Das weite Herz des Landes

Roman

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Als der sechzehnjährige Franklin Starlight herbeigerufen wird, um seinen Vater Eldon, den er kaum kennt, zu besuchen, trifft er auf einen vom Alkohol gezeichneten, dem Tode geweihten Mann. Die beiden machen sich auf den Weg durch das raue Herzland British Columbias und auf die Suche nach einer letzten Ruhestätte, wo Eldon nach Art der indianischen Krieger beerdigt werden will.

Auf der Reise erzählt der Vater dem Sohn seine Lebensgeschichte, die Momente der Verzweiflung genauso wie die Tage der Hoffnung und des Glücks - und so entdeckt Franklin eine Welt, die er nicht kannte, eine Geschichte, die ihm fremd war, und ein Erbe, das er hüten kann.

Mit einem Nachwort von Katja Sarkowsky, Professorin für Amerikanistik an der Universität Augsburg.

»sehr ergreifend [und] literarisch ausgesprochen klug gemacht«

FAZ Bücher-Podcast, Tilman Spreckelsen (17. September 2020)

Aus dem Amerikanischen von Ingo Herzke
Originaltitel: Medicine Walk
Originalverlag: McClelland & Stewart
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-26288-4
Erschienen am  14. September 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Buchhandlung Horst Morgenstern

Von: Susanne Morgenstern aus Bremervörde

14.08.2020

Ich habe es eben zu Ende gelesen und freue mich über die Botschaft des respektvollen Umgangs mit Mensch und Natur als Voraussetzung für ein gelingendes Leben (siehe Nachwort). Wie ich sehe, sind noch weitere Bücher von Richard Wagamese in Vorbereitung - schön! Ganz zu Anfang bin ich über den Mond, der "schon am Untergehen (war)" gestolpert (und über sechszehn im Nachwort!), mag aber die reduzierte Art (bisschen wie Hemingway) sehr, so schweigsam wie die Männer selbst: "Bin so erzogen, dass ich sage, was ich denke, und frage, was ich wissen will. Spart viel Zeit und Kopfzerbrechen." Gnadenlos gut, der junge Held...

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Buchhandlung Bider & Tanner AG

Von: Jan Csenda aus Basel

14.08.2020

Das rot-rötlich-ins rosa verlaufende Farbschema des Covers mit dem Adler, der seine Flügel über der Wasseroberfläche eines Sees ausbreitet hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Als ich dann mit dem Lesen begonnen habe, haben mich die Weite, die raue Seele des Windes, der immer wieder eine Rolle zu spielen scheint, und die Sehnsucht nach der Ferne haben mich sofort in ihren Bann gezogen. Im Nachwort zu seinem Buch schreibt Wagamese: “In der Welt der Ojibwe geht man nach innen, um das Außen zu beschreiben. Diese Reise kann manchmal erschütternd sein, aber auch die Quell großer Freude, Freiheit und Licht.” Diese wenigen Worte kommen für mich der Essenz dieses Buches am nächsten. Franklin reiht sich in die Reihe indigener Charaktere ein, die Wagamese über die Jahre geschaffen hat; sie sind Pferdezüchterinnen, Farmer, Cowboys, Priester, Heilerinnen, Hockeyspieler und Obdachlose. Wie auch sie ringt Franklin mit sich und seinen Umständen, der Frage nach Identität, seinem Platz in der Welt und im Laufe seiner Reise zu lieben und zu lernen. Er lernt in sich zu gehen, in der eigenen Stille ganz zu werden und das Wesen der Zeit zu vergessen. Stille ist nicht nur ein Thema, das auf Franklin zutrifft, sondern auch auf den Mann, an dessen Seite er sich auf eine letzte Reise begibt. Eine Reise auf der sich Land und Mond und Wasser sich zu der einzigen Gleichung summieren würden, die Franklins Welt Gültigkeit verliehe. Auch wenn er ganz für sich lebt; auf dem Rücken seines Pferdes, in Unterständen aus Kiefernästen, an nächtlichen Lagerfeuern, in der Bergluft, die süß und rein wie Quellwasser schmeckte, und auf kaum zu entdeckenden Pfaden, die nur Pumas, Murmeltiere und Adler kannten, merkt er doch auch, dass er immer wieder die Beziehung zu den Menschen sucht, die ihm vertraut sind. Dieses Vertrauen, zieht sich für mich durch die Geschichte. Vertrauen, wird geschenkt - manchmal immer wieder neu - erarbeitet, hinterfragt und manchmal auch missbraucht. Auf seiner Reise muss Franklin neu lernen zu vertrauen, ohne zu wissen, ob es jemals belohnt wird nur um ganz bis zum Ende warten zu müssen, um zu sehen, ob sich Das Warten überhaupt gelohnt hat. Franklin begibt sich auf eine Reise nach innen, um das Außen beschreiben zu können und kehrt als jemand anderes zurück, als der, als der er weggegangen war. Ich danke herzlich für diese tolle Empfehlung - das Buch wird meine Gedanken und meinen Alltag wohl noch eine Weile begleiten.

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Vita

Richard Wagamese, geboren 1955 im Nordwesten Ontarios, gehört zu den bedeutendsten Schriftstellern Kanadas und indigenen Stimmen der First Nations. Er veröffentlichte 15 Bücher, für die er vielfach ausgezeichnet wurde, u.a. mit dem Publikumspreis des Canada-Reads-Programms des staatlichen Rundfunks für den Roman "Der gefrorene Himmel", dessen von Clint Eastwood produzierte Verfilmung ebenfalls preisgekrönt wurde. Als Kind von seinen Eltern getrennt, aufgewachsen in Heimen und bei Pflegefamilien, die ihm eine Beziehung zu seinen indigenen Wurzeln verboten, wurde Wagamese erst im Alter von 23 Jahren wieder mit seiner Familie vereint. Er ließ sich in Kamloops, British Columbia, nieder, wo ihm später von der Thompson Rivers University die Ehrendoktorwürde verliehen wurde. Richard Wagamese verstarb im Jahr 2017.

Zur AUTORENSEITE

Ingo Herzke

Ingo Herzke, Jahrgang 1966, hat Klassische Philologie, Anglistik und Geschichte in Göttingen und Glasgow studiert. Seit 1999 lebt er mit seiner Familie in Hamburg und übersetzt neben Gary Shteyngart u. a. Alan Bennett, Nick Hornby, A. L. Kennedy, Kate de Goldi, Joshua Cohen und A. M. Homes.

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