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Das verborgene Spiel Roman

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(* empf. VK-Preis)

eBook (epub) ISBN: 978-3-641-19541-0

Erschienen:  11.09.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Paperback

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Sieben Freunde. Rücksichtsloser Ehrgeiz. Ein geheimnisvoller Todesfall.

Oliver Marks bekommt immer nur die Nebenrollen. Trotzdem ist der junge Schauspieler glücklich am renommierten Dellecher College, einer abgeschiedenen Welt mit flackernden Kaminfeuern und ledergebundenen Büchern. Die sieben Studenten seines Jahrgangs sind eine eingeschworene Gemeinschaft, besessen von der Schauspielerei und von Shakespeare. Die Typen, die sie auf der Bühne verkörpern, legen sie auch privat nicht ab: Mitläufer, Verführerin, Held. Der charismatische Richard gibt die unberechenbaren Tyrannen. Doch eines Tages treibt einer der Freunde tot im Collegesee. Die anderen stehen vor einer schwierigen Wahl: Sollen sie der Wahrheit ins Auge sehen oder weiter gegen sie anspielen?

»Im Shakespeare-Fieber, auf sympathische und mitreißende Art. ... Sehr lesenswert und intelligent.«

New York Times Book Review (31.05.2017)

M. L. Rio (Autorin)

M. L. Rio hat zwei große Leidenschaften: Schriftstellerei und Theater. Sie schnupperte über zehn Jahre als Schauspielerin, Regisseurin und Produzentin Theaterluft und hat am Londoner King's College einen Master in Shakespeare Studies erworben. »Das verborgene Spiel« ist ihr Debüt.

»Im Shakespeare-Fieber, auf sympathische und mitreißende Art. ... Sehr lesenswert und intelligent.«

New York Times Book Review (31.05.2017)

Wie Donna Tartts »Die geheime Geschichte« ist dieses großartige Debüt von M.L. Rio ein vielschichtiger Spannungsroman über Liebe, Freundschaft und unsere Leidenschaften ... absolut fesselnder Lesestoff bis zur allerletzten Seite.

Cynthia D’Aprix Sweeney, Autorin des New-York-Times-Bestsellers "Das Nest"

Ein großartiger Roman, der einen Blick hinter die sonst verschlossenen Türen eines Elitecolleges wirft, eine atemberaubende, spannende Geschichte. Ich kann kaum erwarten, was M.L. Rio als nächstes schreibt.

Emily St. John Mandel, Autorin des New-York-Times Bestsellers "Das Licht der letzten Tage"

»Faszinierend. Eine gut gestrickte Spannungshandlung, die bis zu den letzten Seiten fesselt.«

Publishers Weekly

»Eine Geschichte ganz im Sinne Shakespeares ... mit einer gelungenen Überraschung am Schluss. Unbedingt empfehlenswert für alle Leser, die 'etwas wie' Donna Tartt suchen.«

Booklist

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Aus dem Englischen von Karin Dufner
Originaltitel: If we were villains
Originalverlag: Flatiron Books, New York 2016

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-19541-0

€ 9,99 [D] | CHF 12,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Penguin

Erschienen:  11.09.2017

  • Leserstimmen

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Zu viel des Barden, zu wenig der Personen

Von: Ponine T. Datum: 11.11.2017

nichtnocheinbeautyblog.blogspot.de/

Oliver Marks bekommt immer nur die Nebenrollen. Trotzdem ist der junge Schauspieler glücklich am renommierten Dellecher College, einer abgeschiedenen Welt mit flackernden Kaminfeuern und ledergebundenen Büchern. Die sieben Studenten seines Jahrgangs sind eine eingeschworene Gemeinschaft, besessen von der Schauspielerei und von Shakespeare. Die Typen, die sie auf der Bühne verkörpern, legen sie auch privat nicht ab: Mitläufer, Verführerin, Held. Der charismatische Richard gibt die unberechenbaren Tyrannen. Doch eines Tages treibt einer der Freunde tot im Collegesee. Die anderen stehen vor einer schwierigen Wahl: Sollen sie der Wahrheit ins Auge sehen oder weiter gegen sie anspielen?

Man, das Buch klang klasse, als ich es beim bloggerportal gesehen habe, deshalb habe ich es mir auch direkt als Rezensionsexemplar besorgt. Ein wenig hat es mich an Donna Tartts "Die geheime Geschichte" erinnert und das wollte ich dann genauer ins Auge fassen. Allerdings sinkt dieser Roman im Vergleich zu Tartts erheblich ab, und zwar in zweierlei Hinsicht.

Erstens war der Aufbau für mich ziemlich mühsam. Der Text beginnt in der Gegenwart, wenn Oliver aus dem Gefängnis entlassen wird und dem damals ermittelnden Kommissar nun endlich die Wahrheit zu erzählen verspricht. Dann blendet er zurück und wird, ganz im Stil eines Theaterstücks, in fünf Akten mit verschiedenen Szenen präsentiert. Nette Idee, die mir aber beim Lesen zunehmen auf den Nerv fiel, weil auf diese Weise erstens ja schon klar ist, dass am Ende Oliver verhaftet werden wird und sich beim Lesen sehr schnell herauskristallisiert hat für mich, dass das nur aus einem einzigen Grund der Fall sein kann. Der war es dann auch, dementsprechend war der Überraschungsmoment für mich schon serh früh vorbei. Wenn das geschieht, muss mich etwas anderes am Buch fesseln können, und das sind normalerweise die Figuren. Und damit sind wir beim zweiten Problem:

Sämtliche Figuren sind mir viel zu überkandidelt und unsympathisch, die meisten waren mir schlichtweg nach der Hälfte des Buchs total egal und einige wenige hätte ich am liebsten selbst im See ersäuft, weil sie so klischeehafte Typen chargieren müssen, dass ich sie gerne von ihrem Dasein erlösen würde. Mein Gott, allein Meredith, die Sexgöttin, und der vollkommen gesichtslose Oliver - wiegenau der diese vier Jahre ach so harten Aussiebens überstanden haben soll, ist mir ein wenig schleierhaft geblieben, aber nun gut, dann ist er eben der ewige Nebendarsteller. Es könnte schlimmer kommen - man könnte als Figur so geschaffen werden wie Philippa, von der am Ende nicht einmal mehr ein Eindruck in meinem Kopf geblieben ist, so blass war sie ab Seite 1. Am schlimmsten finde ich aber dieses ständige Shakespeare-Zitieren. Ja, ich verstehe schon, die leben und atmen seit vier Jahren Shakespeare und sind total besessen und kennen das Gesamtwerk in- und auswendig. Aber ehrlich, wenn selbst simpelste Sätze mitdem Informationsgehalt von "Ich hol mir jetzt ein Butterbrot" im Hexameter deklamiert werden müssen, dann ist es einfach nur arrogantes Gehabe, mit dem man seine vermeintliche Intellektualität betonen muss. Kann ich schon in der Realität nur mäßig nachvollziehen, aber gleich sieben von diesen Typen permanent Shakespeare seiern zu hören, ist kein Lesevergnügen.

Die Idee des Buchs wäre so schön gewesen. Aber der Aufbau, die mäßige Figurengestaltung und die fast schon planlose Überhäufung mit Shakespeare-Zitaten haben mich zu nicht mehr als drei Sternen kommen lassen.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Paperback)

Eine wahre Hommae an Shakespeare und seine Werke. Ein sprachgewaltiger Roman, in dem Shakespeare allgegenwärtig ist.

Von: Pink Anemone Datum: 10.01.2018

www.pinkanemoneblog.wordpress.com

Personen:
Richard – sein Name ist im wahrsten Sinne Programm; er ist aufbrausend, wirkt einschüchternd und ist der typische Gewinnertyp. Spielt in den Stücken immer einen König, Kriegsherr oder Tyrannen.

Meredith – die geborene Verführerin, im Leben wie auch auf der Bühne. Freundin von Richard

Wren – ein unscheinbares und ruhiges Mädchen; Besetzung für das Mädchen von nebenan oder ein Naivchen. Die Cousine von Richard

James – der beste, attraktivste und auch fleißigste Student; aufgrund seiner Offenheit allseits beliebt. Auf der Bühne verkörpert er immer den Guten. Zimmergenosse und bester Freund von Oliver

Alexander – dieser hat es faustdick hinter den Ohren und ist keineswegs auf den Mund gefallen; er ist die ideale Besetzung für Schurken, Narren und teuflisch böse Charaktere

Filippa – von den anderen nur Pip genannt; burschikos, ruhiger Pol und wandelbar, daher besetzt sie oft auch Männerrollen

Oliver – der Erzähler dieser Geschichte; hält sich selbst für nichts besonderes und schiebt es auf sein Glück es bis in das 4. Semester geschafft zu haben; hält sich lieber im Hintergrund und ist daher immer die Besetzung für Nebenrollen mit etwas längerem Text

Setting:
Das Dellecher Classical Conservatory – eine Kunstakademie, welche für ihre exzentrischen und unkonventionellen Methoden regelrecht berüchtigt ist.
Hier ist alles erlaubt, alles wird entschuldigt, solange es der Kunst dient.

Handlung:
Eine eingeschworene Gemeinschaft von sieben Studenten; sieben Studenten, die durch ihre Liebe zum Theater und zu Shakespeare verbunden sind; sieben Freunde, welche in Shakespeares Dramen die selben Rollen wie in ihren Leben spielen.
Doch eines Tages werden diese Rollen vertauscht, das Gleichgewicht der Freundschaft dadurch gestört und das Drama nimmt seinen Lauf. Dieses Drama wird 10 Jahre danach von Oliver erzählt, nachdem er aus dem Gefängnis entlassen wurde.
(Persönliche Inhaltsangabe)

♛♛♛

Dieser Roman ist eine wahre Hommage an Shakespeare, seine Werke und an das Theater und seine Schauspieler, wobei die verschiedensten Shakespeare-Zitate (vornehmlich aus „Macbeth“ und „Cäsar“) in die Dialoge und die Handlung eingearbeitet werden.
Wie für die sieben Hauptprotagonisten ist also auch für den Leser Shakespeare allgegenwärtig.

„Es gab uns sieben, die Bäume, den Himmel, den See, den Mond – und natürlich Shakespeare. Er lebte bei uns wie ein achter Mitbewohner, ein älterer weiser Freund, unsichtbar, doch in Gedanken stets anwesend, als habe er gerade erst den Raum verlassen.“ (S 169)

Und somit taucht man ein in die Welt der Theaterstudenten – ein Leben voller Partys, Drogen und Alkohol und schließlich erlebt man mit den sieben Studenten ihr selbst produziertes Drama, welches in einer Tragödie endet.
Neid, Rachsucht, Liebe, Tod – alles nur hervorgerufen durch eine kleine Änderung in der Besetzung.

Die Einteilung des Buches gliedert sich nicht in Kapiteln, sondern passend zur Thematik in Akte und Szenen. Dies gibt der Story die richtige Atmosphäre.

Der Schreibstil ist poetische und sprachgewaltig wie so manches Shakespearewerk selbst, ohne aber gestelzt oder übertrieben zu wirken.

„Wir waren ständig von Büchern, Worten und Gedichten umgeben, all den wilden Leidenschaften dieser Welt, gebunden in Leder und Pergament…“ (S. 13)

Das Besondere an diesem Roman ist aber auch, wie die Autorin die Gefühle der Protagonisten wieder- bzw. weitergibt. Diese können so manche Empfindungen nicht mit eigenen Worten beschreiben, da diese oft zu überwältigend oder zu kompliziert sind. Aus diesem Grund benutzen sie dann Shakespeare-Zitate, denn…

„Die Sache bei Shakespeare ist seine unbeschreibliche Wortgewalt […] Er spricht das Unaussprechliche aus. Er kleidet Trauer und Triumph, Hingerissenheit und Raserei in Worte und macht sie zu etwas, das wir verstehen können. Er verwandelt das ganze Mysterium der Menschheit in etwas Greifbares“ (S. 322)

Die Spannung ist anfangs nur subtil spürbar. Wie das langsame Anwachsen des Dramas schraubt sie sich erst nur behutsam in die Höhe, bis sie jedoch kaum mehr auszuhalten ist und in einer überraschenden Auflösung endet.

Am Ende des Romans erhält man von der Autorin noch Infos bezüglich Entstehung dieses Romans, wie z.B. welche Bücher sie dafür gewälzt hat.
Die Übersetzung der Shakespeare-Zitate in der deutschen Ausgabe erfolgten durch die im dtv-Verlag erschienen Shakespeare-Werke, welche von Frank Günther übersetzt wurden. Einer meiner absolut liebsten Shakespeare-Übersetzer.

Auch die Aufmachung des Buches konnte mich begeistern. Erstens durch das wunderschöne und treffende Cover, aber auch aufgrund der guten Qualität.

Fazit:
Mich als Shakespeare-Fan konnte dieser Roman absolut begeistern und zählt definitiv bereits zu meinen Lese-Highlights 2018.
Obwohl hier Shakespeare allgegenwärtig ist und mit seinen Zitaten nur so herumgeschmissen wird, ist er nicht nur für Shakespeare-Liebhaber geeignet. Man muss sich nur auf diese ganz besondere Atmosphäre einlassen können, denn atmosphärisch ist dieser Roman allemal.
Von mir gibt es daher eine absolute Leseempfehlung für diesen Roman – einen Roman, der mir wieder Lust auf Shakespeare machte.

© Pink Anemone

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