Der Anschlag

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Wenn die Vergangenheit grausam zuschlägt – Stephen King schreibt die amerikanische Geschichte neu

Am 22. November 1963 fielen in Dallas, Texas, drei Schüsse. John F. Kennedy starb, und die Welt veränderte sich für immer. Wenn man das Geschehene ungeschehen machen könnte – wären die Folgen es wert? Jake Epping kann in die Vergangenheit zurückkehren und will den Anschlag verhindern. Aber je näher er seinem Ziel kommt, umso vehementer wehrt sich die Vergangenheit gegen jede Änderung. Stephen Kings neuer großer Roman ist eine Tour de Force, die ihresgleichen sucht – voller spannender Action, tiefer Einsichten und großer Gefühle.

"King ist der King!"

Brigitte, Angela Wittmann (08. Februar 2012)

Übersetzt von Wulf Bergner
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-06440-2
Erschienen am  23. Januar 2012
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Was wäre, wenn man in den Lauf der Zeit eingreifen könnte, um Verbrechen, Attentate oder Naturkatastrophen ungeschehen zu machen?

Von: Birgit Pirker

11.01.2020

Was wäre, wenn man in den Lauf der Zeit eingreifen könnte, um Verbrechen, Attentate oder Naturkatastrophen ungeschehen zu machen? Jake Epping, ein Lehrer der im Jahre 2011 auf einer amerikanischen High-School unterrichtet, möchte dies versuchen und schreitet durch ein Zeitportal, um in einem heruntergekommenen Imbiss in den 1950er Jahren zu landen. Doch das Zeitgeschehen lässt sich nicht ohne Widerstand manipulieren. Auf beiden Seiten der Geschichte begegnet Jake mehr als einmal Katastrophen und menschlichen Abgründen! Wer mit „Der Anschlag“ einen klassischen Horror-Roman im altbewährten Stil von Stephen Kings erwartet, wird hier leider enttäuscht sein. In „Der Anschlag“ zeigt er uns nochmal einen ganz anderen und vor allem noch unbekannten Blickwinkel auf die amerikanische Geschichte! Mich konnte er mit diesem Buch total fesseln. Einmalig von der ersten Seite weg … „Der Anschlag“ spiegelt die amerikanische Gesellschaft in den späten 50er und frühen 60er Jahren wieder, mit allen Vor- und Nachteilen. Die Charaktere sind wie immer hervorragend ausgearbeitet und man freut sich auf jede neue Szene mit den Protagonisten. Auf vielen Seiten konnte ich den Mief der Fabriken riechen und die Musik aus den Tanzlokalen hören. Selbst Nebencharaktere wie die Schüler aus Jakes Schule oder der alter humpelnder Hausmeister sind mir im Gedächtnis geblieben und total ans Herz gewachsen. Eine weitere Stärke dieses Buches ist die Darstellung des Kennedy-Attentäters Lee Harvey Oswald. Er wirkte auf mich menschlich und greifbar. Auch wenn er definitiv kein freundlicher Geselle ist, mit dem man abends auf ein Bier gehen möchte, bekam ich doch ein bisschen das Gefühl ihn zu verstehen. Bei manchen Charakteren greift Stephen King ganz gezielt zur Schwarz-Weiß-Malerei, das lässt er hier aber ganz bleiben. Lee Harvey Oswald bleibt wandelbar. Auch die Beschattung Oswalds durch Jake Epping, die wir über mehrere Jahre begleiten, war für mich interessant und spannend nach zu verfolgen. Es ist schon einige Jahre her, dass ich dieses Buch zum letzten Mal gelesen habe und doch ist mir die Geschichte präsent, wie kaum eine Andere. Stephen King hat hier in meinen Augen alles richtig gemacht! Er schafft es, in über 1000 Seiten sein hohes Niveau sowohl sprachlich als auch im Erzählstil zu halten und den Leser komplett in seinen Bann zu ziehen. Und ich vermisse Jake und Sadie immer wieder! Ich glaube, ich muss das Buch ganz bald wieder zur Hand nehmen …

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Interessantes Gedankenspiel

Von: Frank

02.09.2016

Zeitreisen sind faszinierend. Was könnten wir nicht alles machen, wenn wir die Möglichkeit hätten, in der Zeit zurückzureisen? Diese Idee greift Stephen King in seinem Buch auf und fokussiert sich auf die Frage, was passiert wäre, wenn der Anschlag auf John F. Kennedy im Jahre 1963 vereitelt worden wäre. Dieses Ereignis verbinden viele US-Amerikaner mit einem Trauma. Sie sind davon überzeugt, dass ihr Land durch die Ermordung des Präsidenten in eine tiefe Krise gestürzt wurde. Genau darauf baut King auf, wenn er den Lehrer Jake Epping auf seinen todkranken Freund und Restaurantbesitzer Al Templeton treffen lässt, der ihn in ein Geheimnis einweiht. Jake hat sich nämlich immer schon gefragt, wie das Restaurant überleben konnte. Bis Al ihm ein Portal in seinem Restaurant zeigt, mit dem man ins Jahr 1958 reisen kann. Kehrt man über das Portal in das Jahr 2011 zurück, so sind dort lediglich zwei Minuten vergangen. Al hat diese Reisen genutzt, um sich mit Nachschub für sein Lokal zu versorgen Das Zeitparadoxon umschifft King, in dem er jede neue Zeitreise die Ereignisse der alten Zeitreise auslöschen lässt. Nur der Zeitreisende kann sich noch an alles erinnern. Al ist besessen davon, das Attentat auf Kennedy vereiteln zu wollen, schafft es aber aufgrund seiner Krankheit nicht, die fünf Jahre bis zum Jahr 1968 zu überbrücken. Er überzeugt Jake davon, dass er es an seiner Stelle versuchen soll. Nach einigen Zeitreise-Testläufen und die Betrachtung der jeweiligen Folgen seines Handelns, beschließt er, einen Versuch zu wagen. Wenn der Leser an dieser Stelle angelangt ist, wird er schon längst bemerkt haben, dass das eigentliche Attentat in den Hintergrund gerückt ist. Ebenso wie die Mythen, die sich um Oswald im Laufe der Zeit gebildet haben. Im Buch steht die us-amerikanische Gesellschaft der 60er im Vordergrund, die gerne glorifiziert wird. King zeigt aber recht deutlich, welche Risse diese Gesellschaft schon damals hatte und welche Probleme der Neuzeit in der Vergangenheit zu suchen sind. Wer King kennt, wird wissen, dass es viele Nebenhandlungen gibt, die zudem Bezug auf vorhandene Schauplätze aus anderen Büchern haben. So wie mancher Filmregisseur immer wieder in seinen eigenen Filmen auftaucht, versucht King die Handlungen seiner Bücher ineinandergreifen zu lassen. Die Handlungsstränge in "Der Anschlag" sind dabei nicht derart komplex, als dass man den Überblick verliert. Ebenso typisch für einen King sind die Längen, die seine Bücher aufweisen. Kann das Buch den Leser in dem ersten Drittel fesseln, verliert es danach merklich an Fahrt. Die Nebenhandlungen rücken zunehmend in den Vordergrund und man möchte dem Buch zurufen: "Komm auf den Punkt!" Erst gegen Ende nimmt die Geschichte wieder an Fahrt auf und kann den Leser wieder fesseln. Es sollte klar sein, dass es sich bei diesem Buch um einen Thriller handelt. Ich kann entäuschte Rezensienten nicht verstehen, die ein Horrobuch erwartet haben. Sehr wohl kann ich aber enttäuschte Leser verstehen, die sich durch die Längen des Buchs gekämpft haben und am Ende vielleicht auch deswegen enttäuscht sind, weil so manches Zeitparadoxon dann doch nicht aufgeklärt wird. Natürlich kennt der King-Leser die typischen Längen seiner Bücher, aber in diesem Buch verliert die Geschichte einfach zu viel an Fahrt. Dem Lesefluss hätte es sehr gut getan, wenn der Mittelteil deutlich gestrafft worden wäre. Ich kann das Buch nur bedingt empfehlen.

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Vita

Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Bislang haben sich seine Bücher weltweit über 400 Millionen Mal in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk bekam er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und 2015 mit dem Edgar Allan Poe Award den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. 2015 ehrte Präsident Barack Obama ihn zudem mit der National Medal of Arts. 2018 erhielt er den PEN America Literary Service Award für sein Wirken, gegen jedwede Art von Unterdrückung aufzubegehren und die hohen Werte der Humanität zu verteidigen.

Seine Werke erscheinen im Heyne-Verlag.

www.stephenking.com

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

"Der Horror-King überrascht mit einer Zeitreise, um den Mord an Präsident Kennedy zu verhindern. Dickes Buch, starkes Buch!"

Kurier (20. Januar 2012)

"Ein tollkühnes Szenario, ein gewaltiger Roman!"

Kölnische Rundschau (24. Januar 2012)

"Ein enorm lesenswertes und kurzweiliges Werk. Kings originelle Prämisse und umfassende Recherchen münden in eine leichtfüßig verfasste, stimmige, spannenden und erstaunlich glaubwürdige Zeitreise."

Magazin BÜCHER (27. Januar 2012)

„Ein ganz wichtiges Buch! Stephen Kings Alterswerk. Dieses Buch muss man lesen! Großes Kino für den Kopf – einfach genial!“

Peter Hetzel im SAT.1-Frühstücksfernsehen (07. Februar 2012)

"King war wahrscheinlich nie besser: Spannend, nachdenklich, überraschend. Und er beschert ein absolut formvollendetes Happy End. Ganz großes Kino!"

Express über "Der Anschlag" (19. Februar 2012)

"Mit 'Der Anschlag' empfiehlt sich King als Gesellschaftschronist einer untergegangenen Zeit."

Zitty Berlin (21. März 2012)