VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Der Araber von morgen, Band 3 Eine Kindheit im Nahen Osten (1985 - 1987) Graphic Novel

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 15,99 [D] inkl. MwSt.
CHF 19,00*
(* empf. VK-Preis)

eBook (epub) ISBN: 978-3-641-21035-9

Erschienen:  09.05.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Paperback, eBook (epdf), eBook (epub)

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Anmeldung

  • Info

  • Vita

  • Pressestimmen

  • Service

  • Biblio

“Einer der besten Zeichner seiner Generation.” –
Le Monde
„Ein absolutes Muss.“ – New York Times

Ein Welterfolg wird fortgesetzt - der dritte Band des Bestsellers von Riad Sattouf kommt in die Buchläden! Die Mutter hält das Leben in Syrien nicht mehr aus und möchte nach Frankreich zurückkehren. Der kleine Riad erlebt, wie sein Vater hin- und hergerissen ist zwischen seiner Frau und starken arabischen Familientraditionen. "‘Der Araber von morgen‘ ist hochkomisch – und weit mehr: Diese Graphic Novel trägt einiges zum besseren Verständnis der gegenwärtigen Situation bei." (NZZ, Christian Gasser)

»Der Comic berührt, weil er die Spannungen zwischen den Kulturen aufs Tableau einer Familie herunterbricht: auf der einen Seite der konservativ-patriotische Vater, auf der anderen die französische Mutter.«

Die Welt (06.05.2017)

Riad Sattouf (Autor)

Riad Sattouf, geboren 1978 in Paris, ist Comic-Zeichner und Filmemacher. Aufgewachsen in Libyen und Syrien, kehrte er mit 13 Jahren nach Frankreich zurück. Er studierte Animation und wurde bald zu einem der bekanntesten zeitgenössischen Comic-Künstler. Von 2004 bis 2014 zeichnete er wöchentlich den Comic "La vie secrète des jeunes" für Charlie Hebdo. Sattouf wurde u.a. mit dem Prix René Goscinny und dem César für den besten Erstlingsfilm ("Jungs bleiben Jungs") ausgezeichnet. "Der Araber von morgen" gewann den Grand Prix RTL de la Bande Dessinée und den Fauve d'or beim 42. Comicfestival von Angoulême. Sattouf lebt und arbeitet in Paris.


Andreas Platthaus (Übersetzer)

Andreas Platthaus ist Leiter des Literatur-Ressorts der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und hat zahlreiche Publikationen zu Geschichte und Ästhetik des Comics vorgelegt. Er übersetzte u.a. „Fumetti“ von Moebius (in: „Moebius: Zeichenwelt“).

»Der Comic berührt, weil er die Spannungen zwischen den Kulturen aufs Tableau einer Familie herunterbricht: auf der einen Seite der konservativ-patriotische Vater, auf der anderen die französische Mutter.«

Die Welt (06.05.2017)

»Manchmal entdeckt man Sachen so spät, dass es einem beinahe schon peinlich ist. (...) Ich hab den Mann einfach unterschätzt.«

SPIEGEL ONLINE, Timur Vermes (15.05.2017)

»Sattouf weiß nicht nur genau, wovon er spricht, er zeigt die Konfliktzonen im Umgang unterschiedlicher Kulturen auch genau dort, wo sie tatsächlich liegen: in den Banalitäten der Alltäglichkeit.«

Die Presse (A), Wolfgang Freitag (13.05.2017)

»(...) ein Guck- und Lesevergnügen und man erfährt so ganz nebenbei sehr viel über eine Kindheit und über das sehr unterschiedliche Denken zwischen diesen beiden Welten.«

hr2-Kulturfrühstück, Ursula May (19.05.2017)

»'Der Araber von morgen' ist ein wirklich besonderes Werk.«

Berliner Zeitung, Schayan Riaz (12.08.2017)

mehr anzeigen

Aus dem Französischen von Andreas Platthaus
Originaltitel: L'Arabe Du Futur. Une Jeunesse auf Moyen Orient (1985 - 1987)
Originalverlag: Allary Editions

eBook (epub)
Graphic Novel, durchgehend vierfarbig

ISBN: 978-3-641-21035-9

€ 15,99 [D] | CHF 19,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Knaus

Erschienen:  09.05.2017

  • Leserstimmen

  • Rezension verfassen

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Paperback)

Beeindruckend und gewichtig

Von: Ponine T. Datum: 12.02.2018

nichtnocheinbeautyblog.blogspot.de/

Ein Welterfolg wird fortgesetzt - der dritte Band des Bestsellers von Riad Sattouf kommt in die Buchläden! Die Mutter hält das Leben in Syrien nicht mehr aus und möchte nach Frankreich zurückkehren. Der kleine Riad erlebt, wie sein Vater hin- und hergerissen ist zwischen seiner Frau und starken arabischen Familientraditionen ...



Ich habe so lange auf diesen Band gewartet, weil mich bereits die ersten beiden sehr beeindruckt haben. Doch mit Band 3 legt Sattouf meiner Meinung nach den bislang besten Teil seiner Serie vor, da er hier nicht nur sein Alter Ego allmählich kritischer werden lässt und Dinge hinterfragen oder verstehen lässt, sondern auch Syrien und Frankreich für den kleinen Riad beide zu Orten werden, in denen er nicht ganz zugehörig wird. Dieses Zwischen-allen-Stühlen-Sitzen ist es, das Riads Leben zur Zeit beschreibt, und das in der Graphic Novel wirklich gut rüberkommt.



Auch die beiden Erwachsenen werden charakterlich weitereintwickelt und vertieft. Die Mutter, die bislang die Ideen ihres Mannes einfach mitgetragen hat, wird in Syrien zunehmend depressiver und geht, als sie erneut schwanger wird, für die Geburt nach Frankreich. Ihre Familie dort lässt zume ersten Mal Worte der Kritik an ihrem Mann und ihrer Lebenssituation hören, was von Riad nur ghört und nicht verarbeitet wird. In der syrischen Familie findet die Mutter in einer einzigen Verwandten eine Verbündete, die aber durch ihre Rolle wenig erreichen kann, aber zumindest ist sie da!

Der Vater wird immer deutlicher zerrieben zwischen seinen eigenen Ansprüchen an sich, seiner syrischen Familie und deren Erwartungen, aber auch der Realität um ihn herum, die sich nicht in Einklang bringen lässt mit seinen Erwartungen und Ideen vom moderen Arabien. Er ist immer mehr eine tragische Figur, die sein Scheitern nicht eingestehen kann und will. Anerkennung an der Universität erhält er nicht, sondern ist genauso ein kleines Rad im Betrieb der täglichen Bestechungsversuche, seine Bemühungen, ein muslimisches Leben zu führen, werden von der Außenwelt nicht als wahrhaftig empfunden und von seiner syrischen Familie verlacht, und selbst als er seine Söhne beschneiden lässt, hat er nicht den Mut, dabei zu sein, weil er sich selbst schämt für diese Handlung. Ich finde es faszinierend, wie es Sattouf gelingt, diese Widersprüchlichkeiten in einer einzigen Personen im Comic darzustellen, ohne ihn moralisch zu bewerten. Natürlich ist er ein riesier Idiot und, gemessen an westlichen Ansprüchen, ein Arschloch ohnegleichen, aber es gibt Gründe, warum er so ist.



Darin liegt die Stärke der gesamten Serie, vor allem aber dieses Bands. Es nimmt einen westlichen Leser mit in ein für ihn völlig fremd anmutendes Denksystem, indem er sich zurecht finden muss wie ein Kind. Und je länger er sich beschäftigt mit dem Vater, desto mehr bewertet er ihn nicht nur mit einem überheblichen Auge, sondern versucht zumindest, dessen Handlungen nachzuvollziehen und damit zu bewerten. Die sid immer noch nicht weise oder gelungen, aber sie sind erklärbar. Und mit diesem Ansatz tut Sattouf sehr viel dafür, den modernen vorderen Orient zu verstehen. Ich will unbedingt wissen, wie das Buch in Band 4 abgeschlossen wird!

Einfach genial

Von: Eva-Maria Obermann Datum: 05.07.2017

buchblog.schreibtrieb.com/der-araber-von-morgen-teil-3-riad-sattouf

Das Farbschema orientiert sich an den beiden ersten Bänden. Der Junge Riad wächst in Syrien auf, wo alles rötlich ist, leicht bedrohlich, trocken, heiß. Frankreich, das Land, aus dem seine Mutter kommt, ist blau, kalt, nicht wirklich gemütlicher. Ein leichter Kontrast, aber kein absoluter. Und dazwischen Riad, der seinen kleinen Bruder nicht leiden kann. Im Gegensatz zu den ersten beiden Bänden hat der Junge sich hier mehr und mehr von der Mutter abgenabelt. Die Zeit des Vaters ist gekommen.

Riad Sattouf erzählt in der Araber von morgen seine eigene Kindheit. Die Graphic Novel ist dafür ein grandioser Schritt. Denn die Zeichnungen sind immer leicht verzerrt, nie bilden sie die Realität eins zu eins ab. Die Metapher, dass auch unsere Erinnerung unsere Vergangenheit nicht wirklich abbilden kann. Alles ist verzerrt, egal wie sehr wir uns bemühen, Wahrheiten zu finden, wir finden nur Eindrücke. Die depressive Mutter wird wieder schwanger, der Vater jagt träumen hinterher. All das sieht der Junge nicht. Für ihn ist die Mutter müde, der Vater wird zum Held.
Doch neben dieser familiären Struktur erfährt Riad die Formung durch eine Gesellschaft. Er hat Angst, wenn andere Kinder behaupten, er wäre ein Jude. Er versteht nicht, warum seine syrischen Verwandte keine Weihnachtsgeschenke bekommen, er will stark sein, groß. Aber was ist dieses Groß eigentlich. Mit dem Blick auf die uns fremde Gesellschaft erreicht der Zeichner damit auch, dass wir einen kritischen Blick auf unsere eigene werfen. Wann beeinflussen wir unsere Kinder dieses oder jenes zu mögen? Würden wir es überhaupt erkennen?
Hier wird nicht nur die Mutter entmystifiziert, was im zweiten Band bereits angefangen hat, sondern auch Frankreich. Längst ist es nicht mehr das Land der vollen Regale und fantastischen Spielzeuge, in dem Riad als kreatives Kind gelobt wird. Er wird aufgrund seiner „Andersartigkeit“ auch dort ausgegrenzt und erkennt Schattenseiten, auch wenn er sie noch nicht versteht. Es sind Momentaufnahmen, die exemplarisch sind. Die Nachbarin, die die Katzen totschlagt kommen äquivalent zu dem gequälten Hündchen im vorherigen Band.
Es ist die Komplexität des Aufbaus, die mich beeindruckt. Anekdoten sammeln sich zu Eindrücken, die tief greifen und im Ganzen eine große Aussagekraft besitzen. Beispielsweise die Lehrer, die Riad im Laufe der Zeit kennenlernt. War es im letzten Band eine Lehrerin, die von einem Tag auf den anderen verschwand, wird hier gezeigt, unter welcher permanenten Anspannung der christliche Lehrer des Jungen steht. Hier wie dort finden sich Manipulationsstrategien. Dass Der Araber von morgen sie einfach aufzeigt, liegt einmal an der kindlichen Sicht des Protagonisten und daneben an den Kommentaren des Erzählers. Beides steht nebeneinander, greift ineinander und deckt dabei auf, ohne direkt etwas erklären zu müssen. Es ist eine unglaubliche Stärke der ganzen Reihe.

Voransicht

  • Weitere E-Books des Autors