VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Der Krieger Roman

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 8,99 [D] inkl. MwSt.
CHF 11,00*
(* empf. VK-Preis)

eBook (epub) ISBN: 978-3-641-22301-4

NEU
Erschienen:  13.08.2018
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch

Nichts verpassen und zum kostenlosen Buchentdecker-Service anmelden!

Anmeldung

  • Info

  • Vita

  • Service

  • Biblio

A. D. 9, im Norden Europas.

Die germanischen Stämme sind nahezu in die Knie gezwungen. Der Wille Roms wird von den Legionen mit eiserner Härte durchgesetzt. Der römische Statthalter Varus soll die letzten nördlichen Germanenstämme unterwerfen. Ihm zur Seite steht Arminius, ein germanischer Fürst, der nun wie viele seiner Stammesgenossen auf Seiten Roms kämpft. Doch Arminius, der es als Fremder geschafft hat, in höchste Ränge aufzusteigen, wird von vielen Römern bis aufs Blut gehasst. Für Varus ist Arminius ein Garant zum Überleben, denn nur er kennt die dichten Wälder und das tückische Gelände des wilden, barbarischen Landes. An einem schicksalhaften Tag ändern sich für beide Krieger die Pfade ihre Lebens: In den finsteren Wäldern Germaniens kommt es zu einer gewaltigen Schlacht, welche die Geschichte Europas für immer verändern wird …

Geraint Jones (Autor)

Geraint Jones war als Soldat in Irak und Afghanistan, bevor er nach seinem Ausscheiden aus dem Militär zu schreiben begann. Jones ist fasziniert von der Antike und dem Überlebenskampf des Menschen. Mit seinem Roman Der Krieger erschafft er den Auftakt zu einer Blockbuster-Historienserie, die Ihresgleichen sucht.

Aus dem Englischen von Kristof Kurz
Originaltitel: Blood Forest
Originalverlag: Penguin

eBook (epub), 2 s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-641-22301-4

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

NEU
Erschienen:  13.08.2018

  • Leserstimmen

  • Rezension verfassen

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Bestie Krieg

Von: Michael Sterzik Datum: 08.10.2018

buchempfehlungensterzik.blogspot.de

Der Krieger – Geraint Jones

„Varus, gib die Legionen zurück“ soll Augustus verzweifelt ausgerufen haben, als er den Bericht von der Vernichtung der drei Legionen im fernen Germanien vernahm. Ein Achtel der römischen Streitkräfte wurden von dem Cheruskerfürsten Arminius bis auf wenige Überlebende gänzlich vernichtet. Ausgerechnet Arminius, aufgewachsen als Geisel in Rom. Militärisch ausgebildet, hoch dekoriert, vertrauensvoll – ihm gelang es die vielen auch miteinander verfeindeten Stämme Germaniens zu vereinen.

Irgendwo im Teutoburger Wald wurden ca. 24000 Legionäre, Hilfstruppen und wahrscheinlich ein paar tausend Familienangehörige, Zivilisten, Sklaven, usw. getötet. Die Niederlage war auch das Ende des Eroberungskrieges in Germanien.

In dem vorliegenden Roman: „Der Krieger“ von dem amerikanischen Geraint Jones, thematisiert der ehemalige Elitesoldat, die Ereignisse dieser mehrtägigen Schlacht.
Als Soldat war er bei mehreren Kampfeinsätzen in Afghanistan, im Irak und in Krieg gegen somalische und nigerianische Piraten. Die Schrecken eines Kampfes auf Leben und Tod, die Verzweiflung, die erlebten Verluste an Kameraden, vielleicht Freunden und nicht zuletzt die allgegenwärtige Angst, verarbeitete der Autor in diesem historischen Roman.

„Der Krieger“ ist sein Debütroman und ja es klingt etwas merkwürdig: Ein Amerikaner, der eine „Schlacht“ zwischen Germanen und Römern beschreiben möchte? Eine gewisse Skepsis eröffnet sich dann ja doch, aber dem Autor Geraint Jones ist es gelungen, die Emotionen die so eine brutale, kriegerischen Aktion nun mal mitbringt, gut zu transportieren.

Der Autor befasst sich nicht mit der Politik des römischen Weltreiches, auch nicht über den organisierten Widerstand der Germanen und es gibt jedenfalls in diesem Band keine Schilderung über die späteren Auswirkungen. Geraint Jones fokussiert sich ganz und gar auf die Perspektive des einfachen Soldaten und der etwas höher gestellten Feldoffiziere. Vielleicht ist etwas daran, dass Soldaten egal in welcher Epoche sie sich durchkämpfen identisch, vielleicht ähnlich fühlen!? Tausende von Kilometern entfernt, alleine unter Kameraden, die Zukunft ungewiss, vielleicht den Tod als einzigen Ausweg vor Augen?

Geraint Jones hangelt sich ganz passabel entlang der historischen Quellen. Es gibt ein paar Be- und Umschreibungen, die nicht ganz passen, aber die Storyline passt sich der Vergangenheit gut an. Es geht dem Autor auch gar nicht darum, die Schlacht „neu“ zu erzählen, ggf. neu, oder anders zu interpretieren. Die Handlung bezieht sich ausschließlich auf die psychischen Herausforderungen, die eine achtköpfige Zeltgemeinschaft während dieser Schlacht ausgesetzt ist. Es gibt die abgeklärten Veteranen, für die, die Römische Armee ein Familienersatz ist. Den einfachen Soldaten, der seine 20-jährigen Dienstzeit überleben will und es gibt junge Rekruten die den brutalen Schrecken erst jetzt kennenlernen. Der Autor erzählt von Offizieren, die intrigant agieren, von Helden, die sich nicht an ihre Vergangenheit erinnern können, oder wollen. Die historischen Figuren eines Arminius, oder seines Gegners des römischen Statthalter Varus, sind nur Nebenfiguren.

Transportiert in „Der Krieger“ werden hier Emotionen: Opferbereitschaft, Freundschaft, Feindschaft, Rache, Vergeltung, Liebe, Vertrauen – all das prägt und empfindet der einfache Soldat im Feld – und letztlich ist ja auch nur ein Mensch.

Geraint Jones beschreibt in „Der Krieger“ den Lärm einer Schlacht verdammt laut und kompromisslos. Natürlich wird getötet und gestorben in einer Schlacht, es müssen Entscheidungen getroffen werden, die nicht jedem gefallen können. Vor allem die verzweifelte Angst bekommt hier eine ganz eigene, durchdringende Atmosphäre – vielleicht kann man das als Autor auch nur beschreiben, wenn man es selbst er- und gelebt hat.

Die Charaktere sind überschaubar platziert. Die Hauptfigur hat viel Potenzial – bleibt aber immer etwas im Schatten seiner selbst stehen. Dessen Beziehung zu dem Rädelsführer, Verräter und germanischen Freiheitskämpfer Arminius allerdings ist der größte Kritikpunkt des Buches. Es wirkt einfach zu wenig realistisch und allzu wild und absolut künstlich konstruiert. Die Handlung wie schon erwähnt schildert leider auch nur größtenteils die Perspektive der Römer – die Germanen und deren Motive bleiben unberücksichtigt. Nur Arminius erzählt, warum er diesen Weg gewählt hat – der dramatisch gesehen, auch sein eigener Untergang sein wird.

Die Zeltgemeinschaft – diese acht Soldaten sind die Hauptakteure und sind gut und in sich stimmig ausgearbeitet. Den einen oder anderen könnte man ggf. in dem zweiten Teil dieser geplanten Reihe wieder treffen.

Als Debütroman gesehen ein solider, historischer Roman, der die erschreckende Perspektive des einfachen Soldaten schildert. Geraint Jones sollte in seinen nächsten Werken mehr Nebengeschichten und Figuren einbauen, die ggf. auch historisch belegbar sind. Mehr vom Leben erzählen, und etwas weniger vom sterben und ganz sicher muss der übergreifende historische Augenblick eingefangen werden.

„Der Krieger“ von Geraint Jones ist eine brutale, laute Momentaufnahme der Bestie namens Krieg. Erzählerisch gut, aber noch weit ausbaubar und bitte eine konzentrierte Handlung dem Blick auf die kleinen, wichtigen Details.

Michael Sterzik



Tolles Buch

Von: Dietmar  aus Stendal Datum: 20.08.2018

Ich war niemals Soldat. Deshalb finde ich es nach dem Lesen DER KRIEGER auch als sehr gut, dass ich es nicht wahr. Trotzdem, vielleicht auch gerade deswegen, habe ich das Buch in äußerst kurzer Zeit gelesen. Es war für mich also sehr spannend geschrieben. Ich liebe historische Romane und dieser hier ist sicher einer der besten.

Voransicht