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Der Montag fängt am Samstag an

Roman

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Der junge Programmierer Alexander Pawlowitsch Priwalow ist im Norden Russlands unterwegs, als er mit einer Autopanne in der fiktiven Stadt Solowetz liegenbleibt. Hier ist alles ganz normal: Bürger gehen ihrer Arbeit nach, das Wetter ist gleichmäßig schlecht, und im Institut regiert die Bürokratie. Nur dass das Institut streng geheime Forschungen mit übernatürlichen Phänomenen betreibt …


Aus dem Russischen von Helga Gutsche
Originaltitel: Понедельник начинается в субботу
Originalverlag: Heyne
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-22995-5
Erschienen am  14. Januar 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

unlesbar

Von: creepy creatures reviews

02.05.2019

Gegliedert ist die Geschichte in drei Teile, nämlich die Ankuft des Protagonisten Alexander "Sascha", der mit seinem Auto in eiskalter Winternacht zwei Anhalter mitnimmt. Man kommt ins Gespräch und die beiden laden Sascha ein mit ihnen im Dorf zu übernachten. Schließlich kommt Sascha irgendwie dazu im Insitut zu landen um dort an Übernatürlichem zu forschen. Die beiden folgenden Teile spielen in diesem Insitut, in dem Sasche sonderbaren Wissenschaftlern, Märchengestalten und anderen obskuren Gestalten begegnet. Das alles ist im typisch russischen Stil gehalten, der mit leichter Ironie aber mit viel umständlichen Beschreibungen und ausgebreiteten Nebensächlichkeiten daher kommt. Die Charaktere bleiben teils grotesk flach und unausgearbeitet - was möglicherweise gewollt ist. Schon der Anfang, der Saschas Übernachtung und das Zusammentreffen mit einer alten Frau, dem das Haus in dem genächtigt wird gehört ist so unerträglich umständlich, langweilig und belanglos, dass es mich verwundert hat. Erst dann habe ich bemerkt, dass der Roman über 50 Jahre alt ist... Es ist meine eigene Schuld, darauf nicht genügend geachtet zu haben und wie schon andere Bücher habe ich versucht auch dieses im Kontext seiner Entstehungszeit zu lesen. Aber es ist mir dieses mal nicht gelungen - die Story war so dermaßen umständlich, sperrig und langweilig, dass ich mich aber der Hälfte querlesend durch den Roman geschleppt habe.

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Ein wahrer Hochgenuss

Von: Powerschnute

11.02.2019

Von den Strugatzki-Brüdern hatte ich bisher nur Picknick am Wegesrand gelesen. Der Montag fängt am Samstag an erschien erstmals 1965 und zählt zu den Klassikern der Russischen Fantastik. Ich muss gestehen, dass ich nicht wusste, was mich eigentlich erwartet. Wenn ich den Roman rückblickend vergleichen müsste, so würde ich ihn bei den Werken von Douglas Adams und Terry Pratchett einordnen, nur eben extrem russisch. Wir folgen dem jungen Programmierer Alexander Pawlowitsch Priwalow, der kurz Sascha genannt wird durch die skurrile Welt in Solowetz. Dabei begegnen wir nicht nur russischen Märchenfiguren sondern auch so allerlei anderen schrägen Wissenschaftlern, die in noch schrägeren Forschungsgebieten arbeiten. Die Strugatzkis nehmen dabei ganz extrem die sowjetische Bürokratie auf die Schippe, was mit ein Grund war, warum einige Teile des Buches in der Sowjetunion stark zensiert waren. Das Buch zu lesen ist ein Hochgenuss, allerdings ein sehr, sehr anspruchsvoller. Der Wortwitz und die Seitenhiebe sind schon beeindruckend, erschließen sich dem/-r Leser/in aber wohl erst so richtig, wenn man sich etwas intensiver mit den Hintergründen auseinandergesetzt hat. Dabei helfen anfänglich die Anmerkungen am Ende des Buches schon sehr. Als Kind bin ich in der DDR aufgewachsen. 1997 habe ich ein Russisch-Englisch-Abitur gemacht und erst jetzt stelle ich fest, wie schade ich es finde, dass meine Russischkenntnisse nur noch rudimentär vorhanden sind. Ich denke, ich werde mich damit mal wieder ausführlicher befassen müssen, denn der Roman ist ein wahrer Genuss und muss im Original noch sehr viel besser sein. Fazit: Der Montag fängt am Samstag an ist definitiv keine leichte Lektüre, die man mal so eben an einem Wochenende weg liest. Ein besseres Verständnis der damals zu Sowjetzeiten herrschenden Bürokratie sowie Grundkenntnisse der russischen Literatur und Märchenwelt können absolut hilfreich sein. Wer thematisch die Skurrilität von Pratchett und Adams zu schätzen weiß, wird bei diesem Buch auch Spaß haben. Ich habe dieses Buch wirklich genossen und definitiv nicht zum letzten Mal gelesen. Ich freue mich bereits auf einen Re-Read.

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Vita

Arkadi Strugatzki

Arkadi (1925–1991) und Boris (1933–2012) Strugatzki zählen zu den bedeutendsten und erfolgreichsten russischen Autoren der Nachkriegszeit. Ihre Romane sind nicht nur faszinierende Parabeln über die Stellung des Menschen im Universum, sondern auch schonungslose Abrechnungen mit Ideologiegläubigkeit und Personenkult. Viele ihrer Romane wurden verfilmt – darunter Picknick am Wegesrand als Andrej Tarkowskijs Stalker.

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Arkadi (1925–1991) und Boris (1933–2012) Strugatzki zählen zu den bedeutendsten und erfolgreichsten russischen Autoren der Nachkriegszeit. Ihre Romane sind nicht nur faszinierende Parabeln über die Stellung des Menschen im Universum, sondern auch schonungslose Abrechnungen mit Ideologiegläubigkeit und Personenkult. Viele ihrer Romane wurden verfilmt – darunter Picknick am Wegesrand als Andrej Tarkowskijs Stalker.

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