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Der Kormoran Thriller

Max Anger (1)

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-20695-6

Erschienen:  01.06.2018
Dieser Titel ist lieferbar.

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Sankt Petersburg: Eine junge Frau verschwindet spurlos. Stockholm: Ein Hackerangriff legt das Mobilfunknetz lahm. Russlandexperte Max Anger ermittelt!

Paschie, Mitarbeiterin einer schwedischen Denkfabrik, verschwindet in Sankt Petersburg spurlos. Zeitgleich legt ein Hackerangriff das schwedische Mobilfunknetz lahm. Max Anger, Paschies Freund und Kollege, unterbricht die Nachforschungen zu seiner Familiengeschichte, um sie zu suchen. Ihm bleibt nicht viel Zeit, will er die Frau, die er liebt, lebend wiedersehen. Denn Paschie ist einem gefährlichen Mann in die Quere gekommen. Als Max entdeckt, dass es eine Verbindung zwischen Paschies Verschwinden, dem Hackerangriff und seiner eigenen Vergangenheit gibt, ist es fast zu spät …

Wussten Sie, dass Martin Österdahl nach wie vor davon träumt, eines Tages als Stürmer für den AC Mailand spielen zu dürfen? Interview mit Martin Österdahl

»Martin Österdahl ist ein furioser Erstling gelungen, temporeich, raffiniert, politisch aktuell und eine Freude für alle, die Spaß an Verschwörungstheorien haben. Gerade die Mischung aus Geschichte und Gegenwart, den Spielorten Schweden und Russland, privatem und öffentlichem hat mich das Buch nicht aus den Händen legen lassen. […] Ein Krimi, der sich lohnt, für alle, die politische Thriller lieben, sich für Geschichte interessieren und keine Scheu vor Brutalität haben ….«

Ulrike Bieritz / rbb inforadio (11.07.2018)

Max Anger

Bitte beachten Sie, dass zwecks Vollständigkeit ggf. auch Bücher mit aufgeführt werden, die derzeit nicht lieferbar oder nicht bei der Verlagsgruppe Random House erschienen sind.

Martin Österdahl (Autor)

Martin Österdahl, aufgewachsen in Stockholm und London, hat BWL, Zentral- und Osteuropäische Geschichte und Russisch (Master of Science) studiert. Er arbeitete über zwanzig Jahre für TV-Produktionen und war gleichzeitig Programmdirektor eines schwedischen Fernsehsenders. Mit seiner deutschstämmigen Frau und den drei gemeinsamen Kindern lebt er außerhalb Stockholms.

»Martin Österdahl ist ein furioser Erstling gelungen, temporeich, raffiniert, politisch aktuell und eine Freude für alle, die Spaß an Verschwörungstheorien haben. Gerade die Mischung aus Geschichte und Gegenwart, den Spielorten Schweden und Russland, privatem und öffentlichem hat mich das Buch nicht aus den Händen legen lassen. […] Ein Krimi, der sich lohnt, für alle, die politische Thriller lieben, sich für Geschichte interessieren und keine Scheu vor Brutalität haben ….«

Ulrike Bieritz / rbb inforadio (11.07.2018)

»Ein wirklich vielversprechendes Krimi-Debüt, hochspannend, gut geschrieben. Macht Lust auf weitere Österdahl-Krimis.«

Ruhr Nachrichten (18.07.2018)

»Spannend, aber nichts für schwache Mägen.«

Die Presse (19.08.2018)

»Martin Österdahl ist ein intelligent und detailreich geschriebener, filmisch anmutender Thriller gelungen …«

Neue Rundschau (08.08.2018)

»Ein mehr als abendfüllender Thriller, atmosphärisch dicht und voller dramatischer Wendungen.«

Bücher Magazin (18.07.2018)

mehr anzeigen

Aus dem Schwedischen von Leena Flegler
Originaltitel: Be inte om nåd (Max Anger 1)
Originalverlag: Bokförlaget Forum, Sweden 2016

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-20695-6

€ 9,99 [D] | CHF 12,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blanvalet

Erschienen:  01.06.2018

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Stalinismus, Klaviersonaten, Kannibalismus

Von: Mikka Gottstein Datum: 03.10.2018

wordpress.mikkaliest.de

Martin Österdahl legt mit seinem Debütroman einen komplexen Politthriller vor, der Ereignisse in der schwedisch-russischen Geschichte mit Verschwörungstheorien und handfester Thrillerspannung kombiniert.

Geheimagenten und Kräfte, die im Zuge der russischen Präsidentschaftswahlen von 1996 das glorreiche Stalinreich zur Auferstehung führen wollen. Hacker mit unbekannter Agenda, die im gleichen Jahr in Schweden den Totalausfall eines weitverbreiteten Mobilfunknetztes verursachen. Eine schwedische Denkfabrik, die zeitgleich Entwicklungen in der jüngeren Geschichte Russlands beobachtet.

Bombenanschläge.

Pferdewetten.

Ehebruch.

Das Buch geizt nicht mit Themen und scheint historisch gut recherchiert denn die Geschichte erstreckt sich über mehrere Zeitebenen.

Eine Rolle spielt zum Beispiel ein sowjetischer Luftangriff auf Stockholm im Jahr 1944, dessen Hintergründe im realen Leben unklar sind, der sich aber nahtlos in die Geschehnisse des Buches eingliedert.

Eine Leitmotiv, das für die Thriller-Handlung an sich wenig Bedeutung hat, aber im Hintergrund für eine Atmosphäre des Grauens sorgt, ist der Holodomor, eine schwere Hungersnot in der Ukraine in den Jahren 1932 und 1933, die viele Millionen Opfer forderte. Die historische Bewertung der Hungersnot ist umstritten: bestenfalls fatales Ergebnis der Zwangskollektivierung, schlimmstenfalls von der Politik Stalins vorsätzlich verursacht, um den Widerstand der Ukraine zu brechen.

Martin Österdahl schließt sich anscheinend der Meinung des Menschenrechtlers Raphael Lemkin an, der den Holodomor „das klassische Beispiel eines sowjetischen Genozids“ nannte.

Durch die Einbindung historisch belegter Ereignisse gewinnt das Buch an Tiefgang und Glaubwürdigkeit.

Aber.

Aber…

Wo wir gerade von Glaubwürdigkeit sprechen…

Der Antagonist ist so böse, als habe der Autor eine Checkliste der Grausamkeiten abgehakt. Für die Handlung vollkommen unerheblich, ist er natürlich auch noch Kannibale – was auf die Spitze getrieben wird, indem er besonders das Fleisch von kleinen Kindern sehr schmackhaft findet. Unnötig.

Hannibal Lecter lässt grüßen.

Die Protagonisten auf Seiten der Guten können hingegen mit Vielseitigkeit und interessanten Hintergrundgeschichten punkten. Nur ein bisschen jung ist Max Anger mit seinen 26 Jahren für all das, was er in seinem Leben schon getan und erreicht haben soll – überhaupt ist er ein Held, der nicht fehl am Platze wäre in einem Hollywood-Blockbuster, und das bringt mich zum Schreibstil.

Der Schreibstil ist souverän, die Geschehnisse werden sehr cineastisch beschrieben. Das ist sowohl eine Stärke als auch eine Schwäche des Buches.

Eine Stärke deshalb, weil man sich alles wunderbar vorstellen kann, das sorgt für lebendiges Kopfkino und Spannung. Eine Schwäche, weil einige Szenen in einem Kinofilm sicher bombastisch wirken würden – sogar atemberaubend! –, in meinen Augen aber einfach nicht realistisch sind.

Da fällt der Widersacher zum Beispiel mit einem Sonderkommando von 50 Leuten in ein kleines Dorf mitten im Nirgendwo ein (soweit ist das noch schlüssig begründet und historisch fundiert) und richtet ein Massaker an – aber erst lässt er einen Konzertflügel aufstellen und spielt virtuos eine Mozartsonate.

Da die Dörfler anscheinend noch nie einen Flügel gesehen haben, muss der Sturmtrupp den wohl mitgebracht haben. Wie habe ich mir das vorzustellen, steht der im Lastwagen zwischen Kalaschnikows und Munitionskisten?

Bestimmt ganz großes Kino, aber im Buch? Nein.

Aber ich will nicht nur meckern, denn im Grunde ist “Der Kormoran” ein intelligent geschriebener Thriller mit interessanten Wendungen. Jedoch braucht die Geschichte sehr lange, bis sie in die Gänge kommt – den Anfang empfand ich als echte Durststrecke! Gegen Ende ist dann auf einmal Action, Action, Action angesagt, da werden alle Register gezogen und man sieht quasi schon den Kinotrailer vorm inneren Auge.

FAZIT

“Der Kormoran” ist ein komplexer Politthriller mit einer Vielzahl von Themen, erzählt auf mehreren Zeitebenen. Historisch ist das gut recherchiert: geschickterweise bindet der Autor Ereignisse ein, die im echten Leben niemals vollends aufgeklärt wurden.

So weit, so gut – nur war mir der Antagonist viel zu übertrieben böse und dadurch zu flach. Echte Menschen haben nicht NUR böse Eigenschaften.

Manche Dinge fand ich auch nicht sehr glaubhaft, aber ich habe den Verdacht, dass sie im Kino großartig wirken würden. Vielleicht hatte der Autor das Drehbuch schon im Hinterkopf?

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Paperback)

Wirklich gut!

Von: Buecherliebe99 Datum: 03.09.2018

https://buecherliebe99.wordpress.com/

Nach dem Zerfall der Sowjetunion stehen 1996 in Russland das erste Mal wirklich freie Wahlen an. Die anstehenden Wahlen werden die erste große Probe für die junge Republik sein. Große Hoffnung auf den Wahlsieg darf sich ausgerechnet eine Partei machen, die vor allem eins im Sinn hat: Stalin zu rehabilitieren, Russland wieder zur Nummer Eins der Welt zu machen, und den alten Ostblock erneut zu einen.
In die aufgeheizte Stimmung hinein, erfährt Max Anger, ein Russlandexperte für ein Stockholmer Unternehmen, dass seine Freundin Paschie in Sankt Petersburg verschwunden ist, vermutlich wurde sie entführt. Zusammen mit seinem Freund Ilja nimmt er die Suche auf, doch schon nach kurzer Zeit ist klar – alles, was gerade passiert, vom totalen Handy-Ausfall in Stockholm, bis zu Bombenanschlägen eben da, reicht zurück bis in die Zeit des Zweiten Weltkriegs.
Hinter all dem aber steht er: Nestor Lasarew, genannt „Der Kormoran“….

Von Spannung getrieben fliegt man nur so durch die Seiten dieses politischen Thrillers. Am Anfang war ich etwas abgeschreckt, weil „Der Komoran“ weit über 500 Seiten hat, aber die habe ich gar nicht gemerkt. Es gibt viel Action, gut vermischt mit dem politischen Thema des Buches. Ich bin mir nicht sicher, ob sich der Autor bei allen geschichtlichen Dingen im Thriller an die Wahrheit gehalten hat, aber das hat mich persönlich nicht weiter gestört. Der Schreibstil ist wirklich aufregend und schafft es, den Leser zu fesseln. Mich konnte der Autor überzeugen und ich werde definitiv noch ein Buch von ihm lesen.

Allerdings gab es für mich auch einen Minuspunkt, der die Geschichte für mich ein wenig verdorben hat: der Kannibalismus, der in die Geschichte eingearbeitet wurde. Das war mir dann ein bisschen zu viel des Guten und hat mich auch eher abgeschreckt als angesprochen.

Meine Meinung: 4,5/5

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit dem Goldmann-Verlag und enthält Werbung für „Der Komoran“ von Martin Österdahl.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Paperback)

Von: Renate Elsen aus Blankenheim Datum: 21.03.2018

Buchhandlung: Bücherecke Renate Elsen

Ich empfand es als gut gemachten skandinavischen Thriller mit ganz interessanten Wendungen. Auch die Schwerpunktsetzung mit dem Thema Russland gefiel mir. Passt ganz gut in die heutige politische Zeit.

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