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Der Fall Eduard Einstein Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-13592-8

Erschienen: 12.05.2014
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Der große Roman über die Tragik hinter dem Glanz der Familie Einstein

Als er zwanzig Jahre alt war, erlitt Eduard Einstein, der bis dahin ein vor allem musisch begabter Junge gewesen war, unkontrollierbare psychotische Anfälle. Unter Tränen brachte seine Mutter ihn in die psychiatrische Anstalt Burghölzli bei Zürich: Eduard Einstein, der zweite Sohn des berühmten Naturwissenschaftlers, war schizophren, so lautete die Diagnose. Seine Mutter Mileva half ihm, wann immer sie konnte, aber Albert Einstein, der inzwischen neu geheiratet hatte und vor den Nazis Amerika floh, besuchte ihn nur ein einziges Mal. Eine schicksalhafte, aufwühlende Begegnung, von Vater und Sohn unterschiedlich erlebt, die erst spät und im Rückblick für Eduard zu einem Hoffnungszeichen wurde.

"Seksik richtet nicht, er fühlt sich ein in den Sohn, den Vater, die Mutter."

Kerstin Herrnkind, Stern (22.05.2014)

Laurent Seksik (Autor)

Laurent Seksik, 1962 in Nizza geboren, studierte Medizin und war zunächst im Bereich Nuklearmedizin beschäftigt. Schon sein erster Roman – Les mauvaises pensées (1999) – wurde in zwölf Sprachen übersetzt. Er war einige Jahre Literaturchef von „Figaro Etudiant“. Heute lebt er als Medizindozent und Autor in Paris. Vorgefühl der nahen Nacht (2011 bei Blessing) markierte seinen Durchbruch auf die Bestsellerränge in Frankreich.

"Seksik richtet nicht, er fühlt sich ein in den Sohn, den Vater, die Mutter."

Kerstin Herrnkind, Stern (22.05.2014)

"Kunstvoll macht Seksik mit dem vergessenen Sohn des Jahrhundertgenies bekannt."

Urs Gehriger, Weltwoche (15.05.2014)

"Es ist ein sehr einfühlsamer und sehr nahegehender Roman."

Thomas Rottenberg, Servus TV, LiteraTour (21.06.2014)

"Ein stiller Roman von Bestsellerautor Laurent Seksik über die Tragik der Familie Albert Einstein. ... Geschichten über dysfunktionale Familien haben immer Klassikerpotential."

Harper's Bazaar (15.05.2014)

Aus dem Französischen von Hanna van Laak
Originaltitel: Le cas Eduard Einstein
Originalverlag: Flammarion

eBook (epub), 1 s/w Abbildung

ISBN: 978-3-641-13592-8

€ 14,99 [D] | CHF 18,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blessing

Erschienen: 12.05.2014

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Interessante Schilderung der Familie Einstein

Von: Nicole Janßen aus Eschweiler Datum: 04.07.2014

blaulichtromantik.blogspot.de

„Auch in Walsers Augen haben Berühmtheit und die Tatsache, dass man gelesen und verehrt wird, nur wenig Bedeutung.“ (S. 298)

„Der Fall Eduard Einstein“ ist ein Roman größtenteils über das Leben des an Schizophrenie erkrankten Sohnes des berühmten Naturwissenschaftler. Immer wieder werden aber auch Szenen aus dem Leben und der Gedankenwelt seiner Eltern – Mileva Maric und Albert Einstein – geschildert, die Eduards Leiden aus einer anderen Sicht widerspiegeln.
Das gesamte Werk beruht außerdem auf Tatsachen und ist somit nicht sehr fiktiv. Dadurch liest es sich an einigen Stellen etwas schwierig und lässt sich auch nicht als spannend bezeichnen, doch auf seine Art und Weise ist dieser Roman wirklich gut gelungen.
Er bietet nicht nur einen Überblick über das private Leben der Familie Einstein, sondern auch über die damalige Wissenschaft und die Behandlungsmethoden im Bereich der Geisteskrankheiten. Berühmte Persönlichkeiten wie Sigmund Freud oder Oppenheimer finden Erwähnung durch ihre Verbindung zu Albert Einstein.

„Sein ganzes Leben war ein Kampf, um die Ordnung der Dinge zu verändern. Nichts kann Eduards Unordnung ändern.“ (S. 292)

Besonders spannend empfand ich persönlich, wie Albert Einstein zu seinem Sohn Eduard stand. Die Beziehung wird in meinem Augen als sehr schwierig beschrieben, da der Vater sich nicht mit der Krankheit des Sohnes abfinden kann. Immer wieder wird wieder wird beschrieben, dass Einstein den Grund für die Krankheit auf Familie seiner Exfrau Mileva schiebt, deren Schwester in der gleichen Anstalt behandelt wurde, wie Eduard später.
In meinen Augen wird deutlich, dass Einstein mit seiner Einwanderung in die Vereinigten Staaten nicht nur vor dem Nationalsozialismus in Deutschland geflohen ist, sondern auch vor der Konfrontation mit seinem Sohn, der ein sehr schlechtes Bild von seinem Vater entwickelt hat. Dies erklärt sich für mich dadurch, dass er seine Mutter sehr geliebt hat und seinem Vater die Schuld für die Scheidung gab.

„Das bedeutet, dass ich dreiundzwanzig Jahre mit einem nahestehenden Vater und zweiundzwanzig Jahre ohne einen nahestehenden Vater gelebt habe. Nun frage ich Sie, der Sie in Mathematik genauso bewandert sind wie in Philosophie: Kann man sagen, dass ich einen nahen Angehörigen verloren habe?“ (S. 311)

Der Autor schlägt zum Ende hin einen deutlichen Bogen zur letzten Begegnung zwischen Eduard und seinem Vater zweiundzwanzig Jahre zuvor, sodass die Handlung dadurch inhaltlich abgeschlossen und schlüssig wird. Es scheint beinahe, als würde der Sohn seinen Vater nun verstehen können, auch wenn das durch Eduards Krankheitsbild doch schwer vorstellbar ist.

An einigen Stellen ergaben sich für mich einige Unstimmigkeiten. So war ich bis zur Hälfte des Buches davon überzeugt, dass Eduard der äletere und Hans Albert der jüngere Sohn Einsteins war, obwohl sich im Nachhinein herausstellte, dass es genau andersherum war. Außerdem tauchte zum Ende hin plötzlich eine „Margot“ als Einsteins Schwiegertochter auf, während Hans Alberts Frau zuvor auf den Namen „Frieda“ hörte.
Von Zeit zu Zeit behandelt „Der Fall Eduard Einstein“ eine sehr große Zeitspanne in der wenig Text, was zunächst für Verwirrung sorgte. Insgesamt schildert der Roman eine Zeit von vierunddreißig Jahren und die Zeitsprünge werden nicht immer gleich deutlich.
Bis auf diese Punkte konnte der Roman mich allerdings voll und ganz überzeugen. Es ist eine interessante Schilderung über das Leben der Familie Einstein oder eher über den „Untergang“ der Familie Einstein, den ich sehr gerne gelesen habe.

Berührend

Von: vielleser18 aus Hessen Datum: 01.07.2014

Albert Einstein trennt sich von seiner Frau Mileva, als seine Söhne 10 und 4 Jahre alt sind. Der jüngere, Eduard, kommt über diese Trennung nie weg. Er ist musisch und intelligent, jedoch auch sehr empfindsam. Als er 19 ist wird bei ihm Schizophrenie diagnostiziert. Er kommt in die Heilanstalt Burghölzi, nahe Zürich, wo er mit seiner Mutter lebte. Die meiste Zeit seines restlichen Lebens wird er dort verbringen. Seinen berühmten Vater sieht er im Alter von 20 Jahren das letzte Mal, obwohl beide noch Jahrzehnte leben.

Laurent Seksik hat sich über viele Quellen ein Bild von Eduard Einstein gemacht und diese Erkenntnisse in einen nur teilweise fiktiven Roman verarbeitet. Er lässt in diesem Roman nicht nur Eduard Einstein "zu Wort"kommen, sondern auch Albert Einstein und die Mutter Mileva Maric. So kann der Leser sich mit vielen Empfindungen, Meinungen und Beweggründen vertraut machen und sich ein eigenes Bild machen.

Albert und Mileva haben beide früh geheiratet, beide waren Anfang zwanzig. Das einzige, was sie verbunden hat, war die Liebe zur Wissenschaft, zur Physik. Er heiratet sie 1903 gegen den Willen seiner Familie. Doch nach zehn Jahren scheiterte die Ehe. Albert Einstein heiratete in zweiter Ehe Elsa und blieb bis zur Emigration in Berlin. Mileva hingegen blieb mit ihren zwei Söhnen in Zürich und widmete ihrem Leben dem kranken Sohn.

Albert Einstein konnte mit der Geisteskrankheit seines Sohnes nicht umgehen, er vermied den direkten Kontakt zu ihm, wiech ihm aus. Allerdings ließ er sich regelmäßig über Dritte über ihn informieren. Gekonnt werden seine inneren Spannungen, sein Zwiespalt, seine Zweifel, aber auch sein Leben dargestellt.

Laurent Seksik hat mit diesem Roman ein Leben im Schatten eines berühmten Vaters nacherzählt. Bedrückend und grauslig erscheinen uns heute die damaligen Behandlungsmethoden, die bei Eduard Einstein angewendet wurden. Durch die fiktive Erzählweise, die eingebauten Dialoge, vor allem die abwechselnden Sichtweisen ( in der Ichform von Eduard, distanziertere und dennoch ergreifende 3-Person-Erzählung von Albert und Minerva) gelingt es ihm die biographischen Fakten dem Leser eindringlich und anschaulich zu vermitteln.

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