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Auf den isländischen Westmännerinseln werden bei Ausgrabungen drei Leichen und ein abgetrennter Kopf gefunden. Sie liegen im Keller des Elternhauses von Markús Magnússon, das bei einem Vulkanausbruch vor mehr als dreißig Jahren verschüttet wurde. Da Markús die Ausgrabung vorher unbedingt verhindern wollte, steht er plötzlich unter Mordverdacht: Hat er als Jugendlicher drei Menschen getötet und verstümmelt? Rechtsanwältin Dóra Gudmundsdóttir glaubt an seine Unschuld. Doch dann wird eine weitere Leiche entdeckt ...


Aus dem Isländischen von Tina Flecken
Originaltitel: ASKA
Originalverlag: Veröld
eBook epub (epub), 1 s/w Abbildung
ISBN: 978-3-641-24528-3
Erschienen am  14. Januar 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Dóra Gudmundsdóttir ermittelt

Leserstimmen

Das glühende Grab (Yrsa Sigurdardóttir)

Von: Poldi

03.06.2019

Vor einigen Jahrzehnten wurde das Elternhaus von Markús Magnússon bei einem Vulkanausbruch zerstört. Doch nun sollen Ausgrabungen auch dieses Haus wieder freilegen. Markús besteht aber darauf, zuerst den Keller in Begleitung seiner Anwältin Dóra Gudmundsdóttir zu betreten – wie sich herausstellt nicht ohne Grund, denn mehrere Leichen finden sich dort wieder. Natürlich fällt der erste Verdacht auf Markús, sodass es an Dóra ist, seine Unschuld zu beweisen... Die isländische Autorin Yrsa Sigurdardóttir hat gleich zwei erfolgreiche Thriller-Reihen, an denen sie momentan schreibt. „Das glühende Grab“ widmet sich dabei wieder der Rechtsanwältin Dóra Gudmundsdóttir, der dritte Fall für die engagierte Frau beginnt mit einem Prolog um einen finsteren Mord, der atmosphärisch so dicht und packend ist, dass ich sofort Feuer gefangen habe und unbedingt wissen wollte, was genau dahinter steckt. Bis dies enthüllt wird, dauert es natürlich noch seine Zeit, doch diese wurde von Sigurdardóttir sehr abwechslungsreich und spannend aufgefüllt, wie sie es auch in ihren Vorgängerromanen schon geschafft hat. Die 350 Seiten andauernde Geschichte enthält immer wieder sehr wohl platzierte Cliffhanger, die den Leser bei Laune halten, zumal immer mal wieder kleine Teile der Gesamtlösung aufblitzen – gerade so viel, dass man nicht das Gefühl hat, völlig im Dunkeln zu tappen und deswegen frustriert zu sein, aber nie so viel, dass man die Hintergründe selbst erschließen könnte. Das macht Sigurdardóttir erst ganz am Ende, dort laufen dann geschickt alle Fäden zusammen und werden zu einem sehr stimmigen und faszinierenden Gesamtbild zusammengefügt. Es ist eines dieser Bücher, die nach dem Auslesen nicht so schnell vergessen werden, sondern noch einige Zeit im Gedächtnis nachhallen und mich auch noch einige Zeit beschäftigt haben. Die Erzählweise ist sehr flüssig und rund, die Autorin baut aber auch einige Ecken und Kanten ein, die den Reiz durchgängig hochhalten. Über einige Formulierungen bin ich im positiven Sinne gestolpert, da sie schöne Bilder oder besonders aussagekräftige Szenerien schaffen. Sehr gut gefällt mir auch, dass das Privatleben von Dóra Gudmundsdóttir in guten Dosen behandelt wird, die Anwältin also lebensnaher und sympathischer wirkt, ohne dass sie einen der typischen Schwedenkrimi-Störungen hätte. So kann sich „Das glühende Grab“ ganz auf die eigentliche Handlung konzentrieren. Auch hier sind die vielen Charaktere sorgfältig gezeichnet und mit markantem Auftreten versehen, sodass man sich gut in die verschiedenen Szenen und Konstellationen einfindet. Sicherlich ist der Übergang von Thriller und Krimi fließend, bei diesem Roman würde ich aber eher zur zweiten Kategorie tendieren. Die Ermittlungen von Dóra Gudmundsdóttir sind sehr sorgfältig und spannend aufbereitet, viele Cliffhanger und Wendungen sorgen für Dynamik und eine lebendige Stimmung. Sigurdardóttir versteht es hier vortrefflich, mit ihren Lesern zu spielen und sie immer wieder auf eine falsche Spur zu locken, sodass die Auflösung dann tatsächlich überraschend und stimmig geraten ist. Sehr lesenswert!

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Spannende Unterhaltung

Von: Recensio Online

14.03.2019

Dora hat zwei Kinder, ist geschieden und von Beruf Anwältin. Ihr neuester Klient Markus kommt von den Westmännerinseln und gehört zu einer angesehenen Reedereifamilie. 1973 wurde sein Elternhaus bei einem unvorangekündigten Vulkanausbruch verschüttet. Nun will die Stadt jedoch die Ruinen wieder freilegen. Markus hat aber damals etwas im Keller des Hauses versteckt und versucht nun mit Doras juristischer Hilfe verzweifelt zu verhindern, dass sein Geheimnis ans Tageslicht kommt. Markus stieg die Treppen hinab. Der Schein seiner Taschenlampe konnte gegen den Staub und die Asche nicht viel ausrichten, sodass das Ende der Treppe nicht zu sehen war. "Ich weiß nicht, was ich sagen soll." Markus wirkte unnatürlich ruhig. "Du musst mir glauben, dass ich nicht hergekommen bin, um das ... - Dora, du musst die Ausgrabung unbedingt stoppen und das Haus wieder zuschütten lassen." Zitat Seite 16 Das glühende Grab wurde bereits 2008 veröffentlicht und in diesem Jahr vom btb Verlag neu verlegt. Titel und Cover passen sehr gut zum Plot und verraten, genauso wie der Klappentext, nicht zu viel von der Handlung. Die isländischen (Nach)Namen sind sehr schwer auszusprechen, daher ist es angenehm, dass im Buch hauptsächlich Vornamen verwendet werden. Schön finde ich hier auch die Beschreibungen der Protagonisten auf der letzten Seite, wenn man mit den Namen mal durcheinander kommen sollte. Es dauerte ziemlich lange, bis ich verstand, was vor etlichen Jahren geschehen sein musste und nun zum Problem wurde. Auf das Ende wäre ich von alleine niemals gekommen. Hier hat sich die Autorin eine sehr aufwendige Geschichte mit Wendungen ausgedacht, die sich dann aber lückenlos ineinander fügt. Der Text ist flüssig und die Zusammenhänge so verwirrend, dass man schon aus Neugierde einfach weiterlesen möchte. Die Person Dora ist authentisch und mir nach dem bereits dritten Fall der Anwältin sehr ans Herz gewachsen. In den Nebenhandlungen erfährt man auch einiges über ihr Privatleben, dass sie sehr sympathisch werden lässt. Auch die anderen Figuren sind so gezeichnet, dass man sie sich gut vor seinem inneren Auge vorstellen und mit ihnen sympathisieren kann. Persönliches Fazit: Absolutes Lesevergnügen mit vielen aufwendigen Einzelheiten. Ein Roman, der ohne detaillierte Brutalitäten auskommt, dem es aber nicht an Unterhaltung mangelt. © Rezension, 2019, Daniela

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Vita

Yrsa Sigurdardóttir, geboren 1963, ist eine vielfach ausgezeichnete Bestsellerautorin, deren Spannungsromane in über 30 Ländern erscheinen. Sie zählt zu den "besten Kriminalautoren der Welt" (Times). Sigurdardóttir lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Reykjavík. Sie debütierte 2005 mit "Das letzte Ritual", einer Folge von Kriminalromanen um die Rechtsanwältin Dóra Gudmundsdóttir. DNA ist Start einer neuen Serie um die Psychologin Freyja und Kommissar Huldar von der Kripo Reykjavik.

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