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Das zweite Gesicht Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-20762-5

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Erschienen: 10.04.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch

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Massachusetts 1842: Die 15-jährige Polly zündet die heimische Farm an, ihr brutaler Vater kommt in den Flammen um. Polly und ihr Bruder müssen fliehen und finden Zuflucht in einer Shaker Gruppe. In dieser religiösen Gemeinschaft mit strengen Regeln wähnt sich Polly sicher vor den Nachstellungen des Privatdetektivs Simon Pryor, der den Fall aufklären soll. In der jungen Shaker-Schwester Charity findet sie eine Freundin und Verbündete. Doch als Polly sich in den Augen der Gemeinschaft als „Seherin“ erweist, als eine Auserwählte mit mystischen Visionen, beobachtet man sie auch hier mehr als genau. Wird Polly unter diesen Umständen weiter ihre wahre Geschichte verheimlichen können?

Rachel Urquhart (Autorin)

Rachel Urquhart ist Journalistin und Autorin, sie schreibt u.a. für The New Yorker, Elle, New York Times und Vogue. "Das zweite Gesicht" ist ihr Romandebüt. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen in Brooklyn.


Almuth Carstens (Übersetzerin)

Almuth Carstens, 1948 in Kiel geboren, hat u. a. Soziologie studiert und lebte längere Zeit in Amerika. Sie ist Übersetzerin von u. a. Kathy Acker, Jane Rogers, Alice Sebold und Jeff Talarigo. Sie lebt heute in Berlin.

Aus dem Englischen von Almuth Carstens
Originaltitel: The Visionist
Originalverlag: Simon & Schuster

eBook (epub), 1 s/w Abbildung

ISBN: 978-3-641-20762-5

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

NEU
Erschienen: 10.04.2017

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Ein packendes Drama über eine Familie inmitten düsterer Zeiten

Von: Home is where the boys are Datum: 26.04.2017

https://homeiswheretheboysare.com

Man schreibt das Jahr 1842. Die Familie Kimball lebt auf einer heruntergewirtschafteten Farm in Massachusetts. Unter ihrem trunksüchtigen, brutalen Vater haben die Kinder Polly und Ben sowie deren Mutter May sehr zu leiden. Sie leben in ständiger Angst vor den Gewalttaten des stets unzufriedenen Mannes. Eines Abends erträgt die 15-jährige Polly die Demütigungen nicht mehr. Sie zündet die Farm an und lässt den betrunkenen, schlafenden Vater zurück. Mit ihrem Bruder kommt sie in einer strengreligiösen Shaker-Gemeinde unter. Aber trotz aller Hoffnung, scheint sie auch hier keinen Ort des Friedens zu finden.

Mit „Das zweite Gesicht“ präsentiert die New Yorker Autorin Rachel Urquhart ihr Romandebüt. Sie taucht in menschliche Abgründe ein und zeichnet skrupellose Tyrannen, gegen die sich Frauen, Kinder und Mittellose in jener Zeit kaum wehren konnten. Dagegen stellt sie die tiefgläubigen Shakers, welche den Rechtlosen, den Waisen und den Armen helfen, wenn diese nach ihren Regeln leben. Familien werden getrennt. Sauberkeit, Fleiß und ein zölibatäres Leben haben oberste Priorität. Männer und Frauen dürfen keinen Blickkontakt halten oder miteinander sprechen, es sei denn, die Ältesten erlauben dies. In rituellen Schütteltänzen huldigen sie Gott und ehren jene unter ihnen, die Visionen von ihrer Gründerin, Mutter Ann, empfangen.

Auch die Protagonistin des Buches, Polly Kimball, ist mit der Gabe des zweiten Gesichts gesegnet. Das sorgt anfänglich für einige Aufregung und gibt ihr eine besondere Stellung innerhalb jener Gemeinde, die sich „Stadt der Hoffnung“ nennt. Doch Polly trägt zu viel Kummer aus der Vergangenheit in sich, als dass es ihr möglich wäre, sich trotz der sanften Zuwendung durch Schwester Charity, komplett in die Gruppe zu integrieren. Hinzu kommen die Ermittlungen durch den Brandinspektor Simon Pryor, der die Vorgänge in der Brandnacht auf dem Anwesen der Kimballs aufklären soll. Bald fragt sich dieser, ob es wirklich ein Unfall war oder ein Familienmitglied mit Absicht handelte. Pryor macht sich auf die Suche nach Polly, Ben und deren inzwischen verschwundenen Mutter.

„Das zweite Gesicht“ hat mir trotz aller düsterer Dramatik sehr gut gefallen. Die Autorin versteht es, jene dunklen Knoten aufzuknüpfen und den Hoffnungslosen eine Fackel zu schenken, mit denen sie ihr Leben erhellen dürfen.

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