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Der Spalt Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-17507-8

Erschienen: 08.02.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch

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Die Geister, die ich rief ...

Highschool-Lehrer Mike Erikson ist ein Genie und könnte dank seines fotografischen Gedächtnisses und seines überragenden IQs eigentlich eine glänzende Karriere machen. Doch er zieht ein bescheidenes und zurückgezogenes Leben vor – bis er sich von einem alten Freund dazu überreden lässt, an einem einzigartigen Experiment teilzunehmen: Mitten in der kalifornischen Wüste arbeitet ein Team von Wissenschaftlern daran, Teleportation zu ermöglichen. Doch das Experiment hat ungeahnte Folgen – nicht nur für die Forscher selbst, sondern für die ganze Menschheit ...

Peter Clines (Autor)

Peter Clines wuchs in Maine, USA, auf und studierte Literaturwissenschaft, Archäologie und Quantenphysik. Er hat bereits zahlreiche Short Stories veröffentlicht, bevor er sich dem Schreiben von Romanen widmete. Peter Clines lebt und arbeitet in Südkalifornien.

Aus dem Amerikanischen von Marcel Häußler
Originaltitel: The Fold
Originalverlag: Crown

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-17507-8

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen: 08.02.2016

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Spannender SF-Thriller

Von: Books and Biscuit Datum: 20.05.2016

booksandbiscuit.blogspot.de

Die Dinge, die sie wissen.
Die Dinge, die sie nicht wissen.
Und die Dinge, von denen sie nicht wissen, dass sie sie nicht wissen.


Geht es euch auch manchmal so, dass ihr das Glück habt, völlig erwartungslos an ein Buch heranzugehen, und dann davon überrumpelt werdet, wie gut es eigentlich ist? So ging es mir mit dem Sci-Fi Thriller Der Spalt. Ich hatte keine Erwartungen und eigentlich nicht mal richtig Lust auf das Genre, gerade aber nichts Besseres zur Hand. Ich fing an und zu lesen - zack! - ehe ich mich versah, hatte es mich völlig gepackt.

Protagonist ist Leland "Mike" Erikson, ein Genie mit einem IQ von über 180 und einem perfekten fotografischen Gedächtnis. Statt sein Potenzial zu nutzen, arbeitet er lieber als Lehrer für englische Literatur an einer High School. Sein Freund Reggie Magnus, der für die Regierung arbeitet, versucht schon seit einiger Zeit, Mike für eines seiner Projekte anzuheuern. Bislang hat Mike immer abgelehnt, doch bei dem aktuellen Projekt hat er keine Chance, Nein zu sagen. Es geht um Portalreisen. Das Alberquerque-Portal scheint zu funktionieren, seit drei Jahren testen die Wissenschaftler es, ohne Fehler entdecken zu können. Aber wenn es doch so reibungslos funktioniert, wieso brauchen sie noch immer Forschungsgelder, statt sofort an die Öffentlichkeit zu gehen? Genau das soll Mike herausfinden.

Der Spalt beginnt als eine Art Krimi/Psychothriller. Einer der Probanden, Ben Miles, hat nach einem Durchgang durch das Portal den Verstand verloren und seine eigene Frau nicht wieder erkannt. Der Projektleiter des Alberquerque-Portals streitet alle Zusammenhänge ab. Mikes Aufgabe ist es, herauszufinden, was die Wissenschaftler verbergen. Denn irgendetwas scheint gewaltig schief zu laufen.

Ab dem letzten Drittel entwickelt sich Der Spalt zu etwas anderem, futuristischem, apokalyptischem. Die Geheimnisse kommen ans Licht, Menschen sterben und plötzlich ist das Alberquerque-Portal kein wissenschaftliches Wunder mehr, sondern eine schreckliche Bedrohung.

Die Art, wie Mike Erikson ermittelt, erinnert tatsächlich an Sherlock Holmes. Er kann alles abrufen, was er jemals gesehen oder gelesen oder gehört hat. Die imaginären Ameisen in seinem Kopf katalogisieren alle Informationen, sodass der spätere Zugriff auf sie leichter fällt. Genau diese Auffassungsgabe ermöglicht ihm auch, herauszufinden, was beim Portal zu furchtbar schief läuft. Und warum die anderen Wissenschaftler das nicht zu bemerken scheinen. Er sieht die Dinge, von denen die anderen nicht wissen, dass sie sie nicht wissen.

Gut gelaunter Wissenschafts-Unfug

Von: A.D. Datum: 29.04.2016

www.kultplatz.net

Ok. Das Buch fetzt. Hirn aus und mitten hindurch.

Gut, jetzt ein wenig ausführlicher: Peter Clines versteht sich darauf, eine Geschichte rasant und spannend und durchaus gewitzt zu erzählen. Das ist schon mal eine hervorragende Voraussetzung. Er ist auch überaus fantasievoll und was er seinen Lesern hier vorsetzt, ist haarsträubend, skurril, faszinierend, Wissenschaft im Hollywood-Stil.

Der Spalt macht wirklich viel Spaß. Clines schießt jeden Versuch einer ernsten Kritik – die das Buch nur zerfetzen kann – von vornherein ab, indem er seine Wissenschaftler erklären lässt, dass das, was passiert, wissenschaftlich unmöglich ist, obwohl es passiert. Das ist eine absurde Logik, die der Idee des Romans absolut gerecht wird.

Sagen wir so: Der Spalt ist eine Episode der Akte-X, damals, als sie noch hervorragend war, gepaart mit The One, der SF-Action-Reißer mit Jet Li. Grundidee und Ausführung – Der Spalt ist das Bastardkind der beiden. Und es ist ein fröhliches, gut gelauntes Kind, mit dem man sich blendend unterhält – auf kindlichem Niveau. Mit sehr vielen Zitaten und Verweisen auf Filme und Pop-Kultur. Das macht gute Laune.

Clines legt es nicht im Ansatz darauf an, irgendwie näher auf die Wissenschaft – erfunden oder nicht – einzugehen. Er hat einen überaus sympathischen Helden, einen widerspenstigen Love-Interest, den üblichen Mad Scientist, den Vorgesetzten aus dem Bilderbuch, ein paar Wissenschaftler und Soldaten als Kanonenfutter – ein echts, pures, unverfälschtes Filmrezept, gekonnt geschüttelt und eingeschenkt. Der Roman ist echt dazu gedacht, verfilmt zu werden. Nicht zu komplex, rasant, flapsige Dialoge auf dem Niveau von Roland Emmerich Filmen (Independence Day, 2012 usw…), ordentlich Kawumm – so richtig das Patentrezept für den Sommerblockbuster.

Nun, bis auf den schrägen Protagonisten ist keine der Figuren wirklich ausgearbeitet, es sind mehr oder minder Statisten und Stichwortgeber für den Helden. Bei Sasha ist das etwas bedauerlich, da wäre eine interessanter Charakterkopf drinnen gewesen, Jamie ist aufgrund der Natur des Buches irritierend und deshalb interessant. Der Rest ist einfach da und fällt nicht sonderlich auf.

Klingt das niedermachend und negativ? Ist es absolut nicht, keinesfalls. Dazu ist das Buch viel zu vergnüglich. Klar, das Gehirn gibt man am Impressum ab, ehe man die erste Seite aufschlägt, aber meine Güte, Peter Clines WILL gar nichts anderes als seinen Lesern ein paar vergnügliche Stunden zu bescheren. Und das mit der Unterhaltung schafft das Buch mit Bravour.

Der Spalt ist befriedigende, leichte Unterhaltung ohne tiefen Anspruch. Nimmt man das Buch so an, wird man bestens bedient.

Kurz gesagt:
-- rasant und unterhaltsam
-- haarsträubend und skurril
-- vergnüglich und stimmig
Fazit: Als pure Unterhaltung sehr befriedigend

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