodass ich beim Lesen nur so hindurch flog. Sie ist unterteilt in vier Teile, die an unterschiedlichen Orten und zu unterschiedlichen Zeiten spielen. Die Unterteilung erfolgte aber aufgrund inhaltlicher Unterschiede.

Wir begegnen Einar und Greta zuerst 1925 in Kopenhagen. Die beiden sind in ihrer Wohnung und Greta muss das Porträt einer Opernsängerin fertigstellen. Diese kann aber wieder einmal nicht zum Modellstehen kommen und so bittet Greta ihren Mann, die Schuhe und Strumpfhosen der Sängerin anzuziehen. Einar ziert sich erst, aber steht seiner Frau dann doch Modell. Um das Porträt zu Ende bringen zu können, muss Einar noch einige Male in die Rolle der Opernsängerin Anna schlüpfen und bald wird den beiden klar, dass Einar Gefallen daran gefunden hat und nun immer öfter seine weibliche Seite zeigen möchte.

Dass das Ehepaar Wegener der weiblichen Seite Einars den Namen Lili gibt, macht es den beiden einfacher, über die Tatsache zu sprechen, dass Einar transsexuell ist. Über eine lange Zeit hinweg reden die beiden über Lili, als wäre sie eine für sich gestellte, dritte Person. Und sicherlich ist es gefühlsmäßig auch genauso gewesen. Denn Einar sagt selbst immer wieder, dass eine zweite Person in seinem Körper wohnt. Lili und Einar teilen sich zwar viele Dinge, jedoch gibt es Erinnerungen, an die sich nur eine der beiden Personen erinnern kann.

„War Lili hier?“ Greta fühlte sich zu der Frage gedrängt, denn sie wusste, Einar selbst würde davon nicht anfangen.
„Eine Stunde. Etwas weniger. Riechst du sie nicht? Ihr Parfüm?“
[…]
Greta wusste nicht, was sie sagen sollte, sie wusste nicht, was ihr Mann von ihr erwartete. „Kommt sie wieder?“
„Nur wenn du es willst“, sagte Einar, ihr den Rücken zuwendend.
- Seite 35

Mit jedem neuen Kapitel war ich gespannt darauf, wie sich Lili nun weiterentwickeln wird. Auch die Beziehungen zwischen den einzelnen Charakteren und vor allem auch zwischen Greta und Lili wuchsen immer weiter und wurden enger. Irgendwann hatte ich das Gefühl, ich wäre ein Teil dieses inneren Zirkels, mit dem Lili ihr Geheimnis geteilt hat. Besonders angetan hat es mir Greta, die ihren Mann bedingungslos liebt und noch vor ihm weiß, dass er eine Frau ist. Greta unterstützt Einar und Lili mit allem, was ihr zur Verfügung steht, und ich habe viel Respekt für sie gehabt.

Fazit und Empfehlung
„Das dänische Mädchen“ hat mich sehr fasziniert und ich habe mir beim Lesen viele Notizen und Anmerkungen zwischen den Zeilen gemacht. Ein passendes Zitat herauszufinden war gerade nicht einfach, da ich so viele Sätze unterstrichen habe. Die Geschichte ist angelehnt an die wahre Geschichte von Lili Elbe und ihrer Frau Greta und ich bin nun neugierig, wie es nun wirklich damals Lili als Transfrau erging.

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