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Der Araber von morgen, Band 3 Eine Kindheit im Nahen Osten (1985 - 1987) Graphic Novel

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eBook (epdf) ISBN: 978-3-641-21037-3

Erschienen: 09.05.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Paperback, eBook (epub), eBook (epub)

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“Einer der besten Zeichner seiner Generation.” –
Le Monde
„Ein absolutes Muss.“ – New York Times

Ein Welterfolg wird fortgesetzt - der dritte Band des Bestsellers von Riad Sattouf kommt in die Buchläden! Die Mutter hält das Leben in Syrien nicht mehr aus und möchte nach Frankreich zurückkehren. Der kleine Riad erlebt, wie sein Vater hin- und hergerissen ist zwischen seiner Frau und starken arabischen Familientraditionen. "‘Der Araber von morgen‘ ist hochkomisch – und weit mehr: Diese Graphic Novel trägt einiges zum besseren Verständnis der gegenwärtigen Situation bei." (NZZ, Christian Gasser)

»Der Comic berührt, weil er die Spannungen zwischen den Kulturen aufs Tableau einer Familie herunterbricht: auf der einen Seite der konservativ-patriotische Vater, auf der anderen die französische Mutter.«

Die Welt (06.05.2017)

Riad Sattouf (Autor)

Riad Sattouf, geboren 1978 in Paris, ist Comic-Zeichner und Filmemacher. Aufgewachsen in Libyen und Syrien, kehrte er mit 13 Jahren nach Frankreich zurück. Er studierte Animation und wurde bald zu einem der bekanntesten zeitgenössischen Comic-Künstler. Von 2004 bis 2014 zeichnete er wöchentlich den Comic "La vie secrète des jeunes" für Charlie Hebdo. Sattouf wurde u.a. mit dem Prix René Goscinny und dem César für den besten Erstlingsfilm ("Jungs bleiben Jungs") ausgezeichnet. "Der Araber von morgen" gewann den Grand Prix RTL de la Bande Dessinée und den Fauve d'or beim 42. Comicfestival von Angoulême. Sattouf lebt und arbeitet in Paris.


Andreas Platthaus (Übersetzer)

Andreas Platthaus ist Leiter des Literatur-Ressorts der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und hat zahlreiche Publikationen zu Geschichte und Ästhetik des Comics vorgelegt. Er übersetzte u.a. „Fumetti“ von Moebius (in: „Moebius: Zeichenwelt“).

»Der Comic berührt, weil er die Spannungen zwischen den Kulturen aufs Tableau einer Familie herunterbricht: auf der einen Seite der konservativ-patriotische Vater, auf der anderen die französische Mutter.«

Die Welt (06.05.2017)

»Manchmal entdeckt man Sachen so spät, dass es einem beinahe schon peinlich ist. (...) Ich hab den Mann einfach unterschätzt.«

SPIEGEL ONLINE, Timur Vermes (15.05.2017)

»Sattouf weiß nicht nur genau, wovon er spricht, er zeigt die Konfliktzonen im Umgang unterschiedlicher Kulturen auch genau dort, wo sie tatsächlich liegen: in den Banalitäten der Alltäglichkeit.«

Die Presse (A), Wolfgang Freitag (13.05.2017)

»(...) ein Guck- und Lesevergnügen und man erfährt so ganz nebenbei sehr viel über eine Kindheit und über das sehr unterschiedliche Denken zwischen diesen beiden Welten.«

hr2-Kulturfrühstück, Ursula May (19.05.2017)

»'Der Araber von morgen' ist ein wirklich besonderes Werk.«

Berliner Zeitung, Schayan Riaz (12.08.2017)

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Aus dem Französischen von Andreas Platthaus
Originaltitel: L'Arabe Du Futur. Une Jeunesse auf Moyen Orient (1985 - 1987)
Originalverlag: Allary Editions

eBook (epdf)
Graphic Novel, durchgehend vierfarbig

ISBN: 978-3-641-21037-3

€ 15,99 [D] | CHF 19,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Knaus

Erschienen: 09.05.2017

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Paperback)

Einfach genial

Von: Eva-Maria Obermann Datum: 05.07.2017

buchblog.schreibtrieb.com/der-araber-von-morgen-teil-3-riad-sattouf

Das Farbschema orientiert sich an den beiden ersten Bänden. Der Junge Riad wächst in Syrien auf, wo alles rötlich ist, leicht bedrohlich, trocken, heiß. Frankreich, das Land, aus dem seine Mutter kommt, ist blau, kalt, nicht wirklich gemütlicher. Ein leichter Kontrast, aber kein absoluter. Und dazwischen Riad, der seinen kleinen Bruder nicht leiden kann. Im Gegensatz zu den ersten beiden Bänden hat der Junge sich hier mehr und mehr von der Mutter abgenabelt. Die Zeit des Vaters ist gekommen.

Riad Sattouf erzählt in der Araber von morgen seine eigene Kindheit. Die Graphic Novel ist dafür ein grandioser Schritt. Denn die Zeichnungen sind immer leicht verzerrt, nie bilden sie die Realität eins zu eins ab. Die Metapher, dass auch unsere Erinnerung unsere Vergangenheit nicht wirklich abbilden kann. Alles ist verzerrt, egal wie sehr wir uns bemühen, Wahrheiten zu finden, wir finden nur Eindrücke. Die depressive Mutter wird wieder schwanger, der Vater jagt träumen hinterher. All das sieht der Junge nicht. Für ihn ist die Mutter müde, der Vater wird zum Held.
Doch neben dieser familiären Struktur erfährt Riad die Formung durch eine Gesellschaft. Er hat Angst, wenn andere Kinder behaupten, er wäre ein Jude. Er versteht nicht, warum seine syrischen Verwandte keine Weihnachtsgeschenke bekommen, er will stark sein, groß. Aber was ist dieses Groß eigentlich. Mit dem Blick auf die uns fremde Gesellschaft erreicht der Zeichner damit auch, dass wir einen kritischen Blick auf unsere eigene werfen. Wann beeinflussen wir unsere Kinder dieses oder jenes zu mögen? Würden wir es überhaupt erkennen?
Hier wird nicht nur die Mutter entmystifiziert, was im zweiten Band bereits angefangen hat, sondern auch Frankreich. Längst ist es nicht mehr das Land der vollen Regale und fantastischen Spielzeuge, in dem Riad als kreatives Kind gelobt wird. Er wird aufgrund seiner „Andersartigkeit“ auch dort ausgegrenzt und erkennt Schattenseiten, auch wenn er sie noch nicht versteht. Es sind Momentaufnahmen, die exemplarisch sind. Die Nachbarin, die die Katzen totschlagt kommen äquivalent zu dem gequälten Hündchen im vorherigen Band.
Es ist die Komplexität des Aufbaus, die mich beeindruckt. Anekdoten sammeln sich zu Eindrücken, die tief greifen und im Ganzen eine große Aussagekraft besitzen. Beispielsweise die Lehrer, die Riad im Laufe der Zeit kennenlernt. War es im letzten Band eine Lehrerin, die von einem Tag auf den anderen verschwand, wird hier gezeigt, unter welcher permanenten Anspannung der christliche Lehrer des Jungen steht. Hier wie dort finden sich Manipulationsstrategien. Dass Der Araber von morgen sie einfach aufzeigt, liegt einmal an der kindlichen Sicht des Protagonisten und daneben an den Kommentaren des Erzählers. Beides steht nebeneinander, greift ineinander und deckt dabei auf, ohne direkt etwas erklären zu müssen. Es ist eine unglaubliche Stärke der ganzen Reihe.

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