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Der Rabe Thriller

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-20691-8

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Erschienen: 12.09.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

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Inmitten der sibirischen Steppe liegt ein Geheimnis begraben, von dem nur eine Handvoll Menschen wissen: ein unterirdisches russisches Forschungslabor. Offiziell existiert es nicht, und wer einmal dort ist, wird es nie wieder verlassen. Doch der Biologe Rogatschow weiß, dass das, was dort geschieht, nicht im Eis verborgen bleiben darf. Er schickt einen verschlüsselten Hilferuf an den einen Mann, der die Wahrheit ans Licht bringen kann: Dr. Johnny Porter, eigenwilliger Einzelgänger indianischer Abstammung, Mikrobiologe und Sprachgenie, begibt sich auf die lebensgefährliche Mission nach Sibirien …

Lionel Davidson (Autor)

Lionel Davidson, (1922-2009) wurde als Sohn jüdischer Einwanderer im englischen Hull geboren, wandte sich nach dem Krieg dem Journalismus und der Literatur zu. Mit seinem Roman „Die Nacht des Wenzel“ gewann er mehrere Literaturpreise, darunter seinen ersten Golden Dagger Award. Mit den nachfolgenden Büchern festigte er seinen Ruf als einer der glänzendsten Schriftsteller englischer Sprache. Er gehört seit Jahrzehnten zu den besten und renommiertesten Spannungsautoren aus Großbritannien und wird in einem Atemzug mit Rudyard Kipling, Graham Greene, Frederick Forsyth und John le Carré genannt.

Aus dem Englischen von Walter Ahlers, Christian Spiel
Originaltitel: Kolymsky Heights
Originalverlag: Heinemann, London 1994

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-20691-8

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Penguin

NEU
Erschienen: 12.09.2016

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Der Rabe von Lionel Davidson

Von: Alexandra (The Read Pack) Datum: 26.11.2016

www.readpack.de

Mit “Der Rabe” von Lionel Davidson habe ich etwas erlebt, das mir so auch lange nicht mehr passiert ist: ich habe ein Buch gelesen, das meine Erwartungen völlig enttäuschte, dessen Geschichte mich deshalb kaum interessierte und das ich dennoch nicht weglegen konnte!

Mitten in der sibirischen Steppe befindet sich ein streng geheimes, unterirdisches Forschungslabor. Offiziell existiert dieser Ort nicht einmal. Wer dort eingestellt wird, kommt nie wieder lebendig weg. Weil ihm die Tragweite der Forschungen bewusst ist und sie an die Öffentlichkeit kommen sollen, schickt einer der Biologen einen Hilferuf. Sein einstiger Kollege Dr. Johnny Porter (Mikrobiologe und Sprachengenie), genannt “der Rabe”, soll in die Station gelangen und ihre Geheimnisse ans Licht bringen.

Ich habe mich wirklich auf die wissenschaftlichen Aspekte der Geschichte gefreut. In der Beschreibung werden Biologie, Genetik und Verhaltensforschung als zentrale Themen angekündigt. Tatsächlich ist “Der Rabe” zwar ein guter Thriller, die “Wissenschaft” kommt aber eindeutig zu kurz. Wer also auf diese Aspekte hofft, sollte wirklich lieber die Finger vom Buch lassen.
Viel mehr wird auf über der Hälfte des Buches (knapp 400 von 700 Seiten) die Vorgeschichte vorbereitet: die Kontaktaufnahme mit der Station und der umständliche Weg nach Sibirien. Das hat mich inhaltlich wirklich so gut wie gar nicht interessiert und doch… der Autor schafft es, dass man von Station zu Station weiter im Bann der Handlung bleibt. Trotz wirklich ewiger, sehr detaillierter und teils sogar eintöniger Beschreibungen der Reisestationen ist man gespannt was Johnny erwartet. Ziemlich klassische Elemente aus typischen Agententhrillern, wie Identitätstausch und die Flucht vor gegnerischen Ermittlern, sorgen in dieser Phase trotz allem irgendwie für Spannung.

Ich kann kaum beschreiben, aber die Atmosphäre gibt ganz klar ein Gefühl von Verfolgung und Zeitdruck, die Handlung scheint einem großen Finale entgegen zu eilen.

Wirklich enttäuschend war für mich dann jedoch insgesamt die Gewichtung innerhalb der Geschichte: wir erfahren kaum etwas über Johnny, der als titelgebende Hauptfigur doch eindeutig im Zentrum der Geschichte stehen sollte, und auch der eigentliche “Höhepunkt” die Ankunft in der Station wird in wenigen Seiten abgehandelt.

In meinen Augen ist “Der Rabe” primär geeignet für Leser, die Wert auf Action legen und eine Vorliebe für klassische Agententhriller haben. Es ist handwerklich toll gemacht, trotz der insgesamt doch ausgeprägten Ausführlichkeit sind die einzelnen Szenen wirklich kurz und knackig ausgearbeitet, Dialoge eher knapp und spannend. Die angekündigte Themenvielfalt fehlt mir allerdings und lässt die Handlung so in meinen Augen etwas leer erscheinen.

Ich habe es trotz aller Kriterien gern gelesen und kaum weglegen können, war aber hinterher ein wenig enttäuscht. Zwischen “echt gut” und “echt schlecht” also diesmal ziemlich eindeutig mittelmäßig.

Abenteuerlicher Thriller in Agenten-Manier

Von: umgeBUCHt Datum: 18.11.2016

https://umgebucht.wordpress.com/

„Inmitten der sibirischen Steppe liegt ein Geheimnis begraben, von dem nur eine Handvoll Menschen wissen: ein unterirdisches russisches Forschungslabor. Offiziell existiert es nicht, und wer einmal dort ist, wird es nie wieder verlassen. Doch der Biologe Rogatschow weiß, dass das, was dort geschieht, nicht im Eis verborgen bleiben darf. Er schickt einen verschlüsselten Hilferuf an den einen Mann, der die Wahrheit ans Licht bringen kann: Dr. Johnny Porter, eigenwilliger Einzelgänger indianischer Abstammung, Mikrobiologe und Sprachgenie, begibt sich auf die lebensgefährliche Mission nach Sibirien.“

So lautet der Klappentext, den ich hier komplett zitiere und der mich innerlich auf einen Thriller eingestimmt hat, der in der nahen Gegenwart spielt und von dem ich mir erhofft hatte, dass er mir eine spannende Geschichte über ein ominöses gefährliches unterirdisches Forschungslabor erzählen würde. Stattdessen wurde jedoch die lebensgefährliche abenteuerliche Geschichte von Johnny Porter erzählt, der sich zur Zeit des kalten Krieges auf den Weg macht, um die Geheimnisse dieses Forschungslabors ans Tageslicht zu bringen.

Der Schreibstil ist flüssig und schnörkellos. Der Autor nimmt sich viel Zeit, um seinen Protagonisten darzustellen, ihn planen und handeln zu lassen. Das sorgt zwar stellenweise dafür, dass sich die Handlung zieht und man dem Buch die Bezeichnung Thriller aberkennen möchte, aber letztlich sorgt auch diese Genauigkeit in dem Aufbau des Charakters dafür, dass man ihm seine Taten schließlich auch zutraut. Alles ist logisch durchdacht und immer wieder gerät man darüber ins Staunen, wie ausgefeilt die Pläne des Protagonisten sind und wie wohl überlegt er zu jeder Zeit handelt.

Und doch habe ich während des Lesens immer der im Prolog kurz erwähnten Forschungsstation entgegen gefiebert. Nach knapp 2/3 des Buches war es schließlich so weit, aber dieser Teil wurde für meinen Geschmack zu schnell abgehandelt. Gerne hätte ich mehr darüber erfahren und war letztlich von diesem Teil der Geschichte eher enttäuscht.

Gegen Ende nimmt dieser Thriller dann allerdings nochmal richtig Fahrt auf und mündet in einem runden schlüssigen Ende, bei dem keine Fragen mehr offen bleiben. Obwohl mir das Buch letztlich nicht die Geschichte geliefert hat, die ich ursprünglich erwartet hatte, konnte es mich dennoch überzeugen und ich habe es trotz einiger Längen gerne gelesen.

Wer einen gut durchdachten und abenteuerlichen Thriller in Agenten-Manier lesen möchte, dessen Schauplatz überwiegend im eisig kalten Sibirien zur Zeit des kalten Krieges spielt, dem sei dieses Buch wärmstens ans Herz gelegt.

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