VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Der Buchliebhaber Roman

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 8,99 [D] inkl. MwSt.
CHF 11,00*
(* empf. VK-Preis)

eBook (epub) ISBN: 978-3-641-21645-0

Erschienen:  20.11.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch

Nichts verpassen und zum kostenlosen Buchentdecker-Service anmelden!

Anmeldung

  • Info

  • Vita

  • Service

  • Biblio

Arthur Prescott ist glücklich mit seinem Leben im beschaulichen Barchester. Er unterrichtet an der Universität und verbringt seine Freizeit am liebsten in der Bibliothek der Kathedrale, deren Geschichte er recherchiert. Doch ausgerechnet seine wichtigste Quelle, das ›Buch der Ewolda‹, gilt als verschollen. Seit Jahren sucht Arthur vergebens nach dieser mittelalterlichen Handschrift, als nun auch noch ein Eindringling seine Arbeit stört: Die junge Amerikanerin Bethany ist nach Barchester gekommen, um die Bestände der Bibliothek zu digitalisieren. Ein Sakrileg in den Augen des bibliophilen Arthur. Doch Bethany erobert schließlich nicht nur Arthurs Herz, sie hilft ihm auch, das Rätsel des verschwundenen Manuskripts zu lösen ...

Charlie Lovett (Autor)

Charlie Lovett hat früher als Antiquar gearbeitet, ist ein begeisterter Büchersammler und gehört dem »Grolier Club« an, Amerikas bedeutendstem Club für Bücherliebhaber. Er lebt mit seiner Frau abwechselnd in Winston Salem, North Carolina, und Kingham im englischen Oxfordshire. Zu seinen Werken zählen die Romane »Das Buch der Fälscher« – ein New-York-Times-Bestseller – und »Jane Austens Geheimnis«.

Mehr zum Autor und seinen Büchern unter charlielovett.com

Aus dem Amerikanischen von Heike Reissig, Andreas Helweg
Originaltitel: The Lost Book of the Grail Or, A Visitor's Guide to Barchester Cathedral
Originalverlag: Viking

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-21645-0

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

Erschienen:  20.11.2017

  • Leserstimmen

  • Rezension verfassen

Indiana Jones und Mr Darcy

Von: Ponine T. Datum: 30.03.2018

nichtnocheinbeautyblog.blogspot.de/

Arthur Prescott ist glücklich mit seinem Leben im beschaulichen Barchester. Er unterrichtet an der Universität und verbringt seine Freizeit am liebsten in der Bibliothek der Kathedrale, deren Geschichte er recherchiert. Doch ausgerechnet seine wichtigste Quelle, das ›Buch der Ewolda‹, gilt als verschollen. Seit Jahren sucht Arthur vergebens nach dieser mittelalterlichen Handschrift, als nun auch noch ein Eindringling seine Arbeit stört: Die junge Amerikanerin Bethany ist nach Barchester gekommen, um die Bestände der Bibliothek zu digitalisieren. Ein Sakrileg in den Augen des bibliophilen Arthur. Doch Bethany erobert schließlich nicht nur Arthurs Herz, sie hilft ihm auch, das Rätsel des verschwundenen Manuskripts zu lösen ...



Ich hatte mir dieses Buch ja vor allem als Rezensionsexemplar gewünscht, weil ich mal wieder Lust auf einen leicht altmodischen Liebesroman hatte, bei dem klar ist, dass er und sie sich treffen, sich verlieben und alles in einer hübschen rosa Wolke auspufft. Bekommen habe ich dann allerdings ein Buch, das eine irriterende Mischung aus "Indiana Jones" und "Stolz und Vorurteil" ist, mich aber zumindest auf einer langen Zugfahrt wirklich unterhalten hat, wenn auch mit einigen kleinen Abstrichen.



Zunächst einmal sei gesagt, dass der Klappentext unterschlägt, dass Charlie eigentlich eine ganz andere Suche hat. Nicht Geringeres als den Heiligen Gral will er finden und glaubt, dass dies in Barchester sein wird. Schließlich hat schon sein Großvater, der einst der Pfarrer der Kathedrale war, ihm das Versprechen dazu abgenommen und mysteriöse Andeutungen gemacht. Da stört Bethany mit ihrer sagen wir einml expressiven Art schon hier und da, vor allem, da auch sie mit Gralstheorien vertraut zu sein scheint. Also folgt man schon bald weniger einer Liebesgeschichte oder einem Buchliebhaber, sondern einem verhinderten Schatzsucher, der ganz wie üblich Rätsel löst und Spuren verfolgt. Das ist nicht ganz unsapnnend, allerdings auch wenig spektakulär, wie ich zugeben muss.


Ebenso flach wie der Handlungsstrang bleiben leider die Figuren, mit denen ich durch die Bank nicht warm geworden bin. Sie waren okay, aber keine von ihnen hat mich so beeindruckt, dass ich sie lange im Gedächntnis behalten werde. Arthurs "nur das gedruckte Buch ist wahre Kunst, nur Literatur verdient es, gelesen zu werden"-Attitüde ging mir nach einiger Zeit wirklich erheblich auf den Keks. Nett war die Episode im Ausschuss für die Universitätsbibliothek, aber ich finde ihn einfach unsympathisch in seiner Einstellung und könnte mich nicht lange mit ihm unterhalten, weil mich diese eingebildete Überheblichkeit abstoßen würde. Ebenso ist mir Bethany einfach zu plappernd, naiv und uninteressant in ihrem Charakter. Ein nettes Paar bilden sie ja, aber ehrlich, ich brenne nicht drauf, ihrer Hochzeit beizuwohnen. Alle anderen Figuren bleiben sogar noch blasser, sind vor allem Stichwortgeber oder wenig ausgereifte Nebenfiguren.


Das dritte, was mich beim Lesen ein wenig gestört hat, waren die ständigen Verweise in die Vergangenheit des Klosters und der Kathedrale, die im 7.Jahrhundert beginnen. Leider klangen diese Episoden, die knapp 1000 Jahre beinhalten, immer gleich und es fiel mir auch extrem schwer, diese Unterscheidung zwischen Kathedrale und Kloster immer im Auge zu behalten, weil d nie wirklich drauf eingegangen wurde, was das eigentlich für die Gegenwart bedeutet. Ein wenig wirkte es auf mich, als wollte der Autor hier halt Zeilen füllen, damit die Suche nach dem Ewolda-Buch auch gerechtfertigt wird, aber wäre es nicht vielleicht schön gewesen, das Geheimnis etwas früher zu lüften, dafür aber Atmosphäre damit zu schaffen? So war es manchmal ein wenig zusammenhanglos, es fing halt ein neues Kapitel an und das bedeutete, erst einmal ein Ausschnitt aus der Vergangenheit, diese Lösung hätte man besser gestalten können.


Würde ich das Buch empfehlen? Erstaunlicherweise durchaus, es ist ein runderherum netter Roman, der halt anders ist, als er verkauft wird, und der im Sommer absolut unterhalten kann.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Ein Wohlfühlbuch, der dem Leser die Welt der Bücher und Manuskripte näher bringt

Von: Sarah R. Datum: 31.05.2018

sarahsbuecherliebe.blogspot.de/

Schon als ich das Buch zum ersten Mal gesehen habe, war ich sofort in das Buchcover verliebt und auf den Inhalt der Geschichte gespannt. Für mich strahlt das Cover Ruhe aus und die Farben harmonieren sehr gut miteinander. Auch die Schriftart passt perfekt zu diesem Cover. Was mir auch sehr gefällt, ist, dass der Titel angehoben ist.

Ich fand relativ schnell in die Geschichte hinein und bemerkte, dass jedes neue Kapitel mit einem kurzen Rückblick in vergangene Zeiten beginnt. Diese historischen Rückblicke sind wichtig, um die Geschichte zu verstehen und sie erzählen die Geschichte bereits aus einem sehr frühen Jahrhundert. Mit jedem neuen Kapitel gibt es einen größeren Sprung an vergangenen Jahren der Rückblicke, wodurch die Geschichte zum Ende hin nur noch 230 Jahre zurückliegt.
Jedes Kapitel beginnt mit einer kurzen Erzählung zu einem Gebäudeteil der Kathedrale. Die Hauptgeschichte spielt jedoch im Mai 2016, zu erkennen an dem Datum eines jeden neuen Kapitels.

Diese Rückblicke, die es dem Leser ermöglichen, die Geschichte besser zu verstehen und den Verlauf nachvollziehen zu können, bringen jedoch auch den Nachteil mit, längere Textpassagen mit reinen Erzählungen vorzufinden. Besonders in der ersten Hälfte des Buches empfand ich die Textpassagen, in denen nur erzählt und beschrieben wurde, etwas anstrengend, wodurch mir das Lesen des Buches erschwert wurde.

Der Schreibstil des Autors ist jedoch sehr angenehm zu lesen, wenn auch manchmal etwas längere Sätze vorzufinden sind.

Der Hauptprotagonist Arthur Prescott war mir im großen und ganzen sehr sympathisch. Er ist manchmal etwas eigensinnig, doch weiß er ganz genau, was er will. Er mag nicht nur Bücher, wie man anhand des Buchtitels meinen könnte, er liebt sie. Er liebt die Kathedrale mit ihrer Bibliothek und den darin enthaltenen Manuskripten. Denn er liest und liebt nicht die Bücher aus der heutigen Belletristik, sondern die alten Bücher, Manuskripte. Er liebt es, an den Manuskripten zu riechen, in ihnen hineinzulesen, das Pergament in Händen zu halten und der Anblick der vielen Manuskripte in der Kathedralsbibliothek. Dort fühlt er sich wohl und er kann sich stundenlang dort aufhalten.
Wenn man die Manuskripte, auf die heutigen Bücher der Belletristik und das Pergament auf die Buchseiten aus Papier und meine Bücherregale überträgt, dann sind Arthur Prescott und ich ziemlich gleich, was ihn mir sympathisch macht.

Als Kind hat Arthur Prescott bereits von seinem Großvater Geschichten über König Artus und dem heiligen Gral erzählt und vorgelesen bekommen und die Aufgabe erhalten, nach einem verschollenen Manuskript zu suchen. Dieser Aufgabe widmet er sich auch in seinem späteren Leben, woraus auch der Grund besteht, dass er sich so lange in der Kathedralsbibliothek aufhält. Denn dort scheint es Hinweise auf das verschwundene Manuskript zu geben, doch diese muss Arthur Prescott erst einmal finden. Dies gelingt ihm einfacher mithilfe von Bethany.
Bethany kommt nach Barchester, um die Manuskripte der Kathedralsbibliothek zu digitalisieren, wovon Arthur nicht sehr begeistert ist. Bethany mochte ich als Protagonistin auch sehr. Sie brachte frischen Wind in die Geschichte und hatte oftmals ein Auge für Hinweise.
Auch Arthur's Freunde, Oscar und David waren mir sympathisch. Doch die Frau mit dem Herzen war Gwyn, eine Freundin von Arthur, welche auch Dekanin ist.

Es war interessant und spannend, den Protagonisten bei der Suche nach dem verschollenen Manuskript "zuzusehen". Leider gab es oft Passagen, in denen viel erzählt wurde und in der eigentlichen Geschichte nichts geschah. Dadurch wurde der Lesefluss ein bisschen gestockt, denn diese Passagen wurden nach einiger Zeit anstrengend zu lesen. Auch bei der Suche und dem Lösen des Rätsels kam ich nicht immer hinterher und verstand nicht immer genau, wie die Protagonisten auf die jeweiligen Ergebnisse und Hinweise gekommen sind.

Durch die Rückblicke erhält man auch viele historische Informationen, die teilweise echt interessant, aber teilweise auch nicht so interessant waren. Auch spielt die Religion und der Glaube eine große Rolle in dieser Geschichte. Mich hat das im großen und ganzen nicht gestört, doch ich könnte mir durchaus vorstellen, dass dies anderen Lesern anders ergehen könnte.

Die Geschichte strahlt eine ruhige und angenehme Atmosphäre aus und gibt den Lesern einen gewissen anderen Blick auf Bücher. An Buchliebhaber kann ich das Buch weiterempfehlen, vielleicht auch an jene, die gerne historische Romane lesen.

Voransicht

  • Weitere E-Books des Autors