Der Krieg und das Mädchen

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Der Krieg und das Mädchen
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Tanz auf dem Pulverfass

August 1914. Endlich hat der große Krieg, den alle kommen spürten, wirklich begonnen. Das junge Paar Fritz und Mila wird gemeinsam mit so vielen anderen in den Taumel aus Kriegsbegeisterung und Feindseligkeit hineingerissen. Doch auch zwischen den beiden scheinen sich unkontrollierbare Gefühle zu erheben: Fritz erhofft sich vom Krieg eine Art Reinigung von verbotenen Gefühlen, die er nicht mal Mila anvertrauen kann, und meldet sich freiwillig an die Front. Und Mila bekommt plötzlich heftige Anfeindungen zu spüren, weil ihr Vater Franzose war und Frankreich jetzt als »Erbfeind« gilt. Als ein als Franzosenhasser bekannter Lehrer stirbt, kommt Mila in Untersuchungshaft. Hochverrat – schnell steht die Anklage im Raum ...

"Überzeugend ist in diesem Roman die Verstörung der Jugendlichen durch die allgemeine Kriegsbegeisterung, Soldatentum erscheint als Abenteuer und wichtiges, auch erotisches Ritual der Männlichkeit."

Süddeutsche Zeitung/ Roswitha Budeus-Budde (16. Mai 2014)

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ISBN: 978-3-641-11114-4
Erschienen am  24. Februar 2014
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

anspruchsvolles historisches Jugendbuch

Von: Buchrättin aus h

15.04.2014

1914. Vor 100 Jahren brach der erste Weltkrieg aus. Auch in Deutschland herrschte eine fast euphorische Stimmung. Vor allem in den Schulen wurden die Jungen auf den Krieg eingestimmt und Vaterlandsliebe wurde hoch gehalten. Das Buch beginnt im August 1914 und erzählt die Geschichte von Fritz, einem Gymnasiasten und Mila. Milas Vater war Franzose und das ist in dieser Zeit schon ein Hinweis, das ihr feindselig gegenüber getreten wird. Fritz dagegen zweifelt an seiner Liebe zu Mila. Was sollen die merkwürdigen Gefühle, die er manchmal gegenüber einem Klassenkameraden verspürt. Es darf nicht sein. Und dann bricht der Krieg aus und alles wird anders. Das Buch handelt in dieser Zeit vor 100 Jahren. Es ist der Sommer, in dem der erste Weltkrieg ausbrach. Im Mittelpunkt steht eine Gruppe Jugendlicher, Gymnasiasten. Es geht eigentlich hier nicht so sehr um das Kriegsgeschehen, sondern mehr darum, wie sehr die Stimmung in der Bevölkerung für diesen Krieg war. Die Euphorie, die Begeisterung, das Ablehnen von Schwäche, Machtausüben, das wird anhand dieser jungen Leute sehr authentisch dem Leser vermittelt. Man spürt die Begeisterung einiger Figuren für den Krieg, den Kampf, die Möglichkeit ihre eigene Stärke zu demonstrieren. Auch der Stil des Buches ist an diese Zeit damals angelehnt. Die Gespräche, die Beschreibungen, es kommt einem als Leser vor, sich auf eine Art Zeitreise zu begeben. Ich fand das Buch durchaus anspruchsvoll. Es ist zwar ein Jugendbuch, aber mit diesem Stil und dem Thema werden auch erwachsene Leseliebhaber von historischen Romanen durchaus begeistert sein. Das Buch zeichnet sich durch starke Persönlichkeiten aus. Sheena, eine junge Frau aus guten Haus, die sich auflehnt gegen Konventionen und auch gegen den Krieg. Aber das ist etwas, was zu dieser Zeit nicht gut geheißen wurde. Das Buch lebt von den Dialogen, zwischen Lehrern, Schülern und den beteiligten Figuren. Wie war der Krieg zu Hause, fern von der Front und den Kämpfen? Sehr gelungen war auch der kurze Anhang am Ende des Buches, mit einer Zeittafel und einem kurzen Überblick über die wichtigsten Geschehnisse während des ersten Weltkrieges.

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Der Krieg und das Mädchen

Von: dorli aus Berlin

31.03.2014

Jürgen Seidel erzählt in „Der Krieg und das Mädchen“ die Geschichte von Mila und Fritz – was als gemeinsame Geschichte beginnt, driftet bald auseinander, denn Fritz fühlt sich zu einem Mitschüler hingezogen. Da Fritz diese Gefühle als falsch einstuft, möchte er in den Krieg ziehen, er erhofft sich „Heilung“. Mila muss sich mit ganz anderen Problemen auseinandersetzen. Sie ist aufgrund ihres französischen Nachnamens vielen Anfeindungen ausgesetzt und als ein Franzosen hassender Lehrer in ihrem Beisein stirbt, geraten sie und ihre Mutter ins Visier der Polizei. Es gelingt Jürgen Seidel ausgezeichnet, die Atmosphäre der Vorkriegszeit zu schildern. Die unterschiedlichen Stimmungen in der Bevölkerung werden sehr gut wiedergegeben, das Misstrauen und der Hass gegen alles Fremde, die Begeisterung für den Krieg, die Siegesgewissheit, das Überlegenheitsgefühl, aber auch ein kleines bisschen Angst, vor dem, was kommen wird. Auch Fritz innere Zerrissenheit sowie Milas Wunsch nach Freiheit - als dem Wichtigsten aller Ziele – werden deutlich. Das Buch hat mir trotz einiger Längen sehr gut gefallen, der Autor kann die Gedanken und Gefühle seiner Protagonisten sehr gut vermitteln und ich konnte ihre ganzen Ängste und Sorgen gut nachempfinden.

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Vita

Jürgen Seidel wurde 1948 in Berlin geboren. Nach einer handwerklichen Ausbildung lebte er drei Jahre lang in Australien und Südostasien, bevor er nach Deutschland zurückkehrte, das Abitur nachmachte und ein Studium der Germanistik und Anglistik mit der Promotion abschloss. Jürgen Seidel veröffentlichte Erzählungen, Hörspiele, Rundfunkbeiträge, literaturwissenschaftliche Publikationen - und zahlreiche Jugendromane. Er lebt mit seiner Familie in Neuss.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

"Ein Lesevergnügen auch für Erwachsene"

Deutschlandfunk ANDRUCK-Magazin für politische Literatur (28. Juli 2014)

"ein facettenreicher Roman für anspruchsvolle junge LeserInnen, der aber auch ein erwachsenes Publikum ansprechen dürfte"

Der Neusser (01. März 2014)

"Ein Roman, der sich erzählerisch absetzt (…) – Der Krieg und das Mädchen ist eines der wenigen Bücher, die sich den Ereignissen aus weiblicher Perspektive nähern (…)."

Die ZEIT (13. März 2014)

"Dem Neusser Autor Jürgen Seidel (...) ist wieder ein atmosphärisch dichtes und spannendes Zeitbild gelungen."

fiftyfifty (01. Juni 2014)

"Leser ab einem Alter von etwa zwölf Jahren erwartet ein anspruchsvoller und fesselnder Roman."

Cellesche Zeitung/ Susanne Harbott (17. Mai 2014)

"Ein Meisterwerk der Emotionen"

"(...) ein mitreißendes Porträt einer Zeit, die im Rückblick dem Tanz auf dem Pulverfass gleicht."

Journal L'Alsace (23. März 2014)

"bewegend"

Dresdner/Chemnitzer Morgenpost (23. März 2014)

"Der Roman ist spannend, detail- und bilderreich mit vielen Untertönen, verlangt Lesekonzentration und fordert zum Nachdenken heraus."

Darmstädter Echo (04. August 2014)

" [...] in einem der erzählten Zeit angemessenen Schreibstil geschrieben, der den Leser perfekt in das damalige Geschehen eintauchen und sich in die Protagonisten hineinversetzen lässt."

Libelle Magazin (01. August 2014)

"Was diesen Roman so lesenswert macht - auch für Erwachsene - ist die Atmosphäre."

Neuß-Grevenbroicher Zeitung (19. Juli 2014)

"[…] lesenswert und fesselnd"

Kinder BÜCHER (1/2015) (01. Oktober 2014)

"aufwändig recherchiert und detailliert in seiner Figurenvielfalt"

Bibliotheksnachrichten (01. Oktober 2014)

"Ein toller Roman über den Beginn des Ersten Weltkrieges, aus Sicht einer jungen Generation, deren Stimme der Autor toll erfasst hat."

"Das tiefgründige, umfangreiche, vielschichtige Buch in treffender, zeitgemässer Sprache und kleiner Schrift gibt Einblicke in eine unruhige, schicksalvolle Zeit"

„Zwischen Liebesgeschichte und Thriller changierend katapultiert dieser Anti-Kriegs-Roman jugendliche wie erwachsene Leser in eine uns fremd erscheinende Epoche, als wären wir dabei gewesen.“

SuR/ Ina Hochreuther (02. Juli 2014)

"Jürgen Seidel zeichnet in eindringlichen, atmosphärischen Worten ein Bild des Sommers 1914"

"Der Roman (...) vermittelt einen guten Einblick in die Stimmung 1914. Breit empfohlen."

"Dem Autor Jürgen Seidel ist ein atmosphärisch dichtes und spannendes Zeitbild gelungen."

Vorarlberger Nachrichten/ Buchhändlerstimme (24. Juni 2014)

"[Es] gelingt dem Autor eindrucksvoll, ein Bild von der aufgeheizten Stimmung im Sommer 1914 zu zeichnen."

BLLV Nord (21. Oktober 2014)

"ein fesselnder und anspruchsvoller Jugendroman

" ist es wirklich eine Wohltat und lobenswert, dass Seidel [...] zeigt, wie schön, vielfältig und kraftvoll die deutsche Sprache sein kann"

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