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Das zweite Gesicht Roman

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CHF 11,00*
(* empf. VK-Preis)

eBook (epub) ISBN: 978-3-641-20762-5

Erschienen: 10.04.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch

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Massachusetts 1842: Die 15-jährige Polly zündet die heimische Farm an, ihr brutaler Vater kommt in den Flammen um. Polly und ihr Bruder müssen fliehen und finden Zuflucht in einer Shaker Gruppe. In dieser religiösen Gemeinschaft mit strengen Regeln wähnt sich Polly sicher vor den Nachstellungen des Privatdetektivs Simon Pryor, der den Fall aufklären soll. In der jungen Shaker-Schwester Charity findet sie eine Freundin und Verbündete. Doch als Polly sich in den Augen der Gemeinschaft als „Seherin“ erweist, als eine Auserwählte mit mystischen Visionen, beobachtet man sie auch hier mehr als genau. Wird Polly unter diesen Umständen weiter ihre wahre Geschichte verheimlichen können?

»gut geschrieben«

Westfälische Rundschau (27.05.2017)

Rachel Urquhart (Autorin)

Rachel Urquhart ist Journalistin und Autorin, sie schreibt u.a. für The New Yorker, Elle, New York Times und Vogue. "Das zweite Gesicht" ist ihr Romandebüt. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen in Brooklyn.


Almuth Carstens (Übersetzerin)

Almuth Carstens, 1948 in Kiel geboren, hat u. a. Soziologie studiert und lebte längere Zeit in Amerika. Sie ist Übersetzerin von u. a. Kathy Acker, Jane Rogers, Alice Sebold und Jeff Talarigo. Sie lebt heute in Berlin.

»gut geschrieben«

Westfälische Rundschau (27.05.2017)

Aus dem Englischen von Almuth Carstens
Originaltitel: The Visionist
Originalverlag: Simon & Schuster

eBook (epub), 1 s/w Abbildung

ISBN: 978-3-641-20762-5

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

Erschienen: 10.04.2017

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Eine langsame Geschichte voller Tiefgang

Von: Katharina (Mama hat jetzt keine Zeit) Datum: 08.12.2017

mamahatjetztkeinezeit.ch/

Das Leben ist in der Mitte des 19. Jahrhunderts für die arme Landbevölkerung nirgendwo einfach gewesen. Besonders hart hat es jedoch die 15jährige Polly getroffen: Ihr bösartiger und gewalttätiger Vater hat nicht nur versucht, ihren kleinen Bruder zu töten, sondern vergeht sich auch Nacht um Nacht an ihr. Ihre geschlagene Mutter unternimmt nichts, um sie vor ihm zu schützen. Als sich die Gelegenheit bietet, legt Polly Feuer und flüchtet mit Mutter und Bruder von der Farm.
Ihre Mutter lässt sie und ihren kleinen Bruder bei den „Shakern“ zurück, einer hart arbeitenden christlichen Gruppierung. Die Geschwister werden getrennt und Polly lernt die gleichaltrige Charity kennen, die bei den Shakern aufgewachsen ist.
Während Polly versucht, sich in die Glaubensgemeinschaft einzufügen und gleichzeitig fürchtet, ihr Vater könne sie finden, und wegen der Brandstiftung von Schuldgefühlen heimgesucht wird, macht sich an ihrem Wohnort Simon Pryor, der Brandinspektor, auf der Suche nach den Ursachen des Brandes auf der Farm. Er steht in der Schuld eines reichen Unternehmers, der auf der Suche nach billigem Land ist, um dort „Mühlen“ – mit Wasserkraft betriebene Fabriken – zu bauen.

Schon wieder die Geschichte einer jungen Frau, die an der Schwelle zum Erwachsenwerden steht. Aber diese hier hat schon viel gesehen, viel mehr, als eine Fünfzehnjährige überhaupt aushalten kann. Daneben geht es um die Geschichte der USA im 19. Jahrhundert, einen Einblick in eine der damals überall spriessenden christlichen Gemeinschaften, eine Befreiungsgeschichte aus häuslicher Gewalt, und das alles gewürzt mit einer grossen Dosis Sozialkritik. Schafft es May, Pollys Mutter, das Erbe ihrer Kinder vor all gierigen Händen zu schützen, die es an sich reissen wollen? Wird Polly bei den Shakern glücklich? Kann man so leben: Vorhersehbar, in Wohlstand und ohne körperliche Gewalt, aber auch ohne Liebe und Zärtlichkeit zwischen Familienmitgliedern oder gar Liebenden?

Rachel Urquharts Debütroman liest sich am Anfang so zäh wie die Schriften der Shaker. Die Handlung schreitet nur langsam voran – aber es ist auch eine langsame Zeit und eine langsame Geschichte. Um die Handlung und die Motivation der Protagonisten zu verstehen, muss man tief in den Kontext eintauchen: Das Gesetz des Stärkeren, das jener Zeit vorherrschte, das Leben der von der Welt abgeschotteten evangelischen Freikirchen, die Gewalt und die Tatsache, dass es trotz all dem gute Menschen gab, die anderen helfend zur Seite standen.

Auch wenn es weit entfernt ist von dem, was ich sonst so lese: Ich bereue nicht, das Buch gelesen zu haben! Ich lernte neue, interessante Charaktere kennen und das Volk der Shaker, von denen ich bisher nicht mal wusste, das es existierte und durfte eintauchen in eine mir bisher unbekannte Welt.

Bedrückender Page-Turner.

Von: Amy J. Brown Datum: 28.09.2017

https://mein-amyversum.jimdo.com/

Auf diese Geschichte war ich sehr gespannt, weil ich die Zeit und das Setting sehr spannend finde.

Massachusetts 1842: Die 15-jährige Polly zündet die heimische Farm an, ihr brutaler Vater kommt in den Flammen um. Polly und ihr Bruder müssen fliehen und finden Zuflucht in einer Shaker Gruppe. In dieser religiösen Gemeinschaft mit strengen Regeln wähnt sich Polly sicher vor den Nachstellungen des Privatdetektivs Simon Pryor, der den Fall aufklären soll. In der jungen Shaker-Schwester Charity findet sie eine Freundin und Verbündete. Doch als Polly sich in den Augen der Gemeinschaft als „Seherin“ erweist, als eine Auserwählte mit mystischen Visionen, beobachtet man sie auch hier mehr als genau. Wird Polly unter diesen Umständen weiter ihre wahre Geschichte verheimlichen können?

Rachel Urquhart ist Journalistin und Autorin, sie schreibt u.a. für The New Yorker, Elle, New York Times und Vogue. "Das zweite Gesicht" ist ihr Romandebüt. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen in Brooklyn.

"Das zweite Gesicht" ist der erste Debütroman von Rachel Urquhart und ist erschienen am 10.04.2017. Das Taschenbuch mit 416 Seiten kostet 9,99€, die Kindle Edition 8,99€. Die Geschichte 2014 zuerst auf Englisch 2014 unter dem Namen "The Visionist" erschienen.

Polly ist ein Teeniemädchen, ihr Bruder ist noch kleine, beide werden des Öfteren von ihrem brutalen Vater misshandelt. Dadurch hatte ich sofort Mitleid mit ihr und war ziemlich wütend auf den Vater, mein Beschützerinstinkt war also geweckt. Nach dem Brand und des Todes des Vaters werden Polly und ihr kleiner Bruder zu den Shakern gebracht und verschwindet dann. Polly und Ben werden getrennt, weil es in dem Kulturkreis dort üblich ist, erstmal fühlt sich Polly sicher.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr ehrlich, teilweise sogar ziemlich derb, gerade am Anfang, wo der Vater noch lebt und Gewalt an der Tagesordnung ist, ich musste einige Male kräftig schlucken. Wenn man so etwas nicht mag, oder nicht gut lesen kann, ist man hier nicht gut beraten.

In der Geschichte gibt es drei Protagonisten: Polly, die wir ganz zu Anfang kennenlernen, Shaker-Schwester Charity, von der ich anfangs nicht so begeistert war, weil ich sie für arrogant gehalten habe, und zu guter Letzt Simon Pryor, dessen Erzählstil sich von dem der Mädchen sehr unterscheidet. Die Erzählperspektiven fand ich großartig, es hat die Geschichte für mich sehr abwechslungsreich gestaltet. Polly mochte ich jedoch am liebsten, wahrscheinlich, weil ich sie direkt zu Anfang ins Herz geschlossen habe. Die verschiedenen Perspektiven laufen irgendwann zusammen, wie das geplottet war, hat mir gut gefallen.

Ich habe durch die Geschichte auch einige Fakten mitbekommen, die auch zutreffen, ich habe einige davon selbst recherchiert, weil mich fremde Kulturen grundsätzlich sehr interessieren. Die Recherche zu dem kompletten Buch wird also aufwendig gewesen sein, die Autorin hat sich sorgfältig damit auseinander gesetzt, was ich gerade bei historischen Romanen sehr wichtig finde.

Für Fans von historischen Romanen definitiv eine Empfehlung.

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